[In Mute] – Gea

Band: [In Mute]
Titel: Gea
Label: Art Gates Records
VÖ: 24.03.17
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

In Mute - Gea album artwork, In Mute - Gea album cover, In Mute - Gea cover artwork, In Mute - Gea cd cover[In Mute] die spanischen Metal Battle Gewinner aus dem Jahr 2014, servieren mit „Gea“ ihr zweites Full Length Lebenszeichen. Die female fronted Melodic Death Metal Band, baut seit ihrer Gründung im Jahr 2003 auf eine ausgeklügelte Mischung aus modernen Soundakzenten des Todesbleis, sowie kleineren Messerspitzen des Black Bereichs. Die Variationen und technischen Einlagen sind gut ausgeklügelt worden und fanden beim neuesten Streich abermals Platz. Aufgrund des ziemlich Angela Gossow geschwängerten Shout-Gesangs sind Vergleiche mit Arch Enemy zwar legitim, nichtsdestotrotz spielen die Schweden in einer weitaus höheren Liga, wo [In Mute] noch nicht angelangt sind.

Die Fronterin brüllt sich die Seele aus dem Leib, hat allerdings eins ums andere mal geringfügig mit dem Durchhaltevermögen zu kämpfen. Genau in diesen Parts klingt sie eventuell zu krächzend, dennoch hält sie ihren Rhythmuskollegen die Stange und kämpft sich wacker durch das Geschehen. Die recht geradlinigen Melodieläufen und Rhythmen gehen gut ins Gehör, sind im Gegensatz zu vielen Konkurrenzbands weniger innovativ. Man dreht selbstredend nicht am Rad oder erfindet es gar neu. Im Gegensatz dazu wird etwas unter dem Motto „Nummer sicher gehen“ ein gutes Potpourri des female fronted Melodic Death Metal geboten. Die Rhythmusfraktion zeigt sich in einem technisch einwandfreien Zustand und ackert sich die Finger wund.

Kleinere, progressivere Ausrichtungen von Anfang an wären hier und da wünschenswert, als einige ruckartige Tempowechsel, welche für meinen Geschmack zu ruppig eingesetzt werden. An sich ja eine gute Sache, doch die meisten sind nicht sonderlich stattlich, sodass man von Genuss reden könnte. Todes Harmonien, Melodien und manche erzeugten Atmosphärenschichten sind ein brauchbares Gemisch, wenn letztendlich nicht das Non plus Ultra. Es ist durchaus schwierig aufgrund des hohen Aufkommens starker Melodic Death Metal Bands, mit weiblichen Brüllern hinterm Mikro, mehr Eigenständigkeit bzw. beliebige autarke Einfälle zu bieten, wenngleich es immer noch Truppen gibt, welche einen frischen Wind ins Geschehen bringen.

Es mag anscheindend sein, das eingefleischten Verehrern gewisse Melo-Death-Riffs abgenutzt vorkommen und da spreche ich nichts dagegen aus, weil die Songs einfach erheblich eng gestrickt und weitaus bekannt ins Gehör gehen. Gelegentliche Leads und Soli ertönen schon hundertfach anderswo gehört und aufgrund dessen hat man sich selbst einen sehr dünnen Pfad ausgesteckt. Wer ein Sammler und Verehrer von Arch Enemy Nachwuchsbands ist, der wird sicherlich einiges für sich entdecken. Im Gegensatz dazu steht die breite Front jener Melo Death Liebhaber, welche es deutlich eigenständiger, frischer und innovativer brauchen, die müssen sich noch gedulden.

Fazit: An sich eine passable Sache im Melodic Death Metal Bereich. Nicht wirklich der Bringer, nichtsdestoweniger auch noch lange kein Rohrkrepierer.

Tracklist:

01. We Die Together 02:09
02. Gea’s Defence: Disease 05:40
03. Gea’s Defence: Alquemy 05:55
04. Gea’s Defence: As We Are 05:16
05. Barefoot 06:00
06. The Eternal Return 05:15
07. Human Obsolescence 05:34
08. Dance of Destruction 04:49
09. Your Bane 05:09
10. Damage Inc. (Metallica cover) 04:07

Besetzung:

Steffi (voc)
Pejota (guit)
Cristobal (guit)
Pedro (bass)
Adrián (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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