Start Blog Seite 21

AMBERIAN DAWN teilen neue Single

0
amberian dawn - bandphoto
Photo Credit: Kanerva Mantila

AMBERIAN DAWN teilen neue Single „Unchained“! – Erstes Album mit neuer Sängerin Nicole Willerton erscheint am 26. Juni 2026 über Napalm Records

AMBERIAN DAWN - Unchained (Official Video) | Napalm Records

Die finnische Symphonic-Metal-Band AMBERIAN DAWN präsentiert die dritte fesselnde Single ihres kommenden Albums Temptation’s Gates. Das Werk, das am 26. Juni 2026 über Napalm Records erscheint, ist ihre erste Veröffentlichung mit der neuen Sängerin Nicole Willerton. „Unchained“ zeigt, wie anders die Band mit ihrer neuen Stimme klingt: In der Single entfesselt die neue Frontfrau ihr volles Potential und kontrastiert engelsgleichen Gesang mit kräftigen Growls – eine Premiere für AMBERIAN DAWN! Mit einem mutigen Schritt vorwärts hat das Quintett etwas deutlich anderes, wenn auch ebenso Passendes erschaffen – wahrlich ungebunden.

Tuomas Seppälä über „Unchained“:

„Es war aufregend, einen Song um ein echtes, traditionelles Riff herum zu schreiben. Über die Jahre habe ich diesen Riff-orientierten Ansatz etwas aus den Augen verloren – doch dieses Mal fühlte es sich genau richtig an. Das Haupt-Riff hat sich schnell und natürlich ergeben, der Rest des Songs folgte drum herum, getragen von dem Gefühl, das das Riff erschuf. Der Song ist sehr dynamisch und beinhaltet viele verschiedene Elemente, was unsere Sängerin auf mehreren Ebenen forderte. Sie hat es brillant gemeistert und mit Leichtigkeit eine herausragende Performance abgeliefert. Es hätte ein viel längerer Song werden können, doch ich wollte die Struktur fokussiert halten. Der Song verlangte außerdem nach einem Weltklasse-Solo, was Emil voller Selbstbewusstsein und Exzellenz erfüllte.“

Nicole Willerton über „Unchained“:

„‚Unchained‘ ist ein Song, in dem es darum geht, sich von innerem Schmerz zu lösen. Er beschreibt den Kampf, sich zwischen Angst und Urteil gefangen zu fühlen. Der Song stellt die Tendenz infrage, andere au Angst oder Unsicherheit heraus schlecht zu machen, und erinnert uns, dass wir alle menschlich sind und einen Raum brauchen, wir selbst zu sein. ‚Unchained‘ ergründet, wie wichtig es ist, Freiheit zu finden und unsere Dämonen loszulassen.“

Schaue JETZT das offizielle Musikvideo zu „Unchained“!

Aus der Heimat das Symphonic Metal erheben sich AMBERIAN DAWN: Das finnische Quintett veröffentlicht am 26. Juni 2026 sein neues Album Temptation’s Gates über Napalm Records. Die ersten Aufnahmen der Band mit ihrer neuen Sängerin Nicole Willerton führt sie auf modernere, bisweilen sogar überraschend raue Pfade. So emanzipieren sich AMBERIAN DAWN unter der Führung von Gründungsgitarrist und Hauptkomponist Tuomas Seppälä langsam davon, „nur“ die Band zu sein, die mit ihrem vorigen Album Take a Chance – A Metal Tribute to ABBA (2022) – glorreich! – die schwedischen Pop-Legenden ABBA coverte.
 
Die epischen Keyboard-Klänge mit gitarrengetriebenem Melodic Metal angereichert tauchen AMBERIAN DAWN in eine neue Welt ein und beweisen dabei ihre Vielseitigkeit. Die eingängigen Songs gewohnt charmant und stark, weist Temptation’s Gates den Weg in eine verführerisch glänzende Zukunft – die Band ist bereit, durch deren Tor zu treten.
 
Tuomas Seppälä über Temptation’s Gates:

„Als ich angefangen habe, mit unserer neuen Sängerin zusammenzuarbeiten, verspürte ich dieselbe Aufregung wie vor vielen Jahren, als ich 2007 und 2008 mit der Arbeit an unserem Debütalbum begann. Damals waren AMBERIAN DAWN noch Neulinge in der Szene, obwohl wir bereits erfahrene Musiker waren. Bei Temptation’s Gates spürte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder diesen Funken, etwas Neues zu schaffen. Ich hatte noch nicht viele Songs komponiert, als Nicole und ich unsere Zusammenarbeit starteten. Das meiste Material kam überraschend schnell zusammen, als ich merkte, wie natürlich sich der Prozess anfühlte. Ich war zutiefst inspiriert von Nicoles Enthusiasmus, Engagement und Effizienz. Ich habe wirklich das Gefühl, dass die Band mit ihrem Beitritt wiedergeboren wurde. Musikalisch hat sich unser Stil erneut weiterentwickelt und bewegt sich vielleicht wieder etwas in Richtung eines härteren, metallischeren Sounds. Gleichzeitig sind Elemente unseres klassischen Klangs und unserer Identität natürlich nach wie vor präsent. In vielerlei Hinsicht fühlte sich die Arbeit an diesem Album wie eine Rückkehr zu meinen Wurzeln an. Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich auch eine größere Rolle als Gitarrist übernommen. Ich habe mich mehr auf das Ausarbeiten von Gitarrenriffs konzentriert, habe also etwa die Hälfte der Gitarren-Leads auf dem Album und sogar ein komplettes Gitarrensolo selbst eingespielt.“

Nicole Willerton über Temptation’s Gates:

Temptation’s Gates ist das erste Album, auf dem ich für AMBERIAN DAWN singe – es aufzunehmen war eine wundervolle Erfahrung. Jeder Songtext ist von Gefühlen, Erinnerungen und Momenten inspiriert, die während der Entstehung des Albums besonders präsent waren. Das Schreiben hat sich angefühlt, als würde ich in mein Unterbewusstsein eintauchen, um diese Emotionen an die Oberfläche zu bringen. Den kreativen Prozess hinter dem Arrangieren von Backing-Vocals zu erkunden, war ebenfalls wunderbar. Ich bin besonders davon angetan, wenn in der Musik von AMBERIAN DAWN der Hintergrundgesang so anschwillt, dass er einen volleren, reichhaltigeren Klang um den Leadgesang herum schafft. Temptation’s Gates ist ein kraftvolles Album, das ein breites Spektrum emotionaler Tiefe vereint, von Liebe und Melancholie hin zu dunkleren Elementen wie Angst und inneren Kämpfen. Eine wiederkehrende Botschaft auf dem gesamten Album ist, seine wahren Wünsche anzunehmen und seine ehrlichen Gefühle zu akzeptieren und anzuerkennen.“

AMBERIAN DAWN stellen ihre neue Stimme direkt mit dem Titeltrack vor. „Temptation’s Gates“ kommt schnell daher, randvoll mit epischen Keyboard-Melodien und charmantem Storytelling. Die Entschlossenheit der Band kommt auch in „The Vision Of Dreaming“ zum Ausdruck, dessen schneidendes Riff sich direkt ins Langzeitgedächtnis gräbt und erstmals andeutet, dass Willerton mehr ist als eine engelsgleiche Fee, die Hörer sanft durch weitläufige Reiche führt. Die folgende Anrufung an Mond, „Moon“, steigert das Tempo auf Blastbeat-Intensität, bleibt jedoch zunächst magisch – bis zum unerwarteten Schluss. Die abschließenden Schreie hallen in „Unchained“ nach, in dem die neue Frontfrau ihr volles Potential entfaltet und als Kontrast zu ihrem seraphischen Gesang zu mächtigen Growls ausholt – eine Premiere für AMBERIAN DAWN! Spätestens hier zeigt Temptation’s Gates, dass es sich hier nicht länger um ABBA handelt, sondern dass die finnischen Musiker etwas Mutiges, Neues, und ebenso Passendes erschaffen haben. „Eternal Flame“ und „Life is Art“ sind epische Hymnen mit verspielten Gitarren, über die AMBERIAN DAWN weiter ihr Schicksal neu schreiben. „The Night is Waiting for Me“ ist ein weiteres Zeugnis für den Kurswechsel und lässt mit seinem modernen Sound und der Dark-Metal-Atmosphäre vom ersten Ton an Köpfe nicken und Füße wippen. Früheren Werken wieder ähnlicher transportiert „Undying Colours“ Hörende in vielschichtige Traumwelten – selbstbestimmt, wie es in „The Garden“ heißt. „Phantasmagoria“ schließt das Album unwiderstehlich tanzbar ab und ebnet so den Weg für einen moderneren Symphonic Metal, ohne dabei etwas von seiner Opulenz einzubüßen.

