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Bled Dry – … Of Murder and Mankind

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Band: Bled Dry
Titel: … Of Murder and Mankind
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Death Metal/Deathcore
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ordentlich Schmackes für die Metalwelt haben die Niederösterreicher Bled Dry aus dem Hochofen geholt. Wie eine Abrissbirne dröhnt ihr erstes Machwerk „…Of Murder and Mankind“ durch die Boxen. Dabei machen sie keine Gefangenen und wirbeln umher das einem die Spucke weg bleibt. Michael Brugger (voc) und Bernd Brodträger (guit & bass) haben sich für ihr erstes Lebenszeichen mit Thomas Urbanek als Sessionschlagzeuger verstärkt und nun begibt sich das Trio auf den Kriegspfad um die Mauern zu erschüttern. Wenn man sich diesen brachialen Sound anhört nimmt man ihnen das ohne viel nachzudenken ab.

„Prelude to Endtime“ ist eine akustische Eröffnung geworden, die mich ein wenig an Glanztaten von alten Speed und Thrash Bands erinnert. Vor allem durch diese Flamenco Spielerei klingt es dem Crystal Ann von Annihilator ähnelnd. Ans Eingemachte geht man gleich mit „Flesh and Bone“ das daher ballert und alles mit seiner Urgewalt mitreist was nicht in Deckung geht. Death/Thrash in einer sehr rauen und modernen Variante wird hier geboten und auch einige Gore Grunzereien wurden als Zusatz verwerkt. Hammer Mischung mit dem man hier einen Angriff auf die Trommelfelle startet. Dem Trupp behagt eine sture, temporäre Ausrichtung überhaupt nicht. So justieren die Wr. Neustädter immer wieder die Geschwindigkeit neu. Vor allem etliche typische Speed Thrash Elemente hat man innovativ mit rotzenden Soundfragmenten verwoben. Unterm Strich ist dieser Todesstahl zum fanatischen Abgehen gedacht. Die Weiterführung der EP findet nun mit einer ruhigen Einleitung bei „Embodied Hate“ statt. Hier harmonieren rotzende und klare Strukturen sehr gut miteinander und selbige werden immer neu vermischt. Von viel Melodie ist der klare Soundanteil geprägt. Doch diesen setzt man nur dezent ein, denn hier dominieren harte Knüppelschläge und diese knallt man uns mit einem atemberaubenden Tempo ins Gesicht das einem Hören und Sehen vergeht. Vor allem bei diesen Wutausbrüchen hat man erneut einige Grunze Elemente im beste Gore Metal positioniert, was den facettenreichen Sound der Truppe dick und blutrot unterstreicht. Von Beginn an macht man bei „The Hedonistic Murder“ keine Gefangenen und vernichtet alles wie ein Exekutionskommando. Viele rotzende Elemente kommen hier zum Einsatz, obwohl man sich hier eher im bretternden Thrash Metal der modernen Art aufhält und diesen immer mit vielen Death Trademarks nachbearbeitet. Gradlinig wird hier ein Tempo gefahren und man läst sich nur zu ganz kurzen Solispielereien hinreißen. Dadurch wirkt das Stück wie ein Nackenfräse die durchwegs für das schütteln des Hauptes gedacht ist. Vorher sollte man aber seine Nackenmuskulatur gut einölen bzw. trainieren sonst bekommt man eine Genickstarre. Der leider viel zu frühe Abschluss knallt nun in Form von „Sanguis Alternus“ aus den Lautsprechern. Das Tempo wurde auch hier kontinuierlich gesteigert. Weiterhin tritt uns das Trio in das Hinterteil und hetzt uns mit dem Sound der aus den Boxen dröhnt ordentlich auf. Die Unterbrechungen die man uns mit stampfenden Breaks liefert sind astrein, selbige leitet man kurz in einen Reserveteil über, der von vielen anderen Bands als Vorbereitung für den Moshpitangriff genutzt wird. Bled Dry lassen sich hier aber etwas mehr Zeit, bevor sie das Gaspedal erneut bis zum Anschlug durchdrücken. Somit kann man es schon kaum erwarten bis dieser Wechsel durchgeführt wird.

Fazit: Holla hier wird uns ein leckerer Gustohappen geboten der in keiner Death/Thrash Metal Sammlung fehlen sollte. Man darf gespannt sein was uns als nächstes bzw. längeres Lebenszeichen von diesen Herrschaften erwarten wird. Bis dahin ist es die heilige Pflicht diesen Output so oft wie möglich durch den Player zu jagen.

Tracklist:

01. Prelude to Endtime
02. Flesh and Bone
03. Embodied Hate
04. The Hedonistic Murder
05. Sanguis Alternus

Besetzung:

Michael Brugger (voc)
Bernd Brodträger (guit & bass)
Thomas Urbanek (session drums)

Internet:

Bled Dry Website

Bled Dry @ Facebook

Bled Dry @ MySpace

Virgin Island – Fantasy or Reality

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Band: Virgin Island
Titel: Fantasy or Reality

Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Gothic Rock, Melodic Rock

Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Nach einer etwas längeren Schaffenszeit melden sich die Herrschaften von Virgin Island zurück. Mit dem Nachleger „Fantasy or Reality“ stehen Ulrike Peetz (voc), Johnson Zitzelsberger (guit), Lorenz Kunkel (guit), Alexander Hiller (bass), Markus Urlbauer (drums) und Thomas Urlauber (drums) auf der Matte und bieten für die doch kalte Herbstzeit etwas für den Plattenteller der die Kälte draußen lässt. Weiterhin greifen die Herrschaften auf das Erfolgsrezept Symphonic Rock in all seinen Facetten zurück und die Songs wurden quer durch die Bank reichlich ausgeschmückt.

Einmal mehr gibt es auch bei diesem Werk ein sehr orientalisch Angehauchtes Opening. Die Nummer nennt sich „Disappointment“ und bietet vor allem bei der Einleitung Hörgenuss allererster Güte. Mit der wuchtigen Fortsetzung hält man etwas länger das Ruder fest in der Hand bis man immer wieder in sanftere Gefilde zurück kehrt. Lediglich wird das aber von der Fronterin vollzogen, die Rhythmusfraktion gibt weiterhin recht beachtlich Stoff und vor allem die Axtarbeit ist sehr rau und erdig ausgefallen. Macht viel Laune und vor allem passt dies sehr gut zu den superben Symphonic Rock Attitüden die man uns ständig kredenzt. Vor allem etliche Parallelen zu den Oberösterreichern Edenbridge sind einmal mehr erkennbar. Wenngleich diese Truppe etwas eindeutiger in der Symphonic Rock Ecke werkt. Beim Opener lebt man sich bereits gewaltig aus und das Klangbild welches man hier geschaffen hat lässt mich einfach nur staunend mit offener Kinnlade da sitzen. Sicher wird es auch hier etliche Meckerer geben, doch auf diese Kasper sollte man nicht achten, denn die Weiterentwicklung die man durchschritten hat ist enorm. Düster wird nun „Don´t turn back“ eingeläutet und auch hier kommt ein Klangbild aus den Boxen, welches nach der sanften Einführung etwas mehr mit Druck gesegnet wurde. Auf dieser Schiene wird dann weiter gezockt, wobei man hier etwas solider musiziert und eingängigere Rhythmen aus den Boxen schallen. Dennoch sollte man sich hüten den Song als zu simpel einzustufen. Im Gegensatz zu vorher sicherlich, aber auch hier wird einiges geboten. Sanft wird es vor allem immer wieder in den Refrainpassagen. Wem z.B. ein Sopranogesang in diesem Genrestyle zu viel ist dem kann ich auch dieses Mal Ulrike ans Herz legen, die mit ihrem sanfteren – bodenständigen Gesang überzeugt und mich erneut an Jutta Weinhold erinnert, wenngleich auch an eine sanftere Version. Mit „I don´t need“ gleich ordentlich weiter gerockt und das in einem etwas flotteren Stil als beim Vorgänger. Man beweist auch hier dass man das Wechselspiel sehr gut beherrscht und bevor man zu sehr gefühlvoll ackert wird wieder ein Zahn zugelegt, um die Hörerschaft wieder hoch zu jagen. Sehr rau und ungeschliffen ist die Einführung von „Fantasy or Reality?“ ausgefallen, doch schon wird weiter gezockt und das dem Titel entsprechend. Viel gefühlvoller und verträumter als man es bis dato gemacht hat und auch die kürzeren Ausrutscher ändern daran nichts, denn diese werden immer wieder durch romantischere, als auch verträumtere Passagen abgelöst. Zwar behält man es sich vor an und ab länger auf flotteren Pfaden zu werken doch die ruhigeren Elemente behalten eindeutig – vermehrt das Oberwasser und auch ein gewisses Quantum an symphonisch – bombastischen Anleihen wurden hier mit einem satten Soundkleid darüber gebettet. Der ruhige akustische Gitarrenpart mit romantischem Gesang ist nun bei „Wherever you will go“ sehr melancholisch, als auch von nachdenklichen Gefühlen Soundtechnisch umgesetzt worden und das ruhige Stück lädt ein sich zurück zu lehnen die Klänge im fast balladesken Gewässer zu genießen und zu entspannen. Mit „Let´s get high“ geht man gleich etwas in die flottere Richtung und es wird hier weit mehr als nur Shakertechnik geboten. Temporeiche Symphonicrockklänge laden hier ein abzugehen und dazu muss man sich nicht zweimal bitten lassen. Orientalischer, symphonischer Soundpathos dröhnt nun „The end of our dreams“ aus den Speakern, welche von einem enormen Axtriff gekrönt sind. Deutlich hymnischere Wege werden hier eingeschlagen und das im stampfenden Stil. Zwar greift man auch hier auf einige ruhigere Passagen als Abwechslung zurück, dennoch sind diese eindeutig etwas dezenter eingesetzt worden und so wird auch hier viel Dampf gemacht und ordentlich gerockt. „Sweet hell“ ist nun von einer progressiven Eröffnung gekrönt, die zwar einerseits sehr melodisch rüber kommt, doch vor allem durch den später einsetzenden Gitarrenanteil sehr düster und dunkel wirkt. In dieser Richtung wird auch weiterhin gewerkt und mit der Beigabe von einigen melancholischen Anleihen hat man hier ein sehr schwermütiges Stück geschaffen das es in sich hat. Abgerundet wird der Silberling noch durch „Let´s stop the wars“ wo man noch zum letzen Angriff auf die Lauscher ansetzt. Diesmal aber mehr im hymnischen Gewässer mit flotter Rhythmik. Guter Abschluss wo sich die Truppe noch einmal gut austobt und viel Melodie und Symphonie einbaut und das sehr ausgewogen im guten – attraktiven Wechselspiel.

