Band: Wisdom
Titel: Words of Wisdom
Label: Soundoholic Records
VÖ: 2006
Genre: Heavy/Power Metal
Written by: Robert
Bewertung: 4/5

Wisdom? Ah Balaton Metaller, was wird uns da etwas erwarten. Bei genauerem durchforsten des Internets musste ich feststellen, das es deutlich viele Bands mit diesem Namen gibt, aber nur eine so hochqualitativen Metal abliefert wie die Herrschaften aus Budapest. Istvan Nachladal (voc), Gábor Kovács (guit & voc), Zsolt „Dime“ Galambos (guit), Máté Molnár (bass) und Péter Kern (drums) haben 2001 zusammengefunden und bereits „Fate Demo“ (2002) und „Wisdom EP“ (2004) veröffentlicht und leider bis dato nur nationale Erfolge erzielen können. Schade denn das Potential das die Herrschaften aus dem Land des Gulaschs besitzen ist einfach unglaublich. So liegt nun der erste längere Output in meinem Player und rotiert ordentlich heiß. Das Machwerk nennt sich „Words of Wisdom“ und ist eine gute Schnittmenge aus Melodic und Power Metal.

Mit einer ordentlichen Portion Geschwindigkeit startet die erste Nummer durch, die sich „Holy Vagabond“ nennt. Herrliche Riffs, Breaks und gute Melodien werden uns kredenzt, die jedem Power Metal Fan nur eines übrig lassen. Niederknien und ordentlich bangen. Die flotten Rhythmen werden immer wieder durch herrliche Chorrefrains abgelöst. Man könnte zwar jetzt gleich unmissverständliche sagen, ja das machen eh schon Freedom Call und Edguy zur Genüge. Mag sicher stimmen, dennoch bestechen diese Herrschaften aus Ungarn mit einer raueren Version des Melodic/Power Metal und klingen dadurch herrlich erfrischend und ich sage es mal so, man kann es locker mit den beiden Größen aufnehmen. Vor allem der Kitschfaktor ist sehr gering, bis gar nicht vorhanden. „Reduced To Silence“ rockt nun etwas mehr und kommt mit einer geringeren Geschwindigkeit aus. Der Fronter ist einfach ein Wahnsinn und kann es locker mit Szenegrößen mit dem kleinen Finger aufnehmen. So kann diese rhythmische Melodic Nummer locker mit weniger Speed überzeugen. Weiter geht es nun mit „Masquerade“. Diese Nummer geht nach dieser kurzen Pause wieder voll auf die zwölf und die Ungarn Metaller brettern wieder schnell dahin. Bangerfaktor sehr hoch mit vielen feinen Mitsingrefrains. Das Tüpfelchen auf dem I sind die Judas Priest lastigen Gitarren, die sehr an Granaten wie „Ram it Down“ und „Painkiller“ erinnern. „Wisdom“ ist mir bereits bekannt und hat mich schon während der Sendung zum Mitbangen verleitet. Auch beim zweiten Anhören ändert sich bei meiner Einstellung nichts. Etwas mehr Melodie fließt aber hier ein als beim Vorgänger. So kommen die gefühlvolleren Linien öfters in den Vordergrund. Die Chorgesänge sind ein Wucht und das Ganze wurde satt produziert. Melodic Metal mit vielen Momenten zum Abbangen sollten hier schon mal eingeplant werden. Druckvoller und etwas rauer kracht nun der nächste Track aus meinen Boxen, der sich „Victory“ nennt. Die Wechselgesänge zwischen dem Fronter und dem zweiten Sänger sind eine Wucht. Man wechselt immer wieder von melodischen Gefilden zu schnellen Power Metal Ufern und so klingt das Stück recht abwechslungsreich. „Take Our Soul“ erschallt nun deutlich melodischer. Man bleibt zwar von der Geschwindigkeit her gleich, dennoch macht man an und ab immer wieder kurze Midtempo Zwischenhalts. Der Song bekam eine deutliche Melodic Spritze und das passt zum Track recht gut. So haben die Herrschaften eine gute Melodic Metal Nummer geschrieben die vor Spielfreude nur so strotzt.
„Sands Of Time“ dröhnt nun etwas rauer aus meinen Boxen. So haben Wisdom bei der Reihung ihrer Tracks, ebenfalls eine gesunde Mischung gefunden. Man wechselt immer wieder von fröhlichem hinüber zu rauem Gitarrenspiel. Bei diesem Stück geizen die Jungs nicht mit vielen Ideen, so zeigen die Seitenhexer hier ihr komplettes Repertoire. „Unholy Ghost“ beginnt mit einem ruhigen Part. Akustikgitarrenklänge und gefühlvoller Gesang bestechen mit einer unglaublichen Raffinesse. Die Ballade die hier geschrieben wurde lässt dem Zuhörer Zeit sich zu entspannen und das Ganze zu genießen. Mit Schlachtenklängen geht es nun bei „Wheels Of The War“ weiter. Im Anschluss tritt man das Gaspedal wieder komplett durch. Hier hat man sich den Power Metal Trademarks etwas mehr verschrieben und die Melodie wurde ein wenig durch Teutonische Linien abgelöst. Der Song ist eine ordentliche Headbangernummer, mit vorprogrammierten Genickschmerzen. „Wiseman Said“ besticht nun wieder mit mehr Melodie. Die Geschwindigkeit wurde deutlich gedrosselt. Ballade? Nein keine Angst, denn im Anschluss bolzen die Jungs wieder ordentlich und so wurde einmal mehr eine Headbangernummer Par Excellence geschrieben. Leider sind wir auch schon beim letzten Track angelangt der sich „Words Of Wisdom“ nennt. Der gleichnamige Albumtitel beginnt etwas ruhiger, im Anschluss knallen die Jungs wieder gehörig daher. Danach packt man es wieder kurzzeitig etwas ruhiger an. So macht diese heroische Midtemponummer mit ihren Wechseln sehr viel Spaß. Das Ganze klingt wie ein Track der auch auf den ersten beiden Freedom Call Alben stehen könnte und beendet leider auch schon ein Saugeiles Power/Melodic Metal Album.

Fazit: Alle Fans des Power und Melodic Metal sollten sich diese Band vormerken und zum nächsten Plattenladen laufen um sich dieses Album zu ordern. Seid Gewiss ihr werdet es nicht bereuen. Vielen Dank noch mal Ungar Peter für diesen Tipp, das Album bekommt bei mir einen Ehrenplatz in vorderster Reihe. Nur mehr von diesen hammergeilen Ungarischen Metalbands.

Tracklist:

01. Holy Vagabond 03:50
02. Reduced To Silence 03:59
03. Masquerade 03:40
04. Wisdom 03:44
05. Victory 04:25
06. Take Our Soul 03:11
07. Sands Of Time 04:05
08. Unholy Ghost 03:11
09. Wheels Of The War 04:44
10. Wiseman Said 01:02
11. Words Of Wisdom 07:16

Besetzung:

Istvan Nachladal (voc)
Gábor Kovács (guit & voc)
Zsolt „Dime“ Galambos (guit)
Máté Molnár (bass)
Péter Kern (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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