Band: Lioncage 
Titel: Done At Last
Label: Escape Music
VÖ: 19.06.15
Genre: AOR
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Wenn man ein lebendes AOR Paradoxon nennen müsste, fällt mir nur eines ein und das heißt Lioncage. Diese Formation bietet auf ihre ganz besondere Art und Weise, mit tiefgreifendem Sinn das Genre so dermaßen mitreißend und gefühlvoll, sodass man richtiggehend gefangen wird. „Done At Last“ nennt sich der neueste Rundling und dieser wurde, wie man es schon erahnen konnte erneut so gepaart, dass man sich fest hängend und interessiert vorm Player gefesselt sieht. Während viele Kollegen hier auf eine doch eher andere Art und Weise zurückgreifen, legt das Projekt eine sehr weitschichtige Vorstellung vor. Hier wird nicht lange einem Urtypischen Einfluss nachgeiert, nein auf diesem Album gibt es Blues Einflüsse, Funk und eben eine Vielzahl von sehr stimmigen AOR Arrangements zu einem sehr stattlichen Brei zusammengefügt. 80er-Sound steht ganz klar im Vordergrund und so ist das Material eben eher für die AOR Fans der Wicki, Slime und Piper Generation, als so etwas auch noch im Radio lief. Mag vielleicht altbacken klingen ist auch traditioneller veranschlagt klingt aber zu keinem Zeitpunkt abgehalftert. Zumindest hört man dies bei keiner Stelle des Albums raus. Die Techniken und Rhythmen des Albums sind vielschichtig, wenn auch leichter aufnehmbar und sind durch die Bank eher für den gemütlichen Genuss. Hier stellt sich mir dann doch die Frage, ob es nicht hier und mit fetzigen Mitreißern auch gegangen wäre. Nun gut alles geht nicht und so darf man sich den Midtempo veranschlagten Tracks gemütlich hingeben und genau dort macht man durchaus eine gute Vorstellung. Easy Listening? Durchaus, denn über den Midtempo geht man nicht hinaus und dies ist eben wie schon erwähnt wohl das größte Manko, da man sich doch hier und da so richtige Burner wünscht die einem das Blut gefrieren lassen.

Fazit: Durchaus gutes AOR Album, welches aber eben durch den Gemüsegarten den sogenannten zündenden Funken vermissen lässt. Denn außer Midtempo und gemütlich ist hier sicherlich eine breite Palette des Genres drinnen, nur halt amtliche Kracher die hochjagen fehlen leider, was sicherlich deutlich auflockernder rüber kommen würde.

Tracklist:

01. Mission of love 4:13
02. Stay 4:01
03. Fallin 4:36
04. Dancing Queen 4:12
05. Till the morning comes 4:05
06. Where do we go 5:20
07. Don’t Be Afraid 3:57
08. Reach the Stars 3:40
09. Pictures 4:32
10. Down Under 4:22

Besetzung:

Thorsten Bertermann (voc)
Torsten Lanndsberger (drums)
Lars Konig (guit)

Internet:

Lioncage Website

Lioncage @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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