Fazit: Beachtlich wie die Weiterentwicklung von Virgin Island ausgefallen ist. Wer bis dato ein Fan war wird es auch mit diesem Silberling bleiben. Freunde des Symphonic Rock, welche auf Songs mit viel Melodie und Arrangements gespickt stehen sollten sich diese Truppe zu Gemüte führen.

Tracklist:

01 Disappointment
02 Don´t turn back
03 I don´t need
04 Fantasy or Reality?
05 Wherever you will go
06 Let´s get high
07 The end of our dreams
08 Sweet hell
09 Let´s stop the wars

Besetzung:

Ulrike Peetz (voc)
Johnson Zitzelsberger (guit)
Lorenz Kunkel (guit)
Alexander Hiller (bass)
Markus Urlbauer (drums)
Thomas Urlbauer (keys)

Internet:

Virgin Island Website

Virgin Island @ MySpace

Stream of Passion – The Flame Within

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Band: Stream of Passion
Title: The Flame Within
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Progressive/Symphonic Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Recht gespannt war ich auf die neue Cd von Stream of Passion. Kann man etwa auch ohne Arjen Lucassen überzeugen. Na da sind wir mal gespannt, denn auf dem Erstling der unter dem Banner Stream of Passion veröffentlicht wurde setzte einige Maßstäbe. Drei Jahre haben sich Marcela Bovio (voc & violin), Eric Hazebroek (guit), Stephan Schultz (guit), Johan van Stratum (bass), Jeffrey Revet (keys) und Davy Mickers (drums) Zeit gelassen um „The Flame Within“ in trockene Tücher zu holen. Das Machwerk ist nun via Napalm Records erhältlich und dürfte all jene interessieren die auf progressiven Metal mit Frauenstimme stehen. Doch auch Neugierige die das erste Album der Truppe vergöttert haben könne sich schon mal beruhigt Richtung Plattenladen aufmachen, denn ihr neuestes Machwerk dürfte auch diese Personengruppe nicht enttäuschen.

Recht klassisch startet man diesmal den Output mit „The Art Of Loss“, welches durch einen monumentalen Teil abgelöst wird und dieser mündet dann in einen recht rauen, melancholischen Teil. In diesem verweilt man nun etwas länger und vor allem die sehr rotzigen Gitarren lassen die Nummern nicht zu glatt poliert klingen. Die hübsche Mexikanerin macht auch auf dem neuesten Output eine sehr gute Gesangsfigur und vor allem besticht sie durch ihren durchwegs warmherzigen, klaren Gesang. Satte Riffs und Solis gibt es am laufenden Band und auch ohne Multitalent und Riese Arjen Lucassen macht die Truppe einen sehr guten Eindruck und somit sind schon beim ersten Song alle Befürchtungen verblasst. Zumindest bei mir ist es so. Etwas schwermütiger geht es nun mit „In The End“ weiter. Die wankelmütige Stimmung behält man auch bei, wenngleich es nun deutlich lieblicher zugeht und das schretternde Grundriff eine Zeit lang von klassischem Klavierspiel begleitet wird. Der sehr bombastische Mittelteil der nun folgt dröhnt sehr amtlich und kräftig aus den Boxen, jedoch wird immer mit diesem und dem lieblichen stet gewechselt und das macht das gewisse etwas aus. Auch das nun folgende „Now Or Never“ ist erst einmal fürs Seele baumeln gedacht, doch besticht man hier etwas früher mit einer flotteren Stilausrichtung. Vor allem der Seitenhexer macht richtig Dampf mit seinem schretternden Spiel, wenngleich die Frontdame ihn immer versucht zu besänftigen. Viele symphonische Ausbrüche werden druckvoll, gekonnt in Szene gesetzt und das zusätzlich dazu eingeflochtene klassische Klavierspiel fügt sich nahtlos in den recht metallischen Gesamtsound ein. „When You Hurt Me The Most“ startet ebenfalls mit viel klassischem Feeling und danach bekommt man eine richtig mit viel Leid und Pathos angereicherte Liebesballade kredenzt. Wobei die Cello Streicherparts der wohl absolute Hammer sind. Sanfte Mischung aus balladesken Elementen und viel klassischem Spiel, welches man gemeinsam auf einen Konsens gebracht hat. Vor allem bei diesem Track erinnert man mich sehr stark an die Szenekollegen von Within Temptation. Wenngleich man aber hier von eine Gleichberechtigung reden muss und nicht in die Versuchung kommen sollte diese Band als schlappe Kopie von den Landsmännern abzutun. Bei „Run Away“ driftet man ebenfalls nahtlos in die Balladenecke. Sehr ähnlich kann man hier von einer Weiterführung bzw. einem zweiten Part reden. Deutlich mehre orchestrale Arrangements in Form von sanften Streichersymphonien hat man hier eingebaut. Fast gänzlich ist bis zum Ende hin auf härtere bzw. druckvolle Parts verzichtet worden. Diese bekommt man aber als Ausklang dann zum Schluss geboten. Etwas druckvoller wird nun als Wachrüttler „Games We Play“ nachgeschoben, jedoch gänzlich auf die lieblichen Grundlinie will man auch hier nicht verzichten und diese bekommen immer wieder als Abwechslung die Oberhand. Auf der anderen Seite wird härter gezockt was die Seiten hergeben und vor allem Drummer und Gitarrist geben viel Stoff. Sehr symphonisch startet nun mit amtlichen Streicherarrangements „This Endless Night“. Sehr verdächtig klingt hier der komplette Track an allen Ecken und Enden an Bands wie After Forever bzw. Within Temptation. Meckerer werden wohl von Nachahmung sprechen. Mag wohl so sein das man den Kollegen/innen sehr ähnelt und dennoch kann man viele eigene Akzente setzten und bei diesen besticht man mit sattem Spiel und amtlichen orchestralen, als auch symphonischen Elementen die sehr druckvoll aus den Boxen schallen und nur die Fronterin den lieblichen Part abliefert. Denn durch die Beifügung des Opern lastigen Sound hat man sich mehr in die düstere, melancholische Ecke begeben. „My Leader“ ist nun eine Grenzwanderung zwischen lieblichen und düsteren Soundfragmenten, über diese hat man einen sehr guten Steg gebaut und so kann man bestens sich immer hin und her verschieben lassen. Viele Gefühlswechsel sind dadurch entstanden, wobei der sanfte Hauptanteil einmal mehr von Miss Bovio geboten wird. „Burn My Pain“ ist zu Beginn mit einer beschaulichen Einleitung versehen worden auf der man auch weiterhin aufbaut. Nach etwa einer Minute dröhnen die satten, rauen Gitarrenriffs aus den Boxen und verleiten nun sein Haupt etwas geneigter zu schütteln. Dennoch verbleibt man weiterhin auf der überschaubaren Schiene, die man mit etlichen zackigen Ausbrechern versehen hat. Wie ein Donnerschlag wird nun „Let Me In“ nachgeschoben. Druckvolles, melodische Rhythmusfraktion die man hier vorfindet, doch Stream of Passion liebäugeln auch hier wieder in die sanfte Ecke und dahin wird man auch des Öfteren entführt, obwohl die Rhythmusfraktion, gestärkt von satten symphonischen Elementen etwas mehr versucht Dampf zu machen. Schöne Streichersymphonien versüßen auch bei Beginn vom gefolgten „Street Spirit“ die Gehörgänge und erst nach und nach tendiert man in eine flottere Richtung. Auf dieser angekommen macht man für mich einen sehr guten Eindruck, die flotte Schiene verlässt man aber auch hier für kürzere Zwischenstopps, bevor es wieder deutlich flotter weiter geht. Sehr rau und kantig startet nun „A Part Of You“, welches mit viel Rotz Feeling daher kommt. Bei dieser Nummer verbindet man dreckige Härte äußerst gut mit dem lieblichen Organ der Fronterin. Sehr farbenbunt und facettenreich zeigt sich der Trupp hier. Das Ende erfolgt mit einem ruhigen, balladesken und auch klassischen Song, welcher sich „All I Know“ nennt und zum Zurücklehnen und träumen verleitet.

