Band: Ingrimm
Titel: Henkt Ihn!
Label: Trollzorn Records
VÖ: 2014
Genre: Folk/Medieval Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ingrimm ohne Fenris? Meine Güte kann dies überhaupt funktionieren? Sehr skeptisch war ich wie es hieß dass er nicht mehr dabei ist! Nun liegt also der nächste Langstreich vor mir und diese drehe ich etwas länger hin und her. Die Frage bei mir war auch, kann der neue Sänger die doch sehr großen Fußstapfen ausfüllen. Ja kann er und das möchte meine Wenigkeit gleich zu Beginn anmerken. Nicht minder beindruckend singt er sich durchs Geschehen und die Skepsis ist gleich verflogen. Die restliche Mannschaft wird ja nicht unbedingt jetzt was anderes machen und sich weiterhin dem Folk Metal widmen. Tun sie auch, was ja auch keine Frage oder Befürchtung war. Was bietet man allerdings für die fanatische Gefolgschaft der Truppe. Nun eines ist Fakt, „Henkt Ihn!“ ist deutlich sachter und solider ausgefallen. Auch harsche Schritte, welche zwar weiterhin vorhanden wurden merklich dezimiert. Dafür rollt die Truppe deutlich Power geladener durchs Konzept. Für mich persönlich kein schlechter Schritt, doch wenn man viele fanatische Fans oftmals betrachtet oder ihnen zuhört wird es diese etwas vor den Kopf stoßen. Freilich bietet die Formation weiterhin die gewohnte Klasse im Folk Bereich, jedoch halt weitaus nicht so wütender oder gar rauer, wie es bei „Böses Blut“ der Fall war. Allesamt erscheint dem Hörer deutlich sachter, gefühlvoller, was auch an etlichen Geigeneinlagen liegt. Kann für den einen schlecht, für den anderen wieder gut sein. Persönlich muss ich sagen, sehe ich die Veränderung als wirklich gut und nachvollziehbar. Auch vor Satten Grooves macht man nicht Halt und paart diese mit gelungenen, klaren Attitüden. Etliche Passagen sind breitentauglicher, sowie bei Kollegen des Business, was man jetzt als Ausverkauf sehen kann, es aber meiner Meinung nach keiner ist. Folglich ist es auch im Sinne des Betrachters immer so eine Sache, wie kann man den Charme oder den Spirit für sich beanspruchen. Dies wird auf dem neuesten Rundling gut umgemünzt und so schallen die Tracks etwas polierter, aber nicht schlecht. Charme ist reichlich vorhanden und so unterhalten die Regensburger weiterhin gut im Bereich des Folk Metal. Die Weiterentwicklung im Hause Ingrimm darf man als durchaus positiv sehen und für die bisherigen Fans kann man wohl sagen, dass sie, was die Musik betrifft nicht enttäuscht werden. Durch einige breitentaugliche Erweiterungen im Konzept kann man sicherlich für einen Zugang in der Fanschaar sorgen. Folglich bleibt nur mehr die Skepsis beim neuen Sänger, doch die habe ich Eingangs bereits erwähnt, dass man diese gleich über Bord werfen kann, denn René Brand leistet wirklich gute Arbeit als sogenanntes Neumitglied.

Fazit: Ingrimm sind ihrem Konzept zwar treu geblieben, bieten aber genügend Neuerungen um für frischen Wind in den eigenen Reihen zu sorgen. Der Unterhaltungsfaktor für den Folk Metaller ist groß und genügend Met getränkte Tracks sind auf dem Rundling, um die Party mit den Regensburgern am Laufen zu halten.

Tracklist:

01. Hetzer
02. Carpe Diem
03. Asche auf mein Haupt
04. Hängt ihn
05. Eiskalter Wind
06. Schwarzes Gold
07. Fühl dich frei
08. Tritt mich
09. Sanduhr
10. Engel

Besetzung:

„Mugl“ (bass)
Rene (voc)
Klaus Rosner (drums)
Christian „Hardy“ Hadersdorfer (bagpipes)
Sabine „Bine“ Radies (violin)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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