AMBERIAN DAWN - Temptations Gates - album cover

Tracklist

01. Temptation’s Gates
02. The Vision of Dreaming
03. Moon
04. Unchained
05. Eternal Flame
06. Life is Art
07. This Night is Waiting for Me
08. Undying Colours
09. The Garden
10. Phantasmagoria

 

Quellenangabe: Napalm Records Photo Credit: Kanerva Mantila

Neo Dimes – Alone

0
Artwork

Band: Neo Dimes 🇺🇸
Titel: Alone
Label: Neo Dimes / Eigenveröffentlichung
Herkunft: Denver, Colorado, USA
VÖ: 19.05.2026
Genre: Neo Industrial / Darkwave / Industrial Rock / Industrial Pop / Shoegaze
Format: Digital Album / Vinyl

Tracklist

01. Beasts
02. Angels
03. God’s Perfect Meme
04. Trigger
05. Obsidian
06. Don’t Think
07. One Thing
08. How To Love
09. It Comes And Goes
10. Dear Ghosts

Besetzung

Stephen Edmunds – Musik, Gesang, Synths, Programming, Songwriting, Produktion

Bewertung:

4,5 von 5

Neo Dimes ist das musikalische Alter Ego des aus Denver, Colorado stammenden Musikers Stephen Edmunds. Mit »Alone« legt er sein Debütalbum vor und haut dabei kein nettes Elektronik-Nebenbei-Werk raus, sondern ein düsteres, nervös pulsierendes Album, das zwischen Neo Industrial, Darkwave, Industrial Rock, Shoegaze und dunkel glimmender Synth-Melancholie pendelt. Wer hier nur kalte Maschinen erwartet, bekommt zwar Maschinen, aber solche, in denen ein Herz eingeschlossen wurde und gegen die Metallwände hämmert.

Albumstream:

Stephen Edmunds ist ein absolut fantastischer Sounddesigner und Komponist, der regelrechte Klangcosmen erschafft. »Alone« klingt nicht nach Baukasten, nicht nach lieblos zusammengeklickter Retrowelle und schon gar nicht nach sterilem Szenefutter. Hier werden Beats, Bassflächen, Synth-Schichten, verzerrte Stimmfarben und dunkle Melodien so miteinander verwoben, dass daraus ein eigenes kleines Endzeit-Biotop entsteht. Andere Besprechungen haben bereits die Nähe zu Nine Inch Nails, Depeche Mode, Covenant oder auch Massive Attack angedeutet. Das ist nachvollziehbar, doch Neo Dimes kopiert diese Namen nicht. Er nimmt ihre Schatten, ihre Kälte, ihren Druck und formt daraus etwas Eigenes.

Inhaltlich kreist »Alone« um moderne Einsamkeit, digitale Kontrolle, Propaganda, Sucht, emotionale Isolation, Erinnerung, Schuld und die Frage, wie viel Mensch noch übrig bleibt, wenn Algorithmen, Angst und gesellschaftliche Verrohung ständig am Innenleben herumdrehen. Das Album ist damit kein bloßer dunkler Tanzboden, sondern eher ein Clubraum unter Überwachungskameras, in dem man tanzt, obwohl draußen die Welt brennt. Aufgebaut auf ein standfestes Fundament aus pulsierenden Drums, elektronischem Druck und tiefen Bassflächen werden die Songs zu düsteren Kapiteln einer sehr gegenwärtigen Dystopie.

Wenn Einsamkeit Zähne bekommt

Mit »Beasts« öffnet Neo Dimes dieses Album nicht vorsichtig, sondern mit einer Mischung aus innerem Rückzug und körperlicher Anspannung. Der Song klingt, als würde jemand die Tür zur Außenwelt schließen, nur um festzustellen, dass die eigentlichen Monster längst im eigenen Kopf sitzen. Musikalisch wird hier ein dichter Sog aufgebaut: dunkle Synthflächen, ein treibender Unterbau und eine Stimme, die weniger erzählt als warnt. Das ist Industrial mit emotionalem Dreck unter den Fingernägeln.

Inhaltlich lässt sich »Beasts« als Stück über Ausgrenzung, Isolation und den Moment lesen, in dem Verletzung in Instinkt umschlägt. Die Figur im Song zieht sich zurück, wird aber nicht friedlicher, sondern roher. Aus Einsamkeit wird Hunger, aus Schmerz wird Abwehr. Genau da packt der Song zu. Er fragt nicht nur, was Menschen mit uns machen, sondern auch, was wir werden, wenn wir zu lange allein mit diesem Druck gelassen werden.

»Angels« geht diesen Weg weiter, aber mit einem anderen Blickwinkel. Wo man bei Engeln zunächst Schutz erwarten könnte, kippt der Song das Bild in Richtung Überwachung. Die vermeintlichen Wächter werden zu Instanzen, die beobachten, sortieren, lenken und am Ende den freien Willen bedrängen. Musikalisch ist das großartig umgesetzt, weil Edmunds hier eine schwebende Dunkelheit mit elektronischer Paranoia verbindet. Die Synths liegen nicht einfach im Hintergrund, sondern fühlen sich an wie unsichtbare Augen im Raum.

Gerade diese Fähigkeit macht »Alone« so stark: Neo Dimes baut keine Songs, er baut Zustände. Die Klangflächen sind nicht Dekoration, sondern Teil der Erzählung. Man hört die Kälte der Bildschirme, die Enge des eigenen Kopfes und dieses unangenehme Gefühl, permanent beobachtet zu werden. Schön ist das nicht. Faszinierend aber auf jeden Fall.

Propaganda im Neonlicht

Mit »God’s Perfect Meme« zieht das Album die Schlinge enger. Schon der Titel ist herrlich bitter, weil er religiöse Überhöhung, Internetkultur und gesellschaftliche Absurdität in ein einziges böses Bild presst. Der Song wirkt wie ein Kommentar auf eine Gegenwart, in der Wahrheiten ständig performt, verdreht, verkauft und wiederverwertet werden. Was früher Dogma war, ist heute Content. Und der Content frisst bekanntlich gerne Hirn.

Musikalisch überzeugt das Stück durch seinen schneidenden Charakter. Die Melodien bleiben hängen, aber sie sind nicht süßlich. Sie haben Widerhaken. Genau das macht Neo Dimes so spannend: Trotz aller Düsternis besitzt das Material klare Hooklines. Man kann zu diesen Songs tanzen, aber der Boden unter den Füßen fühlt sich dabei verdächtig morsch an.

»Don’t Think« ist einer der zentralen Songs des Albums. Hier wird die Kritik an digitaler Propaganda, Gruppendenken, Manipulation und bequem gewordener Unterwerfung besonders deutlich. Der Song hat einen enormen Vorwärtsdrang, fast wie eine Befehlskette, die sich selbst immer weiter beschleunigt. Drums und Bass schieben massiv, die Synths schneiden durch den Mix, und die Vocals wirken wie eine Stimme aus einem System, das längst nicht mehr überzeugen muss, weil es schon kontrolliert.

Der Witz dabei: »Don’t Think« ist trotz seiner Schwere verdammt eingängig. Das Stück hat diesen gefährlichen Pop-Appeal, bei dem man mitgeht, bevor man merkt, worüber man da eigentlich gerade nachdenkt. Genau darin liegt seine Stärke. Neo Dimes schreibt keinen akademischen Essay über Manipulation, sondern baut daraus einen Song, der dich am Kragen packt und in den Maschinenraum der Gegenwart schleift. Volle Kanne Hoschi, aber eben mit Köpfchen.

»Obsidian« setzt im Anschluss dunkler und beinahe noch persönlicher an. Der Song arbeitet mit Schuld, Täuschung, falscher Reinheit und den Spuren, die Lügen in Menschen hinterlassen. Obsidian ist als Bild perfekt gewählt: schwarz, glänzend, scharfkantig. Genau so klingt das Stück. Es spiegelt, aber es schneidet auch. Hier zeigt sich besonders schön, wie stark Edmunds mit Atmosphäre arbeitet. Jede Fläche, jeder Effekt, jede Stimmebene scheint eine weitere Schicht innerer Verhärtung freizulegen.

Der Trigger sitzt tief

»Trigger« ist einer der emotional schwersten Momente auf »Alone«. Der Song beschäftigt sich mit Sucht, Selbstsabotage, Angst, Depression und dem Moment, in dem ein äußerer Auslöser innere Abgründe öffnet. Das ist thematisch harter Stoff, wird aber nicht sensationslüstern ausgeschlachtet. Neo Dimes inszeniert diesen Abstieg nicht als Pose, sondern als beklemmendes Eingeständnis.