Fazit: Gute Weiterführung der als Projekt gestarteten Band Stream of Passion. Die gute Mischung sollte man allemal antesten und wird die Truppe für sich entdecken.

Tracklist:

01. The Art Of Loss 03:57
02. In The End 04:01
03. Now Or Never 04:13
04. When You Hurt Me The Most 04:46
05. Run Away 04:16
06. Games We Play 04:02
07. This Endless Night 04:20
08. My Leader 04:53
09. Burn My Pain 04:18
10. Let Me In 03:32
11. Street Spirit 05:22
12. A Part Of You 04:48
13. All I Know 02:12

Besetzung:

Marcela Bovio (voc & violin)
Eric Hazebroek (guit)
Stephan Schultz (guit)
Johan van Stratum (bass)
Jeffrey Revet (keys)
Davy Mickers (drums)

Internet:

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Saidian – Evercircle

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Band: Saidian
Titel: Evercircle
Label: Blistering Records
VÖ: 2009
Genre: Melodic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Feinster Melodic Metal aus deutschen Landen wird von Saidian zelebriert. Wer auf eine gehörige Portion steht wird mit diesen Jungs eine helle Freude haben. Das mittlerweile dritte Machwerk wird am 29.05.09 auf die Metal Welt los gelassen und Markus Engelfried (voc), Rodrigo Blattert (guit), Stephan Lueddemann (bass), Bernd Heining (drums) und Markus Bohr (keys) haben nochmals einen Zahn zulegen können. Gute Mischung aus Edguy meets Sonata Arctica wir von ihnen fürs Gehör geboten.

Mit Kling, Klang und Gloria geht es gleich bei „Out Of The Shadows“ los. Binnen Sekunden entpuppen sich etliche Parallelen zu den Landsmännern aus Fulda. Nicht etwa neueren Datums, nein sondern alten Roots von Edguy wird hier mächtig gefrönt. Auch die Stimme des Fronters ist der von Tobias Sammet sehr ähnlich. Als schlappe Kopie sollte man diese Herrschaften aber nicht abtun, denn man geht mit viel Freude ans Werk und setzt dabei etliche eigene Akzente. Wer auf den modernen Zug pfeift bekommt hier bestes Melodic Metal Kraftfutter mit älteren Trademarks. „Tokyo“ beginnt mit etlichen verträumten Keyboardspielereien und auch im Anschluss geht der Trupp zwar flotter, aber lieblicher zu werke. Stampfenden Rhythmen paart man hier gekonnt mit sanften Gesängen und dezentem Keyboardspiel. „Solomon’s Dance“ beginnt äußerst heroisch, was auch am Synthy Sound liegt. Wobei der Grundrhythmus des Keyboards ein wenig den Hörgenuss schmälert, denn er ist eindeutig zu kitschig ausgefallen. Doch nach etlichen Sekunden ackert der Trupp etwas rauer und nur die Stimme des Fronters holt die Formation in den Melodic Bereich zurück. Die Rhythmusfraktion legt hier nämlich einige Härtegradscheite nach, was im Gesamten sehr gut passt und den Kitschpegel nach unten schiebt. Viele heroische Refrainchöre werten das Ganze um Ecken auf und komplettieren so eine gute Nummer, bei der man das eine oder andere Mal das Tastenspiel etwas dezenter ausfallen hätte lassen sollen. Die ruhige klassische Einleitung läutet nun den Beginn von „Once In My Dreams“ ein. Die nun folgende balladeske Ausrichtung ist für einen vollkommenen, besonnenen Hörgenuss und hier kann man sich getrost zurück lehnen und den warmherzigen Klängen genussvoll lauschen. Sehr elektronisch ist nun die Eröffnung bei „Pale Moon Rider“ ausgefallen. Danach wird aber sehr zackig weiter musiziert und man bekommt dadurch eine recht stampfende Nummer geboten, die mit etlichen ruhigeren, als auch einigen melodischen Ausbrüchen aufwartet. Gut auf den Nenner gebracht entpuppt sich das Stück als regelrechte Saidian Hymne. Weiter geht es auch schon mit „Stroke Of Genius“, welches ebenfalls mit einer dominierenden Keyboardeinleitung aufwartet, nach dieser wird aber im stampfenden Midtempogefilde weiter gewerkelt und auch etliche Rockelemente wurden zum Gesamtsound beigefügt, die sich sehr gut einfügen. Der monumentale Kracher „Moonlight’s Calling“ wird durch ein klassisches Klavierstück eröffnet. Sanfte Streichermelodien werden von einem lieblichen Gesang des Fronters begleitet, der unvermindert zum Zurücklehnen verleitet, doch wie ein Blitzschlag geht es gleich flott weiter. Erinnert mich persönlich durch diese Bandbreite zwischen Oper, Melodie und dem gewissen Grad an bretternder Härte an so manchen Avantasia Track. Kantiger und rauer geht es nun mit „Sign In The Sky“ weiter, dem man einmal mehr etliche rockige und funkige Elemente beigefügt hat. Quer durchs Gemüsebeet geht es hier mit der Formation, etliche Wechsel werden durch große Sprünge recht gut vermischt und unterm Strich ist der Truppe eine sehr gute Mischung aus Melodie, Rock und etlichen klassischen, Opern haften Elementen gelungen. Die heroische Gitarreneröffnung von „The Princess“ ist ein wahrer Genuss für alle Gitarrensoli Liebhaber, doch lange wird hier nicht auf Ego gemacht und es geht in bester Manier temporeich weiter. Etliche Midtempoparts lösen die galoppierenden Parts ab, bevor man in selbige wieder zurückkehrt. Eine pompöse Orgeleröffnung lässt das nahende Ende erahnen. Dieses wird durch den monumentalen Kracher „Halos For Everyone“ geboten. Eine weitere Hymne die uns die Jungs hier am Ende noch mal bescheren.

