Band: Nelson
Titel: Lightning Strikes Twice
Label: Frontiers Records
VÖ: 05.11.10
Genre: AOR/Melodic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Nelson Brothers are back und männliche Fans sollten ihre Freundinnen bzw. Frauen genauer beobachten. Die Gebrüder Gunnar und Matthew lassen nach etlichen Jahren wieder mal was von sich hören. Das ehemalige langhaarige Duo bittet mit „Lightning Strikes Twice” wieder zum schunkeligen Tanze. Natürlich darf man sich Gewiss sein, das wieder ein Hit der Marke „Can’t Live Without Your“ dabei ist, der vor gut 20 Jahren Mädchenherzen dahin schmelzen ließ.

Beschwingend wird der Rundling mit „Call Me“ eröffnet. Leichte, melodische Rockklänge werden gekonnt mit hymnischen Chorgesängen gepaart. Doch auch idyllischere Klänge serviert man uns nicht zu knapp und schon erinnert man sich gerne an die Zeit zurück, als solche Art von Musik auch mit vielen Videoclips bei den Musiksendern gespielt wurden und alles in Ordnung schien. Das wird man zwar dieses Mal nicht mehr schaffen, aber dennoch kredenzt man uns gleich zu Beginn des Albums einen sehr netten Track dem man sich genüsslich hingeben kann.

Deutlich erdiger wird mit „Day By Day“ weiter gerockt. Tanzbare Rhythmen legt man uns hier mit teils Southern, teils melodischen Klängen vor. Das dabei das Tanzbein geschwungen werden darf und das mit aller Energie ist klar. Bei solchen Track denkt meine Person gerne zurück, als man damals die ersten Gehversuche mit dem weiblichen Geschlecht wagte.

Mit mehr Dampf legt man nun mit „Ready Willing And Able“ los. Treibende Abgehmuck die ihre Wirkung nicht verfehlt. Teils shakig, teils wieder mit viel erdiger Rhythmik ausgestattet lässt das Stück geneigt mit wippen, doch auch kann man zum Song sehr gut Abgehen und erneut eine heiße Tanzsohle riskieren.

Beschauliches Klangbild erschließt sich einem bei „How Can I Miss You?“. Sanfte, romantische – melodische Klänge im ruhigen Sound werden uns hierbei kredenzt, die deutlicher in die Schmuseecke drängen. Dennoch muss man aber sogleich sagen, schmalzig wirkt das Ganze dabei nicht und so etwas können nur wenige, wie eben in diesem Falle die Gebrüder Nelson. Auch kräftigere Passagen sind dabei natürlich ebenfalls behilflich und leisten einen guten Beitrag, damit es nicht zu kitschig wirkt. Meiner Meinung nach ist der Track von einem ähnlichen Kerbholz wie beispielsweise „Can’t Live Without Your“ geschnitzt.

Sehr idyllisch und deutlich Massentauglicher geht es nun mit „You’re All I Need Tonight“ weiter. Hymnischer Melodic Rock serviert man uns mit einem sehr farbenprächtigen Klang. Zwischen den ruhigeren Passagen greift man immer wieder beherzter in die Saiten und dabei zaubert man auch satte Melodiesolis zu Tage die nach mehr verlangen.

Mit betörendem, balladeskem Klang zaubert man sofort zu Beginn „To Get Back To You“ eine Stimmung zu Tag, zu der es sich in Zweisamkeit so richtig schön kuscheln lässt. Solche Nummern sind immer so eine Sache, aber mit gewissem, ausgewogenem Maß wissen diese zu begeistern. Das tut man auch mit diesem Track und das steht ein weiteres Mal für das Gebrüder Gespann.

Vermehrt im tanzbaren Bereich angesiedelt schreitet man mit „When You’re Gone“ voran. Leichte, teils idyllische Stimmungsmacher lösen immer wieder kürzer ab, bevor man etwas kantiger in die Saiten greift.

„Take Me There“ gehört in die Sparte hymnische Ruhesongs. Sachte Klänge hat man sehr versiert mit allerlei an Rock, als auch sachten Arrangements angereichert und dabei sind vor allem die Streicher Parts eine willkommene Bereicherung im Konzept und werten natürlich gehörig auf.

Mit erdigeren, als auch kantigeren Kanten serviert man uns das beschwingende „Come“ wieder als Muntermacher. Sehr guter Abtanzsong, mit vielen shakigen Momenten die zu begeistern und zu animieren gleichermaßen weiß.

Im vermehrten breitentauglichen Eck wird mit „In It For The Money“ die Fortsetzung gewagt. Obwohl hierbei deutlich die kommerzielle Richtung eingeschlagen wird überspannt man nicht den Bogen und so kann man weiterhin nach allen Regeln der Kunst überzeugen.

Sehr progressive wird „Change A Thing” angestimmt, doch dieser kurze Eingang mündet sofort im hymnischen Gewässer. Mit sachten Soundzügen durchpflügt man die Landschaft und dabei geizt man nicht mit idyllischen Stimmungsklängen, als auch Chorgesängen. Weiterhin baut man vermehrt auf eine deutlich ruhigere Ausrichtung, diese hat es aber ganz besonders in sich.

„Kickin My Heart Around“ schließt nun den Kreis und dabei zeigt man sich erneut von einer deutlich verspielteren Seite. Vor allem Instrumentaltechnisch wird eine sehr animierende Runde geboten. Rhythmisch wagt man auf ein Neues einen breiten Spagat Sprung. Dies vollführt man aber mit einem hohen Maß an Qualität auf höchster Ebene.

Fazit: Tja man mag zu der Flut an AOR bzw. Melodic Rock Kapellen stehen wie man will. Große, als auch kleinere Bands schaffen wohl nie das was Nelson geschafft haben. Gekonnt bieten sie ein Album das für alte Rocker/innen genau das richtige ist. Authentische Klänge in allen Facetten werden hier bei zu einem leckeren Menü zusammengefügt und das macht den Jungs niemand so schnell nach. Während in der letzten Zeit eine breite Masse von eher unterdurchschnittlichen Alben veröffentlicht wurde, sticht dieser Rundling besonders hervor und geizt nicht mit klanglicher, hochwertiger Qualität.

Tracklist:

01. Call Me 4:13
02. Day By Day 4:09
03. Ready Willing And Able 4:10
04. How Can I Miss You? 4:58
05. You’re All I Need Tonight 4:07
06. To Get Back To You 5:51
07. When You’re Gone 5:34
08. Take Me There 4:41
09. Come 3:33
10. In It For The Money 4:29
11. Change A Thing 3:40
12. Kickin My Heart Around 4:38

Besetzung:

Gunnar Nelson (voc & guit)
Matthew Nelson (voc & bass)
Gary Corbett (keys & piano)
Brian Burwell (drums)
David Morgan (piano & back voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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