Band: Wolfhorde 
Titel: Towards The Gate Of North
Label: Inverse Records
VÖ: 22.01.16
Genre: Folk Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Folk Metal aus Finnland und das noch mit schwarzen Farbtupfen, na Nachtigal ick hör dir trapsen, das klingt so dermaßen nach Klischee, sodass man sich fragt ob die Finnen ihren voran gegangenen Helden, welche ja ordentlich über die Jahre absahnen konnten das Wasser reichen können. Die seit 2004 aktive Truppe Wolfhorde aus Keuruu serviert mit „Towards The Gate Of North“ ihre Full Length Debüt. Bis dato hat man nur 2 Singles und 2 EP’s, sowie eine Gründungsdemo veröffentlicht.

Das Machwerk erfüllt durchaus die Klischees, klingt aber nicht, wie vielleicht erahnt nach Umpa Metal. Vielmehr baut die Truppe auf einen sehr nordisch-epischen Sound. Die dunkel gehaltenen Breaks sind durchaus gelungen, wenngleich die Finntroll lastigen Elemente (Frühphase) nicht so stark sind, wie es ihre Landsmänner damals hinbekomme haben. Das was hier als Mischverhältnis geboten wird ist definitiv nicht das schlechteste auf dem Markt, ist aber auch noch lange nicht der Burner vor dem Herrn. Die sehr guten Melodien und Ansätze sind wirklich gut ausgeklügelt, stehen aber leider den harten und eben weniger stimmigen Akzenten gegenüber. Genau hier klingt man wie jeder x-beliebige Act aus dem Pagan Bereich und kann eben weniger frische Einlagen vorbringen.

Das resultierende Gemisch aus manifesten Melodien, hartem Geprügel, feinen Riffs, harten Solis und verschiedenen Stimmungslagen an sich ist eine gute Sache, ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht das Non plus Ultra. Bei einigen Passagen klingt es auch noch dazu sehr ruppig was dem Gesamterscheinungsbild nicht unbedingt dienlich ist. An sich haben die Burschen aus Finnland gute Ideen und bis dato auch Einflüsse gut eingefangen, doch für einen breiten, flächendeckenden Angriff gegenüber Szenereitern ist dies einfach noch zu wenig.

Wer Finntroll mag wird hier definitiv fündig, muss sich aber in den Gedanken rufen, dass man hier nicht ein Album für die Dauerschleife bekommt, sondern vielmehr einzelne Tracks, welche man sich an und ab als Abwechslung ins Gehör ruft. Die Jungs haben durchaus ihre Klasse, haben aber leider auch noch viel Ausbesserungsarbeiten zu tätigen. Die Pagan/Folk Metal Szene ist einfach hart und in den letzten Jahren gabt es quer über den Erdball verteilt gewaltige Scheiben und Acts, welche diese Finnen hier leider im Regen stehen lassen werden.

Fazit: Durchaus gelungenes Gemisch aus Folk/Pagan Metalelementen. Auch kleinere Black Elemente sind auszumachen, dies allesamt ist leider noch nicht das Ding vor dem Herrn und noch viel Luft nach oben hin offen.

Tracklist:

01. Vegvísir
02. Fimbulvetr
03. Taivaankappaleiden kato
04. Death Long-Due
05. The Retribution
06. Unyielding
07. Boundless Agony
08. Lycomania
09. The Gates of North

Besetzung:

Werihukka (guit, keys & traditional instruments)
Hukkapätkä (voc & drums)
Nuoskajalka (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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