Fazit: Edguy Fans der ersten Stunde dürften hier viel Freude mit dem Material haben. Ob man es gerne hört oder nicht es lässt sich nicht verschweigen, dass man sehr oft an die ersten Werke der Fuldaraner erinnert wird. Dennoch macht das Material bis auf einige zu kitschige Keyboardpassagen durchaus Laune.

Tracklist:

01. Out Of The Shadows
02. Tokyo
03. Solomon’s Dance
04. Once In My Dreams
05. Pale Moon Rider
06. Stroke Of Genius
07. Moonlight’s Calling
08. Sign In The Sky
09. The Princess
10. Halos For Everyone

Besetzung:

Markus Engelfried (voc)
Rodrigo Blattert (guit)
Stephan Lueddemann (bass)
Bernd Heining (drums)
Markus Bohr (keys)

Internet:

Saidian Website

Saidian @ MySpace

Saidian @ Last FM

Milan Polak – Murphy’s Law

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Band: Milan Polak
Titel: Murphy’s Law
Label: Lion Music
VÖ: 2015
Genre: AOR/Melodic Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Nach zwei Instrumental Scheiben war es wirklich an der Zeit das Milan Polak das erste Album mit Vocals veröffentlicht. Es ist halt immer so eine Sache mit Instrumental Scheiben, sie sind zwar recht nett anzuhören, doch so richtig vom Hocker reißen einen solche nie, zumindest mich nicht. Mit Fabio Trentini (bass) und Simon Michael (drums) gestärkt serviert uns der in Wien geborene Musiker ein gutes Rockscheibchen. „Murphys Law“ nennt sich das Machwerk und wird am 19.06.09 via Lion Music in den Läden stehen.

Der Weltenbummler und seine Mannen rocken mit dem gleichnamigen Titeltrack „Murphy’s Law“ gleich zu Beginn ordentlich das Haus. Schöner Rocksong, der mit vielen klareren Strukturen glänzt. Einige moderne Einflüsse im Rhythmusbereich lassen den Song von einer breiten Facette erscheinen, diese wird mit etlichen Blickrichtungen in den amerikanischen Rocksektor komplettiert. Gute Mischung die recht groovig rüberkommt und allemal zum Abshaken geeignet ist. Einige kurze, ruhigere Zwischenbreaks komplettieren die Nummer und schaffen so einen sehr farbenbuntes Soundbild. „No God“ wird ebenfalls flotter nachgeschoben und die klareren Strukturen kommen nur mehr vom Gesang. Somit bekommt man hier eine recht groovende Rocknummer, die an und ab viel sanfter aus den Boxen schallt. Selbige werden immer von flotteren Ausbrüchen abgelöst. Sehr facettenreich was uns hier geboten wird und das ganze weis von einer sehr modernen Seite zu überzeugen ohne dabei traditionelle Roots zu verraten. Mit einer orientalischen Soundspielerei serviert man uns nun die nächste Nummer in Form von „Inner Truth“. Oh hier hat man eine sehr moderne Ausrichtung gefunden, diese weis aber mit viel Charme zu überzeugen. Sehr beeindruckend wie man sich hier gibt, denn es gibt hier eine gute Vermischung aus traditionellen und modernen Elementen. Wobei letztere hier weites gehend das Geschehen dominieren. Durch diesen recht spritzigen Charme hebt man sich aber von medientauglicherem Material anderer Kapellen sehr gut ab. Vor allem die orientalischen Einflüsse die man immer wieder kurz eingearbeitet hat sind das ganz besondere Schmankerl der Nummer. Mit einer ruhigen progressiven Einleitung wartet man bei „Losing Me“ auf. Selbige wird erst einmal weiter beibehalten und man zeigt sich deutlich sanfter und klarer. Schöne sanfte, akustische Gitarrenspielereien die von einer guten, sanften Stimme begleitet wird. Erst nach etwa einer Minute bricht man deutlich flotter durch. Somit hat man eine gute Mischung aus sanften Rockklängen und flotteren Midtemporhythmen geschaffen, die noch mit zusätzlichen Southern Rock klingendem Gitarrenspiel angereichert wurde. Schöner Hörgenuss, wenn auch im besonnenen Bereich. „Wannabes“ lässt laut aufhorchen, denn der Beginn klingt wie die Einleitung von einigen Disturbed Songs. Doch diese Schiene hat der gute Milan nicht für sich gepachtet und im Anschluss gibt es wieder gutes Rockkraftfutter mit einer sehr rauen Gitarrenschlagseite. Von der Machart sehr ähnlich, wenn auch deutlich mit dezenter Tempodrosselung ist nun „The Opposite Of Love“ ausgefallen. Dem Groovefaktor behält man trotz der Geschwindigkeitsverminderung bei und zusätzlich gibt es viele Eckpfeiler in die Südstaaten. Diese Vermengung hat man auf eine sehr gute Weise auf einen Nenner gebracht und so bietet man dem Zuhörer eine gute, breite Mischung im Rockbereich, die für jüngere, als auch ältere Generationen geschaffen ist. Zackiger, flotter knallt nun „Sheeple“ daher. Die flotte Einleitung wird von vielen groovigen, als auch funkigen Ausrichtungen unterbrochen, doch stet achtet man auf den gleichberechtigten Einsatz und so bekommt man hier recht Facettenreiche Kost geboten. Ruhig und beschaulich geht es nun mit „Torn“ weiter, bei der sanfte, balladeske Klänge einen verwöhnen. Erinnert an viele Balladen von amerikanischen Rockkapellen und wer mit so etwas anfangen kann, der kann sich hier getrost zurück lehnen und sich von diesem Stück verwöhnen lassen. So genug geträumt, denn mit „Alien Nation“ gibt es nun wieder deutlich flottere Kost, bei der einmal mehr der Groove Faktor ganz oben steht. Kurze, klarere Breaks sind hier die Abwechslung, jedoch bleiben die erdigen Arrangements weiterhin der Hauptbestandteil des Gesamtsounds und bis jetzt macht das sehr viel her. „Fake“ wurde zwar mit einer sehr temporeichen Einleitung versehen, doch kehrt man nach etlichen Sekunden in den ruhigeren Bereich zurück. Immer wieder kommen etliche Kraftausbrüche zum Einsatz, doch im Großen und Ganzen wird man hier von einer besonnenen Seite verwöhnt. Mit „The Mystery Of Life“ steht die letzte Nummer des Albums an und bei dieser hat sich Herr Polak viel einfallen lassen. Einige gut und klar strukturierte Rockelemente hat er mit einigen progressiven und groovenden Ausbrüchen versehen und sich somit sein eigenes Monumentalwerk ans Ende gestellt.

Faizt: Sehr gutes Rockalbum, das mit vielen modernen Einfällen zu gefallen weis. Den Weltenbummler nimmt man ihm sofort ab, denn wo auch der gute Milan seine Zeit seit seiner Geburt in Österreich verbracht hat, aus all diesen Ländern sind einigen Einflüsse ins Material geflossen. Diese hat man sehr beachtlich mit der Thematik von Murphys Gesetz getan und so ein Machwerk geschaffen das viele Fans interessieren könnte, vor allem durch den Facettenreichen Klang.

Tracklist:

01 Murphy’s Law
02 No God
03 Inner Truth
04 Losing Me
05 Wannabes
06 The Opposite Of Love
07 Sheeple
08 Torn
09 Alien Nation
10 Fake
11 The Mystery Of Life

Besetzung:

Milan Polak (voc, guit)
Fabio Trentini (bass)
Simon Michael (drums)

Internet:

Milan Polak Website

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Milan Polak @ YouTube

Tyr – By the Light of the Northern Star

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Band: Tyr
Titel: By the Light of the Northern Star
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Spielart: Progressive/Folk Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Sie sind wieder da die Burschen aus dem Land, welches wohl die größte Schande für den österreichischen Fußball auslöste. Die Nordmannen von Tyr haben dabei einen weiteren Leckerbissen in Sachen heroischem Wikinger Metal für uns parat. „By the Light of the Northern Star“ heist der neueste Output von Heri Joensen (voc & guit), Terji Skibenæs (guit), Gunnar H. Thomsen (bass) und Kári Streymoy (drums), welcher via Napalm Records erschienen ist. Na denn last uns in die Dracheboote steigen und auf Kaperfahrt mit diesen Recken gehen.