Musikalisch hat »Trigger« eine beeindruckende Wucht. Der Song walzt nicht stumpf nach vorne, sondern baut Spannung über Schichten auf. Die Beats wirken kontrolliert, doch darunter brodelt es. Die Synths ziehen dunkle Bahnen, während die Stimme zwischen Verletzlichkeit und Zorn pendelt. Das ist keine Prügelmusik im klassischen Metal-Sinn, aber die emotionale Prügel wird hier definitiv rausgeschmissen. Nur eben nicht mit Blastbeats, sondern mit kaltem Strom, Druck und bitterer Erkenntnis.

Mit »One Thing« wird die Einsamkeit fast greifbar. Der Song dreht sich um das verzweifelte Bedürfnis, eine einzige Antwort zu finden, einen einzigen Punkt, an dem sich Schmerz, Verlust oder Verrat erklären lassen. Musikalisch gehört das Stück zu den großen Highlights des Albums. Die Melodie bleibt sofort im Kopf, der Aufbau ist stark, und der Song besitzt diese Mischung aus Dunkelheit und Zugänglichkeit, die auch andere Kritiken bereits positiv hervorgehoben haben.

»How To Love« öffnet danach eine andere Tür. Hier wird das Album verletzlicher, weniger angriffslustig, aber nicht schwächer. Im Gegenteil: Gerade weil Neo Dimes hier die Deckung etwas senkt, gewinnt das Werk an Tiefe. Der Song handelt von Vertrauen, Angst vor Nähe, dem Wunsch nach Veränderung und der Hoffnung, trotz eigener Brüche noch lieben zu können. Nach so viel digitaler Kälte wirkt dieses Stück beinahe menschlich warm, aber eben nicht kitschig. Eher wie eine Hand, die zittert, aber trotzdem ausgestreckt wird.

Geister im System

»It Comes And Goes« trägt den passenden Titel, denn der Song wirkt wie eine Welle aus Erinnerung, Rückfall, Trauer und Weitergehen. Manche Zustände verschwinden nicht einfach. Sie kommen wieder, oft genau dann, wenn man glaubt, sie endlich abgeschüttelt zu haben. Musikalisch bleibt Neo Dimes auch hier seiner Linie treu: düster, elektronisch, atmosphärisch dicht und dennoch melodisch stark genug, um nicht im reinen Klangnebel zu versinken.

Das abschließende »Dear Ghosts« wirkt wie ein Blick zurück auf all die Schatten, die dieses Album bevölkern. Geister sind hier keine klassischen Spukgestalten, sondern Erinnerungen, Schuldgefühle, alte Versionen des Selbst und all die Stimmen, die einen nicht loslassen. Der Song beendet »Alone« nicht mit einfacher Erlösung. Es gibt keinen billigen Sonnenaufgang, keinen großen Hollywood-Moment. Stattdessen bleibt das Gefühl, dass Überleben manchmal schon genug Arbeit ist.

Gerade als Abschluss funktioniert »Dear Ghosts« deshalb sehr gut. Das Album endet nicht mit einem Ausrufezeichen, sondern mit einem Nachhall. Und dieser Nachhall sitzt. Neo Dimes zeigt hier, dass elektronische Härte und emotionale Tiefe keine Gegensätze sein müssen. Man kann kalt klingen und trotzdem bluten. Man kann tanzbar sein und trotzdem weh tun.

Fazit

»Alone« ist ein beeindruckendes Debütalbum geworden. Stephen Edmunds beweist unter dem Namen Neo Dimes ein starkes Gespür für Klangarchitektur, Atmosphäre und Songwriting. Dieses Album lebt nicht nur von seinen Themen, sondern von der Art, wie diese Themen musikalisch umgesetzt werden. Die Songs klingen nach Überwachung, Kontrollverlust, digitaler Erschöpfung, innerer Einsamkeit und dem Versuch, inmitten all dieser Kälte noch ein echtes menschliches Signal zu senden.

Besonders stark ist, dass »Alone« nicht in reiner Düsternis versackt. Die Songs haben Hooks, Drive, Melodien und einen klaren Aufbau. Das Fundament aus Beats und Bass steht fest, darüber türmen sich Synths, Gitarrenanmutungen, Shoegaze-Schleier und Industrial-Druck zu einem Soundbild, das gleichzeitig modern und vertraut wirkt. Fans von Nine Inch Nails, Depeche Mode, Covenant, dunklem Synthpop, Industrial Rock und melancholischem Darkwave sollten hier definitiv die Lauscher aufsperren.

Kleine Einschränkung: Wer klassischen Metal mit Gitarrenwand, Doublebass-Gewitter und Growls erwartet, ist hier natürlich im falschen Maschinenraum. Neo Dimes kommt aus einer anderen Ecke. Aber genau deshalb passt dieses Album trotzdem hervorragend in den erweiterten Underground-Kosmos: Es ist schwer, düster, intensiv und emotional brachial. Die Härte sitzt nicht nur in den Instrumenten, sondern in der Stimmung.

Schlusswort

Unterm Strich ist »Alone« ein starkes, düsteres und verdammt wirkungsvolles Album. Neo Dimes erschafft keine gemütliche Dunkelromantik, sondern einen elektronisch-industriellen Klangraum, in dem Einsamkeit, Überwachung, Sucht, Angst und Hoffnung miteinander ringen. Das ist Musik für Menschen, die auch im Club noch nachdenken wollen, während der Bass ihnen die Rippen sortiert.

Stephen Edmunds liefert hier ein Debüt ab, das reif, geschlossen und eigenständig wirkt. »Alone« ist kein Album, das dir freundlich die Jacke abnimmt. Es sperrt dich in einen Raum voller Neonlicht, Schatten und alter Geister. Und wenn du wieder rauskommst, brummt der Kopf noch eine ganze Weile weiter.

Neo Dimes - Trigger (Official Music Video)

Internet

Neo Dimes - Alone - Album Review

DELIVERANCE – The Voyager Golden Banquet

0
DELIVERANCE - The Voyager Golden Banquet - cover artwork
DELIVERANCE - The Voyager Golden Banquet - cover artwork

Band: DELIVERANCE 🇫🇷
Titel: The Voyager Golden Banquet
Label: Les Acteurs de L’Ombre Productions
VÖ: 22/05/26
Genre: Sludge/Black Metal

Tracklist

01. Hellisual
02. Chasing The Dragon
03. Headspace Collapse
04. Turn On, Tune In, Drop Out
05. As Above, So Below
06. Ground Zero
07. The Banquet Part 1
08. The Banquet Part 2

 

Besetzung

Pierre Duneau – Vocals, Synthesizers
Sacha Février – Bass
Etienne Sarthou – Guitar, Backing Vocals
Viken Poulain – Drums

 

Bewertung:

4/5

Zwischen Kontrollverlust und kosmischer Vision

Die französische Formation DELIVERANCE gehört längst zu den spannendsten Namen der europäischen Extrem-Metal-Szene. Gegründet wurde die Band 2013 von Gitarrist Etienne Sarthou und Sänger sowie Keyboarder Pierre Duneau. Bereits mit der EP »Doomsday, Please« zeigte sich, dass hier keine gewöhnliche Sludge- oder Black-Metal-Band am Werk ist. Spätestens mit den Alben »Holocaust 26:1-46« und »Neon Chaos in a Junk-Sick Dawn« entwickelte sich DELIVERANCE zu einem der mutigsten Projekte Frankreichs. Auftritte bei Festivals wie Hellfest oder Motocultor festigten ihren Ruf als kompromisslose Klangforscher.

Mit »The Voyager Golden Banquet« entfernt sich das Quartett nun noch weiter von klassischen Genregrenzen. Zwar bleiben die düsteren Wurzeln aus Sludge- und Black-Metal erhalten, doch DELIVERANCE öffnen ihre Musik in Richtung Progressive Rock, Post Rock und sogar elektronischer Klangflächen. Das Resultat ist ein Album, das weniger wie eine klassische Metal-Platte funktioniert, sondern eher wie eine fiebrige Reise durch einen kollabierenden Geistzustand.

Das aktuelle Line-up besteht aus Pierre Duneau am Gesang und Synthesizern, Sacha Février am Bass, Etienne Sarthou an der Gitarre und Viken Poulain am Schlagzeug. Gemeinsam erschaffen sie einen Sound, der gleichzeitig brutal, hypnotisch und erstaunlich emotional wirkt.

