Skullview – MetalKill the World

Band: Skullview
Titel: MetalKill the World
Label: Pure Steel Records
VÖ: 2010
Genre: Traditional Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

US Metal in Reinkultur wird uns für den 06.08.2010 von Skullview geboten. Die Burschen haben auf ihrem Meisterwerk „MetalKill the World“ eine Spielweise drauf die für Kuttenträger und KIT Besucher ein wirkliches Hörschmankerl ist. Schroffe true lastige, bretternde Banger Riffs sind hier nicht zu knapp und somit zaubern Mike „Earthquake“ Quimby Lewis (voc), Dave Hillegonds (guit), Dean Tavernier (guit), Peter Clemens (bass) und Joe Garavalia (drums) eine Party, zu welcher man nach Herzenslust abgehen kann.

Mit einem zahnigen Tempo legt die Truppe auch beim Opener „Legions of the Star Scroll“ los. Treibendes Riffing sägt hier den kompletten Urwald nieder. Sehr Old School lastig ist hier der Sound ausgefallen der viel 80er Flair verbreitet. Zusätzlich zu den doch leicht verdaulichen Klängen lässt man kleinere Melodiepassagen zu. Dennoch der Hauptbestandteil ist schroffes Brettermaterial das ordentlich aufwühlt.

Nahtlos knüpft man mit „The Bruise“ an den Vorgänger an. Von der Mach- und Spielart her sehr ähnlich. Lediglich die Melodien kommen hier etwas mehr ins Hintertreffen, dafür donnert man umso kräftiger mit Bangerattacken daher. Weiterhin baut man auf eingängige Klänge, die aber nicht etwa langweilig klingen. Nein vielmehr weiß man im beherzten Rhythmus für viel Freude zu sorgen.

Sehr doomig und zäh wird nun „MetalKill the World“ angestimmt. Dabei kommen ganz leichte, hymnische Klänge zum Vorschein. Dieses Gefühl wird auch weiter ausgebaut und somit wandelt man zwar vom Konzept her auf alten Manowar Pfaden, dennoch klingt der Song dadurch nicht wie eine Farce von Mayonnaisen Jonny. Vielmehr wissen die Burschen hier mit spritzigen, Fäuste reckenden Klängen aufzuwarten, welche etwas hymnischer an und ab abgerundet werden.

Mit mehr Feuer unterm Hintern wird nun „Behind the Cell“ ins Rennen geschickt. Speediger, mit viel Kraft strotzender Track, der wiederum für die Bangerfraktion eine Party bietet bei der man schlussendlich Nackenschmerzen als Nachwehen zu vermelden hat. Rau und eingängig donnert hier die Mannschaft dahin und das beweist dass man auch mit simpleren Klängen durchaus Akzente setzen kann die viel Eindruck schinden.

Das erste Mal so richtig ruhig wird es bei „Blind and Unconscious“. Heroische, melancholische Mischung die hier als Einleitung dient. Dennoch zu lange wird dem ruhigen Klang nicht gefrönt und somit bricht man doch immer wieder beherzter durch, auch wenn man das Midtempogewässer kaum verlässt.

Ein einleitendes Solo führt nun ins darauf folgende „Defiance, Desperation, Defeat“ ein. Diese Einleitung lässt auf eine thrashige Weiterführung tippen. Ist sie auch, sehr kantig bolzt die Truppe mit einem Affenzahn das einem Hören und Sehen vergeht. Lediglich kürzere Breaks lassen eine kurzzeitige Ruhepause zu, bevor man erneut beherzt, schroff in die Saiten greift.

Ruhig und beschaulich, mit Windgeheul, gefolgt von einem heroischen Sprachintro steht zu Beginn von „Remnants of the Storm“ im Vordergrund. Erst ab 1:50 Minuten ist diese Einführung ins Stück abgeschlossen (persönlich, meiner Meinung nach zu lange). Die Weiterführung ist eine nette Mischform, die auch kleinere Iced Earth Erinnerungen an alte Tage (vor allem im Refrainteil) aufkommen lässt. Dennoch bewahrt man sich seinen eigenständigen Stil und so sind diese Einflüsse eine gute Komplettierung im eigenen Konzept

Stilecht wird nun der Rundling mit „Privilege of Suffering“ vollendet. Knackige US Metal typische Bretterriffs werden hier am laufenden Band abgefeuert. Zwar unterwandert man den Grundrhythmus immer wieder mit melodischen, als auch besonnenen Erweiterungen. Sachte zwar, wertet das Stück aber sehr gut auf und bietet somit einen schönes Klangmuster.

Fazit: US Metal der zu überzeugen weiß. Für Traditionalisten dieser Stilrichtung das was sie für ihren Plattenteller suchen.

Tracklist:

01. Legions of the Star Scroll 5:48
02. The Bruise 6:17
03. MetalKill the World 9:04
04. Behind the Cell 5:02
05. Blind and Unconscious 7:55
06. Defiance, Desperation, Defeat 4:07
07. Remnants of the Storm 7:24
08. Privilege of Suffering 5:04

Besetzung:

Mike „Earthquake“ Quimby Lewis (voc)
Dave Hillegonds (guit)
Dean Tavernier (guit)
Peter Clemens (bass)
Joe Garavalia (drums)

Internet:

Skullview Website

Skullview @ MySpace

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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