Band: Nomans Land
Titel: Last Crusade
Label: Massacre Records
VÖ: 2015
Genre: Viking Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die nächsten Freizeitwikinger im Monat April aus dem Hause Massacre Records, sind die aus St. Petersburg stammenden Krieger von Nomans Land. Bis dato habe ich von der Truppe noch nie etwas gehört, dennoch konnten sie die Szene sehr begeistern. Versieht man hier etwa einen ähnlichen Dienst wie die Landsmänner von Arkona? Nein weit gefehlt, die denn die zur Rezension vorliegenden Russen sind mit ihrem nunmehr fünften Album weitaus Pagan lastiger. Ihre Art der Umsetzung ist, wie auch bei Heathen Foray sicherlich bekannt und hier eine Genialität oder gar komplette Neuerung aus dem Zauberhut (oder in diesem Falle Helm) hervorzuzaubern ist meiner Meinung nach ein Ding der Unmöglichkeit. Hier verlangt es einfach mit den bekannten Trademarks sein Auslangen zu finden und ja nicht zu arg die Blaupause über die eigenen Stücke zu legen. Unterhaltungswert haben die Russen und das kann ihnen wohl niemand abstreiten. Die eisigen Parts übernimmt ein sehr starker Fronter, welcher uns wie ein stattlicher Wikinger Angst einjagt. Die melodischen, wie auch epischen Parts gehen gut in den Gehörgang, würden aber etwas mehr Innovation verkraften. Doch auch so lassen sie einen nicht kalt und man kann die Stücke gut genießen. Durch die Bank drückt man mit sehr eisernen Willen das Gaspedal und tendiert hier dazu, merkliche Bangerstücke zu bieten. Die Kompositionen sind in Ordnung und man bietet viel Freiraum für Wikinger und Krieger Fantasien. Somit durchaus für die metallische Riege der TV Serie Vikings gedacht. Größtes Manko welches ich entdecke, ist der zu klatschende Drumsound, diesen hätte man doch besser veranschlagen können, dann würden die Stücke deutlich mehr drückend rüber kommen. Somit klickt das Ganze leider etwas und es fehlt dann an dem gewissen Punsh den man sich für solche Tracks wünscht. Man könnte jetzt von ausgefeilter Perfektion sprechen, die eben nicht gänzlich vorhanden ist. Denke aber die Russen haben sich genau in diesen Bereich gegeben, um eben nicht zu breitentauglich zu klingen. Die Anhängerschaft im Pagan/Medival Bereich des Rock und Metal reicht ja schon schier bis zum Krawattenträger. Muss man sich wirklich so anbiedern und das Genre in den populären Bereich drängen. Denke da ist eben die etwas andere Umsetzung, wie im Falle von Nomans Land deutlich besser.

Fazit: Für Freizeitwikinger und die es werden wollen durchaus ein gutes Album. Wer hier komplette Neuerungen sucht ist am Holzweg. Die Stahlschmiede der Russen ist meiner Meinung nach gut angelegt und zurecht gemacht worden. Man versucht sich nicht an die populären Bands anzubiedern und wirkt in manchen Passagen sogar sehr Underground lastig. Wohl aber mit einem guten Händchen hat man ein sehr unterhaltsames Pagan/Viking Werk geschaffen, wenn auch sicherlich viel Luft nach oben hin offen ist.

Tracklist:

01. Right to Luck 04:43
02. Sons of the Nord 05:56
03. Victory Horns 04:53
04. Strain at the Oars 05:14
05. Dragons 04:52
06. Last Crusade 05:38
07. Warrior’s Path 05:00
08. Bereza 04:19

Besetzung:

Sigurd (voc & guit)
Hjervard (bass & voc)
Ainar (drums)
Aleksander Nevskij (guit)

Internet:

Nomans Land Website

Nomans Land @ MySpace

Nomans Land @ YouTube

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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