Band: Emerald Edge
Titel: Surreal
Label: Independent
VÖ: 18.03.17
Genre: Progressive/Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Emerald Edge - Surreal album artwork, Emerald Edge - Surreal album cover, Emerald Edge - Surreal cover artwork, Emerald Edge - Surreal cd coverDas Düsseldorfer Quintett Emerald Edge schickte sich an, mit ihrem zweiten Longplayer, „Surreal“, die Welt zu erobern. Bei uns erst leider verspätet eingetroffen, wollen wir genauer in den Rundling der Progressive Power Metal Helden reinhören. Gegründet wurde Emerald Edge 2002 von Volker Fass und Martin Wendler, beide bekennende Fans von Dream Theater, Rush, Marillion, Iron Maiden, Pink Floyd und Metallica. Das diese Soundeinflüsse durchaus in den Sound gefunden haben steht außer Frage. Lediglich die beiden letztgenannten sind weniger ein Bestandteil der Formation. Demgegenüber stehen die Einflüsse und Techniken der anderen Truppen, bei welchen man sich reichhaltig im Garten bedient hat und sie aufs eigene Feld gestreut hat. Könnte man meinen das man weniger Innovativ durch die Boxen kommt. Gut, die Einflüsse sind stark und höchst parallel angelehnt, im Kontrast dazu klingen die Düsseldorfer gleichwohl nicht wie tausendmal gehört.

Was Titel und Artwork bereits nahelegen, ist die Tatsache, dass man ein Soundgebilde der Stimmung zwischen düsterem Horror und Irrläufern des Lebens zu zaubern. Hierbei bedient man sich etlicher Lichtblicke der klaren Art, welche besonders durch eine Vielzahl von Iron Maiden Melodien zu einem guten Hörgenuss wurden und sich fest ins Gehör bohren. Der Sänger ist einem Bruce Dickinson oder einem James LaBrie nicht unähnlich, wenngleich er nicht vollends an die Originale herankommt. Bedeutet allerdings nicht, dass er schlecht wäre. Eher im Gegenteil, für die Art der Mixtur passt dieser Gesangsakrobat sogar wahnsinnig gut, weil er einen vielschichtigen Gesang aus seiner Kehle zaubert.

Die Komplexität der Musik ist nicht so arg, wie bei vielen Genrekollegen und das hört sich vom Gesamteindruck her deutlich einprägsamer an. Zu viele experimentelle Einschläge wären gelinde gesagt nicht unbedingt, dass was man für das Emerald Edge Konzept brauchen würde. Dafür zeigen die Jungs, dass sie nicht stur in der Ecke hocken, das Motto der sicheren Nummer auspacken. Man zeigt sich weitaus verspielter und diese Wechsel und Einfädlungen hat man sehr gut hinbekommen.

Mitreißende, warme Power Metal Elemente duellieren sich mit einer Vielzahl von klassischen, wie auch modernen Progg Variationen. Die Verfeinerung ist ihnen gelungen und man zeugt von einem technisch gut ausgeprägten Spiel. Heroen wie Dream Theater, haben die diese Art Musik großgemacht haben und in Perfektion beherrschen sie nach wie vor das Genre. Verhältnismäßig ebenbürtig jagen ihnen die Düsseldorfer nach. Sicherlich nicht im vergleichbar ganz großen Stil, wenngleich mit viel Einfallsreichtum und guten Elemente verarbeitet.

Neben konsistent gut arrangiertem Progmetal und Power Metal lässt sich zusätzlich eine Prise Retro-Prog ausmachen und steht für die Komplettierung bzw. das Songwriting der Truppe. Im Gesamten gesehen eine gute Sache, wohingegen Luft nach oben hin offen ist. Vom Gemisch her würde ich hinzukommend dazu tendieren, zu sagen, ausgezeichnet rübergebracht. Dennoch ist es ein hartes Pflaster im Progressive Metal, wenn Bands wie genannte Größen das Genre bis zum untersten Level dominieren.

Fazit: Guter Progressive/Power Metal mit vielen ausnehmend guten Einfädlungen, Wechsel und Vermischungen.

Tracklist:

01. Ladder of Some Dream
02. Lost (Chapter II)
03. Am I
04. Be Careful on the Secret Path
05. Power & Love
06. House of Cards
07. In the Eye of the Beholder
08. Surreal

Besetzung:

Alice Aschauer (voc & violin)
Artur Wlossek (drums)
Martin Wendler (bass)
Robert Köhler (keys)
Volker Faas (guit)

Internet:

Emerald Edge Website

Emerald Edge @ Facebook

Emerald Edge @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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