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Constancia – Lost And Gone

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Band: Constancia
Titel: Lost And Gone
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Progressive Heavy Metal/Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Eine weitere Band aus dem Hause Frontiers Records steht Anfang Juli in den Startlöchern welche sich ebenfalls dem Progressiven Sound verschrieben hat. Constancia nennt sich die Formation und die Schweden sind durch die Initiative von Mikael Rosengren (keys) entstanden, der zu Beginn der Bandkarriere mit Songs dastand die er aber so nicht alleine umsetzen konnte. Somit verstärkte sich der Tastenmann noch mit David Fremberg (voc), Janne Stark (guit), Michael Mueller (bass) und Peter Svensson (drums) um das erste Lebenszeichen „Lost and Gone“ einzuspielen. Mit 03.07.09 ist es nun soweit und ihr Material ist in den Läden zu haben, welches sie witzigerweise selbst als Melogressive Hard Rock betiteln. Gute Beschreibung die genau das ausdrückt was die Burschen aus dem hohen Norden zelebrieren.

Mit „Fallen Hero“ wird das Album erst einmal recht flott eröffnet. Viel Melodie trifft hier auf doch eher klaren Hard Rock, obwohl man des Öfteren einige rauere Breitseiten abfeuert. Selbige werden aber nur vom Gitarristen ans Volk gebracht, denn der Rest hält den Pegel im melodisch, klaren Rock mit flottem Tempo ordentlich hoch. Die Überleitung zu „Trouble Maker“ ist nahtlos gelungen und man knüpft genau dort an wo man beim Vorgänger aufgehört hat. Doch hier wird eine deutlich düstere Soundschiene gefahren. Nicht das man hier dahinbolzt, nein dies nicht, doch die Schweden wissen wie man die Vibes so in Szene setzt das man durch die Soundspielereien ein düsteres Umfeld schafft. Die Weiterführung findet nun mit „Blind“ statt einem recht herben Rockstück, welches mit einer hymnischen Einleitung aufgefahren wurde. Im Anschluss gibt es doch eher mittlere Tempowechsel, die aber ebenfalls flotter schallen, obwohl der Sänger hier etwas sanfter rüber kommen möchte, aber seine Kameraden wollen von den sanften Gewässern noch nichts wissen. Mit verzerrten Soundspielereien und der balladesken Weiterführung wird nun „Little Big You“ gestartet. Entlang an diesen ruhigen Ufern wird der Zuhörer mit sanften Klängen beschallt, die aber nicht etwa kitschig klingen oder gar ermüden. Nein auch mit Balladen wissen die Schwedenjungs wie man alles Erdenkliche bietet. Genug gerastet, eine raue – flottere Soundwand wird bei „The King Is Calling“ aufgefahren und obwohl einige progressive, als auch bombastische Einlagen geboten werden zieht es die Jungs oftmals in sehr groovige Gewässer, welche durch klarere, melodische Änderungen abgelöst werden. Gutes Gebräu das hier sehr Facettenreich, als auch farbenbunt präsentiert wird. Die Fortsetzung ist ebenfalls eher im Midtempogefilde angesiedelt, wobei man sich aber hier zu einigen sanfteren Breaks hinreißen lässt. Selbige werden mit satten Melodielinien und Solispielereien unterbrochen. „Save Me“ ist nun wieder eine wesentlich rauere Rakete die auch mit mehr Druck aus den Boxen schallt. Vor allem durch die gradlinige Mixtur die durchs Album gefahren wird, klingen die Herrschaften sehr Abwechslungsreich. Recht herbe Mischung die mit einigen bombastischen Arrangements komplettiert wurde. Vor allem bei den raueren Linien groovt das Quintett sehr erdig dahin, bevor man wieder das Wechselspiel erneut durchführt. Weg vom erdigen Groove und hinüber in den klaren, hymnischen Melodic Bereich. Genau dies wird beim folgenden „No One Like You“ geboten. Guter Shakesong mit klarer Struktur und weniger progressive Elementen. Dafür gibt es eine gute Lehrstunde in Sachen hymnischen Melodic Rock/Metal der feinsten Sorte. So nun schallt an neunter Stelle mit „Life Is A Mistery“ wieder eine Ballade aus den Lautsprechern. Mit warmherzigen Tönen verwöhnt man den Zuhörer im ruhigen Bereicht ohne dabei vor Kitsch zu triefen. Nein auch durch die etwas druckvolleren Ausrutscher die an und ab aufgefahren werden kann man das Stück zwar in der entspannten Lage genießen, wird aber nicht gleich wegpennen. Deutlich flotter geht es nun mit „I Never Said Goodbye“ weiter. Temporeicher Rocker der hier daher galoppiert und mit vielen bretternden Riffs angereichert wurde. Der Gitarrenvirtuose schüttelt sich dabei locker Zick Solis aus dem Ärmel. Man wechselt zwar oftmals und klingt ein wenig geruhsam, dies wird aber nach etlichen Sekunden schnellstens wieder abgeändert und es wird wieder ordentlich flott das Haus gerockt. Beim folgenden „I Wish I Could Fly“ wird auch besonnenen musiziert, wobei man hier aber nicht von einer Ballade reden kann. Wohl kaum, denn dazu hat man einen viel zu düsteren Hintergrund geschaffen, welcher durch Spiel im mittleren Tempo begleitet wird. Sehr düster ist die Eröffnung von „Lost and Gone“ ausgefallen, bevor der Tastenmann mit seiner Kunst auffährt und im Hintergrund satte Chorrefrains erschallen. Stampfend geht es nach etlichen Sekunden weiter und man macht durch dieses Spiel sehr viel Druck, auch wenn man jetzt nicht unbedingt fest das Gaspedal drückt. Gute Abrundung für einen sehr leckeren Gustohappen aus dem Hause Constancia.

Fazit: Nettes Gebräu das uns hier von den Schweden geboten wird. Melogressive Rock/Metal ist eine außerordentlich gute Beschreibung des Materials der Jungs und spiegelt genau das wieder was von ihnen zelebriert wird.

Tracklist:

01. Fallen Hero 4:22
02. Trouble Maker 3:57
03. Blind 4:02
04. Little Big You 3:15
05. The King Is Calling 3:35
06. Dying By Your Flames 3:53
07. Save Me 4:15
08. No One Like You 3:58
09. Life Is A Mistery 6:04
10. I Never Said Goodbye 4:09
11. I Wish I Could Fly 5:24
12. Lost and Gone 6:39

Besetzung:

David Fremberg (voc)
Janne Stark (guit)
Mikael Rosengren (keys)
Michael Mueller (bass)
Peter Svensson (drums)

Internet:

Constancia Website

Constancia @ MySpace

Cripper – Devil Reveals

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Band: Cripper
Titel: Devil Reveals
Label: SAOL / H’Art / Zebralution
VÖ: 2009
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Pure Fucking Thrash Metal wird von dem Hannoveraner Projekt Cripper zelebriert. Seit 2005 sind die Herrschaften Britta Görtz (voc), Christian Bröhenhorst (guit), Jonathan „Mad“ Stenger (guit), Bass-T (bass) und Dennis Weber (drums) am werkeln ihrer Bandkarriere und alleine schon wegen einer Frau hinterm Mikro kommen gewisse Parallelen zu Holy Moses auf. Doch nicht nur weil ebenfalls eine Frontfurie ins Mikro röhrt werden etliche Vergleiche zu den Thrash Titans aus den 80ies gestellt. Nein auch der Sound klingt dem der deutschen Kameraden sehr ähnlich. Wenn man jetzt vielleicht denkt so was braucht die Welt eh nicht, so soll sich diese Person „Devil Reveals“ anhören und wird schnellstens umlenken. Die Thrash Metal Flut geht weiter und auch die Qualität dieser Formation ist erste Sahne und lässt kaum Wünsche offen.

