One Life All-In – The A7 Session

Band: One Life All-In
Titel: The A7 Session
Label: Rust And Blood Records
VÖ: 14.09.2017
Genre: Hardcore/Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

one-life-all-in-the-a7-session-abum-artworkIhr kennt One Life All-In aus Frankreich nicht? Tröstet euch, bis zum heutigen Tage hatte ich noch niemals von dieser Combo gehört, welche irgendwann 2015 gegründet wurden. Hardcore, steht da auf dem Beipackzettel zum „The A7 Session“, dies kann fürwahr vieles heißen. Dennoch hätte ich keineswegs gedacht, dass diese Franzosen auf den New York Anteil bauen. Zu Beginn des Albums läuten alle Glocken amtlich und stilecht und viele Glanztaten meiner heißgeliebten Sworn Enemy kommen mir da in Erinnerung. Dennoch haben die in Lyon dislozierten Herrschaften in ihrer Jugend viel Anthrax gehört. Vor allem „Persistence of Time“ dürfte einen hohen Anteil an ihrer Zusammenfindung gehabt haben.

Wenn dies dementsprechend gewollt war wirklich gut, wenn unbewusst, dann ist es ein Geniestreich. Aufgrund der vorliegenden Stücke habe ich mir den Anthrax Gassenhauer zwischendurch angehört. Wahrhaftig die Franzosen beherrschen diesen Spirit bis auf die letzte Spitze.

Man probiert alle Register zu ziehen und das gelingt den Franzosen sogar. Klarerweise, weil man im Anthrax Garten, sowie desgleichen im Sworn Enemy Garten wilder bietet man ein gekonntes Potpourri. Aufgrund dessen geht die eigene Innovation dann schlussendlich etwas flöten, da man haarscharf an die Originale sich heranpirscht. An sich eine Kopie, wenn sie es nicht so frisch und ungestüm rüber bringen würden.

Die Vibes peitschen mit einem frischen Charme, als handle es sich um verloren gegangene Stücke der genannten Bands. Eine Aufwärmrunde, zugegeben, macht aber mit One Life All-in glasklar Spaß. Mucke zum Abgehen mit einem Charme und Spirit, welchen nur wenige im Tank haben.

Neben dem allgemein gültigen Sound-Gerüst kommt stückweise eine kleiner, punkige Seite aus dem US-Sektor durch und dieser bereichert den amtlichen Hardcore/Neo Thrash Metal ungemein gut.

Was bleibt einem übrig als wohlwollend seinen Körper zu den Grooves der Franzosen zu verausgaben? Klar ist, was restlos Neuwertiges bieten sie nicht, dennoch bringen sie den Spirit von der „Persistence of Time“ Phase von Anthrax, sowie etlichem des Sworn Enemy New York Hardcore gekonnt zu einer wohlwollenden Mixtur.

Fazit: Die Franzosen stehen am Anfang, greifen hingegen zum Zepter und dies mit einer gekonnten Hommage der genannten Szene-Größen. Noch mehr Eigenständigkeit und diese Größen haben durch One Life All-in einen Konkurrenten im Genick!

Tracklist:

01. Intro
02. All-In
03. Walk Away
04. Don’t Give Up
05. Won’t Die With Regrets
06. Beats The Daylights Outta Me
07. Change

Besetzung:

Franco (bass)
Kevin Foley (drums)
Clem (guit)
Don Foose (voc)

Internet:

One Life All-In @ Facebook

One Life All-In @ YouTube

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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