Klanglandschaften voller Spannung

Schon der Opener »Hellisual« macht deutlich, wohin die Reise geht. Dichte Synthesizerflächen treffen auf massive Gitarrenwände, während Pierre Duneau zwischen aggressivem Keifen und verstörend ruhigen Passagen pendelt. DELIVERANCE setzen hier weniger auf eingängige Songstrukturen als auf Atmosphäre und Dynamik. Das Album lebt von Kontrasten. Ruhephasen kippen plötzlich in chaotische Ausbrüche, nur um wenige Sekunden später wieder in psychedelische Schwerelosigkeit abzudriften.

»Chasing The Dragon« verbindet dissonante Black-Metal-Riffs mit beinahe tranceartigen Grooves. Besonders auffällig ist dabei die Produktion. Die Gitarren wirken roh und dreckig, während die elektronischen Elemente erstaunlich klar im Raum stehen. Dadurch entsteht eine permanente Spannung zwischen organischer Gewalt und futuristischer Kälte.

Noch intensiver gerät »Headspace Collapse«. Der Titel passt perfekt, denn der Song klingt tatsächlich wie ein mentaler Zusammenbruch in musikalischer Form. Zerhackte Rhythmen, verzerrte Spoken-Word-Momente und bedrohliche Noise-Elemente verdichten sich zu einem klaustrophobischen Erlebnis. Viken Poulain liefert hier eine beeindruckende Performance hinter dem Schlagzeug ab. Sein Spiel hält die komplexen Strukturen zusammen, ohne jemals steril oder technisch überladen zu wirken.

Psychedelische Experimente ohne Sicherheitsnetz

Besonders spannend wird das Album in seinen experimentellen Momenten. »Turn On, Tune In, Drop Out« überrascht mit fast schon Doom-artigen Gitarrenmelodien und einer verträumten Grundstimmung, bevor die Band den Song in ein sludgegetränktes Chaos stürzt. Genau diese Unberechenbarkeit macht »The Voyager Golden Banquet« so faszinierend.

Auch »As Above, So Below« zeigt die enorme stilistische Bandbreite der Franzosen. Post-Rock-artige Spannungsbögen treffen auf depressive Black-Metal-Momente, während im Hintergrund elektronische Details flackern. DELIVERANCE schaffen es dabei erstaunlicherweise, trotz aller Experimente nie den roten Faden zu verlieren.

Mit »Ground Zero« folgt einer der härtesten Songs des Albums. Der Track walzt mit massiven Riffs alles nieder und erinnert stellenweise an die rohe Gewalt früher NEUROSIS-Veröffentlichungen, ohne dabei wie eine bloße Hommage zu wirken. Gerade die Bassarbeit von Sacha Février sorgt für zusätzliche Wucht und Tiefe.

Das Herzstück des Albums

Die beiden abschließenden Stücke »The Banquet Part 1« und »The Banquet Part 2« bilden das eigentliche Zentrum des Albums. Hier bündeln DELIVERANCE sämtliche Elemente ihrer musikalischen Identität. Lange instrumentale Passagen wechseln sich mit eruptiven Black-Metal-Ausbrüchen ab. Psychedelische Synthesizer schweben über chaotischen Gitarrenwänden, während der Gesang wie eine Stimme aus einem dystopischen Traum wirkt.

Vor allem der zweite Teil entfaltet eine fast cineastische Wirkung. Man hat weniger das Gefühl, einzelne Songs zu hören, sondern vielmehr Teil eines audiovisuellen Trips zu sein. DELIVERANCE beweisen hier eindrucksvoll, dass Extreme Metal auch 2026 noch überraschen kann.

Zwischen Avantgarde und emotionalem Chaos

»The Voyager Golden Banquet« ist kein Album für nebenbei. Die Platte fordert Aufmerksamkeit, Geduld und Offenheit. Wer ausschließlich klassischen Black-Metal oder traditionellen Sludge erwartet, dürfte an manchen Stellen irritiert reagieren. Genau darin liegt allerdings die große Stärke dieses Werks. DELIVERANCE verweigern sich bewusst einfachen Strukturen und erschaffen stattdessen ein intensives Gesamterlebnis voller emotionaler Extreme.

Die Mischung aus zerstörerischer Härte, psychedelischer Weite und progressiver Experimentierfreude funktioniert erstaunlich gut. Nicht jede Passage wirkt sofort zugänglich, doch gerade diese Sperrigkeit verleiht dem Album Charakter und Tiefe.

Mit »The Voyager Golden Banquet« liefern DELIVERANCE eines der mutigsten und eigenständigsten Extreme-Metal-Alben des Jahres ab. Die Franzosen überschreiten stilistische Grenzen, ohne ihre Identität zu verlieren. Eine düstere, hypnotische und stellenweise verstörende Reise, die lange nachwirkt.

Fazit: DELIVERANCE beweisen mit »The Voyager Golden Banquet« erneut, warum sie zu den innovativsten Bands Frankreichs zählen.

Internet

DELIVERANCE - The Voyager Golden Banquet - CD Review

Voidthrone – Dreaming Rat

0
Voidthrone - Dreaming Rat - cover Artwork
Voidthrone - Dreaming Rat - cover Artwork

Band: Voidthrone 🇺🇸
Titel: Dreaming Rat
Label: Eigenveröffentlichung
VÖ: 08.05.2026
Format: Digital
Genre: Dissonant Blackened Death Metal / Avantgarde Metal / Extreme Metal

Tracklist

01. II-I. Homeless Animal
02. II-II. Morbid Seagull
03. II-III. Ren Omega
04. I-I. Bergen
05. I-II. Dreaming Rat
06. I-III. First Blood
07. III-I. Surfing the Abyss
08. III-II. The Dying Squid
09. III-III. Worm Spiral

Besetzung

Zhenya Frolov – Gesang, Otamatone, Conch Shell
Ron – Gitarre, Jaw Harp
Gavin Brooks – Fretless & Fretted Bass, Akustikgitarre, Gitarrensoli
Josh Keifer – Schlagzeug, Vibraslap, Didgeridoo, Spoons

Bewertung:

4,5 von 5 Punkten

Wenn man den Titel »Dreaming Rat« von Voidthrone liest, denkt man zunächst: Hä? Wie jetzt, ne Ratte die träumt? Also sowas gibt es natürlich, denkt der Rezensent aber wieso ist das der Titel des Albums? Nach wenigen Minuten stellt sich allerdings heraus, dass diese Frage noch zu brav formuliert war. Das vierte Album der Band aus Seattle ist ein bewusst irritierendes Werk aus dissonantem Blackened Death Metal, Avantgarde-Wahnsinn, progressiver Zerlegungskunst und gelegentlicher Absurdität. Hier geht es nicht darum, Songs sauber an die Wand zu hängen. Hier wird die Wand erst untersucht, dann aufgebrochen und danach mit einem völlig anderen Raum verbunden.

Konzeptionell folgt »Dreaming Rat« drei ineinander verschobenen Bögen: einem Sonnensystem auf dem Weg durch seine Lebensspanne, einer Zivilisation, die an ihrer eigenen Komplexität zerbricht, und einer parasitären Idee, die sich durch Sprache, Kultur und Fleisch weiterverbreitet. Das ist ein anspruchsvoller Unterbau, der nicht immer sofort greifbar ist, aber die Musik erstaunlich genau erklärt. Voidthrone arbeiten nicht mit linearem Erzählen, sondern mit Überlagerung, Kontrollverlust, Wiederholung, Mutation und komischen Einschüben, die das Ganze noch unangenehmer machen. Wer klare Refrains sucht, bekommt hier eher ein mehrstöckiges Nervenlabor mit kaputtem Aufzug.

(Hört hier »Dreaming Rat« von Voidthrone)

DREI BÖGEN, NULL KOMFORTZONE

Der Einstieg »II-I. Homeless Animal« beginnt direkt im zweiten Konzeptbogen, also in der „vitalen Gegenwart“. Schon diese Reihenfolge zeigt, dass Voidthrone den Hörer nicht an der Hand nehmen wollen. Der Song setzt auf hektische Bewegungen, abrupte Richtungswechsel, extreme Vocals und einen fretless Bass, der nicht bloß Fundament liefert, sondern selbst ständig neue Linien in das Chaos zeichnet. Inhaltlich geht es um Entwurzelung, Kontrollverlust und eine Form von Zivilisationspanik, bei der der Mensch zwar organisiert erscheint, aber innerlich längst auf allen Vieren läuft.

