The Devil And The Almighty Blues – II

Band: The Devil And The Almighty Blues
Titel: II
Label: Blues For The Red Sun
VÖ: 17.03.17
Genre: Stoner/Sludge/Doom Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

The Devil And The Almighty Blues - II album artwork, The Devil And The Almighty Blues - II album cover, The Devil And The Almighty Blues - II cover artwork, The Devil And The Almighty Blues - II cd coverDas Osloer Quintett, The Devil And The Almighty Blues, hat sich seit ihrem gleichnamigen Deübt bei mir ordentlich die Hörgunst erspielt. Ihre Art der staubigen Soundkollage weiß geradewegs vom Fleck weg zu begeistern. Die Linien haben sich beim neuesten Rundling „II“ in nichts geändert, weiterhin geht es staubtrocken zu und die Truppe erspielt sich versiert in die Gunst vieler 70er Rockfans. Es mag vermutlich so sein, dass die norwegische Szene mittlerweile etliches als Creme de la Creme aufzuweisen hat. Wenn man nun denkt, dass hier die Flut einen merklichen Qualitätsrückgang hervorrufen würde, der irrt. Vielmehr sind diese norwegischen Combos bestrebt, weiterhin ordentlich zu feilen und somit ist jeder Schritt meiner Meinung nach ein Fortschritt.

Die Schirmherrschaft übernehmen satte Blues lastige Attitüden, gepaart mit griffigen Riffs der dreckigen Art und Weise. Fürs Schaffen der merklich idyllischen Soundpassagen, legen die Jungs einen kurzen Halt ein, bevor neuerlich deutlich dreckiger der Soundhorizont angepeilt wird. Dies unterstreicht ansprechend das Potential mit denen sie ihre Stücke zusammenbauen. Mit fetten, sehr verrauchten Vibes peitscht man alles voran. Dazwischen schiebt man klassische Felsstücke, welche mich persönlich hier und da etwas an Black Sabbath erinnern. Dennoch gebe es hierbei eine Vielzahl von alten Bands aus dieser Ära, welche damals nicht den Bekanntheitsgrad erlangt haben. Diesem Motto als Soundhommage sehen sich wohl die Norweger verpflichtet und ziehen ein ausgezeichnet tolles Ding durch. Einerseits ausnehmend schwermütig, andererseits wiederholt merklich auf klarere, fetzige Soundpartitionen ausgerichtet.

Die Grundfesten ihres Bandkonzeptes sind einfach Soundeinlagen, welche oftmals den Jam-Session Faktor haben sollen. Das schaffen sie abermals und diese gezauberte Stimmung versteht es auf der einen Seite den Bauch beruhigend zu pinseln. Auf der anderen Seite zeigt man sich hinterlistiger und donnert urplötzlich los. Ein wunderbares, täuschendes Wechselkonzept!

Übergänge und die Fließfähigkeit sind gut eingefädelt worden und obwohl das Ganze oftmals überraschend über einen hereinbricht, klingt das Soundmischkonzept niemals ruppig oder unausgegoren. Gut harmonische Überleitungen leiten von einem zum nächsten Part, wenn daneben oftmals blitzschnell.

Kleine Verschnaufpause innerhalb der Songs sind nicht vonnöten und auch wenn der letzte Track verstummt ist, muss man nicht lange warten. Eher giert man darauf die Rauchschwaden gewebten Songs immer wieder von neuem Abzuspielen.

Fazit: Der norwegische Fuzz-Stoner-Rock Trupp hat es erneut geschafft mit viel Klasse die Retroschiene ordentlich rüber zu bringen. Musik mit außerordentlich viel Kultstatus intus!

Tracklist:

01. These Old Hands
02. North Road
03. When The Light Dies
04. Low
05. How Strange The Silence
06. Neptune Brothers

Besetzung:

Kim Skaug (bass)
Arnt O. Andersen (voc)
Petter Svee (guit)
Torgeir Waldemar Engen (guit)
Kenneth Simonsen (drums)

Internet:

The Devil And The Almighty Blues Website

The Devil And The Almighty Blues @ Facebook

Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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