Band: Finntroll
Titel: Blodsvept
Label: Century Media Records
VÖ: 2013
Genre: Humppa Folk Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Oliver

2010… „Solsagan“ brennt sich unauslöschbar in mein musikalisches Gehirn. Das Album „Nifelvind“ der finnischen Folk-Metalheads von „Finntroll“ galt für mich seither als eines der besten und innovativsten Alben der gesamten Szene. Drei Jahre sind mittlerweile vergangen, viele neue Klänge zogen ins Land und auch die Trolle aus dem hohen Norden waren nicht untätig. Das mittlerweile sechste Werk „Blodsvept“ wurde in Stein gehaun und wird nun mit voller Wucht auf die Fans der Truppe losgelassen.

Trollish Hoedown Metal, so bezeichnet die Band selbst ihren unvergleichlichen Sound. Man nehme das Beste aus dem Black und Death Bereich, mische das Ganze mit dem finnischen Humppa, schmeißt Texte in Schwedisch dazu und heraus kommt ein Mix der nicht von dieser Welt zu sein scheint. „Finntroll“ gaben ihren Alben stets einen Touch von Einzigartigkeit, kein Longplayer gleicht dem anderen, ein Talent, dass man leider auch im Metalbereich immer seltener findet. Auch „Blodsvept“ bildet keine Ausnahme.

Seit dem ersten Zusammentreffen mit dieser Band, war ich fasziniert von dem Zusammenspiel von Härte, Düsternis und den durch Humppa erzeugten Spaßfaktor. „Finntroll“ haben auf „Blodsvept“ dieses Konzept ein weiteres Mal unglaublich gut umgesetzt. Das Album hat deutlich an Härte zugelegt, jedoch zugleich den Faktor Melodie erhöht. Bereits beim ersten Track „Blodsvept“ bekommt man die volle Dosis „Finntroll“ in Höchstform. Hervorstechend sind wieder einmal die traditionellen Instrumente. Die klassischen Metal Elemente wie E-Gitarre werden zu Statisten degradiert und begleiten die ansonsten im Hintergrund agierenden Klänge wie ein gut abgestimmtes Orchester.

Die Songs kommen mit unerwartet viel Schwung und Druck daher. Normalerweise verschaffe ich mir mittels Schnellvorlauf einen ersten Eindruck des Albums bevor ich mich jedem Song einzeln widme, „Blodsvept“ gibt mir dazu allerdings erst gar nicht die Chance. Bereits die ersten drei Songs hinterlassen mich breit grinsend und wippend in meinem Schreibtischsessel. Vier, fünf und sechs verschaffen mir eine kleine Atempause, womit ich nicht sagen will, das die Titel weniger genial sind. Diese drei strotzen etwas weniger vor Energie. Entgültig um mich geschehen ist´s dann ab Titel Nummer 7. Mit „Skogsdotter“ rufen die Trolle zum Sturm auf… Naja auf was auch immer den Knaben vor die Nase kommt nehm ich an. Ab hier gibt´s keine Atempause mehr, mit einem unglaublich hohem Niveau an Energie, Melodie und Speed geht’´s an die letzten fünf Songs des Albums. Vor allem der geniale Einsatz der Trompeten hat´s mir angetan.

Fazit: Ich darf kurz aus dem beiliegendem Albuminfo zitieren: „Genie und purer Wahnsinn gehen auf diesem Album oft Hand in Hand“. Man könnte diesem Satz glauben schenken, aber ehrlich gesagt trifft diese Aussage nicht zu 100% zu. Die Jungs haben die Grenze vom Genie zum Wahnsinn nicht einfach überschritten sondern sind mit Volldampf und Gebrüll im Gefährt, welches im Video zu „Häxbrygd“ gebastelt wird, drüber gesprungen. „Blodsvept“ hat sich ohne Zwischenstopp auf Platz Eins meiner persönlichen Albumcharts katapultiert. Was „Finntroll“ mit ihrem sechsten Silberling vorgelegt haben, dürfte nur sehr schwer zu überbieten sein. Tipp zum rein hören: natürlich das Video zu „Häxbrygd“ jedoch vor allem „Skogsdotter“.

Tracklist:

01. Blodsvept (4:30)
02. Ett Folk Förbannat (3:24)
03. När Jättar Marschera (4:07)
04. Mordminnen (3:25)
05. Rösets Kung (3:16)
06. Skövlarens Död (3:45)
07. Skogsdotter (4:53)
08. Häxbrygd (3:52)
09. Tva Ormar (3:17)
10. Fanskapsfylld (2:57)
11. Midvinterdraken (5:38)

Besetzung:

Mathias Lillmåns a.k.a. Vreth (voc)
Mikael Karlbom a.k.a Routa (guit)
Samuli Ponsimaa a.k.a. Skrymer (guit)
Henri Sorvali a.k.a.Trollhorn (keys & guit)
Aleksi Virta a.k.a. Virta (keys)
Sami Uusitalo a.k.a. Tundra (bass)
Samuel Ruotsalainen a.k.a Beast Dominator (drums)

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