Band: John Dear
Titel: Far Down The Ghost Road
Label: Irascible/Cargo Records
VÖ: 26.03.16
Genre: Blues/Stoner Rock
Bewertung: 3,5/5
Written By: Robert

John Dear sind sicherlich keine rockige Hommage für Rednecks oder grüne Traktor fahrende Jockels. Die aus Lausanne stammende Truppe ist dem alten Rock wohl gesonnen, dabei ist man einfach vermehrt auf dem Stoner Ufer beheimatet. Aufgrund der Herkunft will man aber nicht klingen, wie der x-te Act, welcher Gotthard oder Krokus nacheiert. Nein vielmehr will man deutlich anders klingen, was ihnen auch mit ihrem Material und das darf gleich verraten werden, gelingt.

Die sehr breite Palette des rauchige Stoner Rock der Frühphase wurde hier zu einem durchaus guten Gebräu vermischt. Viele rohe Soundbrocken klingen hier und da etwas Southern lastiger, bevor man wieder alles deutlich europäischer weiter laufen lässt. Das macht einen gewissen, streckenweise sehr eigenständigen Sound aus. Einziges Manko was ich hier zu bemängeln habe, ist die wuchtige Vorstellung. Das Duo kann da nicht so pushend rüber kommen, wie man es wohl erwarten würde. Sicherlich nicht schlecht und das will ich gar nicht sagen, denn das Mischverhältnis haut einen sehr kauzigen Charme. Dennoch sind etliche Soundlinien sehr Garage like und klingen wie schnell im Proberaum aufgenommen. Wer sich hier beheimatet fühlt und solche Acts liebt, ja der ist definitiv an der richtigen Baustelle.

Für mich ist aber da noch einiges offen, wenn auch das Material der Schweizer nicht von schlechten Eltern ist.

Der Roadtrip des groovenden, sehr schroffen Sounds kennt somit kein Ende und die Formation rockt sich gekonnt durchs Geschehen und serviert genau das was der Blues Rocker oder der Stoner Rocker liebt. Eine kernige, sehr authentische Mischung. Sicherlich noch einiges nach oben hin offen, aber mit dieser Vorstellung und eben dem Material auf dem Album schon ein sehr guter Schritt in den Blues/Stoner Rockhimmel.

Fazit: Nichts für grüne Traktor fahrende Jockels. Wer auf authentischen Proberaumsound steht und auch mit weniger auskommt, ist hier aufgerufen dem Duo Tribut zu zollen.

Tracklist:

01. Heavy Dance3:52
02. Beautiful & Damaged 3:21
03. Rust & Stardust 3:41
04. John Dear Is 3:40
05. The Ghost Road 4:26
06. Step into the Game 3:06
07. Gunshot Wedding 3:40
08. Until It Bleeds 2:32
09. Federer 3:16
10. Van Horn 6:38

Besetzung:

Catia Bellini (drums)
Guillaume Wuhrmann (voc & guit)

Internet:

John Dear Website

John Dear @ Fcaebook

John Dear @ YouTube

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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