Scarnival – The Art Of Suffering

Band: Scarnival
Titel: The Art Of Suffering
Label: Kernkraftritter Records
VÖ: 07.08.15
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Thorsten

Aus Niedersachsen kommen die noch jungen Melodic Death Metaller SCARNIVAL, die (2009 gegründet) bereits 2012 mit einer selbstbetitelten EP im Landkreis ordentlich laut auf sich aufmerksam machen konnten.

3 Jahre später nun, steht das Debüt in den Startlöchern und fällt schon vor dem ersten Hörgang positiv durch´s Artwork auf, welches vom CRIPPER-Gitarristen Christian Bröhenhorst erarbeitet wurde.

Ich war zwar schon etwas abgenervt als ich las, das es sich um „Melodic Death“ handelt, denn inflationär viele Bands haben sich diesen Stil auf die Fahne geschrieben, ohne auch nur annähernd davon etwas hören zu lassen.
Aber SCARNIVAL haben da nicht zu viel versprochen und lassen es auch ordentlich nach schwedischer Art krachen, ohne dabei ihren eigenen Stempel zu vergessen.

Der Wiedererkennungswert bleibt das komplette Album über erhalten und damit haben die Jungs die ersten Punkte schon mal fest im Sack!

Soundtechnisch hängt man so ein bissl im frühen IN FLAMES Feld, vielleicht können noch DARK TRANQUILLITY und/oder SOILWORK dazu gezählt werden..aber direkte Vergleiche sind glücklicherweise nicht möglich, denn SCARNIVAL wissen um ihre Eigenständigkeit und vor allem:
Diese Karte auch gekonnt auszuspielen!

Und so knallen uns die Jungs 12 Melodic Death Metal Batzen vor dem Latz, die erst mal geschluckt werden müssen, aber doch ziemlich eingängig in den Schädel gehen.

Könnte daran liegen, das die Band es schafft, Abwechslung mit Hilfe durch Ausflüge in andere Genres einzubringen; ob nun ein bisschen Thrash, oder purer Metal…es funktioniert, ohne die Linie zu verraten oder gar zu verlassen um einen eher unepischeren Stilmix anzubieten!

Das die Band seit mehreren Jahren gemeinsam Musik macht, ist zu jeder Minute zu hören denn Eingängigkeit entsteht nicht nur aus Melodien sondern ist auch dem Zusammenspiel zu entnehmen.

Tight, drückend aber auch frisch:
So muss ein Debüt klingen, um sich in dem (überfüllten) Genre erstmal ´nen Namen zu machen und ´ne Duftmarke zu hinterlassen!

Björn „Speed“ Strid von SOILWORK sieht es wohl ähnlich und brachte sich in dem Song „Watch Me“ als Gast ein.

Hätte nicht sein müssen, denn Namedropping brauchen die Hannoveraner nicht wirklich, auch wenn der Song (wie die anderen Songs auf dem Album) seine Klasse besitzt, die manch andere Bands erst nach dem 3. oder 4. Album an den Tag legen können…oder nie!

Mehr Gigs im Vorprogramm von SOILWORK wären sinnvoller! 😉
Technisch versiert, Abwechslungsreichtum, der Sound geht auch in Ordnung…

Mir gefällt´s und Freunde des genannten Genre sowie die berühmten Tellerrandgucker, sollten SCARNIVAL unbedingt mal anchecken.

Zur limitierten Edition gibt es Bier!
Nicht das es dazu nötig wäre, aber als nettes Give-Away mit dem Bandlogo sieht das in Sammler´s Regal schon echt geil aus, während das Album durch die heiligen Hallen kracht!

Weil bei mir nicht jeder Song sofort zündet, kann ich echt nicht mehr als 4,5 von 5 Punkten vergeben, um noch „genug“ Luft nach oben zu lassen!

Aber ich denke, 4,5 Punkte sind schon mal ´ne ordentliche Hausnummer und sagt aus, das dieses Album unbedingt mehr Gehör braucht!
Macht was draus…
Interview folgt…

Tracklist:

01. The Art of Suffering
02. God Given
03. The Easy Solution
04. Hindsight
05. Losing Identity
06. Watch Me
07. The Hunt
08. Rewind
09. Pathetic
10. Eternal Salvation
11. One Morning Left
12. Lies

Besetzung:

Henna Deutsch (guit)
Chris Kähler (voc & guit)
Daniel Siebert (voc)
Gerrit Mohrmann (bass)
Max Dietzmann (drums)

Internet:

Scarnival Website

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Scarnival @ MySpace

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