TUNGSTEN – Bliss

TUNGSTEN – Bliss

tungsten - bliss - album cover

Band: TUNGSTEN
Titel: Bliss
Label: Arising Empire
VÖ: 17/06/22
Genre: Power Metal

Bewertung:

1,5/5

TUNGSTEN, ja ist uns bekannt und führten beim Kollegen Lex alias dem Bandschlächter zu starken Albträumen. Ein neues Jahr und nach dem ersten Album der neuen Schaffensphase von Ex-HAMMERFALL Schlagzeuger Anders Johansson legt der schwedische Act mit „Bliss“ den Nachfolger nach. Erst einmal ins neue Album reingehört und mich schlichtweg gewundert oder getäuscht worden. Ist dies noch dieselbe Band wie bei dem fürwahr unter dem Durchschnitt klatschenden „We Will Rise“? Eine merklich groovende Präsenz ist beim ersten Track rauszuhören und da zeigt sich die Band merklich härter als beim Vorgänger. Ist dies eine Umorientierung, wie von vielen Power Metal Fans gewünscht? Leider Gottes nicht! Unter der Rubrik außen hui, innen pfui muss dieses Machwerk verbucht werden.

Der Act vollführt neuerlich eine Vielzahl von Songs, die dem wahren Trueheimer der Power Metal Szene die letzten Haare vom Kopf fegen. Nicht vor Begeisterung, das ist fix, wie das Amen im Gebet. Der stimmige Power Metal ist oftmals zusehends mit poppigen Affinitäten angereichert worden. Gewiss um Ecken weniger als beim Debüt, im Kontrast hierzu wird der True Freund solche Versuche meiden, wie der Satanist die Kirche.

Metal für Balneario 6

Persönlich stehe ich den dunklen Groovesongs auf diesem Album merklich gesinnter zu, als den Songs, bei welchen der Folk Anteil Oberwasser hat. Was den Stil an sich betrifft, orientiert sich der schwedische Act bei ihren Kollegen von AMARANTHE. Allerdings ohne weibliche Gesangsbeteiligung oder Growl Einlagen. An sich eine gute Sache, wenngleich das überladene Popfährwasser beständig dominanter durchblitzt. Mischungen machen oftmals das Konzept frischer, in diesem Falle wurde dies im Gegensatz dazu allzu oft in der jüngsten Vergangenheit durchgekaut. Im vorliegenden Falle klingen die Songs äußerst uninspiriert und haben etwas von einem Ballermanntouch oder Bierzeltmetal.

Poppigen Affinitäten sind nicht der heilige Gral

Die Folk Einlagen stammen aus der Ecke TURISAS meets ELUVEITIE, ob dies mit all den poppigen Affinitäten ausreicht, um einen Blumentopf zu gewinnen, wage ich zu bezweifeln. Im Großen gesehen merklich ein Abstand zum Debüt, der Durchbruch, geschweige denn der Hammerstreich im Power Metal Sektor ist dies bei weiten nicht! Insbesondere beim grottenschlechten „Come This Way“ fühle ich mich dazu verleitet, den Jungs Ausverkauf vorzuwerfen. Muss also heute wirklich alles mit Pop ausgestattet werden, damit abseits des Metal eine Hörerschaft gewonnen wird? Visiert die Truppe etwa die BRAVO Generation an?

Whimps and Posers leave the Hall

Whimps and Posers leave the Hall hieß es bei den Verteidigern des True Metal. Das trifft den Nagel auf diesem Album auf den Kopf. Da reicht selbst nicht für den Tellerrandblick aus, um dem Sound im Großen und Ganzen annähernd was abzugewinnen. An sich eine Steigerung gegenüber dem letzten Album, trotzdem noch weiten weg von einer Power Metal Scheibe, welche ich dem geneigten Genrefan empfehlen würde.

Fazit: „Bliss“ von TUNGSTEN ist eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger, hingegen immer noch im unteren Bereich.

Tracklist

01. In the Center
02. Dreamers
03. March Along
04. Heart of Rust
05. Come this Way
06. On the Sea

 

07. Bliss
08. Wonderland
09. Afraid of Light
10. Eyes of the Storm
11. Northern Lights

 

Besetzung

Mike Andersson – Vocals
Karl Johansson – Bass & Screams
Nick Johansson – Guitar
Anders Johansson – Drums

 

Internet

TUNGSTEN – Bliss CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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