Band: Vanity Blvd
Titel: Wicked Temptation
Label: Noisehead Records
VÖ: 2014
Genre: Rock n Roll, Hard Rock, Classic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Via Noisehead Records erreichte uns ein Rockstreich aus Schweden, die Truppe nennt sich Vanity Blvd und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben hier singt entweder Lita Ford oder ihr weiblicher (no na) Sprössling. Aufgenommen in den Deep Blue Studios mit Produzenten Nicko DiMarino (Steelwing) hört man das auch gleich raus. Einerseits baut man auf die Retroschiene und röhrt und knarzt dabei ordentlich. Klingt aber nicht wirklich altbacken und somit darf man mit ruhigen Gewissen sagen, dass es die schwedische Combo geschafft hat den urtypischen Rebell Lady Sound in die Jetztzeit zu bringen. Die Songs sind allesamt gute Rockröhren und sind nicht soweit schwedisch veranlagt, wie es bei vielen Bands der skandinavischen Riege es der Fall ist. Typisch und sehr amerikanisch wird der Schuppen amtlich gerockt und dabei kommt niemals Langeweile auf. Hymnisch einerseits, aber auch mit vielen fetzigen Fragmenten wird dabei die Keule geschwungen und das bis zum infernalen Exzess. Hier wird einfach nicht gekleckert sondern superb geklotzt und somit wird eine Rockwand aufgefahren die einfach stattlich ist. Alle Geschütze donnern hier im allseits gewohnten Stil und die stete Reise zwischen den 80ern und der jetzigen Retrowelle ist einfach grenzgenial anzuhören. Das Gitarrenspiel erinnert durch seinen rotzigen Beischlag an Lynch Mob meets Dokken und auch hier zeigt der Axtschwinger dass er wohl beeinflusst ist und sein Handwerk versteht, sich aber nicht als Egomanen voran setzt. Die Truppe funktioniert als harmonisierender Rocktrupp und dabei bleibt kein Auge vor Freude trocken. Die Schweden verstehen es wirklich eine Partynummer nach der anderen auszupacken und sie mit voller Wucht dem geneigten Hörer vor den Riechkolben zu knallen. Die Ansteckungsgefahr ist hier sehr groß und man unterbreitet uns ein Album das nur so vor Charme und erfrischendem Sound strotzt. Wäre sicherlich mal ein Punkt, wo sich alternde Hasen hier mal angesprochen fühlen sollten sich mal wieder auf zu raufen.

Fazit: Rockattitüden allererster Güte. Bei wem die alten Werke von Lita Ford oder Marya Roxx in Vergessenheit geraten sind, sollte nicht die ollen Kamellen wieder auspacken, sondern sich das durch und durch schillernde Album von Vanity Blvd anhören oder besser gesagt schnellstens besorgen.

Tracklist:

01. Dirty Rat
02. Miss Dangerous
03. Do or Die
04. Hot Teaser
05. Had Enough
06. Soulshaker
07. Scream Out
08. Thrills in the Night
09. Falling Down
10. Desperate Heart
11. Dirty Action

Besetzung:

Anna Savage (voc)
Traci Trexx (guit)
Pete Ash (ass)
Gebb (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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