»II-II. Morbid Seagull« treibt diesen Zustand weiter. Der Titel ist absurd, der Song selbst bleibt dennoch streng gearbeitet. Zwischen taumelnder Dissonanz, schwereren Passagen und unberechenbaren Ausbrüchen entsteht ein Stück, das kosmische Bedrohung, religiöse Verzerrung und Zwangsordnung ineinander schiebt. Die Lyrics wirken wie Gedankenreste nach einer Überlastung des Systems: Bilder von Himmelskörpern, Macht, Schmerz und spiritueller Verformung kollidieren, ohne sich zu einem gemütlichen Sinnbild zu fügen. Genau darin liegt die Wirkung.

Mit »II-III. Ren Omega« wird die erste Dreiergruppe zu ihrem intensivsten Punkt geführt. Der Song ist nervös, aggressiv, vokal völlig überdreht und an mehreren Stellen fast cartoonhaft aus der Kurve getragen. Das könnte in falschen Händen zum reinen Gag werden. Bei Voidthrone bleibt es Teil einer größeren Methode. Die Wiederholung des Namens wirkt wie ein Code, der sich selbst beschädigt, während der Song zwischen Mutation, Technologie, Körperverfall und psychischer Auflösung rotiert. Das ist anstrengend, aber beeindruckend konsequent.

DER VERGANGENE ANFANG

Erst mit »I-I. Bergen« beginnt der eigentliche erste Bogen, die „hoffnungsvolle Vergangenheit“. Musikalisch merkt man sofort, dass der Song etwas klarer ansetzt, ohne dadurch zahm zu werden. Die Entstehung von Materie, Hitze, Bewegung, biologischer Entwicklung und Konkurrenz wird hier in eine eruptive Form gebracht. Die Musik arbeitet mit mehr erkennbarem Drive, aber jeder Versuch von Stabilität wird durch Dissonanzen, Soli und abrupte Verschiebungen wieder aufgerissen. Das Ergebnis ist einer der zugänglicheren Songs des Albums, was in diesem Fall immer noch bedeutet: bitte Sicherheitsgurt schließen.

Der Titeltrack »I-II. Dreaming Rat« rückt die parasitäre Idee in den Mittelpunkt. Aus einem Gedanken wird ein Träger, aus einem Träger ein Muster, aus einem Muster ein System. Die Ratte steht hier nicht einfach als Tier, sondern als Bild für Überleben, Anpassung, Verbreitung und schlafende Intelligenz. Der Text arbeitet mit Motiven von Körper, Signal, Nachahmung und infektiöser Bedeutung. Musikalisch verdichten Voidthrone diese Ebene mit stark verschobenen Rhythmen, schneidenden Gitarren und einem vokalen Spektrum, das zwischen Death-Growls, Black-Metal-Schreien, Lautmalerei und wilder Theatralik pendelt.

»I-III. First Blood« führt die Vergangenheit in Richtung erster Gewalt, erster Trennung und erster kollektiver Ordnung. Isolation, Quarantäne, Gruppendenken und der Wunsch nach Erhalt einer Kultur treffen auf körperliche und geistige Zersetzung. Der Song gehört zu den stärksten Stücken des Albums, weil er neben dem wilden Aufbau auch körperlich greifbare Passagen bietet. Hier kann man tatsächlich mitgehen, bevor einem die nächste Wendung wieder den Boden unter den Füßen neu sortiert.

ZUKUNFT ALS ENDSTUFE

Mit »III-I. Surfing the Abyss« beginnt der dritte Bogen, die stille Zukunft. Das Stück gehört zu den verrücktesten Momenten des Albums. Die Band lässt absurde Sprünge zu, führt grotesk wirkende Passagen ein und kippt plötzlich wieder in Gewalt, Dissonanz und kontrollierte Zerstörung. Inhaltlich steht eine Welt am Ende ihrer Expansion: Ressourcenmangel, Stammesdenken, kosmische Leere und der Versuch, sich mit leichtfertigen Ablenkungen über den Kollaps hinwegzutäuschen. Der Song wirkt dadurch nicht einfach chaotisch, sondern wie ein überlasteter Organismus, der seine eigene Diagnose nicht mehr versteht.

»III-II. The Dying Squid« setzt stärker auf kosmischen Horror und spirituelle Verunreinigung. Der Text arbeitet mit Bildern von automatisiertem Gebet, Herrschaft, Schuld, parasitärer Erkenntnis und einer fremden, fast inhumanen Ordnung. Musikalisch bleibt das Stück sperrig, aber nicht beliebig. Besonders die Rhythmusarbeit von Josh Keifer hält die extreme Beweglichkeit zusammen, während Bass und Gitarre ständig gegeneinander zu arbeiten scheinen und doch ein gemeinsames Ziel verfolgen. Die ungewöhnlichen Zusatzinstrumente sind hier keine bloße Kuriosität, sondern Teil der allgemeinen Instabilität.

Der Abschluss »III-III. Worm Spiral« bringt das Konzept an einen logischen Endpunkt. Die Idee wächst, vervielfältigt sich, wird dogmatisch, kollektiv, zerstörerisch und wiederholt am Ende dieselben Fehler in anderer Form. Wachstum wird nicht als Fortschritt gefeiert, sondern als Eskalation betrachtet. Der Song bündelt noch einmal die typischen Voidthrone-Elemente: dissonante Raserei, kurze Momente von Wiedererkennbarkeit, fiebrige Vocals, technische Präzision und eine Kompositionsweise, die eher auf Verdichtung als auf klassische Auflösung setzt. Nach knapp 46 Minuten ist man nicht entspannt. Aber sehr sicher wach.

TECHNIK OHNE SHOWTREPPE

Die Leistung der Musiker ist enorm. Zhenya Frolov nutzt seine Stimme nicht nur als Aggressionsmittel, sondern als weiteres Instrument der Entgleisung. Death-Metal-Tiefen, Black-Metal-Höhen, rituelle Laute, Gelächter und absurde Einsprengsel formen ein Vokalkonzept, das permanent zwischen Bedrohung und Irritation schwankt. Ron liefert an der Gitarre keine klassischen Riffpakete, sondern bewegliche, dissonante Strukturen. Gavin Brooks sorgt mit fretless und fretted Bass für eine auffällige Eigenständigkeit, die in vielen Songs fast zum zweiten Erzähler wird. Josh Keifer hält das Material zusammen, ohne es zu vereinfachen.

Die Produktion von Foodsack ist dicht, scharf und fordernd. Bei dieser Musik wäre zu viel Glanz fatal, zu viel Matsch aber ebenso. »Dreaming Rat« findet eine Mitte, in der Details erkennbar bleiben, ohne dass der Kontrollverlust entschärft wird. Man hört, wie sorgfältig dieses Chaos gebaut ist. Genau das macht den Unterschied: Das Album wirkt nicht zufällig extrem. Es ist komponierter Kontrollverlust.

STÄRKEN UND ZUMUTUNGEN

Die größte Stärke von »Dreaming Rat« ist seine kompromisslose Eigenlogik. Voidthrone denken nicht in einzelnen Hits, sondern in einem System aus Bögen, Motiven, Klangbrüchen und Wiederholungen. Das Album verlangt aktive Aufmerksamkeit. Nebenbei funktioniert es kaum, außer man möchte seine Nachbarn freundlich daran erinnern, dass Stille auch ein Privileg ist. Besonders »Homeless Animal«, »Ren Omega«, »Bergen«, »First Blood«, »Surfing the Abyss« und »Worm Spiral« zeigen die enorme Spannweite der Band.

Die Kehrseite liegt auf der Hand: Nicht jeder Moment sitzt sofort. Manche Ideen wirken bewusst überreizt, manche vokalen Exzesse werden Hörer spalten, und das Konzept lässt sich ohne Zusatzinformationen nur schwer vollständig greifen. Einige Passagen könnten kürzer sein, einige Übergänge noch klarer. Trotzdem bleibt das Album fast durchgehend interessant, weil immer etwas passiert, das man nicht bereits dreißig Sekunden vorher kommen sieht. Für ein Genre, das sich oft gern in wiedererkennbaren Mustern absichert, ist das ein deutlicher Pluspunkt.

FAZIT:

»Dreaming Rat« ist ein radikales, technisch starkes und bewusst sperriges Album, das dissonanten Blackened Death Metal weit in Avantgarde-, Prog- und Noise-Räume schiebt. Voidthrone setzen auf Überforderung als Stilmittel, aber nicht als Ersatz für Songwriting. Hinter der nervösen Oberfläche steckt ein durchdachtes Konzept, das kosmischen Verfall, Zivilisationskollaps und parasitäre Ideenverbreitung miteinander verbindet.