Mit dem eröffnenden Intro „Helix“ wird nach zehntel Sekunden schon klar was uns erwarten wird. Herrlichster Rifflastiger Thrash mit einer gehörigen 80er Schlagseite. Mit „I […]“ wird gleich die erste Granate abgefeuert und man sollte die Anlage vollends aufdrehen, wenn man sich als Verehrer des Thrash Metal bezeichnet. Die Frontdame röhrt und rotzt in bester Sabina Classen Manier ins Mikro und die jüngere Genossenschwester steht ihr in nichts nach. Die Rhythmusfraktion rotiert ordentlich an den Instrumenten und mit einer recht beachtlichen Geschwindigkeit donnert der Trupp dahin und verleitet zum Anstellen der Haarventilatoren. Das Hannoveraner Exekutionskommando gibt auch beim folgenden „Life Is Deadly“ ordentlich Stoff. Man merkt es dass sie das Tempo etwas mehr gesteigert haben und dadurch die Melodielinien etwas dezenter nach hinten gebracht haben. Dadurch ist ihnen eine herbe und kantige Nummer gelungen die eindeutig mehre Shakeeinlagen beinhaltet, auch wenn man mit einigen Wutausbrüchen aufwartet die man zum Gas geben nutzt. Ordentlich wird durchwegs auf den Amboss gehämmert und das wühlt einen richtig auf. Leicht verhalten und melodisch wird nun „Kids Killing Kids“ nachgeschoben. Die sanfte Stimmung wird durch die rauchige Stimme der Frontröhre verstärkt bevor ihr Gebrüll nun den flotteren Teil der Nummer einläutet. Hier galoppiert die Formation recht flott dahin, auch wenn man sich eher von der groovigen Seite zeigt. Eine superbe groove Rifferöffnung ist Cripper bei „Caged With A Gun“ gelungen. Die Dampfwalze begibt sich erst nach und nach auf Fahrt, doch steuert man immer wieder in den stampfenden Bereich zurück, bevor es wieder sehr flott von vorne los geht. Gute Mischung die einiges zu bieten hat und eines muss man sagen, zwar frönt die Truppe etlichen 80er Trademarks, aber altbacken oder gar langweilig wird bei ihnen nichts. Schön, wenn auch kürzer doomig ist die Eröffnung von „Junkie Shuffle“ ausgefallen. Gleich nach etlichen Sekunden gibt es wieder was für die wütende Mobfraktion, denn hier wird im wildesten Hexentanz zum Reigen gebeten und durch den recht aufwiegelnden Gesamtsound wird man auch live nicht lange auf eine Reaktion warten müssen. Die Speedfahrt geht nach dem kurzen Sprachintro von „More Than 4″ ohne Kompromisse weiter und man knallt uns einen Speedriff nach dem anderen um die Ohren und die sehr druckvolle Rhythmusfraktion überrollt einen mit temporeichem Spiel, sodass man wieder einen gute Bangernummer geschaffen hat, welche mit etlichen Moshallüren aufgeigt. „I Am The Pit“ ist genau das was es der Name des Songs schon aussagt, eine gute Pitnummer mit scharfen Ecken und Kanten im Bereich des Speedspiels, aber auch etliche Groovehalte werden kurz eingelegt bevor man uns wieder in den Allerwertesten tritt. Feine kurze Nummer die live für viel Schweiß sorgen wird. Doch auch beim reinhören in das Album sollte man nicht untätig rum sitzen und sich von dem Stück verleiten lassen in den heimischen vier Wänden abzugehen. Mit der Einleitung von „Devil Reveals“ wird einem erst einmal eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Diese hält auch etwas länger an, doch sollte man sich nicht vollends ausruhen. Nach guten 58 Sekunden brettert der Trupp aus Deutschland wieder ordentlich dahin und sägt und schlägt alles in bester Rotzmanier nieder was sich einem in den Weg stellt. Die Band weiß einfach zu welchem Zeitpunkt man genauestens für die Abwechslung sorgt und dies wird mit einem haargenauen Zehnteltiming vollzogen, sodass es zu keinem Zeitpunk langweilig wird mit ihnen. Nichts klingt tausendmal gehört, oder gar abgelutscht und das verlangt nach viel Können und Einfallsreichtum unter der ganzen Riege der Thrash Kapellen nicht unterzugehen. Schöne, speedige Eröffnung wird uns beim nachfolgenden „FAQU“ geboten. Sehr melodisch zeigt sich vor allem die Klampfenfraktion die uns superbe Melodieriffs kredenzen, bevor sie im besten Bretterriff Milieu weiter zockt. Ordentlich wird hier durchwegs rotiert und vor allem kommt der Rotzfaktor auch hier nicht zu kurz. Bevor es mit dem Abschluss ans eingemachte geht wird noch ein kurzes Instrumental als Vorgeschmack dazwischen geschoben, welches sich „Methods In Madness“ nennt. Das leider schon viel zu frühe Finale wird nun mit „Hysteria“ besiegelt. Hier wird nochmals alles rekrutiert und sämtliche Reserven raus gehauen um ja niemanden untätig und unbeeindruckt zu hinterlassen. Schnelles Thrash Gewitter gibt es als Ausklang und dieses wurde mit viel Tempo angereichert.

Fazit: Es mag echt schon viele Thrash Metal Bands geben, doch auch diese German Thrasher im Stile von Holy Moses wissen wie man sich in Szene setzt um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Sicher für Analog Sound Fetischisten ist es auch weiterhin nichts mit einer Reunion in dieser Ecke. Doch auch mit sattem Sound und guter Produktion besticht man im besten Thrash Stil der eine gute Mischung aus Moderne und 80er Trademarks widerspiegelt.

Tracklist:

01. Helix 01:22
02. I […] 04:26
03. Life Is Deadly 04:43
04. Kids Killing Kids 06:02
05. Caged With A Gun 04:15
06. Junkie Shuffle 03:52
07. More Than 4 04:21
08. I Am The Pit 02:40
09. Devil Reveals 05:10
10. FAQU 03:46
11. Methods In Madness 01:13
12. Hysteria 04:37

Besetzung:

Britta Görtz (voc)
Christian Bröhenhorst (guit)
Jonathan „Mad“ Stenger (guit)
Bass-T (bass)
Dennis Weber (drums)

Internet:

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Crash the System – The Crowning

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Band: Crash the System
Titel: The Crowning
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Progressive Heavy Metal/Rock
Bewertung: 2/5
Written by: Robert

Bandprojekte sind auf der einen Seite immer ein wenig mit Vorsicht zu genießen, da es sich nicht um eine eingespielte, legitime Band handelt. Andererseits sind die Hauptsongwriter des heutigen Projektes das sich Crash the System nennt sehr wohl bedacht etwas Bandfeeling aufkommen zu lassen. Die gelingt aber nur bedingt da Sören Kronqvist(keys, guit and bass) und Daniel Flores (drums, guit, bass, keys, strings and backing voc) sich mit Göran Edman, Mats Levén, Thomas Vikström, Björn Jansson (voc), Johan Niemann, Daniel Palmqvist, Manuel Lewys (additional guit), Andreas Lindahl (additional keys) und Angelica Rylin (additional voc) jede Menge Leute ins Boot geholt haben um das Langeisen einzuspielen. Wie auch immer man zu einer solchen Traube an Musikern steht, eines ist Fakt die Herren Drahtzieher haben einiges für Melodic Metal/Rock Liebhaber in der Hinterhand und genau für diese ist „The Crowning“ gestrickt und wird via Frontiers Records am 03.07.09 erscheinen.

Eine Hymne hat man zu Beginn des Outputs gestellt. Selbige trägt den Namen „Fight Fire With Fire“ und rattert eher im mittelmäßigen Tempo daher und nur beim Refrainteil kommt etwas mehr Tempo auf. Mann muss aber diesem Opener eines zugestehen er knallt mit vielen Bombastgustoarrangements aus den Boxen und dadurch ballert man sehr amtlich als Eröffnung des Silberlings und weis dadurch zu gefallen. Mit stampfendem Tempo schiebt man nun „All Because Of You“ nach. Nach der druckvollen Eröffnung begibt man sich ein weiteres Mal in die Mitdempoecke, wobei man hier aber eher roher und ungeschliffener rüber kommt als beim Opener. Auch die leidende Soundausrichtung lässt ein wenig Melancholie aufkommen. Durch diese Mixtur wirkt das Ganze etwas dunkler angehaucht, was im Großen und Ganzen recht nett anzuhören ist. Mit viel Bombast und Synthysound wird nun „Still Believe In Love“ nachgeschoben. Auch hier kommt man mit einer dezenten Geschwindigkeit aus, die aber hier noch um einiges sanfter nachjustiert wurde. Einige Einfälle mit Chorrefrains wurden noch verwerkt die das Stück ganz zaghaft in eine hymnische Ecke rücken. „Love Is In Your Eyes“ ist nun äußerst sanft und erinnert mich etwas mehr an 80er Rockhits mit radiotauglichem Muster. Vom Bombast will man auch weiterhin nicht die Finger lassen, auch wenn man es diesmal deutlich verhaltener angeht als bei den Vorgängerstücken. Doch auch mit der breitentauglichen Palette hat man etwas zu bieten das zu gefallen weis. Doch nur eingeschworene Melodic Rock Fetischisten werden hier fündig und auch jüngere Generationen wird man hier nicht hinterm Ofen hervor holen. Druckvoll findet die Weiterführung mit „Take A Chance“ statt. Auch hier bleibt man nicht lange so und schlittert wieder in eine sanftere Midtempoecke, welche man etwas rauer im Gesamtsound auf den Silberling gestanzt hat. Klarer verändert man nun den Soundklang bei „Enough Of Your Lovin“ wobei man hier wieder eher in die radiotaugliche Ecke schlittert und sich sanft gibt. Diese Eröffnung wird stet beibehalten und somit bekommen wir hier ein weiteres Mal leicht verdauliche Kost im breiteren Medieneck geboten. „Mysterious“ ist sehr an den amerikanischen Rocksektor orientiert und erinnert mich persönlich sehr stark an gewisse Jimi Jameson Sachen. Die Geschwindigkeit wird auch weiterhin nicht überstrapaziert und man fährt die gewohnt besonnene Schiene. Nach wie vor wird weiterhin gemäßigtes Material geboten und das ändert sich auch bei „Angel Of My Heart“ nicht. Man vermisst zwar bis dato einen ordentlichen Muntermacher, doch auch die gemäßigten Stücke wissen mit ihrem Soundklang zu überzeugen. Zumindest für jene Fans die auch besonnene Stücke quer durch die Palette genießen können. Deutlich moderner wird nun „Rolling Stone“ gestartet. Bei diesem Track verlässt man wieder den alten Kontinent und begibt sich auf eine Reise über den großen Ozean Richtung Amerika und bei diesem Stück wurden etliche Eckpfeiler in Richtung Mr. Big und sanfte Aerosmith Tracks gesetzt. Zusätzlich hat man viele Keyboardarrangements verarbeitet. Sehr symphonisch und mit viel Druck wird nun „Don’t Tell Me No Lies“ gestartet. Doch wie zu erwarten wird auch hier gleich eine starke Korrektur vorgenommen, obwohl man sich auch weiterhin zu einigen Soundspielereien, mit moderner Beeinflussung hinreißen lässt. Viel Synthyfeeling kommt nun bei „Broken Glass“ zum Einsatz, das mich durch den Soundeinsatz sehr an viele Heart Sachen erinnert. Hier halt mit männlichen Vocals wohlgemerkt. Sehr beschaulich und auch wieder etwas breitentauglicher geht es mit „Higher And Higher“ weiter. Für meinen Geschmack zu sehr in die breite Musiklandschaft ausgerichtet. Die Sanfte Seite wird weiterhin gefahren und man verlässt nur für einige Ansätze diese Schiene. Viele orchestrale Einsätze gibt es nun beim abschließenden „Without Chances“. Weis durch den dezenten Hymnencharakter, als auch die düstere Gefühlslage etwas mehr zu überzeugen als der Vorgänger. Gehört mit dem Opener zum Besten was ich für meinen Teil feststellen konnte. Der Rest ist eher mittlerer Durchschnitt.

