Band: Wolverine
Titel: Machina Viva
Label: Sensory Records (Alive)
VÖ: 08.07.16
Genre: Progressive Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Kennt ihr das Gefühl, ihr blickt auf ein Coverartwork, seid vollkommen irritiert und denkt euch, das kann doch keine tolle Scheibe sein? Mir ging es mit den Jungs von Wolverine und ihrem Machwerk „Machina Viva“! Ein wirklich nichtssagendes Artwork und dahinter verbirgt sich eine so dermaßen tolle, künstlerische Musik, dass es unter keiner Kuhhaut Platz hat. Diese schwedischen Progressive Rocker haben wohl das Zeug schlechthin für den Mega Act im Bereich des Progressive Rock. Für die Rezension des neuen Werks haben ich mir den Vorgänger „Communication Lost“ ebenfalls vorab angehört. Schon bei diesem, vor fünf Jahren erschienen Langstreich war zu erkennen, hier haben es wir mit wahren Kennern der künstlerisch verschachtelten Musik zu tun.

Gut das kann ja auch heißen, dass die Schweden hier ein zu komplexes Ding auffahren oder etwas nicht? Eigentlich nicht, zumindest die Fusion und die Eingängigkeit dieser Tracks spricht einfach Bände. Die Wasa Proggies verstehen es einfach, wie man künstlerisch anspruchsvolle Musik so umsetzten muss, sodass man es durchaus locker aufnehmen kann, aber auch nicht sofort an ein Rein-Raus Ding denkt. Ein mitunter schweres unterfangen, aber die Burschen von Wolverine sind einfach eine so tolle Sache, sodass man einfach alles liegen und stehen lässt und gebannt vor dem Player verharrt.

Klar gibt es viele Größen im Progressive Bereich, auch ob nun modern oder eher traditionell. Dennoch muss man den Herrschaften hier eines zugutehalten. Sie ziehen eine Soundwand auf, welche es einfach locker mit anderen Kapellen des Genres aufnimmt. Sphärische Klänge, gute und sehr einfallsreiche Wechsel, wie auch eine gute Portion aus der melodischen Rockkelle wurden hier zu einem Konzept vermischt, sodass man einfach mit einem befriedigten Grinsen dasitzt und sich auf die feine Reise der Schweden mitreißen lässt. Dazu noch ein Sänger, welcher auch zu andere Genre Kapellen des Melodic Rock, Metal oder anderen Artverwandten Genregemische passen würde.

Das durch und durch moderne Soundkonzept ist einfach toll und man giert einfach nach immer mehr. Die Ideen und kleineren Experimente sind grandios und bescheren einem beim Hören einen Orgasmus. Keine Angs der Rezensent hat kein Achterl abgelassen, aber durchaus kurz davor 😉

Es ist schon eine enorme Klangkunst mit welcher uns die Schweden hier die Ohren und das Hören versüßen. Ob nun druckvoll, oder auch idyllisch alle Stimmungspassagen sind allererste Sahne und versetzen einen in ein progressives Traumland.

Fazit: Was bleibt hier anderes zu tun als der Progressive Fraktion hier einen absolute Kaufempfehlung zu attestieren. Die Jungs sind ein musikalisches Potpourri aus ausgeklügelten Melodien und Arrangements sodass es einem die Sicherungen raus knall.

Tracklist:

01. The Bedlam Overture
02. Machina
03. Pile Of Ash
04. Our Last Goodbye
05. Pledge
06. When The Night Comes
07. Nemesis
08. Sheds
09. Pile Of Ash

Besetzung:

Per Henriksson (keys)
Thomas Jansson (bass)
Marcus Losbjer (drums)
Jonas Jonsson (guit)
Stefan Zell (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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