Evilness – Unreachable Clarity

Band: Evilness
Titel: Unreachable Clarity
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Schön langsam wird es seltsam! Warum? Nun in der letzten Zeit flattert ein Album nach dem anderen aus Frankreich bei mir ein. Bekommen wir hier eine neue Metalflut? Nun die Qualität hatte mich bis dato immer sehr überzeugen können und somit hat Polen, was den Metal betrifft viel Konkurrenz bekommen. Die meisten haben keinen Deal, haben aber ein Potential drauf, welches einfach unglaublich ist und für mich unverständlich, warum nicht schon lange einen Vertrag. Die nächsten im Bunde sind die Death Metaller aus Toulouse, mit Namen Evilness. Death Metal steht hier auf ihrem Banner, mag auf dem ersten Anblick nicht wirklich weltbewegend klingen, tut es aber wenn man erst das Album angestimmt hat. 2004 gegründet zelebriert man eine melodische, wie auch leicht technische Abform des Death Stahls. Vorangegangen ist die Demo „Insanity“, welche aber bereits 2006 veröffentlicht wurde. Etliche Jahre hat man sich zeit gelassen, bis der neueste, erste längere Streich in trockene Tüchern gehievt wurde. „Unreachable Clarity“ ist ein kunterbuntes Potpourri des Death Metal mit vielen Verstrebungen des Death Metal. Einerseits etwas moderner, aber auch die guten, alten Roots wurden durchaus bedacht. Die Rhythmik ist beeindrucken, wenn auch nicht jetzt die Neuerfindung vor dem Herrn. Dennoch und das muss man der Truppe zugutehalten, sie geben uns vorrangig einen sehr eigenen Einblick ihrer Sicht, wie der Death Metal klingen muss. Viel erfrischender Wind wird dabei aufgewirbelt und die immer wieder durchblickenden Wechsel zwischen altbekannten und modernen Death Metal Allüren ist honorabel. Grandios finde ich persönlich die satten Wechsel, welche wie auch unsere Freunde von The Morphean umgesetzt werden. Somit die meisten Parallelen zu unseren, österreichischen Hopefulls. Die ständigen, rollenden Fragmente sind einfach perfekt und drücken einem die Kehle zu. Was ein weiteres, nicht unerwähnt bleibendes Detail ist, ist der leichtere Progressive Einschlag, welchen man mal mehr, mal weniger dominanter einsetzt. Somit kann von einer schlichten, straighten Runde gar nicht die Rede sein. Die Auswahl ist gut und man serviert uns dies auf einem schillernden Tablett. Obwohl in Eigenregie veröffentlicht hat man eine superbe Produktion für den Rundling ausgesucht, welcher die Druckwelle umso vehementer erscheinen lässt. Alle Zeichen somit auf Sturm und das Debüt ist einfach wirklich gut, wenngleich es jetzt nicht die Neuerfindung ist.

Fazit: Die Franzosen bieten hier eine gute Melange des Melodic Death Metal in allen Bandbreiten. Mag nicht sonderlich Neu klingen, geht aber durchaus gut und süchtig machend in den Gehörgang rein.

Tracklist:

01. Essence of Bitterness 04:31
02. Despised Decline 04:23
03. Meeting Lady Death 05:49
04. Despair and Hope 02:48
05. Burn 03:29
06. Dreams of Evasion 04:26
07. Lies, Cries, Died 05:47
08. Essence of Bitterness (bonus track) 04:32
09. Despised Decline (bonus track) 04:22
10. Lies, Cries, Died (bonus track) 05:48

Besetzung:

Ion Alberdi (bass)
Sébastien Chiffot (guit)
Bruno Pereira (voc)
Kevin Souque (drums)

Internet:

Evilness Website

Evilness @ Facebook

Evilness @ YouTube

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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