Fazit: Nun ja hier haben wir es quer durch die Palette mit einem eher ruhigeren Album zu tun. Sicher nicht schlecht, doch vermisst man doch sehr stark einen ordentlichen Wachrüttler.

Tracklist:

01. Fight Fire With Fire 3:13
02. All Because Of You 3:05
03. I Still Believe In Love 3:54
04. Love Is In Your Eyes 3:00
05. Take A Chance 3:20
06. Enough Of Your Lovin‘ 4:04
07. Mysterious 3:06
08. Angel Of My Heart 3:07
09. Rolling Stone 3:41
10. Don’t Tell Me No Lies 3:21
11. Broken Glass 3:23
12. Higher And Higher 3:03
13. Without Chances 4:34

Besetzung:

Sören Kronqvist(keys, guit and bass)
Daniel Flores (drums, guit, bass, keys, strings and backing voc)

Internet:

Crash the System @ MySpace

Dame Fortune – The Secret Art

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Band: Dame Fortune
Titel: The Secret Art
Label: Raido Records
VÖ: 2009
Genre: Melodic Hard Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Schönster Rock/Metal mit starker amerikanischer Prägung wurde uns von Dame Fortune zugesandt. Wer auf Kapelle wie Kiss, Mötley Crue, Guns N‘ Roses und Konsorten steht, der bekommt hier die Vollbedienung. Mit „The Secret Art“ haben David Blake (guit), Jeff Wire (bass), Mike James (guit & voc) und John Merritt (drums) ihr drittes Full Length Album aus dem Stanzwerk geholt und damit wird man vielen Rockfans die Ohren durch putzen, welches via Raido Records erhältlich ist.

Mit „In Like Flynn“ wird das Album eröffnet und erinnert sehr stark an die Kapellen Mötley Crue und Guns N‘ Roses. Wobei man aber hier gleich eingreifen muss, denn gar so Hair Spray like geht es hier nicht vonstatten. Wohlgemerkt sind viele Einflüsse in den Rhythmus geflossen, doch man komplettiert diesen mit etlichen klassischen Rockfragmenten. Recht hymnisch, was uns hier im flotten Soundkleid dargeboten wird und dadurch kommt binnen Sekunden Shakerfeeling auf. Deutlich Kiss lastiger wird nun „Perpetual Motion Machine“ nachgeschoben. Guter, stampfender hymnischer Rocker der hier durch die Boxen schallt und von klarem, klassischem Klavierspiel begleitet wird. Superbe Mischung die vor allem durch die sehr erdige, röhrende Stimme des Frontmannes verfeinert wird. Schöner tanzbarer Rocksong mit viel Charme im erdigen Bereich. Ein guter Rocker, mit viel Groove gespickt wird nun mit „If You Will, Not When You May (You May Not When You Will)“ nachgeschoben. Der Frontmann agiert hier weit nicht so tief wie bis dato und dadurch und vor allem durch einige Gitarrenlinien kommt etwas Southernfeeling auf. Besonders Schmackhaft macht man das Ganze mit den Chorrefrains die hier sehr gut rüber kommen und das besondere Etwas haben. Das Tempo selbst kommt eher im Midtempobereich durch die Boxen und dazu lässt es sich einmal sehr gut shaken. Die Southern Schiene wird mit „Holly Fenton“ weiterhin verfolgt, wenngleich man hier deutlich breitentauglicher und auch dezent moderner klingt. Flotte tanzbare Klänge rufen auch hier zum Tanze auf und da sollte man sich nicht zweimal bitten lassen. Auch einige Partyrockallüren wurden hier verbraten und komplettieren eine ordentliche Rockröhre im radiotauglicheren Gewässer. Das Sprachzwischenintro „Interlude“ dient als Übergang zu „The Days Are Just Packed“ welches durch ein druckvolles Spiel eröffnet wird, doch bereits nach etlichen Sekunde zeigt sich die Truppe von einer sehr warmherzigen Seite, die auch weites gehend weiter verfolgt wird und nur durch einige erdige Ausreißer unterbrochen wird. Mit einigen modernen Einfädelungen und rhythmisch – rotzend – groovenden Soundfragmenten schiebt man nun „A Special Place“ nach, welches sich eher vom traditionellen Bereich entfernt und durch seine rauen, rohen und ungeschliffenen Komplettierungen vom restlichen Material trennt. Auch viele doomige, fast schon Black Sabbath lastige Gitarrenriffs lassen laut aufhorchen und bilden hier den ganz besonderen Charme den das Stück besitzt. Mit progressiv, verzerrten Echovocals hantiert man zu Beginn von „Santa Ana Blues“, welches ebenfalls eher im breitentauglich Eck angesiedelt ist, aber eher im gemäßigten Stil daher kommt. Immer mehr rückt man das Ganze in eine sehr sanfte Ecke, doch der Sänger verhindert dass man zu balladesk klingt. So genug im besonnen Gefilde gerockt, mit „I Only Miss You When I Breathe“ schiebt man eine flotte, sehr rotzige Rocknummer nach, welche mit viel Charme nur so um sich wirft und sofort zum Shaken mit geneigtem Bangen auffordert. Kurze Breaks werden als Wechsel eingebaut, doch schon tritt man wieder gediegen das Gaspedal, um erneut flotte Fahrt aufzunehmen. Sehr Southern lastig wird es nun mit „The Edge“, welches als fast Lupenreiner Southern Rock Song durchgehen könnte. Zwar liebäugelt man gerne in diese Richtung, doch die komplette Besinnung wird hier nicht vollzogen. Somit hat man eine passable Mischung aus klassischen Rock und Southern Elementen gefunden, die man gut aufeinander abgestimmt hat und diese mit satten Chorgesängen im Refrainteil komplettiert. Mit „V For Vendetta“ wird komplett um justiert und man ackert hier im Midtempobereich mit vielen bretternden Gitarrenlinien, die sehr stark an Blackie Lawless und seine W.A.S.P. erinnern. Viel Charme und Bangermomente werden geboten und durch einige moderne, verzerrte Gesangsfragmente gelten hier als besonderer Zusatz und diese Nummer zu meinem persönlichen Favoriten auf diesem Album macht. Mit einer breiten Synthysoundspielerei wird nun „Secret Rulers (Of The World To Be)“ eingeläutet, welches nun mit einem fröhlichen Rocksoundkleid weiter verfolgt wird. Zwar schließt man hier an den Vorgänger an und erinnert ein weiteres Mal sehr stark in manchen Momenten an W.A.S.P. doch davon verabschiedet man sich immer mehr. Guter shakender, flotter Rocktrack, mit vielen melodischen Gitarrenlinien, die ab der Mitte durch etliche, dezente progressive Einfälle auf einen Nenner gebracht werden. Sehr ruhig und besinnlich wird es mit „Good For What Ails You“, welches unvermindert in eine balladeske Ecke drängt. Bon Anschovi und Konsorten lassen hier freundlich grüßen. Hier heißt es zurück lehnen und den verträumten Rocklängen lauschen und diese mit viel Southern Flair genießen. Vollendet wird das Album mit „Hikikomori (Live As Though The Day Were Here)“, welches eher im gemäßigten Stil aus den Boxen schallt, wenngleich es hier nicht so balladesk zu geht. Schon glaubt man eine flottere Verabschiedung wäre toll, da kommen auch schon flottere Ausbrüche zum Vorschein, doch lange lässt man diese nicht Oberhand gewinnen und schon geht es im gemäßigten, hymnischen Style weiter. Doch immer wieder werden kurze, flotte Ausbrecher als Bereicherung angesetzt.

