PHASE REVERSE – Phase IV Genocide

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PHASE REVERSE – Phase IV Genocide

phase reverse - Phase IV Genocide - album cover

Band: PHASE REVERSE
Titel: Phase IV Genocide
Label: Rock Of Angel Records
VÖ: 11/12/20
Genre: Southern Heavy Metal
Bewertung: 4/5

PHASE REVERSE aus Griechenland interpretieren den Southern geprägten Heavy Metal auf eine ganz besondere Weise. Während viele Bands in diesem Fährwasser sich von vielen Vorreitern aus den Staaten komplett inspirieren lassen und wenig Spielraum für eigene Akzente in ihr Material packen, machen es diese Griechen merklich anders. Die Grundlinie ist im Sound tief verankert und dies ist gut so. Dennoch lässt der Trupp eine Vielzahl von Fragmenten aus dem Sludge und derb, teils melodischen Groove Sektor in den Vordergrund treten. Ein durchwegs cooles Triumvirat von Stilelementen, welche bis dato stets fantastisch vermischt wurden.

Die Tatsache, dass „Phase IV Genocide“ durch viele stilistische Ausrichtung facettenreicher erscheint und zu anderen Gruppen weniger angelehnt ist, steht für den Verstand einen großen Anteil der Innovation für sich zu vereinnahmen und somit zu punkten. Es gibt also nicht wieder altbewährte Sounds, welche wir schon tausendmal woanders gehört haben. Und das ist im Wesentlichen der Glücksgriff mit dem PHASE REVERSE ihr neuestes Machwerk aus dem Boden gestampft haben.

Derbe, teils dreckige Grundlinien, die aus dem Sludge Sektor stammen könnten, vereinen sich wunderbar mit einer Vielzahl von melodischen Unterwanderungen. Ein stetes Zerren und darüber hinaus macht der Sänger Takis Mark eine gute Figur. Teilweise erinnert er an eine europäische Version von Ivan Moody und dieses Gesangskonzept vereint sich wunderbar mit den gebotenen Soundlinien, die der Trupp aus dem Süden Europas eingebaut hat.

Die Songs sind allesamt gelungen, dröhnen amtlich mit Groove im Gepäck aus den Boxen. Hier und da wurden eingängigen Refrains eingebaut, welche den Hörer nicht lange bitten brauchen, lautstark mitzusingen.

Nachdem die Eckdaten ein rundes Bild ergeben und derbe Groove Recken bereits nach der Einleitung ordentlich zu den Klängen mitschunkeln ist, spätestens nach „Copy 10-4“ eine breite Fangemeinde von Groove und Southern Rock/Metal Fans vor dem Player vereint und kann sich am Reigen nicht mehr satt hören. Viele Überraschungen und kleine Veränderungen machen den kompletten Klangopus zu einer vielschichtigen Seite. Während viele Bands im Genre völlig unbeeindruckt sämtliche Vibes zerkauen wenden sich diese Griechen der reichhaltigen Abform der Southern geprägten Musik zu.

Was als Erstes auffällt, ist die nicht leicht einzuordnende geografische Verortung der Band, der beeinflusste Klang ist bei Weitem nicht einfach zuzuordnen, wie man laut dem Beipackzettel denken könnte. Mit anderen Worten man hört PHASE REVERSE nicht an, dass die Musik nicht aus den USA kommt.

„Phase IV Genocide“ ist genau das geworden, was der Rezensent niemals erwartet hätte, eine vielschichte Platte zwischen Sludge, Groove und vielen Southern Metal Fragmenten der modernen Art und Weise. Bei allem Schielen auf die Grundbausteine haben die Griechen nicht vergessen die nötige Authentizität beizubehalten und gekonnt einzusetzen. Abwechslung wird auf dem Album großgeschrieben und lockert das derbe Groove Konzept durch eine Vielzahl von klar-melodischen Passagen auf.

Fazit: Wer Frische in den Southern Metal Haushalt bringen will, kann dies mit „Phase IV Genocide“ von PHASE REVERSE ohne Umschweife tun, es zahlt sich aus.

Tracklist

01. The Return
02. Destruction On Demand
03. Genocide
04. Copy 10-4
05. Know Thy Shit

06. Die And Let Live
07. Delete
08. Eat What You’re Served
09. Sound Of My Stone
10. Martyr Of The Phase

Besetzung

Alex Alexiou – drums
Takis Mark – vocals
Tas Ioannidis – bass & vocals
Kostas Kotsikas – guitar
John Chief Stergiou – guitar

Internet

PHASE REVERSE – Phase IV Genocide CD Review

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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