Paul Di’Anno – Hell Over Waltrop (Live in Germany)

Paul Di Anno - Hell Over Waltrop Live in Germany album cover

Band: Paul Di’Anno
Titel: Hell Over Waltrop (Live in Germany)
Label: Metalville
VÖ: 31/01/20
Genre: NWOBHM/Heavy Metal
Bewertung: ohne Bewertung

Der Brite Paul Andrews in der Metalszene wohl eher bekannt als Paul Di’Anno war von 1977 bis 1981 Sänger bei IRON MAIDEN und hier hatte er fürwahr für viele offene Münder gesorgt. Eigentlich entstammte der Brite der Punk Szene und fühlte sich bis zu seinem Eintritt bei den eisernen Jungfrauen dort eher beheimatet. Nach seinem Ersatz durch Bruce Dickinson kehrte er dem reinrassigen Heavy Metal dennoch nicht den Rücken. Sein Mitwirken bei KILLERS und BATTLEZONE förderte etliche Songs zutage, welche noch heute zu Klassikern der Metalgeschichte zählen.

Während seine ehemaligen Mitstreiter, insbesondere IRON MAIDEN von Erfolg zu Erfolg hechteten, war die Solokarriere des ehemaligen Sängers eher mau und wurde nur von wenigen mit Hochachtung weiter verfolgt. So verwundert es niemanden, dass aus der Feder des guten Paule nicht wirklich eine Hülle an Songs veröffentlicht wurde nach dem Split der oben genannten Folgebands. Lediglich mit ARCHITECTS OF CHAOZ wurde 2015 das Album „The League of Shadows“ veröffentlicht, bevor neuerlich Schicht im Schacht war. Bis dato folgten eine Handvoll Kompilation Sammlungen und Best Offs von Songs, bei denen der gute Mr. Di’Anno mitgewirkt hat.

Das Jahr 2020 hat noch gar nicht mal richtig begonnen, da hallt es im verschneiten Wald, der ehemalige Maiden Sänger ist zurück. Leider Gottes nicht mit einem neuen Full Length Album, im Gegensatz dazu ein Live Potpourri vom Hell Over Waltrop, welches gleichfalls den Namen dieses Live Werks trägt. Der Großteil der Songs sind alte Gassenhauer zwischen „Iron Maiden“ und dem gefolgten „Killers“ Album, bei denen der gute Paul Metal Fans der ersten Stunde in den Genuss des NWOBHM brachte. Diese Songs und das muss der Rezensent neidlos zugeben zünden auch heutzutage noch und passen deutlich besser zum prolligen Gesang des Ex-Sängers dieser britischen Legende.

Ob hier noch in gesanglicher Produktion noch nachgeholfen wurde weiß ich nicht, dies können lediglich die Besucher beurteilen, die beim Auftritt in Deutschland dabei waren. Tut hingegen nichts zur Sache bekanntermaßen spiegeln die Songs ein gutes Live Bild wider, wenngleich die Songs einige Jahre auf dem Buckel haben. Weshalb die veröffentlicht wurden? Keine Ahnung, allerdings aufgrund der doch raren Erscheinung von Di’Anno sind sie ein Lichtblick, besser gesagt der Hoffnungsschimmer, dass sich der Brite aufrafft und neue Songs mit festem Line-up veröffentlicht. Ist bloß ein Wunschgedanke und wird er aufgrund der angeschlagenen Gesundheit von Paul bleiben!

Der Live Faktor ist gut eingefangen worden und gesanglich zeigt sich der Sänger enorm Trittfest. Wenngleich er einem Bruce Dickinson nicht das Wasser reichen konnte und dieser ihn in Vergessenheit befördert hat, wird einem bei diesem Live Werk eines klar, schlecht war und ist der gute Paule zeitlebens nie, Gesanglich eingeschränkt aber mit anderen Qualitäten. Seine prollige Stimme mit vielen Old School Punk Faktoren zündet gewaltig und das machte ihn einfach aus.

Gemeinsam mit Andy (guit) D.D. (guit), Gonzo (bass) und Dom (drums) bläst uns der Engländer gehörig den Marsch und sofort musste meine Wenigkeit nach dieser Rezension die alten Schallplatten von IRON MAIDEN, BATTLEZONE und KILLERS aus dem Regal befördern. Nostalgie pur und für alte Haudegen durchaus ein Grund den guten Paul zu unterstützen, mit diesem Live Album macht der Purist des Heavy Metal grundsätzlich nichts falsch, darf im Kontrast dazu nicht erwarten was komplett Neues zu finden, dies wird dem Käufer dagegen bewusst sein.

Thomas Mergler der Produzent des Albums gehört ein absolutes Lob ausgesprochen, denn die Originalaufnahmen waren nicht zu gebrauchen und wurden, nachdem sie in Vergessenheit geraten waren neu aufbereitet. Dies verlangt schon ein technisch ausgefeiltes Handwerk und dass die Songs im Jahr 2020 hier so erstrahlen ist gewaltig. Dass, die Aufnahmen nicht zu gebrauchen waren könnte der Hörer niemals eindeutig sagen. Anyway, Retro NWOBHM pur als Live Machwerk das dem Hörer viel Spaß machen wird.

Tracklist

01. Prowler
02. Murders In The Rue Morgue
03. Impaler
04. Remember Tomorrow
05. Children Of Madness
06. Marshall Lokjaw
07. The Living Dead

08. The Beast Arises
09. The Faith Healer
10. The Phantom Of The Opera
11. Transylvania
12. Running Free
13. Blitzkrieg Bop
14. Sanctuary

Besetzung

Paul Di’Anno – vocals
Andy – guit
D.D. – guit
Christoph „Gonzo“ Lücker – bass
Dominik „Dom“ Fox – drums

Internet

Paul Di’Anno – Hell Over Waltrop (Live in Germany) CD Review

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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