Das Album ist nicht für Hörer gedacht, die sofortige Eingängigkeit oder klassische Songdramaturgie erwarten. Wer aber Imperial Triumphant, Deathspell Omega, Pyrrhon, Gorguts, Ulcerate oder Portal nicht nur kennt, sondern freiwillig wieder auflegt, sollte hier unbedingt einsteigen. Voidthrone liefern mit »Dreaming Rat« ein Werk, das irritiert, fordert, amüsiert, stresst und am Ende erstaunlich klar in Erinnerung bleibt.

Kurz gesagt: Das hier ist keine leichte Kost, aber eine sehr starke Platte. Die träumende Ratte hat offenbar einiges gesehen. Und sie erzählt es so, dass man hinterher erst einmal prüfen möchte, ob im eigenen Kopf noch alle Möbel an ihrem Platz stehen.

Dreaming Rat Album Stream:

Internet

Voidthrone - Dreaming Rat - CD Review

Acolythus – Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars

0
Acolythus - Unearthly Kingdoms Neath Lifeless Stars - cover Artwork
Acolythus - Unearthly Kingdoms Neath Lifeless Stars - cover Artwork

Band: Acolythus 🇫🇮
Titel: Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars
Label: Inverse Records
VÖ: 08.05.2026
Format: Digital
Genre: Black Metal / Melodic Black Metal / Old School Black Metal

Tracklist

01. Among Ruins Forlorn
02. Scholars of Empires Beyond
03. As the Slaughtered Wizards Reincarnate
04. Frozen Desolate Warfields
05. Vacuous Gods of the Abyss
06. Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars
07. In the Fading Light of Burning Cathedrals

Besetzung

Angrmáni – Gitarre & Gesang
Maleficarum – Schlagzeug
Abyssias – Bass

Bewertung:

4 von 5 Punkten

Black Metal der alten Schule und das Volle Kanne Hoschi! Mit »Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars« betreten Acolythus nicht einfach die Bühne, sie reißen eher ein Portal auf, werfen ein paar brennende Schriftrollen hindurch und fragen dann nicht mehr, ob jemand freiwillig mitkommt. Das finnische Trio aus Tampere liefert auf seinem Debüt eine Black-Metal-Platte ab, die tief in traditioneller Raserei wurzelt, aber zugleich diese typisch finnische Melodik mitbringt, die selbst in der Kälte noch eine schneidende Schönheit findet. Das klingt nicht modern glattgebügelt, sondern bewusst roh, direkt und körperlich. Kein klinisch desinfizierter Schwarzmetall aus der Hochglanzhölle, sondern ein Album, das nach Ruinen, Sternenleere und angekokeltem Pergament riecht.

Thematisch bewegen sich Acolythus in einem Kosmos aus Okkultismus, esoterischer Erkenntnissuche, postapokalyptischen Trümmerlandschaften, gefallenen Göttern, spiritueller Entleerung und dem alten Black-Metal-Lieblingsthema: Menschheit? Kann weg. Dabei wirkt »Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars« aber nicht wie ein zusammengeklebter Dämonen-Zettelkasten, sondern wie ein Album mit klarer innerer Linie. Es geht um Macht, Wissen, Verfall und den Preis, den man zahlt, wenn man hinter den Schleier treten will. Spoiler: Die Aussicht ist nicht gerade Pauschalurlaub mit Frühstücksbuffet.

(Hört hier »Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars« von Acolythus)

Der kurze Einstieg »Among Ruins Forlorn« erfüllt genau die Funktion, die man von einem Intro dieser Art erwartet: Er öffnet den Blick auf eine zerstörte Landschaft, bevor der eigentliche Sturm losbricht. Keine große Spielerei, kein unnötiger Prolog, sondern ein kurzer Schritt in die Schwärze. Danach steht mit »Scholars of Empires Beyond« direkt einer der stärksten Songs des Albums bereit. Musikalisch treffen rasende Drums, eisige Gitarren und eine fast majestätische Dunkelheit aufeinander. Die Nummer klingt, als würde jemand eine alte Bibliothek anzünden, weil ihm die Antworten darin immer noch nicht finster genug waren.

Lyrisch geht es hier nicht um Wissen im akademischen Sinn, sondern um Erkenntnis als Grenzüberschreitung. Vernunft, Wille, dämonische Figuren, spirituelle Revolte und das Loslösen von alten Glaubensgebäuden werden miteinander verwoben. Der Mensch sucht nicht nur nach Antworten, sondern nach einer Art innerer Entzündung. Das passt hervorragend zur Musik: aggressiv, aufgeladen und mit einer hymnischen Schwärze, die nicht bloß böse schaut, sondern tatsächlich Größe entwickelt.

WISSEN, TOD UND DER GRAAL VOLLER ABGRÜNDE

»As the Slaughtered Wizards Reincarnate« setzt diese Linie fort und gräbt tiefer in Nekromantie, Seelenwanderung und okkulte Wiederkehr. Der Text denkt Tod nicht als Ende, sondern als Durchgang, als brutale Methode, um Wissen zu gewinnen, das im Leben verborgen bleibt. Das ist herrlich überdreht, aber genau auf diese gute Black-Metal-Art, bei der man nicht fragt, ob das jetzt alltagstauglich ist. Natürlich ist es das nicht. Wer so etwas im Büro an die Flipchart schreibt, hat vermutlich bald ein Gespräch mit der Personalabteilung.

Musikalisch zeigt der Song die Stärke von Acolythus: Die Band bleibt roh und traditionell, verliert sich aber nicht in dumpfem Geballer. Die Gitarren tragen eine melodische Kälte, die Drums drücken nach vorne, und die Vocals kratzen sich mit genügend Gift durch das Material. »Frozen Desolate Warfields« schiebt danach als kurzes Zwischenstück die Szenerie weiter Richtung Schlachtfeld, Eis und verbrannte Erde. Es ist kein Song im klassischen Sinn, aber als atmosphärischer Schnitt funktioniert es gut.

Mit »Vacuous Gods of the Abyss« greifen Acolythus religiöse Leere, blinde Verehrung und rituelle Wiederholung an. Hier werden Götter nicht als mächtige Instanzen gezeigt, sondern als hohle, schlafende Hüllen, die von Menschen trotzdem weiter umtanzt werden. Das ist eines der lyrisch stärkeren Stücke, weil es nicht nur okkulte Bilder nutzt, sondern dahinter eine klare Kritik an sinnentleerter Spiritualität erkennen lässt. Musikalisch ist die Nummer kompakter, direkter und schön bissig. Kein freundlicher Gottesdienst, eher eine Abrissbirne im Tempelbezirk.

UNTER TOTEN STERNEN

Der Titelsong »Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars« ist das emotionale Zentrum des Albums. Hier wird aus der reinen Beschwörung ein Blick auf Macht, Scheitern und die Sinnlosigkeit von Herrschaft. Die Lyrics stellen Fragen nach Schicksal, Weisheit und Verantwortung, während um die Figuren herum nur noch Ruinen, Leichen und leere Tempel bleiben. Besonders stark ist, dass der Song nicht nur großspurig vom Untergang erzählt, sondern eine Art bitteres Erwachen zeigt. Am Ende sehen Sieger und Besiegte im Grab ziemlich gleich aus. Das ist keine neue Erkenntnis, aber im Black Metal darf man sie ruhig noch einmal mit Frostgitarren in den Schädel gravieren.

Musikalisch ist der Song breit angelegt, dramatisch und mit genügend Zug versehen, um nicht in bloßem Konzeptnebel zu verschwinden. Die Band versteht es, Atmosphäre und Aggression zusammenzuführen. Es gibt diese Momente, in denen die Melodien wie kaltes Licht über verbrannten Feldern hängen, während darunter der Rhythmus weiter marschiert. Genau hier funktioniert Acolythus am besten: Wenn die Platte nicht nur hämmert, sondern tatsächlich eine Welt entstehen lässt.

Der Abschluss »In the Fading Light of Burning Cathedrals« führt alles konsequent zusammen. Verbrannte Gotteshäuser, namenlose Tote, zerfallene Landschaften und ein letzter Zug Richtung Verdammnis prägen den Text. Der Song klingt wie ein Endzeit-Panorama, in dem selbst Gebete nur noch als Rauchfahnen nach oben steigen. Musikalisch ist das ein würdiger Abschluss: frostig, treibend, getragen von einer finsteren Erhabenheit und mit genug Dreck an den Kanten, um nicht zu pathetisch abzuheben.

