Joe Bonamassa – Driving Towards The Daylight

Band: Joe Bonamassa
Titel: Driving Towards The Daylight
Label: Provogue
VÖ: 2012
Genre: Bluesrock / Mainstream
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Joe Bonamassa? Sollte ich den Herren kennen? Tja Schande über mein Haupt der Name war mich nicht mal ansatzweiße geläufig. Und die Schande nimmt kein Ende und das muss man halt verkraften. Der Blues Rocker ist ja ein Unikum in der Szene und allseits bekannt, anscheinend, wie gesagt bei mir hat es noch keinen Einstand gegeben und so ist das Album „Driving Towards The Daylight“ für mich eine Feuertaufe was den guten Joe betrifft. Ein Blick auf Cover hat mich vorerst etwas abgeschreckt, ist das so eine alternative Sch***e mit der man uns wieder Ködern will? Auch sieht das Artwork aus wie die alten, verstaubten Vinyl Platten meines alten Herrn, die irgendwo im Keller ihr Dasein fristen. Nein absolut nicht. Sicherlich ist das Material des guten Joe jetzt nichts für die junge Generation, wer allerdings ein Freund des Funk/Blues Rock ist und auch mit Sängern und Musikern der Marke Glen Hughes sein mag wird richtiggehend dieses Album verschlingen. Ein wahrer Bestseller verbirgt sich hinter der Verpackung und vom Anfang an wird feinste Rockkunst zelebriert die ihresgleichen sucht, aber wohl kaum findet. Satte 70er Rockvibes der oftmals klareren Art werden uns zum Besten gegeben. In satten Funk und Blues Farben getaucht und mit voller Wucht vor den Schädel gepfeffert. Auch die sehr typischen Deep Purple/Rainbow artigen Keyboardarrangements sind einfach göttlich anzuhören. Diese wird noch mit einer erdigen Rockerei abgeschmeckt und das Endergebnis lässt alle Körperteile vor Freude zucken. Leichte Southern Rock artige Einschläge gesellen sich ebenfalls hinzu und werden mal mehr, mal weniger dominant in den Vordergrund gerückt. Mister Bonamassa weiß einfach wie man begeistern kann und das nicht nur wegen der Songs und der Rhythmen, nein auch vom Sound her werden rauere Gefilde aufgesucht, die eben das Ganze wie einen Battle mit den clear Passagen erscheinen lassen. Superbe Stimmungsmusik im ganz großen Stil. Funk, Blues, Southern und auch kleinere Jazzeinlagen werden gekonnt mit den urtypischen Rocksounds vermengt und das Mischverhältnis ist einfach so begeisterungswürdig das man schier nicht genug bekommen kann. Viel Wechselstimmung wurde als Inhalt beim Album eingesetzt und so kommen nicht nur kraftstrotzende Stücke zum Vorschein, nein auch sehr beschwichtigende, sanfte Stücke sind dabei und vor allem das sehr idyllische „Driving Towards The Daylight“ sei besonders hervorgehoben. Es ist ein vorerst sehr träumerisches Stück, mit sehr starken Ecken und Kanten, als auch kraftvolleren Ausbrechern in Kombination. Sehr schön und rinnt runter wie Zuckerwasser. Freunde des 70ies und early 80ies Rock müssen das Album unbedingt haben. Keine Makel und keine Zweifel kommen bei mir auf und so rotiert das Machwerk in meinem Player ganz heiß (passend zu den derzeit außen vorherrschenden Temperaturen)

Fazit: Selten erlebt man solch eine Klasse der Rockeinflüsse der genannten Jahre. Doch auch die Einflüsse und Gedankengänge sind einfach ein Hammer und somit gestaltet sich das Album vom ersten bis zum letzten Track als Ohrwurmkracher.

Tracklist:

01. Dislocated Boy
02. Stones In My Passway
03. Driving Towards The Daylight
04. Who’s Been Talking?
05. I Got All You Need
06. A Place In My Heart
07. Lonely Town Lonely Street
08. Heavenly Soul
09. New Coat Of Paint
10. Somewhere Trouble Don’t Go
11. Too Much Ain’t Enough Love

Besetzung:

Joe Bonamassa (voc & guit)
Jimmy Barnes (voc on Track 11)
Doug Henthorn (back voc)
Brad Whitford (guit)
Path Thrall (guit)
Blondie Chaplin (guit)
Carmine Rojas (bass)
Michael Rhodes (bass)
Anton Fig (drums)
Arlan Schierbaum (keys)
Kevin Shirley (Ttamburin, cowbell & percussion)
Internet:
Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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