Fazit: Passables Rockalbum, das für Fans des Rock amerikanischer Prägung zu Recht gemacht wurde. Viele Facetten kommen quer durchs Album zum Vorschein und sollten vor allem alte Rockhasen durchaus begeistern können.

Tracklist:

01. In Like Flynn
02. Perpetual Motion Machine
03. If You Will, Not When You May (You May Not When You Will)
04. Holly Fenton
05. Interlude
06. The Days Are Just Packed
07. A Special Place
08. Santa Ana Blues
09. I Only Miss You When I Breathe
10. The Edge
11. V For Vendetta
12. Secret Rulers (Of The World To Be)
13. Good For What Ails You
14. Hikikomori (Live As Though The Day Were Here)

Besetzung:

David Blake (guit)
Jeff Wire (bass)
Mike James (guit & voc)
John Merritt (drums)

Internet:

Dame Fortune Website

Dame Fortune @ MySpace

Chris Caffery – House of Insanity

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Band: Chris Caffery
Titel: House of Insanity
Label: AFM Records
VÖ: 2009
Genre: Progressive Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Zwei Jahre sind vergangen die der ehemalige Savatage Gitarrist Chris Caffery dazu genützt hat um sein neuestes Eisen einzuspielen. Nun ganz richtig ist das nicht, denn die Scheiblette gab es schon als Download auf der offiziellen Homepage des Mastermind. Wie man auch immer zu einem Aufguss stehen mag, verändert wurden einige Sachen im Bereich des Sounds. Savatage Fans werden sich auch bei vielen Unkenrufen nicht davon abhalten lassen einen Lauschangriff zu starten. Ehrlich gesagt fällt das Material sehr langatmig aus, auch muss man sich einige male mehr reinhören um von den Klängen von Chris Caffery (guit & voc), Paul LaPlaca (guit & keys), John Macaluso (drums) und Nick Douglas (bass) überzeugt zu werden. Somit wurde ein Langeisen eingestanzt welches für all jene gedacht ist, welche sich genauer mit Album und Material einer Band beschäftigen wollen. Am 10.07.09 ist es nun soweit und dann wird die Scheiblette „House of Insanity“ für alle in den Regalen stehen.

Dass Chris ebenfalls viele Savatage Hits mitgeprägt hat hört man auch auf dem neuesten Output raus. Somit kann er seine Herkunft nicht leugnen und auch diesmal blicken diese Eckpfeiler wieder stark durch. Für meinen Teil muss ich aber hier anmerken, hat man bei diesem Album weit mehr Wegweiser gesetzt und dadurch wirkt das Material streckenweise wie eine Rohfassung einiger Savatage Tracks. Fans der Band wird es freuen und sogleich bei der ersten Nummer „Seasons Change“ die Regler vollends aufdrehen und zu den Klängen abrocken und alte Zeiten des Mountain King mit seinem blonden Gitarrenbengel herbeisehnen. Wie auch immer, der flotte Rockopener den man hier an die erste Stelle verfrachtet hat kommt recht klar rüber und zusätzlich wurden einige hymnische Refrainchorpassagen eingearbeitet. Recht passabel was hier durch die Boxen dröhnt und zum Shaken verleitet. Eines muss man sich aber im Klaren sein, hier heißt es oft genug reinhören, denn ansonsten wird man das Material als eher mittelmäßig abtun. Wer sich aber die Arbeit antut und genauer hinhört wird immer wieder neues für sich und den Hörgenuss entdecken. Somit sollten Leute die Finger von diesem Album lassen die es eher flotter und eingängiger haben wollen. Gute Mischung aus klassischen progressiven Soundspielereien läuten die Weiterführung „House of Insanity“ ein. Auch hier hat man das Tempo eher flotter gewählt, auch wenn man hier über den stampfenden Midtempobereich nicht hinauskommt. Die klaren Strukturen verschachtelt man immer wieder mit einigen Soundexperimenten, als auch einigen rauen Strukturen. Sehr experimentelles Stück, das mich persönlich an eine persönliche Street Rock Opera von Herrn Caffery erinnert. Im Mittelteil wird im Bereich der Gitarren, als auch des Tieftöners noch einmal ordentlich soliert was das Zeuge hergibt und dabei bringen sie ihre Spielereien trotz der komplexen Ausrichtung recht kompakt rüber. Etwas zackiger schiebt man nun „I Won’t Know“ nach, einem recht temporeichen Stück mit rauen, als auch düsteren Ecken und Kanten. Vor allem kann man zu dem packenden Song seine Rübe im gemäßigten Stile immer gut mitschütteln und auch viele groovige Anleihen lassen das Stück nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken. Wenngleich man hier sich immer wieder von alten Einflüssen abschütteln will schafft man dies nur gedämpft. Viel Frickelei wird nun als Einleitung von „The Fleas“ groß geschrieben, doch danach gibt es einen recht flotten Track im Power Metal Bereich mit viel rauem und erdigem Gitarrenspiel. Einziges Manko sind die zu verwirrenden Chorrefrains, die sich eher verzogen anhören. Anyway trotzdem kann man hier gut sein Haupt schütteln und sich einmal mehr fragen warum es keinen weiteren Aufguss in Zusammenarbeit mit Herrn Olivia gibt. Recht lieblich startet nun „Madonna“ und diesen Bereich verläst man auch nicht. Somit kann man sich hier von eine passablen Ballade mit rauen Vocalbeiträgen die Gehörgänge versüßen lassen. Vor allem durch dieses Gebräu erinnert mich die Nummer sehr stark an gewisse Tracks vom Trans Siberian Orchestra, bei denen wie Insider ja wissen auch Mister Caffery mitwirkt. Ebenfalls viel Frickelei wird als Eröffnung von „Big Brother“ genützt, danach bekommen wir aber eine recht doomige Weiterführung geboten, die man aber nach und nach mit etwas mehr Tempo ausgestattet hat. Hier gibt es Solis am laufenden Band und diese reißen ordentlich mit, bevor man wieder in einen progressiven – doomigen Teil mündet um den Angriff erneut zu starten. Sehr passable Schnittmenge die man hier für unser Gehör bietet und nicht unbeeindruckt lässt. Viel Southern Feeling wird als Hauptbestandteil von „Back’s to the Wall“ in den Track gepackt. Sanfte Halbballade die man hier für uns parat hat. Somit kann man sich hier an siebter Stelle besonnen zurück lehnen und das Machwerk vollends genießen. Im besten Savatage Stil geht es nun mit „Solitaire“ weiter. Flotter Rocker der ordentlich mitreißt, was auch am Gesang liegt der irgendwie an eine Mischung aus Jon Olivia und Zak Stevens erinnert. Hier dürften vor allem alte Sava Fans eine zweite Hochkonjunktur feiern und zu den Klängen eine Reunionparty feiern die leider noch in weiter ferne ist. Doch auch Verehrer im progressiven Power Metal könne hier viel für sich entdecken, was auch an etlichen Experimenten im Soundbereich liegen dürfte. Wechsel werden hier im Sekundentakt vom Stapel gelassen, dass es einem fasst den Atem raubt. Erschlagen wird man aber von einem überladenen Soundteppich dennoch nicht. Nach dem flotten Vorgänger zieht man bei „I’m Sorry“ wieder die Vollbremse und steuert binnen Sekunden einen klassischen Balladenbereich an, denn man nur durch einige druckvolle Elemente ergänzt. Dadurch schafft man nach etwa einer Minute eine Halbballadenromantik die man sehr rau in Szene gesetzt hat und dadurch wirkt man zu keinem Zeitpunkt zu lieblich. Recht funkig und mit viel groove knallt man uns nun „Shame“ vor den Latz. Mir persönlich will und will der Track aber auch beim mehrmaligen durchhören nicht so recht gefallen, was wohl auch an dem belanglosen, verzerrten Sound liegt den man uns hier vorsetzt. Na dann einfach den nächsten Track wählen. „Winter In Hamburg“ ist ein sehr melancholisches, ruhiges Stück das viel Gefühl aufweist und binnen Sekunden zu gefallen weis. Zu diesen Klängen heißt es einmal mehr zurücklehnen und sich von einem lieblicheren Sound die Ohrmuscheln verwöhnen lassen. Blusig schiebt man nun „No Matter What“ nach. Viele Soundexperimente hat man hier auf einen Konsens gebracht und die Mission ist dabei bestens geglückt. So verbindet man hier recht gut Blues, Rock n‘ Roll und etliche sanftere Metal Trademarks. Nach etwa 1 Minute will man aus diesem Eck ausbrechen um flotter zu werken, doch man besinnt sich immer wieder und tingelt hier kreuz und quer durch das Soundexperiment hin und her. Wunderbarer Soundklang der ordentlich wachrüttelt und laut aufhorchen lässt. Mit einem Bob Marley Cover in Form von „Get Up, Stand Up“ verabschiedet man sich von uns. Nun gut so sonderlich konnte ich noch nie warm werden mit diesen Reggae Vibes und daran wird auch eine metallische Version nichts daran ändern.

