Band: Oomph! 
Titel: XXV
Label: Airforce 1 Records
VÖ: 31.07.15
Genre: NDH/Gothic/Industrial/Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

OOMPH! sind Pioniere, Visionäre, Künstler. Seit einem Vierteljahrhundert gehen sie ihren eigenen musikalischen Weg. So sind die Einleitenden Worte zum neuen Longplayer der deutschen Truppe. Das darf man ruhig so stehen lassen, denn ihre Art der Umsetzung des doch eher stark geschwängerten NDH Bereichs war stets niemals gleich. Auch sind die Untermalungen und Einflüsse definitiv an die Vorreiter a la Rammstein und Konsorten ausgerichtet. Dies hat ihnen einen ganz besonderen, eigenen Charme über die Jahre verliehen. 25 Jahre nun bestreiten die Jungs ihren Weg und konnten stets auf eine breite Fanschaar bauen. Aufgrund der vielen Wechsel im eigenen Sound hätte man eigentliche glauben können, dass hier das viele Die Hard Fans nicht mitmachen und dennoch hat ihnen der Erfolg stets recht gegeben, dass man aufgrund dessen alles richtig gemacht hat. Das Jubiläumsalbum wartet sofort mit einem sehr bombastischen Stück als Einleitung auf. Die symphonischen Anleihen sind grandios und mit viel Druck wird einem der Track mit einer enormen Gewalt in den Gehörgang gedrückt. Auch die etwas tiefgründigen Anleihen, für die ja die Truppe bekannt ist, sind abermals vorhanden. Diese bieten immer den guten Anteil an amtlichen Wechseln und dadurch zaubert man eine gute Berg und Talfahrt. Kann mich täuschen, aber mir kommt es so vor, dass Oomph! deutlich düsterer auf dem neuesten Rundling klingen. Tut keinen Abbruch und man verabschiedet sich merklich aufgrund dessen aus dem massentauglichen Eck. Keine Frage, auch Anno 2015 sind Ooomph eine Truppe, welche eine breite Masse bedient, aber man klingt nicht als wolle man sich Richtlinien des massentauglichen Ecks diktieren lassen. Vielmehr gibt es eine musikalische Mischung, die man zwar locker genießen kann, aber es eindeutig Stahl getriefter klingt. Das ist für Herr/Frau Metal sicherlich durchaus ein Grund in das Album zu hören, um dann fest zu stellen, dass der neueste Rundling der deutschen Truppe ein eiserner Pfahl ist, welchen man sich nur zu gerne zulegt. Die gehörige Portion Pathos ist auch bei einigen Tracks dabei und dies ist dann wie ein dunkler Liebessong, der Leid, Traurigkeit, aber auch verschmähte Liebe wieder spiegelt. Was die Arrangierungen betrifft zeigen die Wolfsburg meiner Meinung nach eine Creme de la Creme. Das ist mal eine musikalische Kunst dies eben mit vielen Einflüssen des NDH, Rock und Metal Sektors zu verbinden. Man klingt dabei aber niemals übertrieben oder trieft vor Kitsch, nein hier gibt es eine stattliche Auswahl und das geht ungemein toll ins Gehör.

Fazit: Die angestrebte Achterbahnfahrt durch das Dunkel des Seins wurde hier musikalisch auf ganz hohem Niveau auf diesen Silberling gebannt. Oomph! servieren uns dadurch einen Happen, den man sich einfach geben muss. Alle Stücke gehen superb ins Gehör und man schwächelt zu keinem Zeitpunkt des Albums. Hörvergnügen mit erstklassigen, mitreißenden Tracks. Gewaltig was man hier zum 25 Jährigen Bandjubiläum geschaffen hat.

Tracklist:

01. Dein Retter
02. Alles Aus Liebe
03. Jetzt Oder Nie
04. Als Wärs Das Letzte Mal
05. Mary Bell
06. Jede Reise Hat Ein Ende
07. Unter Diesem Mond
08. All Deine Wunden
09. Fleisch Und Fell
10. Tick Tack
11. Nicht Von Dieser Welt
12. Spieler
13. Zielscheibe
14. Leis Ganz Leis

Besetzung:

CRAP (guit & keys)
DERO (voc & drums)
FLUX (guit & samples)

Live Members:

Martin Bode (drums)
Hagen (bass)
El Friede (keys)
Okusa (percussion)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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