KLANG, KÄLTE UND KLARE KANTE

Produktionstechnisch ist »Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars« wohltuend unmodern. Das Album will nicht perfekt klingen, sondern lebendig, kantig und gefährlich. Man hört echte Instrumente, echte Reibung und keine totkorrigierte Sterilität. Die Gitarren sind kalt und schneidend, das Schlagzeug bleibt organisch, der Bass gibt dem Ganzen genug Körper, und die Vocals haben diese heisere Bosheit, die nicht nach Schauspielschule klingt. Der Sound ist dabei roh, aber nicht unhörbar. Ein wichtiger Unterschied. Roh darf sein, Matsch muss nicht.

Die Stärke des Albums liegt in seiner Geschlossenheit. Acolythus liefern sieben Stücke, die wie Kapitel einer okkulten Untergangsschrift wirken. Wissen, Tod, Macht, Glaube, Leere und apokalyptische Landschaften greifen gut ineinander. Gleichzeitig ist die Platte mit gut 33 Minuten angenehm kompakt. Da wird nichts künstlich aufgeblasen. Kein 14-minütiges Ambient-Intermezzo über einen zerbrochenen Räucherstäbchenhalter, sondern Black Metal, der weiß, wann er zuschlagen und wann er kurz den Sternenhimmel verdunkeln muss.

Ganz frei von bekannten Genrepfaden ist das Album natürlich nicht. Wer Black Metal seit Jahrzehnten hört, wird hier keine vollständige Neuerfindung erleben. Acolythus stehen klar in der Tradition, und die Bezugspunkte sind hörbar. Trotzdem wirkt die Platte nicht wie bloße Kopie, sondern wie ein Debüt von Musikern, die genau wissen, warum sie diesen Stil spielen. Besonders die finnische Melodik und das konsequent okkulte Weltbild geben dem Material genug Eigenprofil.

FAZIT:

»Unearthly Kingdoms ‚Neath Lifeless Stars« ist ein starkes Black-Metal-Debüt, das rohe Aggression, frostige Melodik und okkulte Bildgewalt überzeugend verbindet. Acolythus setzen nicht auf moderne Politur, sondern auf Atmosphäre, direkte Energie und eine spürbare Liebe zur alten Schule. Das Ergebnis klingt finster, konzentriert und angenehm kompromisslos.

Besonders »Scholars of Empires Beyond«, »As the Slaughtered Wizards Reincarnate«, »Vacuous Gods of the Abyss« und der Titelsong zeigen, dass hier mehr passiert als bloßes Riff-Recycling. Die Songs tragen eine klare thematische Linie und schaffen es, aus esoterischer Symbolik, postapokalyptischen Bildern und misanthropischer Schärfe ein stimmiges Ganzes zu formen.

Wer Black Metal mit echtem Instrumentenpuls, kalten Melodien, ruppiger Energie und einem ordentlichen Schluck okkulter Finsternis sucht, sollte diese Platte definitiv auf dem Zettel haben. Acolythus erfinden das schwarze Rad nicht neu, aber sie schmieden es in einer angenehm frostigen Esse noch einmal sehr überzeugend nach. Und ja, dabei fliegen genug Funken, dass selbst der alte Luzifer kurz den Brandschutzbeauftragten ruft.

Unearthly Kingdoms 'Neath Lifeless Stars Album Stream:

Internet

Acolythus - Unearthly Kingdoms 'Neath Lifeless Stars - CD Review

RAVAGED BY THE YETI – Lyric-Video-Premiere

0
Ravaged By The Yeti - Snowbound Horror [Official Lyric Video]

RAVAGED BY THE YETI – Lyric-Video-Premiere – Neues Album „Snowbound Horror“ erscheint im Juli 2026 über Testimony Records

Ravaged By The Yeti - Snowbound Horror - cover artwork

Die Death-Metal-Band RAVAGED BY THE YETI hat einen weiteren Song aus ihrem kommenden Album „Snowbound Horror“ veröffentlicht, das am 10. Juli 2026 über Testimony Records erscheinen wird.

Ein Lyric-Video zum Titeltrack gibt es hier:

Frontmann Rogga Johansson kommentiert:

„Langsame, schwere, beinahe doomige Riffs treffen auf donnernde Rhythmen und tiefe Growls. Dieser monströse Song entfesselt eine gnadenlose, eiskalte Geschichte darüber, vom Yeti getötet zu werden. Überlegt euch gut, wohin ihr eure Schritte setzt!“

Mit ihrem zweiten Album liefern RAVAGED BY THE YETI genau das, worauf ihre treue Fangemeinde nach dem gefeierten Debüt „Apex Predator“ gehofft hatte, das die Death-Metal-Szene im Sturm eroberte. „Snowbound Horror“ bietet massive Riffs aus tief gestimmten Gitarren, unheilvolle Grooves und packende Songs voller Gore und blutroter Splatter-Atmosphäre. Ein Blick auf die Vinyl-Edition reicht aus, um das zu bestätigen. Das Album enthält alles, was Fans von Old-School-Death-Metal erwarten dürfen.

Seit ihrem Debüt hat sich die schwedisch-englisch-amerikanische Formation jedoch weiterentwickelt. Mit geschärften musikalischen Klauen und noch bissigerem Sound präsentieren sich RAVAGED BY THE YETI größer, härter und intensiver denn je.

Die Band kehrt außerdem mit neuer Besetzung zurück, die man wohl am besten als eingeschworene Runde von Freunden beiderseits des Atlantiks beschreiben kann, vereint durch ihre Liebe zum klassischen Death Metal: Der amerikanische Musiker Michael Borders spielte bereits während der Demo-Ära Bass bei MASSACRE und kehrte Anfang der 2020er Jahre zur Band zurück. Etwa zur gleichen Zeit stieß auch Schwedens „Mr. Death Metal“ Rogga Johansson zu MASSACRE und brachte den britischen Schlagzeuger Jon Rudin mit, seinen Bandkollegen von MONSTROUS.

Mit „Snowbound Horror“ machen RAVAGED BY THE YETI ihrem Namen alle Ehre. Das Album ist ein brutales Monster, das seine Klauen und Fangzähne tief in die Köpfe von Death-Metal-Fans weltweit schlagen wird. Die Gefahr ist real – bereitet euch auf den unaufhaltsamen Einschlag von „Snowbound Horror“ vor!

Aufgenommen, gemischt und gemastert von Håkan Stuvemark im Necrotic Audio Productions Studio in Ransta, Schweden. Das Cover-Artwork stammt von Ivan S. Bragin.

Ravaged By The Yeti - Snowbound Horror - cover artwork

Tracklist

01. Vengeance in Fur
02. Human Spoil
03. By the Hands of the Beast
04. As Fangs Go Deep
05. Beast Prey
06. Frozen Stiff
07. They Came Through the Cold
08. Tusk of the Yeti
09. Death by Icicle
10. Snowbound Horror
11. Land of Ice and Snow

 

Quellenangabe: Sure Shot Worx

MOB RULES – veröffentlichen neue Single

0
Mob Rules - bandphoto
Photo Credit: Karsten Koch

MOB RULES – veröffentlichen neue Single „Above the Maelstrom“ vom kommenden Album Stories From The Verdant Vale

Die deutschen Power-Metal-Veteranen MOB RULES präsentieren mit „Above the Maelstrom“ eine neue Single aus ihrem kommenden Studioalbum Stories From The Verdant Vale, das am 21. August über ROAR – A Division Of Reigning Phoenix Music erscheinen wird.

Mit „Above the Maelstrom“ zeigt die Band eine tiefgründige, melancholische Ballade von außergewöhnlicher Schönheit. Innerhalb der ansonsten kompakten und dynamischen Gesamtatmosphäre des Albums setzt der Song bewusst einen ruhigen Gegenpol und entfaltet dabei eine intensive, atmosphärische Tiefe, die für einen starken emotionalen Kontrast sorgt. Gefühlvoll, episch und eindringlich offenbart der Track eine weitere facettenreiche Seite des unverwechselbaren Klangkosmos von MOB RULES.

„Above the Maelstrom“ hier streamen: https://mobrules.rpm.link/maelstromPR 

Auf ihrem kommenden Longplayer Stories From The Verdant Vale kehren MOB RULES in die erzählerische Welt ihres 2025 erschienenen Albums Rise Of The Ruler zurück, das von Presse und Fans gleichermaßen gefeiert wurde und einen Meilenstein in der Bandgeschichte darstellt. Das Material entstand während der finalen Phase dieser Aufnahmen und wird nun als eigenständige Veröffentlichung präsentiert.

