Band: Nachtgeschrei
Titel: Aus Schwärzester Nacht
Label: Massacre Records
VÖ: 2013
Genre: Medieval Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Oliver

Die Mittelalterszene wird in den letzten Jahren immer stärker bedient. Gab´s einst nur einige wenige Vertreter die ihr Spielmanndasein auf Mittelaltermärkten und Ritterspielen fristeten, sind einige der anfangs von der breiten Masse belächelten Spielleute heute in aller Munde. In Extremo und Subway to Sally dürften im deutschsprachigen Raum wohl die bekanntesten Vertreter des Genres sein. Auch die Frankfurter Formation „Nachtgeschrei“ hat ihren Weg gemacht und mit „Aus Schwärzester Nacht“ ihren mittlerweile vierten Longplayer unter das gemeine Volk gebracht.

Für Kenner der Szene lieferten „Nachtgeschrei“ 2010 einen Schockmoment. Sänger Hotti wurde alles zu viel und verließ die Band. Das Ende wurde Prophezeit, Nachtgeschrei verstummte. Drei Jahre später: „Aus Schwärzester Nacht“ liegt endlich vor mir. Eine neue Stimme bestimmt den Sound. Martin LeMar, sicherlich vielen bekannt als Stimme von Mekong Delta, gibt „Nachtgeschrei“ eine neue Stimme. Ums kurz zu machen: Eine bessere Wahl hätte man eigentlich nicht treffen können. Charismatisch, kraftvoll und mit viel Gefühl gibt Martin den Songs des neuen Albums das gewisse Etwas. 16 Songs (2 Bonustracks) in einer Spielzeit von 72 Minuten liegen vor mir. Mittelalter Rock/Metal vom feinsten, dass darf ich bereits vorweg nehmen. Viele Vertreter des Genres haben meiner Meinung nach Probleme, die optimale Balance von modernen und traditionellen Instrumenten herzustellen. Zu viel und es geht viel der mitreißenden Energie verloren, zu wenig und man eigentlich nur mehr einen Rock Song bei dem halt mal ein Dudelsack zu hören ist. Hatte AC/DC vor zig Jahren schon mal. „Aus Schwärzester Nacht“ schafft die Gratwanderung. Die Songs sind fetzig, machen Spaß und animieren zum mit singen. Schöne Riffs und gute Texte. Die Chants des Pipers Nik sind absolut gelungen und hervorragend eingebracht, machen Lust auf mehr. Gleich der erste Track „Sirene“ hat´s mir angetan. Begeistert bin ich auch von Anfang an von der neuen Stimme der Truppe. Martin ist wirklich großartig und wird der Band hoffentlich auf Dauer erhalten bleiben. Enorm gut gefiel mir auch der Einsatz meines persönlichen Hassinstrumentes. Die Volksmusikalische Massenvernichtungswaffe Akkordeon wird von Joe toll eingesetzt. „In die schwärze der Nacht“ gehört daher auch zu meinen bevorzugten Titeln des Albums.

Fazit: Die Mittelalterszene hat ein weiteres Großkaliber zu bieten. „Nachtgeschrei“ reichen zwar nicht ganz an die Meister von Saltatio Mortis heran, jedoch fehlt da nicht mehr viel. Man schafft einen tollen, eigenen Sound mit hohem Wiedererkennungswert. „Aus Schwärzester Nacht“ bietet viel Abwechslung und dürfte wohl großen Anklang bei den Fans des Genres finden.

Tracklist:

01. Sirene
02. Die Geister, Die Uns Riefen
03. Flamme
04. Spieler
05. In Meinen Liedern
06. In Die Schwärze Der Nacht
07. Der Ruf
08. Am Ende Der Zeit
09. Unter Deinem Licht
10. Na Sdorowje!
11. Am Rand Der Welt
12. Für Alle Zeit
13. Als In Dir Nur Leere War
14. Ungebrochen

Besetzung:

Martin (voc & keys)
Joe (hurdy-gurdy & accordion)
Nik (bagpipes & flute)
Tilman (guit)
Sane (guit)
Oli (bass)
Stefan (drums)

Internet:

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