Mit einer sehr heroischen Einleitung wartet man bei „Hold the Heathen Hammer Hig“ für uns auf. Wobei man das Ganze aber sehr melodisch und eher typisch Power Metal like getan hat. Auch die Weiterführung ist genau in diese Schublade einzustufen. Sicher gänzlich verzichtet man nicht auf die nordische Ausrichtung, jedoch kommen hier deutlich speedige Power Metal lastige Roots zum Einsatz. Sehr amtlich geht es aber nun mit „Tróndur í Gøtu“ weiter. Der Fan bekommt hier genau das wofür er eben die Färöer Krieger liebt. Heroische Rhythmen, die in der Muttersprache vorgetragen werden. Zwar steuert man das Drachenboot auch hier immer wieder in die Power Metal Ecke, jedoch lässt man hier viele typisch nordisch lastige Rhythmen erschallen. Gute Mischung die eben auch für Verweigerer dieser Richtung bestens geeignet sind. Eine gute Weiterführung wird hier von den Jungs geboten, die man noch zusätzlich mit zackigen Melodiesolis verfeinert. „Into the Storm“ läutet man mit herrlichen Doomriffs ein, welche von einem schnellen galoppierenden Rhythmus verfolgt werden. Nach etwa 40 Sekunden steuert man erneut, aber diesmal gemeinsam doomige Ufer an, von diesen begibt man sich immer wieder auf eine temporeiche Kaperfahrt auf, um wieder in die doomigen Gefilde zurück zu kehren. Sehr heroisch und vor allem amtlich ist der Refrainteil ausgefallen, bei dem uns satte, klare Chöre um die Ohren geblasen werden. Heroisch ist auch die Weiterführung bei „Northern Gate“ ausgefallen. Doch nur die Chöre lassen hier selbiges Feeling aufkommen. Der Großteil des Songs besteht aus gutem Power Metal orientiertem Einfluss den man sehr bretternd in Szene gesetzt hat. Nun kommen aber wieder die Freizeitwikinger zum Zuge. Diese verwöhnt man bei „Turið Torkilsdóttir“ mit einer schönen Choreinleitung bei dem es einem eine Gänsehaut auf den Rücken zaubert. Der ganze Song versprüht soviel Wikingerflair das man laut zur Schlacht aufrufen könnte. Dennoch auch hier steuern die Jungs sehr melodische, speedige Gefilde immer wieder an. „By the Sword in My Hand“ ist nun bestes Bangerkraftfutter geworden. Schretternde Rhythmusfraktion die mit nordischen Gesängen verfeinert wurde. Kurze Chorzwischenstopps werden durch einen heroischen Refrainteil genutzt, bevor die Krieger wieder in die Schlacht ziehen. In dieser wird viel Tempo gemacht um einen baldigen Sieg zu erringen. Eine recht tanzbare Nummer ist in Form von „Ride“ auf den Silberling gepackt worden. Flotte Töne laden hier zum Tanze, welcher mit viel Wikingerflair angereichert wurde. Hebt eure Methörner und tanzt bis zum Umfallen. Genau das wird hier mit viel Flair versprüht, welche aber auch mit einigen Bangermomenten unterbrochen werden. Gute Mischung für die Freizeitwinkigerschaft wird hier geboten, soviel ist schon mal sicher. Genug getanzt nun gibt es wieder eine astreine Bangernummer. Mit „Hear the Heathen Call“ ist eine gute Power Metal Nummer entstanden die man dezent mit einigen Viking Einflüssen komplettiert hat. Der Hauptanteil macht aber der flotte Power Metal Teil, bei dem sich vor allem die Seitenhexer ein weiteres Mal von der sehr melodischen Seite zeigen. Flott und äußerst speedig, mit vielen heroischen Riffs wird nun das Ende mit „By the Light of the Northern Star“ eingeläutet. Auch hier kann man fast durchwegs die Birne schütteln. Jedoch wird hier etwas mehr nordisches Flair versprüht und diese Zwischenparts löst man immer wieder durch flotte Ausbrecher ab und schließt somit ein recht farbenbuntes Album.

Fazit: Tyr machen auf ihrem neuesten Output eine gehörige Weiterentwicklung durch. Wer bis dato mit nordischen, angehauchten Wikinger Metal nichts anfangen konnte, der wird hier etwas hellhöriger werden. Viele Power Metal Roots hat man deutlich mehr ins Material fließen lassen und die nordischen Einflüsse sind dadurch etwas mehr ins Hintertreffen geraten. Ob diese Veränderung gut oder schlecht ist wird sich zeigen, zumindest klingt man dadurch etwas breit gefächerter und leichter verdaulich. Man muss nicht unbedingt ein Kettenhemd tragen um das neustes Album von Tyr für sich zu entdecken. Jedoch werden auch alte Fans der Truppe vollends bedient, wen auch etwas verhaltener wie man es bis dato getan hat.

Tracklist:

01. Hold the Heathen Hammer High 04:50
02. Tróndur í Gøtu 04:01
03. Into the Storm 05:04
04. Northern Gate 04:42
05. Turið Torkilsdóttir 04:18
06. By the Sword in My Hand 04:48
07. Ride 04:59
08. Hear the Heathen Call 04:40
09. By the Light of the Northern Star 05:55

Besetzung:

Heri Joensen (voc & guit)
Terji Skibenæs (guit)
Gunnar H. Thomsen (bass)
Kári Streymoy (drums)

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Trail of Tears – Bloodstained Endurance

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Band: Trail of Tears
Titel: Bloodstained Endurance
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Spielart: Symphonic Gothic/Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Eine Mischung aus Gothic, symphonischen Klängen und dreckiger Härte ist genau deine Richtung. Dann gibt es durch den neuen Trail of Tears Output genau das Richtige für dich. Via Napalm Records haben die Herrschaften aus Norwegen in Form von „Bloodstained Endurance“ in der Besetzung Ronny Thorsen (voc)´, Cathrine Paulsen (voc), Bjørn Erik Næss (guit), Pål Olsen (guit), Endre Moe (bass) und Cato Jensen (drums) eingespielt und selbiges klingt nicht so kitschig wie es viele Szenekollegen in den letzten Jahren verbrochen haben.