Fazit: Durchaus bemerkenswertes Album, welches quer durch die Palette überzeugen kann. Wohlgemerkt gibt es einige verkraftbare Schwachstellen, doch im Großen und Ganzen sehr netter Output, der vor allem alten Savatage Fans gefallen könnte. Somit fragt man sich an dieser Stelle schon warum man diese Sorte von treuen Fans weiterhin so zappeln lassen will. Na man wird sehen was sich Chris und Jon in Zukunft ausdenken und auch auf diesem Album wird Mister Caffery für viele Träumereien einer Reunion der so hochverehrten Band aufkeimen lassen.

Tracklist:

01. Seasons Change 05:14
02. House of Insanity 05:08
03. I Won’t Know 05:49
04. The Fleas 05:04
05. Madonna 05:48
06. Big Brother 04:17
07. Back’s to the Wall 05:41
08. Solitaire 04:51
09. I’m Sorry 06:02
10. Shame 05:14
11. Winter In Hamburg 04:45
12. No Matter What 05:23
13. Get Up, Stand Up (Bob Marley Cover) 04:21

Besetzung:

Chris Caffery (guit & voc)
Paul LaPlaca (guit & keys)
John Macaluso (drums)
Nick Douglas (bass)

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Ram – Lightbringer

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Band: Ram
Titel: Lightbringer
Label: AFM Records
VÖ: 2009
Genre: Traditional Heavy Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Noch ein traditioneller Metal Streich aus dem Hause AFM Records ist mit RAM im Juni in Sicht. Oscar Carlquist (voc), Harry Granroth (guit), Daniel Johansson (guit), Leif Larsson (bass) und Morgan Pettersson (drums) haben ja mit ihrem Erstling „Forced Entry“ für viel Furore sorgen können. Nach 4 Jahren ist es nun soweit und die Schweden sind am 12.06.09 mit ihrem nächsten Streich an der Reihe den traditionellen Liebhabern einzuheizen. Die True Metal Defenders, so wie sie sich sehr gerne nennen sind genau der Stoff, der für alle Kuttenträger zurecht geschnitzt ist und diese werden nach dem ersten antesten des Albums „Lightbringer“ in einen wahren Freudentaumel ausbrechen.

Mit dem Intro „Crushing The Dwarf Of Ignorance“ wird das Album eingeläutet und man erahnt schon was nun folgen wird. Bester True Metal Pathos wie er im Buche steht, der genau für alle Leder, Nieten, Patronen und Kuttenfetischisten zu recht geschnitzt ist. Selbiger Aufruf zum True Metal War erfolgt beim folgenden „Lightbringer“. Bretternde Rhythmusfraktion, die immer wieder irgendwo zwischen Judas Priest und alten Saxon hin und her wechselt, wobei aber erste klarer rauszuhören sind. Mag vielleicht im ersten Reinhören etwas altbacken klingen und auch alten Traditionen wird frisch von der Leber gefrönt und dennoch bestechen die Herrschaften mit viel Pfiff und Charme. Somit beweisen uns die Herrschaften, dass sie durchaus zu mehr fähig sind als eine Schlappe Kopie abgegolten zu werden. Die Schweden zelebrieren hier einfach eine Lehrstunde in Sachen True Metal und so bekommt der geneigte Fan die volle Breitseite vorgepfeffert. Die Verbundenheit zu alten Kapellen der 80er wird auch weiterhin groß geschrieben und obwohl „In Victory“ etwas doomiger aus den Boxen dröhnt, steuert man das Schiff nun in etwas stampfende Gefilde. Der doomige Faktor ist zwar auch weiterhin ein Bestandteil im Gesamtsound, doch deutlich flotter zocken die Herrschaften hier ihr Menü und das ist eine wahre Hymne, zu der man bestens die Fäuste recken kann um nach mehr zu kreischen. Weiterhin pfeifen die Wasa Metaller auf jegliche moderne Beeinflussung und mit viel Charme und Pfiff geht die Reise in die Achtziger weiter. Wie ein Blitz schlägt nun „Awakening the Chimaera“ ein. Ein vor viel Speed gezeichneter Track, der mich einmal mehr sehr stark an Judas Priest erinnert. Wer vielleicht meinen mag, die Götter kann man nur schlapp kopieren, der sollte sich nicht engstirnig zeigen und sich mal ganz genau diese Nummer anhören. Mit Sicherheit wird man hier nach etlichen Sekunden süchtig und wird die Herrschaften als schwedische Söhne von nun an verehren. Mit vielen eigenen Akzenten, die sehr rau und hart erschallen setzen RAM sehr viele eigene Akzente, die man bestens mit altbewährtem Heavy Metal aus den alten Tagen auf einen Konsens gebracht hat. Vor allem bei den etwas dunkleren, raueren, härteren Passagen blicken viele Wegweiser Richtung Mercyfull Fate durch. Herrliche Verbindung das muss man neidlos zugeben, welches immer wieder von schnell, druckvoll bis hinüber zu einigen Breaks im verhaltenen Bereich zu überzeugen weis. Bei „Ghost Pilot (MI II)“ geht man es erst einmal sehr beschaulich, wenn auch mit viel Düsternis an. Wie ein Donnerschlag und mit einem satten düsteren Chorgesang geht es nun weiter, diese Ausrichtung lässt man aber ebenfalls nach etlichen Sekunden hinter sich und man gewinnt wieder an viel Fahrt. Viel Partycharakter hat das Material der Schweden und zu selbigen kann man bestens Bangen und zwar solange bis der Notarzt kommt um die Rübe wieder einzurenken. Die traditionellen Roots haben hier eindeutig die Oberhand und die dunklen Zwischenrufe sind hier das einzige was etwas moderner wirkt. Ständig gibt es einige Soliausbrüche wo sich die beiden Seitenhexer die Finger wund spielen und duellieren. So etwas gab es schon lange nicht mehr, zumindest ist mir bis dato nichts bekannt. Mit dem Beginn von „Suomussalmi (The Few Of Iron)“ hat man sich bei mir persönlich ins Herz gespielt. Sauber was nun geboten wird, eine doomig pathetische Eröffnung die viel Hymnencharakter aufweist. Vergleiche zu etlichen Iron Maiden Tracks der Marke „Rime of the Ancient Mariner“ und Co die hier durchblicken. Der Fan bekommt hier die volle Breitseite des Könnens der Herrschaften geboten und vor allem mit diesem Song haben sich die Schweden ein eigenes Zeichen gesetzt das sie von vielen vergöttern lassen wird. Etliche Wechsel hat man hier parat und so organisieren die Burschen ihren Feldzug auf diesem Neunminütigen Epos immer neu. Grenzgenial und vor allem mit diesem Hymnencharakter zaubert man mir eine Gänsehaut welche nicht mehr so schnell vergeht. Etwas kompakter und speediger geht es nun mit „Blood God“ weiter. Viel Geschwindigkeit, welche mit satten Melodien begleitet wird Schallen hier aus den Boxen. Diese werden immer wieder von Speedausbrüchen und schretternden Gitarrenlinien unterbrochen, wo man noch mehr Stoff gibt. Recht ruhig und beschaulich zeigt man sich das erste Mal bei „Titan“. Sanfte Töne die hier erklingen, lange sollte man sich aber nicht auf diese ruhigen Klänge konzentrieren, denn der Schein trügt. Zwar hat man das Tempo sehr stark gedrosselt und man arbeitet dennoch im flotteren Midtempogefilde. Auch der Beginn von „The Elixir“ ist etwas ruhiger, wenn auch kürzer wie beim Vorgänger ausgefallen. Nach einigen Sekunden hat man ebenfalls mehr an Fahrt zugelegt, die aber die schnellere, stampfende Midtemposchiene nicht überschreitet. Besonders gustiös sind die hymnischen Vocals, die immer von kurzen Speedausbrüchen gekrönt sind. Sehr doomig ist der Beginn von „Prelude to Death“ ausgefallen und diese eingeschlagen Schiene wird auch beibehalten. Bei der letzten Nummer hat man gänzlich auf Vocals verzichtet, was etwas Schade ist, doch so einen gewissen Charme eines Outros besitzt. Hohe Suchtgefahr die hier entsteht und so gleich noch einmal von vorne.

Fazit: Ein Hit jagt hier den nächsten und die Kuttenträger Fraktion bekommt hier die Vollbedienung. Feinster True Metal Stahl der in keiner Sammlung fehlen darf.

