
Willkommen, SHATTERHEART! Es freut uns sehr, euch heute hier zu haben, um über euer neues Album „Infernal Symphony“ zu sprechen. Um gleich einzusteigen: Was hat euch dazu inspiriert, dieses Album zu kreieren?
Hallo, hier ist Johan von Shatterheart. Ich habe die Band als Nebenprojekt gegründet, nachdem ich Symphonic Metal wiederentdeckt hatte, daher war ich die ganze Zeit über ziemlich inspiriert.
Wie würdet ihr die zentrale Botschaft oder das Thema des Albums beschreiben?
Das Thema des Albums ist der innere Konflikt, Gefühle durch Geschichtenerzählen. Manchmal mit eher direkten Texten, manchmal mit Texten, die sich um Fantasiewelten drehen.
Welche musikalischen Einflüsse haben euch bei der Produktion des Albums am meisten geprägt?
Ich würde sagen Within Temptation und Nightwish!
Der Begriff „Symphonie“ deutet auf starke orchestrale Elemente hin. Wie groß war der Anteil echter Orchesterarrangements im Vergleich zu digitalen Libraries?
Ich musste zugeben, dass es keine echten Orchesterarrangements gibt. Ich hoffe, wir können das für das nächste Album hinbekommen.
Welche Rolle spielt klassische Musik konkret in eurem Songwriting-Prozess?
Leider nicht so sehr. Aber es kommt vor, dass Inspiration auch aus klassischer Musik kommen kann.
Gibt es einen Track auf dem Album, der für euch besonders heraussticht und warum?
Ich muss sagen, „Infernal Symphony“. Ein elfminütiges Epos. Ich habe noch nie zuvor einen so ambitionierten Song geschrieben.
Wie habt ihr die Balance zwischen Härte und symphonischer Opulenz gefunden, ohne dass eines das andere erdrückt?
Darüber habe ich eigentlich noch nie nachgedacht. Ich glaube, das kam ganz natürlich.
Die Texte wirken sehr düster und emotional. Welche persönlichen oder literarischen Einflüsse stecken dahinter?
Alicke hat die meisten Texte geschrieben. Sie liebt Gothic-Literatur, die einen großen Einfluss auf sie hat.
Ist „Infernal Symphony“ als Konzeptalbum gedacht oder eher als lose Sammlung thematisch verwandter Songs?
Es handelt sich um eine lose Sammlung thematisch verwandter Lieder.
Wie lange hat der Entstehungsprozess des Albums insgesamt gedauert?
Ich habe wirklich bei Null angefangen, daher glaube ich, dass es von Anfang bis Ende etwa zwei Jahre gedauert hat.
Gab es während der Produktion einen Moment, in dem ihr musikalisch komplett umdenken musstet?
Nicht ein einziges Mal!
Welche Bands oder Komponisten haben euch bei diesem Album am stärksten beeinflusst?
Auf jeden Fall Within Temptation und Nightwish!
Wie wichtig ist euch die cineastische Wirkung eurer Musik? Denkt ihr beim Schreiben auch in Bildern oder Szenen?
Ich konzentriere mich natürlich auf die Musik, aber ja, es gibt Gelegenheiten, bei denen ich mir vorstellen kann, wie das Cover dieses oder jenes Songs aussehen könnte.
Der Symphonic-Metal-Markt ist stark umkämpft. Was macht SHATTERHEART aus eurer Sicht unverwechselbar?
In mehreren Rezensionen wurde ein Sound/eine Stimmung der 80er Jahre erwähnt, vielleicht ist das also das, was uns auszeichnet? Ich bin von der Hardrock-Szene der 80er Jahre beeinflusst, vielleicht kann meine Art zu schreiben uns ein wenig hervorheben. Das ist eigentlich schwer zu beantworten.
Welche Rolle spielen moderne Produktionstechniken für euren Sound im Vergleich zu klassischen Metal-Ansätzen?
Sehr viel sogar. Ich habe die Band quasi aus dem Nichts gegründet, also habe ich viel Zeit damit verbracht, Demos aufzunehmen und in meinem „Heimstudio” mit verschiedenen Synthesizern und so weiter zu experimentieren. Auch später, als wir mit den Aufnahmen für das Album begonnen haben, haben wir alles selbst gemacht. Aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich natürlich am liebsten alles auf die altmodische Art und Weise aufnehmen.
Welche Botschaft möchtet ihr euren Hörern mit „Infernal Symphony“ vermitteln?
Das Schöne an den Texten und dem gesamten Album ist, dass die Fans sie nach Belieben interpretieren können. Das ist es, was ich unter Kunst und der darin enthaltenen Freiheit verstehe!
Wie übersetzt ihr die komplexen Arrangements von „Infernal Symphony“ auf die Bühne?
Ich könnte auf diese Frage zurückkommen, wenn wir diesen Song live auf der Bühne gespielt haben. Das ist ehrlich gesagt eine schwer zu beantwortende Frage.
Welche Reaktionen wünscht ihr euch von den Hörern nach dem ersten Durchlauf des Albums?
Wir hoffen, dass die Leute unser Album genauso lieben wie wir und dass sie uns auf dieser Reise begleiten!
Gibt es thematische oder musikalische Motive, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen?
Sicher, aber das überlassen wir den Zuhörern. Es sollte eine persönliche Erfahrung sein, und wir wollen weder die Fans noch irgendjemanden, der zuhört, beeinflussen!
Wenn ihr „Infernal Symphony“ in drei Worten beschreiben müsstet, welche wären das?
Majestätisch, kraftvoll, eingängig!
Wohin soll die Reise von SHATTERHEART nach diesem Album gehen?
Wir hoffen auf eine baldige Tournee, wir haben bereits gebuchte Shows und arbeiten an neuem Material!
Vielen Dank, SHATTERHEART, für eure Einblicke. Wir wünschen euch viel Erfolg mit „Infernal Symphony“!
Vielen Dank für dieses Interview und Ihre freundlichen Worte!
