Band: Teufelskreis
Titel: Eifersucht
Label: NRT Records
VÖ: 2014
Genre: Heavy Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Teufelskreis wurde 2005 von dem vielseitigen und unangepassten Gitarristen und Songwriter Friedl Schütz aus der Asche gehoben und die Wiener Truppe zelebriert seitdem Heavy Rock mit deutschen Lyrics. Live durfte ich die Truppe bereits mal bestaunen und war wirklich entzückt von dem was die Jungs da geboten haben. Wo stuft man diese Truppe nun ein? Etwas schwierig, denn zum einfachen Schubladisieren taugen die Jungs nicht. Dies ist insoweit gut, dass man sie in einer breiten Sparte angesiedelt sieht. Klar der Heavy Rock ist urtypisch und dieser röhrt auch gewaltig aus den Boxen. Eine gute Produktion und stimmige Melodien machen viel Lauen beim Hören und dies obwohl etliche Lyrics doch eher einen melancholischen Touch haben. Die Truppe hat seit ihrem letzten Release gehörig zugelegt. Schon bei „LustFrust“ hatte man diese Linie gut umgesetzt, doch beim neuesten Release hat man sich selbst übertroffen. Wer vermag es schon so adrett den urtypischen Heavy Rock mit einer Vielzahl an Dark und Gothic Elementen erinnernd zu verbinden. Teufelskreis können dies und selbiger schließt sich immer noch nicht, denn die Formation ist stets bedacht weiterhin an sich weiter zu arbeiten und eine superbe Fortsetzung zu bringen. Der Unterhaltungsfaktor und die Ingredienzien sind wirklich 1A und somit erspielen sich die Herrschaften sofort die Gunst des Hörers. Gefühlstechnisch wird ein breites Feld aufgearbeitet zwischen Sehnsucht, Traurigkeit und Wut ist alles dabei. Nichts wirkt zu überheblich oder gar zu arg schmalzig umgemünzt. Jeder Baustein steht auf dem anderen und die dadurch gezauberte Soundwand ist erste Sahne. So muss wohl der deutsche Rock aus unserer Alpenrepublik klingen. Da braucht es kein Herz aus Österreich oder sonst irgendeinen Schwachsinn, um über die Grenzen bzw. im eigenen Land für Aufmerksamkeit zu sorgen. Bands bzw. Nachwuchsbands seien wohl eher daran erinnert das harte Arbeit weit mehr bringt als bei den unsinnigen Contest mitzumachen. Wir brauchen ehrliche Musik, Songs und einfach den Spirit und nicht hunderte Nescafe-Retorten-Truppen. Musik = Kunst hat mir ein befreundeter Musiker mal gesagt und das hört man bei Teufelskreis super raus. Das Herz am richtigen Fleck und der Schlag ist unglaublich. Demgegenüber ist somit was den musikalischen Standpunkt betrifft alles in Ordnung. Fragt man sich nun wie der Fronter dazu klingt. Denke mit dem singenden Barbier (nein nicht aus Sevilla) Ronny Platzer hat man da genau den richtigen Mann für diesen Posten. Eine Rockröhre, welche den Songs noch zusätzlichen Charme verleiht. Einfach göttliche diese Fusion aus Musikern und dem Sänger. Gefühlstechnisch werden somit alle Ketten und Grenzen gesprengt. Teufelskreis haben es wohl mit diesem Release geschafft hier ein breites Publikum zu unterhalten. Auch nicht Rock/Metal Begeisterte werden hier gut unterhalten. Breitentauglich somit, aber dennoch noch mit genügend Heavyness.

Fazit: Ein Album, welches mit viel Suchtfaktor umgesetzt wurde. Stimmungstechnisch, sowie auch vom Sound her wird ein breites Feld aufgemischt und die neue Riege (obwohl ja schon länger im Geschehen) der Austrian Rock/Heavy Bands haben mit Teufelskreis einen Mitstreiter bekommen an den es sehr schwer ranzukommen ist. Der Teufelskreis rotiert weiterhin und lässt sich nicht schließen und dass ist auch gut so.

Tracklist:

01. Zerrissen
02. Schüchtern
03. Herzstich
04. Seitensprung
05. Eifersucht (Radio Edit)
06. Liebe tut so weh
07. Verdammt
08. Im Angesicht
09. Eifersucht (Album Edit)

Besetzung:

Ronny Platzer (voc & harp)
Friedl Schütz (guit, voc & harp)
Chris Schön (bass)
Mike Novak (drums & percussion)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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