Tracklist:

01. Crushing The Dwarf Of Ignorance
02. Lightbringer
03. In Victory
04. Awakening the Chimaera
05. Ghost Pilot (MI II)
06. Suomussalmi (The Few Of Iron)
07. Blood God
08. Titan
09. The Elixir
10. Prelude to Death

Besetzung:

Oscar Carlquist (voc)
Harry Granroth (guit)
Daniel Johansson (guit)
Leif Larsson (bass)
Morgan Pettersson (drums)

Internet:

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Orpheus – Orpheus

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Band: Orpheus
Titel: Orpheus
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ein ganz besonderer Heavy Metal Happen der guten alten Schule hat sich da via Orpheus in unserem Briefkasten verirrt. Die Trondheimer Herrschaften zelebrieren zwar Metal mit viel Old School Attitüden, doch zu altbacken klingt ihr Erstlingswerk dennoch nicht. Eine superbe Mischung aus Iced Earth erwartet die Hörerschaft bei „Orpheus“ und das aber mit einer weiblichen Stimme. Eingespielt wurde der Rundling in der Besetzung Ingrid Galadriel (voc), Kristian Drivenes (guit), Sivert Skaaren (guit), Rune Rickenbacker Engesaeter (bass) und Torgeir Nilsen (drums) und die Norweger haben für euch 8 satte Metal Granaten parat und die darf ich euch heute näher bringen.

„Fuck Me Over“ schallt als Einleitung vorerst einmal sehr beschaulich mit einem leichten Hang zur Melancholie und diese sanften Klänge versüßen erst einmal den Hörgenuss, bevor man sich auf deutlich stampfendere Pfade aufmacht. Sehr facetten- und abwechslungsreich was hier in die erste Nummer gestopft wurde. Gut ausgewählte Breaks lassen kaum erahnen was nun folgt und das steigert das Interesse beim Zuhören ungemein. Zusätzlich zu den Parallelen zu Iced Earth, wären da auch noch Iron Maiden und einige Black Sabbath Einflüsse zu nennen und das vermischen die Norweger zu einem ganz eigenständigen Metal Süppchen das sehr lecker schmeckt. Weiter geht es mit „Constructing“, welches deutlich simpler und flotter dahin rattert. Deutlich rockigere Wege werden hier eingeschlagen und dadurch kommt deutlich mehr Shaker Feeling auf, doch auch ein geneigtes, wohlwollendes Kopfschütteln kann man sich bei den flotteren Ausbrechern nicht verkneifen. Die rockige Schiene wird auch beim anknüpfenden „Bygones“ nicht wirklich verlassen. Was als flotter Opener begann, wird als stampfender Rocker weiter geführt. Doch etliche Kraftausbrüche hieven das Stück immer wieder auf eine flottere Ausfahrt, bevor man zum Ausgangspunkt wieder zurück kehrt. Auch hier achten die Herrschaften auf viele Abwechslung und präsentieren uns das mit ihrer etwas moderner angehauchten Version des Old School Heavy Metal. Recht rotzig und dreckig geht es nun mit „Mr. Manipulative“ weiter. Ein sehr doomiger Rocker mit vielen ungeschliffenen Ecken und Kanten. Damit beweisen Orpheus das sie sehr vielschichtig klingen und es verstehen alle Elementen superb auf einen Nenner zu bringen. Sehr melancholisch startet nun als Nachfolger „Peepin‘ Tom“ durch. Die erreicht man mit einer gut situierten Auswahl an Bass und akustischen Gitarrenklängen und diese haben auch einen kleinen hymnischen Beigeschmack. Sehr düster ist hier das Soundfeeling umgesetzt worden. Dieses behält man bei auch wenn man sich von der etwas ruhigeren Schien nach etwa 2 Minuten verabschiedet hat. Die Weiterführung heißt aber auch hier doomiger Düsterrock der hier eine Gänsehaut verbreitet der man sich nicht entziehen sollte. Sehr viel und das mit vielen Verzierungen hat man diese Nummer auf eine satte Spielzeit von 7:35 Minuten ausgedehnt und dabei behält man es sich vor trotz dieser Beigaben sehr ausgewogen zu klingen und das spricht für das Talent der Truppe. Deutlich, flotter und Rotzrockender geht es mit „Repay“ weiter. Doch auch hier zeigt man den oftmaligen Hang zu Soundexperimenten und diese lassen sich locker mit dem Old School Feeling vereinbaren. Die Formation weiß wie man das Interesse auch weiterhin wecken kann. Denn seien wir uns ehrlich True Metal ist einfach simpler zu Recht gestanzt und das lieben wird, doch auch mit kleinen, oder auch größeren Soundveränderungen, wie es in diesem Fall die Norweger tun macht das Old School angehauchte Material sehr viel Spaß und steigert natürlich das Interesse beim Hören der Scheibe. Deutlich flotter und mehr in Richtung NWOBHM geht es mit „Bloodflow“. Guter Banger im kraftvollen Tempo, welches öfters von einer groovigen, stamfpenden Geschwindigkeit ergänzt wird. Als Abschluss kredenzt man uns noch einmal einen kleinen Nackenbrecker im Stile von Iron Maiden / Iced Earth. „The Plan“ nennt sich dieses Stück und quer durch die Palette machen die Herrschaften viel Tempo und laden zu einer Bangerparty im melodischen Gefilde. Hier kann der geneigte Heavy Metal Fan der alten Schule noch einmal zu den Klängen der Truppe abgehen und sich vom Organ der hübschen Frau Galadriel (he he lustiges Pseudonym) sich verwöhnen lassen.

Fazit: Gut situierter Heavy Metal Happen mit etlichen Erweiterungen im Rock. Nicht zu altbacken und so kann man durchaus bei Fans mit jüngerem Alter das Interesse wecken. Sofern diese auf Power oder Heavy Metal stehen.

Tracklist:

01. Fuck Me Over
02. Constructing
03. Bygones
04. Mr. Manipulative
05. Peepin‘ Tom
06. Repay
07. Bloodflow
08. The Plan

Besetzung:

Ingrid Galadriel (voc)
Kristian Drivenes (guit)
Sivert Skaaren (guit)
Rune Rickenbacker Engesaeter (bass)
Torgeir Nilsen (drums)

Internet:

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Orpheus @ MySpace

Blastanus – Odd

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Band: Blastanus
Titel: Odd
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre:  Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Eine auf die Nuss mit Blastnus das trifft es ganz genau. Die Finnen aus Salo laden auf ihrem Erstlingswerk zu einer Runde Death Metal mit ganz starken Grind Einflüssen ein. Gary (voc), Henri Fredriksson (drums), Mikko Hellström (bass) und Antti Oksanen (guit) rütteln mit ihrem Debüt „Odd“, welches als Eigenproduktion erschienen ist viele Fans auf. Viel Blut geleckt, als auch Wut hat sich wohl in den letzten Jahren bei den Finnen aufgestaut, denn quer durch die Bank bietet die Mannschaft ein wütendes Massaker unter dem Leitspruch Hopp oder Trop.

Unter dem Motto ich prügel dir die Läuse aus dem Zottelfell geht es gleich mit „Greed“ los. Ungestüm und schroff bolzen die Finnen hier eine Grind Orgie runter die nicht ungestümer sein könnte. Genau das passt zu dieser Stilrichtung und somit gibt es hier für Fans kein Halten, denn man animiert mit schnellen, messerscharfen Riffs und markerschütterndem Gebolze.

Deutlicher melodiöser, aber auch dem brutalen Stile treu wird nun mit „Lies That Bind“ weiter gemacht. Fest dem Fuß am Pedal rattert hier die Maschine weiter und säbelt alles nieder was sich ihr in den Weg stellt. Melodien erweitern hier seitens der Gitarrenfraktion sehr passabel das Gesamtbild und bieten das nötige Maß an Ablöse zwischen dem Geschmetter das man auch hier als Grundlinie auffährt. Weiterhin darf die Rübe durchgeschüttelt werden bis die Nackenschmerzen einsetzen.

Ein Bolz Massaker jagt auf diesem Silberling den nächsten. Da steht auch „Nihility Neighbourhood“ dem Programm nichts nach. Allerdings zeigt man sich hier mehrheitlich verspielter als bei den vorangegangen Stücken. Das Grundkonzept ist weiterhin barsch und ultrabrutal, allerdings spielt sich hier der Axtschwinger sehr dominant und soliert immer etwas länger. Gute Kombination um nicht im zu simplen Eck zu verschwinden.

Knüppel aus dem Sack heißt es nun bei „Rathunting“. Speedig, fetzend voran treibend walzt man hier alles um. Gegrunze und Gegrowle finden gleichermaßen als Vocaleinlage Verwendung, genauso wie schizophrene Gitarrenspielereien. Überfordert wird man dennoch durch all diese Einlagen nicht, denn pressgenau vermögen die Finnen alles unter einen Hut zu bringen.

