Band: Furious Few
Titel: Furious Few
Label: Selfreleased
VÖ: 07.04.17
Genre: Classic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Furious Few - Furious Few album artwork, Furious Few - Furious Few album cover, Furious Few - Furious Few cover artwork, Furious Few - Furious Few cd coverAbseits des herkömmlichen Rockbereichs aller Arten und Sparten hat sich die 2015 gegründete Combo Furious Few aus Berlin angesiedelt. Ihre Variation kann man ruhig, wie im Beipackzettel angemerkt, als Rock ‚n‘ Soul bezeichnen. Verwurzelungen und Ingredienzien sind aus dem Soul, sowie dem Blues Bereich genauso vorhanden, wie dem klassischen Rockbereich der 70er Ära. Rhythmisch pulsierend treiben die Jungs somit ihre Fusion des Rocks ordentlich voran. Die steten Klangfarben die man dabei aus dem Zauberhut hervorkramt sind nicht schon tausendmal gehört, sondern eine durchwegs eigene Linie, die eventuell hier und da anderen Vorreitern ähnelt. Man versteht es durchwegs den Spirit etlicher Soundtechniken der 70er Ära in die Jetztzeit zu befördern. Ob nun getriggerte Gitarren oder das Keyboardspiel, alle Anleihen komplett gesehen sind eine fachmännisch hochwertige Sache, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Abstrakte Soundeinwürfe, sowie gekonnte Wechsel steigern das Spannungsfeld mit diesen Berlinern außergewöhnlich.

Die Gefühlstaktik schließt sich diesem Reigen an und geradeso präsentiert man ein breites Betätigungsfeld von dunkel/düster, sowie wesentlich positiveren Messages. Durch viele Elemente und klassische Techniktaktiken steigert man sich in einen wahren Spielrausch und fesselt ungemein. Schwierig zu sagen welchen Sektor der Rock Abwandlungen man ansteuert, denn Faktum ist, dass man eine breite Facette vorlegt die vom Stoner Liebhaber bis hin zum klassischen Rockfan einige Liebhaber begeistern wird.

Es gibt nicht uneingeschränkt ein paar gute Songs, sondern einen roten Faden, eine Sinnesempfindung, eine Stimmung, oder auch mehrere, die in dem Album ausgedrückt wird und zu einem Suchtfaktor werden. Die gelinde gesagt, fesselnden Songs unterbreiten einerseits ein och fachmännisches Können, sowie ein eigenständiges Klangbild, welches die Lebensweise der Truppe bestens unterstreicht.

Furious Few brüten etliche Klangwelten aus, welche sich langsam aufbauen und dem Hörer erst nach und nach erschließen. Dabei steigert man sich wahrlich in einen Spielrausch, welcher nicht verbissen klingt, sondern frisch und frei von der Leber offeriert wird. Chillig eben und mit viel ausgelassenen Fundamenten verstrickt. Man biedert sich keinesfalls dem Mainstream oder ähnliches an, vielmehr bereichern sie ihre Variation der unterwanderten Rocksorten mit belebenden Elementen. Tiefgründig oftmals, doch der im dominanten Bereich angesiedelt strotzt man nur so vor unbeschwerten Einlagen und Komplettierungen.

Fazit: Wirklich begeisterungswürdiges Werk in Sachen klassischer Rockkunst der 70er Ära, sowie vielen Klangelementen die man zur Verstärkung mit eingebaut hat.

Tracklist:

01. Hail Mary
02. Purity Gone
03. A Tale of Two
04. The Devil Makes Five
05. A Bad Love
06. The Quarters
07. Lines
08. Nothing Again
09. Something is Broken

Besetzung:

Joshua Murphy (voc & guit)
Spike Rogers (bass)
Connor Fitzgerald (keys)

Internet:

Furious Few @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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