Wie Sänger Klaus Dirks erst kürzlich verriet:

„Während der Fertigstellungsphase des Albums diskutierten wir mit dem Label mögliches Bonusmaterial für die Earbook-Edition. Wir wollten eigentlich ungern Demoversionen oder dergleichen verwenden. Das weckte den Ansporn, noch ein paar neue Songs zu schreiben. Was wir uns damit ans Bein gebunden hatten, war uns durchaus klar, aber wir wollten uns selbst auch ein Stück weit herausfordern.“

Die Songs zeigen sich im Vergleich zu Rise Of The Ruler etwas direkter und kompakter, ohne dabei den typischen Mix aus melodischem Power Metal, Atmosphäre und erzählerischer Tiefe zu verlieren. Inhaltlich versteht sich die Veröffentlichung als Erweiterung von Rise Of The Ruler aus einer neuen Perspektive, während die einzelnen Songs auch für sich stehen können.

Stories From The Verdant Vale erscheint im August auf Vinyl sowie digital. Das Album wurde von Markus Teske gemischt, das Artwork stammt von Stan W. Decker.

Album-Vorbestellungen sind hier möglich: https://mobrules.rpm.link/storiesPR 

Tracklist

Side A:
01. Savage Land Reprise
02. Master Of The Black Crow
03. Masquerade Ball
04. Above The Maelstrom
05. Balance Of Power

Side B (Bonus Tracks)
06. Celebration Day (2014 Version, feat. Bernhard Weiß)
07. Insurgeria (2014 Version, feat. Udo Dirkschneider)
08. Coast To Coast (2014 Version, feat. Chity Somapala)
09. End Of All Days (2014 Version, feat. Amanda Somerville)
10. Broken

 

Quellenangabe: All Noir Photo Credit: Karsten Koch

MEZZROW – veröffentlichen neue Single

0
mezzrow bandphoto
Photo Credit: Jens Rydén

MEZZROW – veröffentlichen neue Single “In the Labyrinth of Eternal Suffering”

Mezzrow - In the Labyrinth - single cover

Bay Area Thrash Metal – Made in Sweden“, dafür stehen MEZZROW mit ihrem unverkennbaren Sound. Seit ihrer Wiedervereinigung im Jahr 2021 feiert die Band ihre Wiedergeburt samt zweiten Frühling in einem. Mit „Summon Thy Demons“ (2023) und „Embrace The Awakening“ (2025) veröffentlichte das Quintett aus Nyköping zwei äußerst empfehlenswerte Alben, die nahtlos an das anknüpfen, was einst mit ihrem legendären Debütalbum „Then Came The Killing“ (1990) begann.

Heute veröffentlichen MEZZROW eine brandneue Single mit dem Titel „In the Labyrinth of Eternal Suffering“, die auch eine neue im Sound der Band offenbart. Sänger Uffe Pettersson kommentiert: 

„Der Song ist ein ziemlich düsteres Stück, in dem sich der Text mit dem Labyrinth befasst, das eine Metapher für das Leben ist, und zwar aus einer eher kämpferischen Perspektive. Er entstand während der „Embrace The Awakening“-Sessions, wobei wir ihn vor der Veröffentlichung noch ziemlich stark überarbeitet haben. Am Ende wurde es ein richtig thrashiger Song daraus, mit vielen „schwedischen“ Melodien und inspiriert vom traditionellen Göteborg-Sound. Das schafft eine coole Atmosphäre und einen Song, auf den man stolz sein kann!“

Hört euch den Song an:

https://save-it.cc/fireflash/in-the-labyrinth-of-eternal-suffering

Auf Bandcamp erhältlich:

https://ff-mezzrow.bandcamp.com/track/in-the-labyrinth-of-eternal-suffering

Inmitten der florierenden „zweiten Welle“ der schwedischen Thrash-Szene – mit Bands wie BLOODSTAINMETHANE, SAVAGE MANIAHOSTILIA und Veteranen wie FKÜ – haben sich MEZZROW als wichtige Konstante positioniert. Sie hatten in den letzten Jahren das Privileg, die Bühne mit namhaften Bands zu teilen, darunter: EXODUS, DARK TRANQUILITY, ASPHYX, CORONER, MYRKURBLOOD RED THRONE, CANDLEMASS und viele mehr. Dies führte schließlich zu einem Vertrag mit WE LIVE AGENCY, einer Booking-Agentur mit einem breiten Netzwerk, und die Zukunft sieht nun für die schwedische Thrash-Metal-Band vielversprechend aus.

In the Labyrinth of Eternal Suffering“ beweist einmal mehr, dass MEZZROW eine treibende Kraft im globalen Thrash-Revival bleiben!

Quellenangabe: United Forces PR Photo Credit: Jens Rydén

LOCKHART – Videoclip-Premiere zu „Can’t Shake It“

0
LOCKHART - "Can't Shake It" (OFFICIAL VIDEO | HIGH ROLLER RECORDS)

LOCKHART – Videoclip-Premiere zu „Can’t Shake It“ – Debütalbum „City Pulse“ erscheint im Juni 2026 über High Roller Records

LOCKHART - city pulse - cover artwork

Die kanadischen Melodic Rock / AOR-Newcomer LOCKHART präsentieren einen weiteren Song aus ihrem kommenden Debütalbum „City Pulse“, das am 12. Juni 2026 über High Roller Records veröffentlicht wird.

Ein Musikvideo zu „Can’t Shake It“ feiert hier Premiere:

LOCKHART verbinden synthiegetriebenen Arena Rock der Achtziger mit klassischem Hard Rock. Das Trio besteht aus Devon Kerr (Gesang, Gitarren, Keyboards), Jason Junop (Bass) und Fabio Alessandrini (Schlagzeug). Jason ist vor allem durch seine Arbeit mit Cauldron und Goat Horn bekannt. Devons Hauptband ist Axxion, während Fabio bei Bonfire, Enforcer, Annihilator, Hardline und vielen weiteren Bands gespielt hat oder noch spielt.

LOCKHART veröffentlichten 2022 ihre Debüt-EP „No Chance“, gefolgt von der Single „City Pulse“ im Jahr 2025. Die Band unterschrieb inzwischen bei High Roller Records, und ihr erstes vollständiges Album „City Pulse“ steht nun bereit, auf die Öffentlichkeit losgelassen zu werden.

Den genauen Sound von LOCKHART bis ins Detail zu beschreiben, ist schwierig, doch auf „City Pulse“ wird man definitiv viel von Journey, Boston, Toto, Foreigner, REO Speedwagon und vielleicht sogar Starcastle heraushören.

„Die Einflüsse sind endlos“

, kommentiert Sänger, Gitarrist und Keyboarder Devon Kerr,

„und sie gehen sehr tief. Ich schätze diese Vergleiche sehr. Diese Bands sind monumental. Trotzdem hat Lockhart einen ganz eigenen Sound. Die Bands aus der Zeit, die ihr erwähnt habt, haben definitiv Einfluss auf uns. Aber wenn man über die Oberfläche hinausschaut – also über verzerrte Gitarren und alte Synthesizer hinweg – hört man auch Einflüsse aus dem Doo-Wop der 50er, Legenden wie Brian Wilson und sogar klassische Chormusik.“

Kompositionen wie “, „The Dose That Made You Poison“, „Under Fire“, „Before The Fall“ oder „Together As One“ sind hervorragend aufgebaut und makellos umgesetzt.


„Für mich ist Songwriting ein bewusster Prozess“

, erklärt Devon Kerr.

„Ich nehme mir gezielt Zeit dafür und arbeite die Songs Stück für Stück aus. Die Texte entstehen zuletzt. Sobald ein Song fertig ist, wird er stundenlang verfeinert, um die perfekten Chorarrangements, Gitarrensoli und vieles mehr herauszuarbeiten. Alles ist sehr bewusst und sorgfältig ausgewählt. Nichts entstand zufällig.“

Genau das hört man „City Pulse“ deutlich an.

Mit ihrem melodischen, stellenweise sogar poppigen Ansatz könnte sich LOCKHART im Katalog von High Roller Records durchaus etwas hervorheben. Devon Kerr sagt dazu:

„Unsere Musik enthält viele Elemente, die traditionelle Metal-Fans schätzen, bringt aber gleichzeitig etwas ganz anderes mit hinein. Etwas, das für einen Teil der High-Roller-Records-Fangemeinde vielleicht neu sein könnte. Und für alle, die noch unsicher sind: Wir haben Nick von Municipal Waste, der auf ‚You Wouldn’t Know Love‘ Gitarrensoli spielt, und Ian von Cauldron auf ‚Can’t Shake It‘ dabei …“
LOCKHART - city pulse - cover artwork

Tracklist

01. City Pulse
02. Can’t Shake It
03. The Dose That Made You Poison
04. Together As None
05. Under Fire
06. Just Can’t Wait
07. You Wouldn’t Know Love
08. Before The Fall
09. No Chance In Heaven

 

Quellenangabe: Sure Shot Worx