Sehr ruhig und beschaulich wird zwar der Output mit „The Feverish Alliance“ gestartet. Selbige Einleitung ist sehr lieblich und mit viel klassischem Flair ausgefallen, dieser wird aber durch einen recht beachtlich, flotten Teil abgelöst. In diesem wird viel Dampf gemacht und vor allem der Fronter kreischt sich hier die Seele aus dem Leib und dominiert erst einmal das Geschehen. Erst nach und nach gibt die Kollegin hier ihr Stell dich ein, diese überzeugt durch einen warmherzigen Gesang. Die Betonung liegt hier auf Gesang, denn sie jodelt sich hier nicht durch Programm das es einem alles verkrampft und man auf Durchzug schaltet. Auch viele symphonische bzw. orchestrale Arrangements hat man parat, diese wurden aber sehr dezent im Hintergrund eingebaut und dadurch wirkt man sehr kompakt und leicht verdaulich. Eine sehr dreckig orientierte Nummer hat man nun in Form von „Once Kissed By The Serpent (Twice Bitten By Truth)“ parat. Sägenden Riffs und Solis, welche auch des Öfteren sehr melodisch ausgefallen sind werden hier geboten. Die Truppe brettert aber als Abwechslung sehr flott dahin, welches viele Eckpfeiler in Richtung Death Metal setzt. Wobei auch Ronny infernal ins Mikro brüllt und so etliche Parallelen zulässt. Dennoch die Versöhnung bzw. Besänftigung findet immer wieder durch die kurzen Einsätze von Catherine statt. Diese macht sich aber hier äußerst rar und kommt etwas weniger zum Zuge wie ihr brüllender Kollege. Erst zum Ende hin bekommen ihre Gesänge etwas mehr Oberwasser, wobei auch wieder einige symphonische Trademarks zum Zuge kommen. Ruhig und beschaulich mit sanften Gitarren wird nun „Bloodstained Endurance“ eingeläutet. Doch lange bleibt es nicht bei der Beschaulichkeit und somit steuert die Formation wieder galoppierende Ufer an. Doch diese sind nur von kurzer Dauer und immer wieder begibt man sich mit der Sängerin auf einen kurzen, lieblichen Trip. Die zusätzlich gelieferten Geigeneinsätze werden zwar bei totalen Verweigerern einen Brechreiz auslösen. Man muss aber sagen diese passen bestens zum Stück, welches mit einer breiten Facette aus Härte und sanften Klängen überzeugen kann und dadurch eine wahre Fusion aus beiden Elementen entstanden ist. Bei „Triumphant Gleam“ hat es der symphonische Anteil etwas mehr in den Vordergrund geschafft und auch liebliche Klänge mit klaren bodenständigen Gesängen seitens der Frontdame werden geboten. Der Härtegrad kommt aber auch hier nicht zu kurz und dieser, wenn auch kürzer vereint wieder beide Trademarks und dieses Wechselspiel beherrschen Norweger äußerst gut. Eine Mischung aus melancholischen und Glücksgefühl steht nun mit „In The Valley Of Ashes“ auf dem Speiseplan. Auch einige finstere Gefilde werden einmal mehr aufgesucht, diese sind aber etwas symphonischer ausgefallen, auch wenn Herr Thorsen sich dabei einmal mehr die Seele aus dem Leib brüllt. Dennoch kommen hier die melancholischen und lieblicheren Einsätze zum Zuge. Mit einem klassischen Klavier- und Streicherintro wird nun „A Storm At Will“ eröffnet. Die Frontnachtigall versüßt uns hier mit ihrer sanften Stimme als zusätzlichen Bonus das zuhören. Erst nach einer Minute begibt man sich etwas zaghaft aus dieser Ecke und die Zeit der Gefühle endet auch beim anschließenden Part des Stücks zu keinem Zeitpunkt, auch wenn man hier etwas mehr in eine düstere, melancholische Ecke driftet. Nur das Sopranogejodel hätte man sich meiner Meinung nach definitiv sparen können, dieses geht mehr auf den Sack als sonst etwas. Genug von den lieblichen Fantasien? „Take Aim.Reclaim.Prevail“ ist nun wieder eine flotte Weiterführung, bei der wieder viel dreckige Härte sehr gut mit einigen symphonischen Einsätzen harmoniert. Die Fronterin und die Männerchöre schmälern den Gesamteindruck nur kurzzeitig bzw. merklich. Der Hauptanteil ist und bleibt die bretternde, symphonische Härte. Gute kompakte Mischung ist hier entstanden, die noch als Bonus mit einem sehr leidenden Mittelteil ausgestattet wurde. Sehr kantig und mit viel Bombast schiebt man uns nun „The Desperation Corridors“ in den Rachen. Die orchestralen bzw. symphonischen Anleihen bekommen hier immer mehr Oberwasser und generell wirkt diese Nummer etwas verträumter und ist somit eine gute Abwechslung zum düsteren Vorgänger. Jedoch holt uns hier Ronny immer wieder zurück und genauso seine Kameraden an den Gitarren zelebrieren Streckenweise ihr bretterndes Spiel, welches zum Bangen einlädt. „Farewell To Sanity“ wurde nun wieder mit einer lieblichen, verspielten und klassischen Einleitung gleichermaßen versehen. Erst nach etwa einer Minute wird mehr Druck gemacht, dennoch verbleibt man im stampfenden Midtempobereich und dieser wurde durch viel Symphony bzw. etlichen neueren Elementen angereichert. Im Mittelteil wird dann kurzzeitig das Gaspedal getreten, die Betonung liegt aber bei kurz, denn der stampfenden Midtemporhythmus steht hier deutlich im Vordergrund. Sehr kantig und messerscharf, mit einigen Soundspielereien im Hintergrund geht es nun mit „Dead End Gaze“ weiter. Flotter Düstertrack, der aber auch nicht ohne die hübsche Frontdame auskommt und so liefert sich selbige immer wieder amtliche Duettwechsel mit ihrem Kameraden. Der Abschluss ist mit „Faith Comes Knocking“ am bombastischsten ausgefallen. Jedoch muss man hier sagen hat man dies ausgewogen getan und überspannt den Bogen zu keinem Zeitpunkt. Viel Härte trifft hier auf Zick sanfte, melodische, als auch bombastische Melodielinien die man kompakt auf einen Nenner gebracht hat.

Fazit: Die Norweger haben ein gutes Händchen, um dreckige Härte mit lieblichen, bombastischen Elementen, als auch vielen Gothic Anleinen zu verbinden. Bunte, breite Mischung die viele Fans im Metal gefallen könnte.

Tracklist:

01. The Feverish Alliance 04:02
02. Once Kissed By The Serpent (Twice Bitten By Truth) 03:20
03. Bloodstained Endurance 03:35
04. Triumphant Gleam 03:40
05. In The Valley Of Ashes 03:54
06. A Storm At Will 04:00
07. Take Aim.Reclaim.Prevail 03:11
08. The Desperation Corridors 04:12
09. Farewell To Sanity 04:31
10. Dead End Gaze 03:57
11. Faith Comes Knocking 04:27

Besetzung:

Ronny Thorsen (voc)
Cathrine Paulsen (voc)
Bjørn Erik Næss (guit)
Pål Olsen (guit)
Endre Moe (bass)
Cato Jensen (drums)

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Ben Kuzay – Perpetual Reign

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Band: Ben Kuzay
Titel: Perpetual Reign
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Neoclassical Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Ben Kuzay wird wohl im alten Europa ein eher unbeschriebenes Blatt sein. Erst nach genauer Nachforschung war auch mir bewusst dass ich den Burschen live mit Wykked Wytch schon mal gesehen hatte. Schon damals stach er mit seinem Spiel gegenüber dem Rest dieser Truppe hervor. Zusätzlich zur Arbeit als Bass und Gitarrenlehrer hat er ein Projekt gegründet das seinen Namen trägt. Bereits ein Album mit Namen „In the Halls of the Punisher“ wurde 2007 veröffentlicht. Nun ist er mit „Perpetual Reign“ zurück und kann nahtlos dort anknüpfen. Was erwartet einen unwissenden wenn er Ben und sein Material nicht kennt. Nun kurz erklärt es handelt sich um eine Art Neoclassical Heavy Metal. Ein reines Instrumental Album ist immer so eine Sache, aber man muss neidlos zugestehen dass er es mit seinen 8 Tracks schafft auch totale Verweigerer zu begeistern. Dabei wandelt er auf sehr durchgemischten Pfaden, dennoch sind die 80er Roots vor allem etliche Einflüsse aus den NWOBHM Bereich die maßgeblichsten Linien die hier den Rundling ausmachen.

„Vortex“ kommt sehr heroisch und doch etwas dunkler rüber. Der längere Basseingang ist sehr gut verdaulich und hier soliert Ben zwischen verspieltem Spiel und fast schon Manowar lastigem De Maio Spiel. Coole Mischform die sehr zu beeindrucken vermag.

Sehr NWOBHM angehaucht und auch um Ecken teutonischer rattert nun „On Top of the World“ daher. Superber 80er beeinflusster Song der immer wieder von den Gitarren her an eine Mischform aus Iron Maiden und Manowar erinnert. Gute Abgehmucke wird uns hier zu teil. War man vorhin noch etwas verspielter so dröhnt dieser Song mehr für die Abgeh- bzw. Bangerfraktion.

Noch etwas Old School lastiger geht es mit dem Titelstück „Perpetual Reign“ weiter. Hier allerdings ist nur der Bass ganz astrein in diesem Gewässer angesiedelt. Zwar klingt die Gitarrenarbeit ebenfalls wie etwas älterer britischer Stahl, doch auch viele Einflüsse aus dem amerikanischen Bereich sind hier zu nennen. Gut vermischt und ausgewogen hält man diese am Laufen. In verschiedenen Phasen geleitet uns hier der Virtuose durchs Programm. So erschließt sich einem hier eine verspielte Landschaft, aber auch straighte, treibende Passagen donnern hier gewaltig. Besonders hervorzuheben sind hier einige Doom Breaks die bis tief in die Magengegend gehen.

