Tracklist
01. The Beast Inside Me
02. Depravity
03. No Risk, No Glory
04. The Art of Manipulation
05. Torture Chamber
06. Hamunaptra
07. While Everything Collapses
08. More than a Hundred
Besetzung
Gorka Díez – Guitar & Sample
Pintxo Wayewta – Vocals
Iban Hernando – Drums
Xabier H Zarraga – Bass
Vier Musiker aus dem Baskenland
Die spanische Formation EMPIRE OF DISEASE bewegt sich stilistisch im Grenzbereich zwischen Metalcore und melodischem Death Metal. Hinter dem Projekt stehen Gitarrist und Sample-Verantwortlicher Gorka Díez, Sänger Pintxo Wayewta, Schlagzeuger Iban Hernando und Bassist Xabier H. Zarraga. Mit ihrem Album »While Everything Collapses« legt das Quartett eine Platte vor, die gleichermaßen auf Härte, Groove und melodische Elemente setzt. Die acht Stücke bewegen sich zwischen aggressiven Riffs, moderner Metalcore-Produktion und klassischen Einflüssen aus dem melodischen Death Metal.
Druckvoller Einstieg
Schon der Opener »The Beast Inside Me« zeigt, worauf sich Hörer einstellen können. Schnelle Gitarrenläufe, wuchtige Drums und ein rauer Gesang prägen den Einstieg. Die Produktion wirkt dicht und kompakt, ohne den einzelnen Instrumenten die Luft zum Atmen zu nehmen. Besonders auffällig ist die Rhythmusarbeit von Hernando, der immer wieder mit Breaks und Tempowechseln arbeitet.
Direkt danach folgt »Depravity«, ein Stück, das stärker auf Groove setzt. Hier kommen die Metalcore-Wurzeln der Band klar zum Vorschein. Die Gitarren sind tiefer gestimmt, das Riffing erinnert stellenweise an moderne Hardcore-Einflüsse. Gleichzeitig bleibt die melodische Seite präsent, vor allem in den Leadgitarren, die immer wieder kleine melodische Bögen einbauen.
Zwischen Aggression und Melodie
Mit »No Risk, No Glory« steigert die Band das Tempo. Der Song gehört zu den energischsten Momenten des Albums. Schnelle Doublebass-Passagen treffen auf präzises Gitarrenspiel. Sänger Pintxo Wayewta bleibt dabei konsequent im rauen Bereich. Klare Gesangsparts sucht man hier vergeblich, stattdessen setzt er auf aggressive Shouts und Growls.
Einen etwas anderen Ansatz verfolgt »The Art of Manipulation«. Hier arbeitet die Band stärker mit Atmosphäre. Samples und kurze Soundflächen tauchen im Hintergrund auf und geben dem Stück eine düstere Note. Die Gitarren wechseln zwischen melodischen Linien und schweren Rhythmusparts. Gerade dieser Kontrast sorgt für Spannung.
Die dunklere Seite der Platte
Mit »Torture Chamber« wird der Ton noch düsterer. Der Song baut auf einem schleppenden Grundtempo auf und wirkt dadurch besonders schwer. Die Gitarrenriffs sind hier weniger verspielt, dafür deutlich massiver. Bassist Xabier H. Zarraga bekommt in diesem Stück etwas mehr Raum und sorgt für zusätzlichen Druck im unteren Frequenzbereich.
Ein kleiner Ausreißer im Album ist »Hamunaptra«. Der Titel spielt offensichtlich mit orientalisch anmutenden Klangideen. Zwar bleibt die Band ihrem Stil treu, doch die Gitarrenmelodien greifen teilweise Skalen auf, die dem Stück einen leicht exotischen Charakter verleihen. Gerade diese kleinen Experimente lockern die Platte auf.
Der Titeltrack als Kernstück
Der Song »While Everything Collapses« steht im Zentrum des Albums. Hier bündelt die Band viele ihrer Stärken. Das Stück beginnt mit einem atmosphärischen Aufbau, bevor ein massiver Riffblock einsetzt. Danach wechseln sich melodische Passagen und harte Breakdowns ab. Besonders die Gitarrenarbeit von Gorka Díez zeigt hier ihre Vielseitigkeit.
Auch strukturell gehört der Titeltrack zu den abwechslungsreicheren Momenten der Platte. Mehrere Tempoveränderungen sorgen dafür, dass das Stück dynamisch bleibt und nicht in Routine verfällt.
Finale mit Energie
Den Abschluss bildet »More than a Hundred«. Der Song bringt noch einmal ordentlich Tempo ins Spiel und wirkt fast wie ein letzter Energieschub. Schnelle Drums, aggressive Gitarren und ein kompromissloser Gesang treiben das Stück voran. Gleichzeitig greift die Band hier noch einmal ihre melodische Seite auf und verbindet sie mit dem druckvollen Grundsound.
Solide Mischung mit kleinen Schwächen
»While Everything Collapses« lebt vor allem von seiner Energie und der klaren stilistischen Ausrichtung. Die Verbindung aus Metalcore und melodischem Death Metal funktioniert über weite Strecken gut. Die Band versteht es, eingängige Gitarrenmelodien mit harten Rhythmusstrukturen zu kombinieren.
Allerdings fehlt der Platte stellenweise ein wirklich herausragender Moment. Viele Songs bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau, ohne dass sich ein klarer Hit herauskristallisiert. Das sorgt dafür, dass das Album zwar konstant bleibt, aber nicht immer im Gedächtnis hängen bleibt.
Trotzdem überzeugt die handwerkliche Umsetzung. Die Instrumente sind präzise eingespielt, die Produktion wirkt modern und druckvoll. Besonders die Gitarrenarbeit und das Schlagzeug tragen maßgeblich zum Gesamtbild bei.
EMPIRE OF DISEASE liefern mit »While Everything Collapses« ein solides Album, das Fans von modernem Metal zwischen Metalcore und melodischem Death-Metal ansprechen dürfte. Die Songs sind energiegeladen, gut produziert und stilistisch klar positioniert.
Wer auf harte Riffs, aggressive Vocals und melodische Gitarren steht, wird hier einiges finden. Ein paar stärkere Wiedererkennungsmerkmale hätten der Platte gutgetan. Trotzdem bleibt ein Album, das sich problemlos in vielen Metal-Playlists behaupten kann.
Fazit: EMPIRE OF DISEASE gelingt mit »While Everything Collapses« ein kraftvoller Einblick in die dunkle Seite des Metal.

