Band: The Claymore
Titel: Sygn
Label: Black Bards
VÖ: 2008
Genre: Power Metal
Bewertung 4/5
Written by: Robert

Wer auf speedigen, melodischen Power Metal steht, der sollte sich den 21.11.08 vormerken. Genau an diesem Tag wird via Black Bards Entertainment das neueste Machwerk von The Claymore in den Läden stehen. Die Entstehung dieser Castrop Rauxeler Band geht zurück bis 2000, aber erst im Dezember 2003 kam es zur Veröffentlichung des ersten Full Length Albums, das den Titel „Monument“ verpasst bekommen hat. In den letzten Jahren konnten die Herrschaften für so manche Namhafte Band eröffnen und dadurch haben die Jungs viel Erfahrung sammeln können. Fast acht Jahre hat es gedauert bis man das neueste Album, welches sich „Sygn“ nennt im Kasten hatte. Das Material von Andreas Grundmann (voc), Sebastian Busacker (guit), Kai Schwittek (guit), Christian Köhle (bass) und Hardy Kölzer (drums) lässt garantiert die Herzen aller Power Metal Fans höher schlagen, die sich mal in das Album reingehört haben.

Gestartet wird das Album durch „The Angel’s Assassination“. Nach der Beschaulichen Eröffnung unterbreiten uns die Herrschaften ein sehr schönes melodisches Stück, das mit vielen Riffklängen überzeugen kann. Der Gesang des Fronters lehnt sich sehr stark an einen gewissen Bruce Dickinson an. Dennoch dieser Bursche hat auch einige rauer Parts drauf. Deutlich teutonischer ist nun „Slaine the Almighty“ ausgefallen. Hier hat die härte Songstruktur aus dem Power Metal Bereich die Oberhand bekommen. Die tolle Brücke die man auch hier zu den melodischen Parts gebaut hat, ist sehr gut in Szene gesetzt und man wird nicht gleich durch kitschigen Melodiesound erschlagen. Der absolute Hammer sind die immer wieder einsetzenden Refrainchöre die amtlich aus den Boxen schallen. „Guardian of Time“ startet zwar mit einem flotten Tempo, doch man driftet nun eher in die groovige Midtempoecke. Auch hier wissen die Burschen zu Glänzen und somit kredenzt man uns einen leckeren Appetithappen zu dem man ordentlich abshaken kann. Sehr zackig und schnell wird nun bei „Borderline“ weiter gemacht. Ein sehr raues und hartes Stück hat man hier zusammengezimmert. Die melodische Abwechslung die man hier parat hat, drückt das Ganze eher in die Melancholische Ecke. So kommen diese tiefgründigen Parts öfters zum Einsatz und machen das Stück recht farbenbunt. Das Gaspedal wird nun bei „Eternal Glory“ ordentlich gedrückt. Die tiefgründige Ecke hat man hier verlassen und man begibt sich hier auf melodische Pfade. Wer auf satte Refrainchöre steht, für den ist dieser Track genau das Richtige. Von den Melodielinien her erinnert man mich sehr an viele Gassenhauer von Edguy und Freedom Call. Doch kopiert man hier nicht, sondern es sind einige Soundparallelen festzustellen. Besonders gut sind die immer wieder einsetzen Maidenriffs die sich unvermindert in meine Lauscherchen bohren. Weiter geht es mit dem Titeltrack „Sygn“. Diese Nummer wird mit einem Trommelwirbel und einem anschließenden Riffblitzgewitter eröffnet. Tolle Mischung aus Power Metal und Teutonen Stahl. Durch die sehr hohe Geschwindigkeit die hier an den Tag gelegt wird, hat man eine Headbangernummer geschaffen, die an und ab mit einigen Melodieparts unterbrochen wird. Der Hauptbestandteil ist aber das ordentliche brettern wo die Herrschaften mit Sicherheit für einige Nackenschmerzen sorgen werden. Bei „Soulseeker“ zeigt man sich von der sehr modernen Power Metal Seite. Beginnt man das Stück noch etwas verhalten und balladesk, so steigern die Jungs das Ganze bis zum Ende hin wieder ordentlich flott. Einige Parallelen zu Edguy, vor allem beim Refrainteil sind einmal mehr auszumachen und für Fans dieser Stilrichtung kann dies nur Ambrosia für die Ohren sein. Sehr flott und mit vielen harmonischen Gitarrenmelodien wird nun bei „27 Years“ weitergemacht. Das Ganze erinnert mich noch um Ecken mehr an das Fulderaner Melodic Power Metal Flaggschiff. Schöne Refrains hat man auch hier einfließen lassen und dies steht auch diesem Track sehr gut. Zum Abschluss gibt es mit „Dawn on the Road“ einen rotzfrechen Song, bei dem man einmal mehr viele Melodien eingebaut hat. Doch von der Grundstruktur hat man das Ganze sehr rotzig angepackt und dadurch klingt der Song etwas rockiger. Ein sehr guter Rausschmeißer meiner Meinung nach.

Fazit: Guter Power Metal Stahl mit vielen Melodien kann sicher nicht mehr neu Erfunden werden, aber The Claymore gehören mit Sicherheit zu den Bewahrern und glänzen vor allem mit gut vorgetragenem Material und einer ungeheuren Spielfreude an der Sache.

Tracklist:

01. The Angel’s Assassination 04:30
02. Slaine the Almighty 04:05
03. Guardian of Time 04:49
04. Borderline 05:04
05. Eternal Glory 04:34
06. Sygn 05:18
07. Soulseeker 04:41
08. 27 Years 04:31
09. Dawn on the Road 04:34

Besetzung:

Andreas Grundmann (voc)
Sebastian Busacker (guit)
Kai Schwittek (guit)
Christian Köhle (bass)
Hardy Kölzer (drums)

Internet:

The Claymore Website

The Claymore @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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