Band: Electric Light Orchestra
Titel: Zoom
Label: Frontiers Records
VÖ: 2013
Genre: Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten Jünemann

Eigentlich hat dieses Album wirklich nichts bei uns zu suchen, denn wir müssen schon sehr weit über den Tellerrand schauen, um den „Beatles-lastigen“ ELO-Pop, den ELO heute gekonnt und wohlklingend zelebrieren, vorzustellen.

Verwundern darf es auch nicht, denn mit RINGO STAR und GEORGE HARRISON hat JEFF LYNNE ja gleich 2 Gastmusiker an Board, die 50% der Legende ausmachen.

Doch die meisten Tracks auf dem Album „Zoom“ hat JEFF LYNNE allein unter dem Namen ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA eingespielt, und so passiert es, dass in den sehr guten Songs hier und da mal Wiederholungen vorkommen, bzw. es einem vorkommt, als hätte man einen ähnlichen Song bereits vor wenigen Minuten gehört. Hatte er allein vielleicht nicht genug Abstand von den Songs?

Als Multi-Talent (Sänger, Gitarrist, Bassist, Drummer, Keyboarder) produziert er auch, u.a. GEORGE HARRISON, PAUL Mc CARTNEY, TOM PETTY ,…ja und die BEATLES selbst.

Zwar nur einen Song („Free As A Bird“), aber das dient ja bereits als Referenz. Und genau das hört man dem Album eher heraus- eine fette Beatles-Schlagseite, anstatt das 80er bekannte ELO! Auch das „ORCHESTRA“ erklingt nicht mehr so voluminös, wie man es von den Pop-Rockern kennt, es herrschen nur noch ein paar Streicher vor. Das schmälert aber nicht die Leistung, über Jahre hinweg mit simplen Melodien Millionen Menschen begeistern zu können, und das passiert auch auf „Zoom“.

Kein Rock, definitiv Pop! Aber waren ELO jemals wirklich Rock? So richtig Rock? Es waren Ansätze vorhanden und diverse sog. Classic Rock Hymnen haben ELO ja auch hinterlassen („Don´t Bring Me Down“, „Evil Woman“, etc.), aber eine Rockband in unserem Sinne waren ELO nie. Sind ELO eine Rockband, dann würde ich NICKELBACK Metal nennen.

Aber es geht um sehr gute und anspruchsvolle Popmusik, die nichts mit irgendwelchen Plastik-Mist-Dieter-B.-Superstar-Casting-Euro-Dance-Trendkacke zu tun hat.

Eigentlich ist das Musik, die sich der Rocker zum wirklichen Chillen, beim Grillen im Radio wünscht…
Aber mir stellt sich die Frage: Sind das jetzt wirklich ELO oder JEFF LYNNE als ELO oder doch eher solo?

Tracklist:

01. Alright (3:13)
02. Moment in Paradise (3:36)
03. State of Mind (3:04)
04. Just for Love (3:40)
05. Stranger on a Quiet Street (3:41)
06. In My Own Time (3:03)
07. Easy Money (2:51)
08. It Really Doesn’t Matter (3:20)
09. Ordinary Dream (3:23)
10. Long Time Gone (3:15)
11. Melting in the Sun (3:10)
12. All She Wanted (3:14)
13. Lonesome Lullaby (4:02)

Besetzung:

Richard Tandy (piano)
Kris Wilkinson (string)
Suzie Katayama (cello)
Marc Mann (guit)
Rosie Vela (back voc, tap & string)
Reverend Dave Boruff (sax)
Roger Lebow (cello)
George Harrison (guit)
Jeff Lynne (bass, cello, voc, string, piano, keys, guit, drums)
Ringo Starr (drums)

Internet:

Electric Light Orchestra Website

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