Ein langatmiger Beginn wird uns erst einmal als Ruhephase zu Beginn von „Scam“ vorgegaukelt. Der Hörer sei aber an dieser Stelle vorgewarnt, lange braucht man auf die Salo Grinder nicht warten. Im rollenden Stil a laKataklysm mit vielen messerscharfen Gitarrenlicks setzt man gleich zum Angriff an. Diese mündet schlussendlich immer wieder zu einer wahren Prügelorgie vor der es kein Entrinnen gibt.

Weiter im Stile der kanadischen Holzfäller Metaller macht man mit „Drumstick Made Eyehole“ weiter. Kurzes wildes Massaker das man hier abhält und schlussendlich nur Staub und Asche hinterlässt. Ungestüm, wild und simpel wird hier die rostige Kettensäge am Laufen gehalten.

Mehr mit stampfender Rhythmik wurde nun „In Distress“ ausgerichtet. Wie ein Zombie dass eine Leiche hinter sich her schleift wird vorerst gezockt. Dennoch kommt es auch schon sogleich zu einer wilden Verfolgungsjagd, wo man extrem auf die Tube drückt. Wie ein Tritt in den Allerwertesten wurde hier die Umstrukturierung vor genommen.

Wieder zurück im rollenden Gewässer kehrt man mit „Burn, Bitch“ zurück. Dieser Anteil bietet auch das Grundgerüst aus dem man immer wieder blitzartig ausbricht und mit festem Tritt aufs Pedal drückt.

Das komplette Ausrasten beschert man uns mit dem darauf folgenden „Odd Times“. Ein wildes Gemetzel erschließt sich hier dem Hörer und man kann durch diese aufwiegelnde Rhythmusfraktion kaum ruhig sitzen. Superber Rauf, als auch Circle Pit Track der fast durchgehend abgeht wie die Post. Ein kurzer Stopp der sehr witzig im Gesamteindruck rüber kommt und schon bolzt die Truppe wieder aus den vollen.

„Hese“ ist ein aufbäumen von gerade mal 7 Sekunden. Soll wohl eine Ballade sein! Scherz beiseite mit diesen Einlagen kann ich persönlich nicht viel Anfangen denn es klingt als hätte man den Rest vergessen auf Cd zu bannen.

Versöhnlich stimmt man uns mit dem punkig – thrashigen „Punk Bitch Part One“. Rollender Track mit viel Punkeinfluss und das weiß anzustecken sich mit Metalheads im Pit zu duellieren.

„Punk Bitch Part Two“ folgt gleich auf dem Fuße und man macht gleich dort weiter wo man mit dem Vorgänger aufgehört hat. Allerdings hat man die Punk Einflüsse gänzlich über Bord geworfen und zockt somit lieber ein wildes, schroffes Grind Massaker runter.

Thrashig wird nun mit „Overgrow the Government“ angeknüpft. Auch leichte Black Metal Blast Beats schrettert man sich hier locker aus dem Ärmel. Sehr witzige aber durchaus überzeugende Kombination.

„Calyptron“ ist der längste Track auf dem Rundling. Thrash trifft hier auf wildes Death – Grind Massaker. Gut ausgefeilt vereint man diese Elemente und es darf zu den enthemmten Klängen die Rübe bis zum Umfallen geschüttelt werden. Kurze Ruhephasen wurden hier als Erweiterung eingebaut, doch lange hält man dies nicht durch, schon kribbelt es den Finnen wieder in den Fingern und es wird wieder heißblütig in die Saiten greifen.

Leicht melancholisch, mit Lagerfeuerknistern wird „Incarnation“ gestartet. Seltsame, aber durchaus interessante Einführung, da man drauf brennt zu erfahren wie es hier weiter geht. Black Metal Blast Beat like schrettert man sich hier den Weg frei. Auch vom Klang her wandelt man hier auf fast Old School lastigen Schwarzwurzel Pfaden. Wie eine ruckartige Kurskorrektur kommt einem dies vor. Gut zum Abgehen aber ein doch zu abrupter Stilwechsel.

Wieder zurück im Bolzgewässer kehrt man mit „King Of Encrustations“ zurück. Schroffes Geschmetter das uns hier als finaler Todesstoß vorgesetzt wird. Eine Drehung um 180 Grad wurde hier noch einmal vollzogen. Grunzeinlagen und rabiate Wechsel reichen sich hier ständig die Hände und somit kann man zum Schluss des Silberlings noch einmal komplett ausrasten.

Fazit: Grind Death Massaker wie man es liebt und auch braucht. Wild ungestüm und ohne merklichen Kompromisse. Lediglich Track Nummer 15 bricht hier aus der Norm aus. Passt zwar nicht zu den üblichen Songs, aber zum Abgehen ist dieser ebenfalls durchaus legitim.

Tracklist:

01. Greed 02:06
02. Lies That Bind 02:09
03. Nihility Neighbourhood 02:47
04. Rathunting 02:06
05. Scam 03:10
06. Drumstick Made Eyehole 01:30
07. In Distress 01:36
08. Burn, Bitch 02:25
09. Odd Times 01:58
10. Hese 00:07
11. Punk Bitch Part One 01:07
12. Punk Bitch Part Two 01:59
13. Overgrow the Government 02:38
14. Calyptron 04:11
15. Incarnation 03:30
16. King Of Encrustations 02:01

Besetzung:

Gary (voc)
Henri Fredriksson (drums)
Mikko Hellström (bass)
Antti Oksanen (guit)

Internet:

Blastanus @ Facebook

Blastanus @ MySpace

Seventh Angel – The Dust of Years

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Band: Seventh Angel
Titel: The Dust of Years
Label: Bombworks Records
VÖ: 2009
Genre: Thrash/Doom Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die aus Netherton England stammenden Thrasher Seventh Angel werkeln ja schon seit vielen Jahren im Underground herum. So richtig bekannt dürften sie aber nur wenigen sein, was wohl auch ein Grund dafür war, das man kurzzeitig mal das Handtuch geworfen hat. Mittlerweile hat man sich in der Besetzung Ian Arkley (voc & guit), Andrew Thompson (drums), Simon Bibby (guit) und Mark Broomhead (bass) wieder zusammen gerauft und mit „The Dust of Years“ steht nach der Best of Compilation das erste neue Lebenszeichen der Jungs in den Ladenregalen. Reiner Thrash wird von ihnen nicht praktiziert und so mischen sie einiges zu einem herben, düsteren Gebräu zusammen, wobei Death und einige Doom Elemente hier die größten Inkredenzien zu sein scheinen.

Erstplazierter Track des Outputs ist „Chaos of Dreams“ welcher nach einer thrashigen Einleitung mit vielen doomigen, als auch dreckig schwermütigen Anleihen ausgestattet wurde. Sehr farbenbunt was man hier zelebriert, wobei man doch das eine ums andere mal sehr tiefgründig klingt und dadurch den Zuhörer tief runter zieht. Sehr orientalisch ist die Einleitung von „The Turning Tide“ geworden. Im Anschluss wird eine sehr düstere, rotzende Schiene gefahren, wobei man aber immer noch das gewisse Quäntchen am orientalischen Spiel festhält, was für diesen Track das non plus ultra ist und ihn sehr bemerkenswert klingen lässt, was auch an dem Gebräu zwischen düsteren, harten und melancholischen Momenten liegt. Sehr ähnlich wurde nun „Exordium“ ausgestattet, obwohl man hier deutlich zäher zur Sache geht und dadurch einen sehr schleppenden, doomigen Sound fabriziert hat. Pentagram/Mezarkabul Fans dürften hier vollends begeistert sein, das erklärt auch warum meine Person mit dem Material der Engländer binnen Sekunden etwas anfangen konnte. Nach dieser zähen Vorgängernummer geht man es mit „Weep Not for Us“ etwas flotter und melodischer an. Die Parallelen zu den türkischen Kollegen werden immer stärker, auch wenn es diese Herrschaften deutlich räudiger und rotzender angehen. Schwermütige Nummer mit deutlich mehr Tempo unterm Hintern die mit einigen sehr speedigen Ausbrüchen aufwartet. Mit einem Chorgesang von Mönchen und einem Sprachgesang wird nun „Abélard and Heloise“ eingeläutet. Erst nach ca. 2:30 Minuten wird dann wieder Schmackes geboten, bis dahin wird genau die eingeschlagene Eröffnung durchgezogen. Doch nach dem Wechsel stampft man im besten schleppenden Doomgefilde dahin, welche uns durch einige melodische Solischübe zu Recht gestanzt wurde. „In Ruins“ beginnt recht gleichwertig was den doomigen Sound betrifft, wobei man hier deutlich flotter nach etlichen Sekunden durch die Anlageboxen dröhnt. Auch dreckiger, härter grunzt und kreischt der Frontmann hier ins Mikro das man dabei eine Gänsehaut bekommt. Einen sehr düsteren Track den man hier geschaffen hat und das mit viel Charme und mit doch mittelmäßigem Tempo. Fast Gothic like schallt nun der Beginn von „Lamentations“ daher. Wobei man zwar die Geschwindigkeit weiterhin beibehält, doch nur ganz dezent einige Nuancen nachjustiert, dass man vom Wechsel kaum etwas mitbekommt. Denn es geht wieder in gewohnte Gefilde auf. Spätestens nach 2 Minuten versucht der Trupp wieder etwas mehr das Pedal zu drücken um die Geschwindigkeit zu steigern. Das besondere etwas wird aber von den Duettgesängen bzw. Shouts geboten, welche sehr theatralisch wirken. Ruhig mit besonnen Gitarrenspiel wird nun der längste Track des Albums eingeläutet, selbiger nennt sich „The Raven Sky“ und ist eine ganz schön monumentale Nummer geworden. Hier tobt man sich an vorletzter Stelle noch einmal gehörig aus und offeriert uns so ein langes Stück welches so ziemlich jeglichen Einfluss der Engländer beinhaltet. Ab der Mitte begibt man sich auf eine flottere Schiene auf und brettert auf dieser ordentlich dreckig dahin, bevor es zum Ende hin noch etwas ruhiger und sanfter wird. In diesem Fall hat man Querflöten als Abrundung eingebaut und das klingt verdammt klasse. Ein recht eigenwilliges Klangoutro hat man mit „Oswiecim“ geschaffen. Startet man diesen noch mit sanften ruhigen, akustischen Gitarren, die durch einige Bombastspielereien komplettiert wurden, so dröhnt nach 2 Minuten ein Soundklang durch die Boxen auf den man meiner Meinung nach verzichten hätte können.

