Band: Sandstone
Titel: Delta Viridian
Label: Limb Music GmbH
VÖ: 2009
Genre: Melodic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Progressive Melodic Metal bekommen wir heute mal aus Irland geliefert. Sandstorm nennt sich das Quintett Stevie McLaughlin (guit), Sean McBay (guit & voc), David McLaughlin (bass) und Paddy (Power) Flemming (drums) und via Limb Music kommt nun „Puring the Past“ aufs Festland und wird mit Sicherheit für viel Furore sorgen. Denn was uns die Jungs auf einen Silberling gepackt haben ist einfach göttlich für alle die sich Power Heavy oder Melodic Metal Fan schimpfen.

Mit viel Power im Blut und etlichem an Heavy Rock und ein Schuss Melancholie krönt man den Beginn des Albums. Der Song hört auf den Namen „Anymore Lies“. Die breite Palette an Gefühlen die man hier klanglich veredelt hat spricht einfach Bände. Vor allem die Übergänge die stät vollzogen werden sind pressgenau eingesetzt und dadurch wird hier einiges fürs Gehör geboten. Deutlich melodischer und sanfter schiebt man nun „Hiding In The Shadows“ nach. Den Eingang ebnet uns eine sanfte Brise aus Melodie und sanftmütigen Gesang. Diese Linie wird fast durchwegs beibehalten, doch als Ballade sollte man diesen Song nicht abstempeln. Eher würde ich hier sagen es handelt sich um einen genussvollen Rockkracher der etwas sanfteren Art. Die ruhige Schiene wird beim folgenden „Karma“ beibehalten, wenngleich man noch um Nuancen ruhiger schallt als beim Vorgänger. Dennoch auch hier erreicht man noch lange nicht balladeske Gefilde. Auch hier kann man sich genussvoll zurücklehnen und sich von den sanften Melodien und Spielereien die Gehörgänge versüßen lassen. Zwar kommen an und ab kürzere erdige Gitarrenausbrüche zum Vorschein, diese sind aber das einzige was man hier als flotten Ausbrecher betiteln könnte. Ruhig, sanft, melodisch und schön im Kuscheltempo für Träumer bestens zu Recht geschnitzt. Wie eine Explosion haut man nun mit „Son Of Carthage“ auf den Putz. Treibender Headbanger mit vielen melodischen Einlangen die vor allem für Fans des Rifflastigen Melodic Power Metal geschaffen sind. Einerseits versucht man viel Dampf zu machen und brettert eine ordentliche Schiene, doch diese wertet man mit vielen Melodieeinfällen auf die man beiderseits zu einer flotten, vor Kraft strotzenden Power Stahl Kelch geschmiedet hat. Dieser glänz mit viel klanglichem Gold und das weiß binnen Sekunden zum Bangen zu animieren. Mit einem antreibenden Drumming welches das Stück nach und nach erst entfalten lässt kredenzt man uns nun „The Road To Guantamo“. Etwas herber, erdiger und groovender ist hier die Weiterführung ausgefallen. Zwar kommen einige Melodieschübe zum Vorschein, diese werden aber binnen Sekunden wieder von stampfenden, als auch galoppierenden Einfällen aufs Abstellgleis geleitet und es rotieren die Iren wieder deutlich flotter weiter und dazu kann man erneut bestens seine Rübe durschütteln. Recht ruhig und schnell erfolgt nun die Bremse mit „Y“. Im Kuschelromantik Style wird hier an allen Ecken und Enden musiziert und man kann sich erneut etwas besonnen von den Klängen verwöhnen lassen. Wenngleich es sicher hier wohl um das lieblichste Stück des Albums handelt. Viel Power und Tempo wurde nun wieder in einen Benzintank beim folgenden „Fingerprints“ geschüttet. Dieser erdige – dröhnende Heavy Rocker der hier durch die Boxen knallt, besitzt wieder so viel Kraft das man binnen Sekunden enorm aufwühlt und einen sofort aus der träumenden Ecken von vorhin hochreißt. Auch das folgende „Division“ ist eher von der flotten Gangart, dennoch wirkt hier alles etwas düsterer. Diese dunklen Erweiterungen, hat man sehr einfallsreich mit Melodien und modernen Element ausgeschmückt. Selbige wechseln vom Tempo immer wieder von schnelleren bis hinüber zu ruhigeren – melancholischeren Gefilden. Erinnern mich persönlich, vor allem durch den Gesang etwas an System of a Down, aber halt eher im traditionelleren Gewässer. Mit viel Druck und Feuer wird gleich mit „D.O.A.“ weiter gemacht. Etwas klarer sind zwar hier die Soundeinfädelungen versehen worden und dennoch ganz von groovigen, als auch eher rotzigen Elementen kann man nicht die Finger lassen. Diese streut man sanft über den flotten Grundrhythmus und beschert uns so ein sehr farbenbuntes Klangbild welches gehörig dahin rotiert. Zuerst dröhnt es düster und gleich im Anschluss wird viel Synthyspielerei von bretterndem Power Metal Spiel bei „Enigma“ begleitet. Diese auf flotter Fahrt befindlichen Dampflock sollte man sich nicht in den Weg stellen, denn ansonsten wird man Kilometerweit von ihr mit geschliffen. Guter treibender Stoff der zum Bangen einlädt. Eine doomige Breitseite dröhnt nun beim darauf folgenden „Happy Birthday“ bis tief in die Magengegend. Doch ganz ohne flotteres Tempo geht es auch hier nicht und nach etlichen Sekunden drückt man wieder markanter das Gaspedal und hält die flotte Fahrt weiterhin am Laufen. Guter druckvoller Heavy Rocker mit viel Power, als auch gediegenen Ausflügen der uns hier bezaubert. Recht sanft verabschiedet man sich erst einmal bei „All Operations“ von uns. Recht hymnisch was man hier mit vereinfachten, ruhigeren Strukturen als Beendigung parat hat. Dies rundet den Silberling sehr gut ab.

Fazit: Power Heavy und Melodic Metal/Rock geben sich hier versöhnlich und kameradschaftlich die Hände. Durch viele, frische Einschübe erinnert man an eine traditionellere Version von System of a Down.

Tracklist:

01. Division 03:33
02. The Road to Guantanamo 04:51
03. Karma 05:22
04. Fingerprints 04:51
05. Anymore Lies 04:26
06. Enigma 05:23
07. Y 04:34
08. Son of Carthage 06:15
09. Sleep 04:28
10. Happy Birthday 04:06
11. D.O.A. 04:10
12. Hiding in the Shadows 03:48
13. Skuldakin 04:09
14. All Operations 05:16
15. Critical 05:40

Besetzung:

David Mclaughlin (bass)
Paddy „Power“ Flemming (drums)
Stevie Mclaughlin (guit)
Sean McBay (voc & guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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