Jungle Rot – What Horrors Await

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Band: Jungle Rot
Titel: What Horrors Await
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die legitimen Brüder von Kataklysm und Konsorten kommen nicht wie vielleicht gedacht aus Kanada. Nein diese Jungs die dem Vibe der Kanadier auf dem Fuße folgen stammen aus Kenosha, Wisconsin Amerika haben aber soviel Blut geleckt, das sie ihren kanadischen Kollegen in nichts nachstehen. Jungle Rot werkeln ebenfalls schon seit geraumer Zeit in der Szene um, dennoch dürften sie für viele leider nur eine Geheimtipp sein. Völlig zu unrecht will ich mal meinen, denn mit ihren Alben haben sie stets genau das Kraftfutter für Fans parat die auf ordentlich hämmernden Death Metal stehen. Dave Matrise (voc & guit), Geoff Bub (guit), James Genenz (bass) und Eric House (drums) werfen der Meute am 30.April via Napalm Records einen sehr leckeren Death Metal Happen in Form von „What Horror Awaits“ zum Fraß vor.

Gleich zu Beginn hat man in Form von „Worst Case Scenerio“ eine ordentliche Röhre mit viel Groove gestellt. Hämmernde Beats, mit schretternden Gitarrenspiel, welches nicht unbegründet an die Kandadischen Deather erinnert. Am Anfang wütet die Truppe ordentlich um und dennoch lässt man zusätzlich zu donnernden Death Metal Trademarks viel Groove Feeling aufkommen. Wie eine Dampfwalze starten diese Herrschaften immer wieder die Motoren, um etliche Sekunden später wieder kurz innezuhalten. Gute Variation muss man neidlos zugeben. Nahtlos knüpft auch der Nachfolger hier mit „The Unstopable“ an. Dennoch bei dieser etwas kürzeren Nummer geht es der Trupp deutlich rauer an und versprüht zusätzlich zu den Groove Elementen etwas mehr Grind Feeling, was vor allem am Gegurgle des Fronters liegt, der sich hier die Seele aus dem Hals grunzt. Nun ist aber bei „Straitjacket Life“ Schluss mit lustig und die Herrschaften aus dem Amiland ballern ordentlich speedig daher. Wie eine wild gewordene Meute fungiert hier das Quartet. Die Groove Elemente wurden hier weites gehend durch eine flottere Tempoausrichtung ersetzt. Etwas ungeschliffener schiebt man gleich „State of War“ nach. Eine weitere flotte Death Metal Nummer, bei der aber nach und nach groovende Breaks immer mehr dominieren. Eine Dampfwalze kredenzt man uns nun in Form von „Two Faced Disgrace“. Flotte Tempowechsel die ordentlich aufwühlen und zum infernalen Abhoten im Pit einladen. Das hämmernde Gitarrenspiel zieht sich wie ein roter Faden durch den kompletten Output und etliche Eckpfeiler in Richtung Kataklysm dürfte Fans dieser Band ordentlich begeistern. Doch die Amis sind keine Schlappe Kopie, sind sie doch schon zu lange im Buisness und wissen wie man eigene Akzente setzt. Weiter geht die wilde Jagd mit „End of an Age“, bei dieser Nummer trifft hier immer wieder Groove auf sehr temporeiches Spiel. Viel Old School Death Metal Feeling wird dabei munter versprüht, welcher aber nicht zu altbacken klingt. Bei „Speak the Truth“ stampfen Jungle Rot ordentlich dreckig daher, dabei bekommen die Groove Parts immer mehr die Oberhand. Eine ordentliche, ausgewogene Old School Death Metal Hymne hat man dadurch geschaffen, die für viele glückliche Gesichter sorgen dürfte. Die zusätzlich eingearbeiteten Duettgesänge zwischen Grunz und klarem Gesang bieten zusätzlich das Gewisse etwas. Der gleichnamige Titeltrack „What Horrors Await“ erinnert mich ein wenig an die schwedischen Vertreter von Unleashed. Der Titel bzw. der Rhythmus von „Before the Creation of Time“ setzt sich dabei immer wieder in meinem Gehirn fest. Auch der Rhythmus wurde nun etwas nordischer in Szene gesetzt und dadurch sind eben diese Parallelen zu den schwedischen Deathern rauszuhören. Mit „Nerve Gas Catastrophe“ verbleibt man im Wasaland und auch dieser Track ist für schwedische Death Metal Liebhaber der ersten Stunde. Temporeicher Song, der mit viel dreckiger Härte zum Umwüten einlädt, dabei sollte man sich nicht aufhalten lassen. Mit „Braindead“ kehrt man zwar wieder über den Ozean zurück und dennoch blickt man immer wieder zurück nach Schweden. Die Nummer geht vor allem durch die röhrende Rhythmik ordentlich in die Magengegend. Eine wirklich sehr flotte Pitnummer schiebt man gleich unvermindert in Form von „Atrocity“ nach. Dreckige Härte lädt hier den wütenden Mob zum Raufen ein und denke mal dieser Kracher wird live wie eine Bombe einschlagen. Mit „Exit Wounds“ geht man es etwas groovender und mehr im Midtempobereich an. Bretternde Rhythmusgitarren treffen auf eine sehr groovende Restrhythmik, die man als Abwechslung nur kurzzeitig verlässt. Ein Destruction Cover in Form von „Invincible Force“ gibt es nun an vorletzter Stelle. Viele eigene Akzente werden hier gesetzt. Zwar kommt etwas mehr Thrash Metal Feeling auf, dabei dominieren aber deutlich mehr etliche Death Metal Trademarks. Dadurch ist ein Wiedererkennungswert, wenn man es nicht genauer wüsste kaum möglich. Zu guter letzt gibt es noch das hämmernde „Black Candle Mass“ als Verabschiedung. Viele groovende Elemente treffen zum Ende hin noch einmal auf Thrash und Death Metal der guten alten Schule.

Fazit: Geiler Deather aus dem Amiland der in keiner Sammlung von Old School Death Metal Fans fehlen sollte. Vor allem durch die Growls und gewisse Rhythmik dürften vor allem Fans von Unleashed und Kataklysm sehr angetan sein von diesen Szenekollegen.

Tracklist:

01. Voice Your Disgust
02. Terror Regime
03. Utter Chaos
04. I Am Hatred
05. Blind Devotion
06. Scorn
07. Rage Through The Wasteland
08. Ruthless Omnipotence
09. I Don’t Need Society
10. Carpet Bombing
11. Pronounced Dead

Besetzung:

Dave Matrise (voc & guit)
Geoff Bub (guit)
James Genenz (bass)
Eric House (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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