Symphonischer, aber auch rotziger geht es mit „Fantasy Girl“ weiter. Der Rhythmus erinnert mich aufgrund des starken melancholischen Gefühls das uns hier zu Teil wird etwas an die aufgelösten Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus. Sehr trauriger Song auf der einen Seite, aber auch an und ab etwas heroischer kommt hier das Mischverhältnis rüber. Superber Genusstrack der mit viel Gefühl eingespielt worden ist. Weitreichende Läufe entführen hier und zwischendurch geht etwas eingängiger die Post ab.

Galoppierend und mit viel Banger Ästhetik kommt nun „Ascension“ daher. Deutlich simpler dröhnt dieser Track. Zwar gibt es einige wilde Soligewitter, diese sind aber nur ganz kurz und schon tritt uns Großmeister Kuzay gehörig mit viel Kraft ins Hinterteil. Sehr aufwühlende Elemente komplettiert man hier mit etlichen Melodie Passagen. Bass und Gitarre duellieren sich hier sehr amtlich und dies ist eine weitere Bereicherung beim Stück.

„Where Dead Villains Lurk“ klingt sehr traurig und ruhig. Das zieht ganz schön runter und solche Gefühlsstarken Songs sind einfach der Hammer. Erinnert mich vom Spiel her an etliche Starts von ruhigeren Maiden Songs aus der The X-Faktor Phase. Vor allem auch durch den sehr dunklen, orchestralen Einschlag. Darum erinnert das Stück auch sehr stark an „The Sign of the Cross“ zum Beispiel.

Nahtlos mündet dann alles ins nun folgende „Homage to Hated Heroes“ gleich vom Fleck wird es deutlich lichter. Flott treibend dröhnt hier die Maschinerie, aber auch kleinere funkige Basseinlagen sind hier am Laufen. Sehr witzige Mischform die uns hier Ben bietet. Einerseits höre ich z.B. Anthrax raus, aber auch ein weiteres Mal Iron Maiden. Die Synthyeinlagen allerdings sind sehr europäisch und werden z.B. auch von den andalusischen Rockgöttern von Medina Azahara verwendet. Sehr beeindruckend was sich hier im Gehirn des Musikers fest gesetzt hat. Sehr imposant was er hier aus dem Hut gezaubert hat.

Das längste, als auch monumentalste Stück mit dem Titel „Murdering Angels (Just for Fun)“ steht zum Schluss. Hier knallen dem Amerikaner alle Sicherungen durch. Nach dem Massaker am Kirchenchor gibt es fast schon Black Metal lastige Beats, dann kickt er uns in die leichte Power Metal lastige Richtung und immer wieder unterwandert er das Konzept mit symphonischen Beigaben. Auch kleine melancholische Stopps sind auszumachen und diese komplettiert man mit einem dunklen, drückenden Sound. Der Jung ist einfach unglaublich was er uns hier vom musikalischen Standpunkt aus gesehen bietet.

Fazit: Die Songs von Ben muss man einfach mal gehört haben. Der Bursche ist ein Musiker wie man in selten findet. Auch wenn man kein Freund von Instrumental Alben ist gefallen einem die Songs die hier eingestanzt wurden. Ideen- und Einfallsreichtum kennen bei Mr. Kuzay keine Grenzen. Technische Musikkunst auf höchster Ebene.

Tracklist:

01 Vortex
02 On Top of the World
03 Perpetual Reign
04 Fantasy Girl
05 Ascension
06 Where Dead Villains Lurk
07 Homage to Hated Heroes
08 Murdering Angels (Just for Fun)

Besetzung:

Ben Kuzay (all instruments and arrangements)

Live: 

Allen Sklar(drums)
Daniel Kuzay (keys & guit)
Barry Kuzay (guit & keys)

Internet:

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Pathosray – Sunless Sky

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Band: Pathosray
Tiel: Sunless Skies
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wenn man den Namen Pathosray ließt könnte man meinen hier handelt es sich um eine weitere Pagan Metal Band. Doch hier wäre man weit gefehlt, denn die Italiener zelebrieren einen recht feinen Progressive Metal mit einer erdigen Power Metal Schlagseite, welcher mit etlichen Melodiefeinheiten komplettiert wurde. Marco Sandron (voc), Alessio Velliscig (guit), Fabio D’Amore (bass), Gianpaolo Rinaldi (keys) und Ivan Moni Bidin (drums) arbeiten seit 2000 zusammen und am 22.05.09 erscheint ihr neuster Output via Frontiers Records mit dem Namen „Sunless Sky“. Wer auf eine gute Lehrstunde in Sachen Progressive Metal steht wird hier vollends begeistert sein, denn diese Italiener gehen mit dem nötigen Maß an Ausgewogenheit zu werke.

Mit einer recht rauen und flotten Schlagseite wird das Machwerk mit „Crown of Thorns“ eingeläutet. Tiefer getrimmte Gitarrenarbeit dominiert hier das Geschehen und verleiht dem Ganzen noch das gewisse Maß an Härte. Eine schöne stampfende Nummer mit etlichen progressiven Spielereien hat man hier zum Beginn des Albums für uns parat. Doch viel Abwechslung wird ebenfalls von den Italienern geboten und so verarbeiten sie auch etliche feine Melodielinien zu einem Gesamtsound, der nicht besser und ausgewogener klingen könnte. Um Kanten erdiger geht es nun bei „Behind the Shadows“ weiter. Sägende Gitarrenarbeit begleitet den Zuhörer durch den kompletten Track. Merklich wurde das Tempo gedrosselt und man steuert erstmal besonnenere Gefilde an. Vor allem die sehr gute Stimme des Fronters erinnert immer wieder an die des Pagans Mind Recken. Auch im Midtempo wissen die Herrschaften wie man den Hörer beachtlich animiert und selbiges wird durch viele Melodiewechsel durchgeführt. Sehr lieblich, verspielt schiebt man gleich „Aurora“ nach. Nach der sanften Eröffnung gibt es wieder bestes raues Kraftfutter das beachtlich aus den Boxen stampft. Mit dieser Nummer hat man etwas gewöhnungsbedürftigeres Material für den Fan parat. Viele Soundspielereien wurden hier verarbeitet, welche man auch deutlich bei den Vocallinien ausmachen kann. Dennoch überfordert wird man nicht, aber durch viele modernere Elemente wird man Old School Fans des Progressive Metal nicht sonderlich hinterm Ofen hervorholen. Für meinen Teil macht aber die Nummer recht viel Spaß, denn auch etliche Power Metal Trademarks schiebt man Schubweise immer wieder nach, bevor man sich zu einigen Soundspielereien hinreißen lässt. „Quantic Enigma“ beginnt sehr lieblich, doch im Anschluss gibt es eine gehörige Portion an modernem Rock, den man mit vielen progressiven Experimenten angereichert hat. Aus den verzerrten Ecken bricht die Formation immer wieder rau, erdig rockend aus und stampft immer wieder erst mal recht flott dahin, bevor das Wechselspiel von neuem beginnt. Sanfte klassische Klavierklänge und ein warmherziger Gesangsbeitrag serviert man uns als Eröffnung bei „In your Arms“. Sehr balladesk klingende Klänge wehen einem hier um die Ohren. Eine reine Ballade hat man dennoch nicht geschaffen und so tendiert das Stück in eine sanfte Midtemposchublade. Von dieser begibt man sich immer wieder in eine ruhige Ecke und kehrt zum gewohnten Midtempogewässer zurück. Viel Genuss kommt hier nicht zu kurz und wer auf Genusstracks steht, der sollte sich mit diesem Song etwas länger beschäftigen. Der Tastemann soliert nun als Eröffnung von „Sons of the Sunless Sky“. Etwas bombastischer geht der Trupp hier an die Arbeit. Dennoch zuviel Kitsch hat man hier nicht für sich gepachtet und so versöhnt man den Hörer mit etlichen erdigen Riffeinlagen, als auch Melodiespielereien im stampfenden Midtempobereich, aus dem man immer wieder flotter ausbricht. Ruhig und beschaulich ist zwar die Einleitung von „The Coldest Lullaby“, doch auch hier steuert man eine flottere Bombastmidtemposchiene an. Von dieser begibt man sich immer wieder auf einer kürzere, sanfte Soundreise. Ein weiteres gutes Genussstück auf diesem Machwerk, welches aber mit einem größeren Spagat zwischen ruhig – sanft und flotten Ausreißern überbrückt wird. Der zusätzliche Bonus kommt vom weiblichen Gesangsbeitrag und die beiden Vocalakteure liefern sich ein sehr leckeres Duett. Eine Überbrückung mit einem ruhigen klassischen Gesamtsound und lieblichen Frauengesängen wird uns in Form von „Perpetual Eclipse“ geboten. Nahtlos geht es dann auch schon über zu „Poltergeist“ wo man aus seinen Träumen mit viel Geschwindigkeit und dem gewissen Härtegrad wachgerüttelt wird. Donnernde Tempowechsel vereint man mit etlichen sanften Ausbrüchen, doch die temporeiche Kost bestimmt hier das Geschehen. Der Abschluss wird nun mit „For the Last Time“ vollzogen. Diesen hat man sehr sanft in Szene gestellt. Akustische Gitarrenklänge paaren sich mit klassischen Klavierbeiträgen und der zusätzliche beschauliche Gesang lassen viel Balladenfeeling aufkommen.

