Machine Head – Catharsis

Band: Machine Head
Titel: Catharsis
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 26.01.18
Genre: Groove Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

machine-head-catharsis-album-artworkKein Album sorgte in jüngster Vergangenheit für so viel Kontroverse unter den Schreiberlingen und Metal Hörern, wie der neueste Streich von Machine Head. Nichts bleibt auf demselben Stein ist die Devise rund um den neuen Output von Robb Flynn & Co. Es ist fürwahr eine schwierige Sache, wenn der Machine Head Die Hard Fan bis dato die Alben aufgesogen hat wie eine Droge. Keine Frage, die Roots sind nach wie vor im Gepäck, nur zeigt sich die Band Anno 2018 deutlich sanfter. Die bange Frage zu Mainstream lastig? Auf keinen Fall, dies der Band und dem Mastermind zu unterbreiten wäre schlichtweg falsch. Die Truppe klingt im neuen Jahr anders, runder, melodiöser und dabei kann ich persönlich nichts Schlechtes finden.

Vom Thrash, Hardcore, Nu Metal, bis hin zum klassischen Heavy Metal wurde in guter Fusion ein mächtiges Gemisch kreiert. Aufgrund dessen klingen Machine Head mit dem neusten Output ungemütlicher und vielerorts deutlich experimentierfreudiger. Eine Sache, die meine Wenigkeit an sich gut heißt, weg von den alten Roots bedeutet mehrheitlich, dass sich diese Bands schnell verrannt haben. Robb und seine Mannen haben das Ruder anders herum gerissen, deswegen werden sie definitiv viele Fans neu rekrutieren und viele etwas vor den Kopf stoßen.

Die Tatsache, dass es Bands nicht jedem recht machen können, ist mir schon lange bewusst. Einerseits wird ihnen attestiert, zusehends sich im Stand zu drehen. Wagt es gegenwärtig eine große Band, wie im Falle von Machine Head, den nächsten Schritt zu tun, dann ist es auch wieder nicht recht. Dies soll einer verstehen! Der eindeutige Fan wird sich von solchen Szeneschreibern wie uns nicht die Mucke madig machen lassen. Dies steht außer Frage und wird weiterhin vollends dem Konzept von Machine Head folgen.

Für mich ist das Album eines der experimentierfreudigsten Metal Alben einer Vorreiterband des modernen Metal. Melodie und Harmonie klingen super vereint, hinzu kommen etliche Parallelen zu den Roots der zu Beginn der 90er aufkeimenden, modernen Metal Welle. Viele Facetten und eine enorme Achterbahnfahrt erwarten den modernen Metal Fan auf „Catharsis“! Hierbei sei der Unkenruf von Flogging Molly aufgegriffen. Einerseits stimmt es, „Bastards“ und „Beheind The Mask“ haben durchaus einige Parallelen zur genannten Band. Ist dies wirklich was Schlechtes? Wohl kaum, bedenkt der Metal Liebhaber, dass es Bands wie Volbeat vorgemacht haben, dass sie Ideen von andere Kollegen hauseigen aufgegriffen und umgesetzt haben, dementsprechend gab ihnen der Handübergreifende Erfolg recht. Ob dies nun desgleichen bei Machine Head der Fall sein wird, wird die Zeit zeigen. Schlecht ist es auf keinen Fall. Es klingt anders und mag verwundern, dennoch sind die Ruhepole exakt auf die Seele drückende Stücke. Die restlichen Stücke und der Sound entsprechen einer abgerundeten, melodischeren Breitseite, welche nach wie vor massiv auf die Trommelfelle ihre Angriffe ansetzt!

Von Band ungewöhnlichen Sammelsurien sollte der Musikliebhaber sich nicht abschrecken lassen, denn Machine Head donnern nach wie vor mächtig durch das Gebälk!

Fazit: Das meiner Meinung nach kunterbunteste Album der Machine Head Karriere entpuppt sich als Meilenstein und sollte aus musikalischer Sicht anders gesehen werden.

Tracklist:

01. Volatile 4:38
02. Catharsis 6:10
03. Beyond The Pale 4:31
04. California Bleeding 4:12
05. Triple Beam 4:41
06. Kaleidoscope 4:03
07. Bastards 5:04
08. Hope Begets Hope 4:30
09. Screaming At The Sun 3:54
10. Behind A Mask 4:07
11. Heavy Lies The Crown 8:48
12. Psychotic 5:01
13. Grind You Down 4:06
14. Razorblade Smile 4:00
15. Eulogy 6:33

Besetzung:

Robb Flynn (voc & guit)
Phil Demmel (guit)
Jared MacEachern (bass)
Dave McClain (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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