Fazit: Gutes Progressive Metal Machwerk, welches aber nur für selbige Genrefans sein dürfte.

Tracklist:

01. Crown of Thorns 4:42
02. Behind the Shadows 5:44
03. Aurora 4:52
04. Quantic Enigma 5:57
05. In your Arms 4:48
06. Sons of the Sunless Sky 5:45
07. The Coldest Lullaby 4:25
08. Perpetual Eclipse 2:17
09. Poltergeist 8:34
10. For the Last Time 4:01

Besetzung:

Marco Sandron (voc)
Alessio Velliscig (guit)
Fabio D’Amore (bass)
Gianpaolo Rinaldi (keys)
Ivan Moni Bidin (drums)

Internet:

Pathosray Website

Pathosray @ MySpace

Dead Means Nothing – Dead Means Nothing

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Band: Dead Means Nothing
Titel: Dead Means Nothing
Label: Saol
VÖ: 2009
Genre: Rock´n´Roll
Bewertung: 2,5/5
Written by: Robert

Der Motorrad Unfall von Mickey Rude war der Auslöser das Dead Means Nothing entstanden sind. Er musste von den Drums zur Gitarre wechseln und lernte 1997 den Drummer Django kennen. Zu zweit arrangierten sie die ersten Songs und trafen dann 1998 auf den Basser Marc O´Caine, mit dem sie dann auch gleich den ersten Silberling „Make It Evil“ aufnahmen. Leider war auch im Jahre 1999 wieder Schicht im Schacht und erst 2006 hat sich das Trio wieder aufgerafft um gemeinsame Sache zu machen. Gut Ding braucht weile und so wurde 2009 das neustes Machwerk mit dem Namen „Nothing of Devintiy“ veröffentlicht. Nicht nur das sie aus England stammen, nein klingen sie doch auch auf ihrem neuesten Werk wie die Söhne eines gewissen Lemmy mit Motörhead.

„Missing Honey“ rotiert mit viel Rock n‘ Roll Feeling und einer gewaltigen Brise an räudigem Rotz daher. Wie ein ungeschliffener Diamant wurde der Sound sehr rau ausgerichtet und das verleiht dem Stück das gewisse Etwas. Recht rockig geht es nun im besten Motörhead Stil weiter. „Thy Will Be Done“ klingt wie eine flotte Version von „Scatch Scratch Fever“ und da March Ör Die zu meinen Favoriten in der Discographie von Warzennase und Co gehört weis mich auch die moderne Version vom Fleck weg zu begeistern. Ob die Welt Kinder von Motörhead braucht sei dahingestellt, wenn man sich das Material dieser englischen Truppe anhört wird man zwar auch ein weiters mal die Geister spalten, doch sollte man sich hüten sie als schlappe Kopie abzutun. „Teenage Punkrock“ rotzt weiter im Milieu von Lemmy und Co und dabei rocken seine Söhne ordentlich das Haus und zusätzlich versprüht man noch einige, kleine Punkspritzer. Superber Shakesong den man geschaffen hat und auch einige hymnische Charakterzüge werten das Stück ordentlich auf. Den Fuß hat man zu Beginn von „Nothing Of Devinity“ ganz klar vom Pedal genommen und hier bekommen wir eine gute Mischung aus rauen Funk und Groove Elementen geboten. Sehr witzige Gefühlsmischung die uns hier unterbreitet wird. Einerseits will man fröhliche Momente durchblicken lassen, doch schlussendlich wirkt das Stück sehr leidend und melancholisch. Nach dieser doch eher ruhigen Nummer geht es mit „Back In Town“ etwas flotter dahin. Flotter Rotzrocker mit vielen scharen Ecken und Kanten zudem wieder ordentlich ins Mikro geröhrt wird. Immer wieder fungiert der Bandboss mit seinen Riffs als kurze Melodieattacke, doch im Großen und Ganzen galoppiert das Trio recht flott und herb dahin und das im besten Rotzrockstil. Etwas klarer wurde nun der Sound von „Becoming“ ausgestattet. Ein rabiater Tempowechsel von 100 auf Schrittgeschwindigkeit wurde hier vollzogen und somit verbleibt man eher im gemäßigten Galoppstil. Dadurch kommen immer wieder gute Shake und Grooveparts zum Vorschein. Mit „Fuck Yourself“ legt man wieder einige Scheit nach und dadurch wechselt man immer wieder vom Groove Bereich hinüber in den etwas flotteren Rotzrockbereich und selbiger wurde einmal mehr mit einigen Punkanleihen ausgestattet. Eine gute Brise des Rock n‘ Roll wird nun mit „Paroled“ groß geschrieben. Flotter, klarer Rocker mit einigen raueren Ecken, doch der klare ausgerichtete Sound überwiegt die größte Strecke des Songs. Der Frontmann zeigt sich hier von einer sehr wütenden Seite und brüllt des Öfteren härter und wutentbrannt ins Mikro. Rundet den Gesamteindruck gar nicht mal so schlecht ab. Deutlich mit viel Punk wurde nun „Wishlist“ angereichert. Dennoch man verbleibt in der Motörhead Ecke und wagt öfters kurze Ausrutscher in Punkige Gefilde. Klingt wie eine räudige, modern verzerrte Nummer von Mr. Warzennase und seinen Kumpels. Deutlich klarer zu seinen Vorbildern tendiert man mit dem regulären Abschluss „Ya Mama Don’t Like Me“ welches ohne wenn und aber sehr viele Eckpfeiler zu ihren Helden aufweist. Shakender Track mit ordentlichem Tempo und viel Rotzfeeling darf dabei auch nicht fehlen und selbiges schlotzen uns die Engländer ordentlich ins Gesicht. Abgerundet wird der Silberling noch mit dem Motörhead Cover „Going To Brasil“. Ähm was soll man sagen Motörhead in fast Reinkultur. Lediglich einige Verzerrungen wurden als Eigendynamik eingesetzt. Nette Nummer, doch wird sie halt nicht an das Original ran kommen und geht dadurch eher unter.

Fazit: Man kann jetzt laut schreien wer braucht denn noch eine Motörhead Kopie. Ja wie soll man Sagen, Dead Means Nothing machen für meinen Eindruck gute Kost, die zwar durch die sehr starken Parallelen zu ihren Vorbildern etwas einfallslos wirken. Dennoch weis aber das Machwerk zu gefallen und dürfte vor allem kompletten Motörhead Verweigerern gefallen, da es doch etwas moderner klingt und auch leichter verdaulicher. Fans von Lemmy werden wahrscheinlich einen großen Bogen um das Album machen. Ein reinhören sollte man dennoch riskieren und sich vielleicht etwas Zeit mit der Scheibe vertreiben bis die Helden dieser Truppe mit dem nächsten Langeisen kommen.

Tracklist:

01. Missing Honey
02. Thy Will Be Done
03. Teenage Punkrock
04. Nothing Of Devinity
05. Back In Town
06. Becoming
07. Fuck Yourself
08. Paroled
09. Wishlist
10. Ya Mama Don’t Like Me
11. Going To Brasil (Motörhead cover)

Besetzung:

Mickey Rude (voc & guit)
Mark O’Cain (bass & voc)
Django (drums)