Fazit: Saubere Wiederkehr dieser Herrschaften, weiß zu gefallen und dabei muss man sich nicht unbedingt dem Doom verschrieben haben. Thrash/Death/Power Metal trifft hier auf viele Doom Elementen die man sauber auf einen Nenner gebracht hat.

Tracklist:

01. Chaos of Dreams 05:08
02. The Turning Tide 05:00
03. Exordium 06:06
04. Weep Not for Us 06:10
05. Abélard and Heloise 06:31
06. In Ruins 07:11
07. Lamentations 07:33
08. The Raven Sky 10:04
09. Oswiecim 05:28

Besetzung:

Ian Arkley (voc & guit)
Andrew Thompson (drums)
Simon Bibby (guit)
Mark Broomhead (bass)

Internet:

Seventh Angel Website

Seventh Angel @ MySpace

Graveworm – Diabolical Figures

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Band: Graveworm
Titel: Diabolical Figures
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Dark Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Die Grabwürmer sind nach zweijähriger Schaffenspause wieder zurück. Live hatten uns die Südtiroler immer schon begeistern können und so war vor allem meine Person schon gespannt wie die Weiterführung von „Collateral Deffect“ klingen würde. Am 26.06.09 ist es nun soweit und mit „Diabolical Figures“ ist nun das Album Nummer 7 soweit via Massacre Records in die Plattenläden gehieft zu werden. Stefan Fiori (voc), Eric Righi (guit), Orgler „Stirz“ Thomas (guit), Harry Klenk (bass), Sabine Mair (keys) und Maschtl Innerbichler (drums) haben schon immer mit einem verschmitzten, diabolischen Lächeln bzw. Augenzwinkern ihre Thematik an den Metal Fan gebracht. Doch eines hat man merklich verändert, nämlich den Härtegrad hat man merklich nach oben geschraubt und das steht unseren südlichen Nachbarn sehr gut.

„Vengeance Is Sworn“ ist wie ein Blitzgewitter und ballert amtlich daher. Auf die Mischung aus alten Crematory Sachen hat man hier einmal mehr nicht verzichtet, obwohl es Graveworm noch nie so sonderlich rein Gothic like angegangen sind. Muss aber sagen durch die gehörige Mischung die man hier auf den Silberling gebannt hat wirkt das Stück äußerst Farben- und Facettenreich. Nach etlichen kürzeren Stopps wird wieder ordentlich gebrettert was das Zeug hergibt und die Dame hinterm Keyboard versorgt ihre Kollegen mit gut ausgefeilten Keyboardarrangements die zu keinem Zeitpunkt kitschig klingen. Sehr modern lastig geht es nun mit „Circus Of The Damned“ weiter. Diese Seite war mir persönlich noch recht unbekannt von der Truppe. Muss aber sagen steht ihnen gar nicht schlecht. Keine Angst es gibt hier keine klare Tendenz in den Kindergarten Metal, aber der Key bzw. orchestrale Hintergrund klingt sehr erfrischend und etwas moderner. Im Großen und Ganzen gibt es auch hier die Weiterführung für alle Fetischisten, die sich gerne von Nackenfräsenden Rhythmen anstecken lassen. Den zusätzlichen Härtegrad liefert hier der Frontmann der wieder einmal Gischt und Galle spuckt und alles rausbrüllt was sich in den letzten Jahren bei ihm aufgestaut hat. Der recht blecherne Drumsound reiht sich nahtlos ein und macht die Nummer sehr roh und ungeschliffen. So etwas schaffen nur die Südtiroler, bei anderen würde dies wohl stümperhaft dahindümpeln. Die laufende Kettensäge verstummt auch beim folgenden „Diabolical Figures“ nicht. Obwohl man hier das Tempo merklich gedrosselt hat und man erst einmal im flotteren Midtempobereich auslangen findet. Erst nach und nach zünden hier die Triebwerke, wobei man den gewissen Grat nicht überschreitet und so einen guten Düstertrack mit vielen klassichen Tasteneinlagen verschönert hat. Nur diese bieten hier das gewisse Maß an Melodie, denn der restliche Bandtross brettert hier sehr rau und dreckig dahin. Zackiger und mit viel Feuer unterm Hinter serviert man uns nun „Hell’s Creation“. Mit einer diabolischen Geschwindigkeit raubt man einem beim Zuhören hier alle Sinne. Von der Machart, sprich dem Wechsel zwischen Keyboard und bretternder Härte wird hier dem Vorgänger zwar ähnlich gewerkt, wobei man aber hier viel Geschwindigkeit ins Spiel einfließen hat lassen und diese Rhythmen wühlen einen ordentlich auf. Kurze Breaks läuten den melodischen Teil ein, bevor wieder das Gaspedal ordentlich gedrückt wird. Ruhig erklingt nun der Beginn von „Forlorn Hope“, welcher mit sauberen, gediegenen Synthyarrangements angereichert wurde. Doch lange wehrt die Ruhe hier nicht und wie bei einem Überfall brüllt Stefan den harten Teil des Stücks ein. Vom Tempo her lässt man es hier sehr schwermütig angehen, doch einfach allein schon durch das Gebrülle des Frontgrunzers kommt keine melancholische Stimmung auf und das ist im Falle von Graveworm auch gut so. Wobei ich glaube auf diesem Machwerk hat man ein gutes Auslangen an Gothic und Death/Black Metal Tradermarks gefunden, wo man auf eine gleichberechtigte Mischung geachtet hat. Mit „Architects Of Hate“ bekommt man genau das was der Titel aussagt. Die volle Wut und Härte in Reinkultur, wobei hier im besten Brettersound dahingezockt wird wie eine Dampfwalze die alles Platt macht. Die Keyeinschübe sind etwas dezenter ausgefallen und der Fronter brüllt einmal mehr einen eisiges Programm. Schöner, roher Bangertrack mit vielen scharfen Ecken und Kanten. Weiter geht die unaufhaltsame Fahrt des Südtiroler Todeskommandos mit „New Disorder“, wobei hier nach und nach die Synthysounds von Sabine mehr Oberwasser bekommen. Doch weiterhin dominant halten ihre Bandkollegen die Zügel fest im Griff und liefern sich hier eine fetzende Schlacht in bester Manier zu dem man sich bestens eine Nackenverstauchung zuziehen kann. „Message In A Bottle“ sorgte bei mir erst einmal für Verwunderung. Erst nach dem zweiten Durchlauf bin ich drauf gekommen das es sich hier um eine Abänderung des Police Klassikers handeln muss. Nach dem fünften Durchlauf ist mir klar es ist diese Nummer aus den 80ern und ich muss sagen ich verneige mich vor Graveworm, denn dieses Cover ist einfach so grenzgenial in Szene gesetzt dass einem nichts anderes übrig bleibt. Cover gibt es viele, doch so eine gute und mit viel Eigendynamik versehenes Stück habe ich selten erlebt. Das spricht einfach für das Können der Südtiroler, Hut ab. Genug gecovert, denn mit „Ignoreance Of Gods“ bläst man uns wieder im besten rotzigen Düsterstil die Ohren durch. Der gewisse modernde Grad wird durch einige Soundverzerrungen an den Vocals geliefert. Die passen sehr gut dazu und geben dem Track den gewissen modernen Anstrich. Den Abschluss bekommen wir noch durch „The Reckoning“ geboten. Einem bretternden Outro dass, das Album bestens ausklingen lässt.

Fazit: Geiles Teil das uns hier von Graveworm geboten wird. Gute Weiterführung des Stils und dennoch härter und intensiver mit einer fast durchgehend gleichberechtigten Mischung aus Düster und Synthyklängen. Feiner Silberling muss man haben, schon alleine wegen dem Grenzgeilen Cover von Police.

Tracklist:

01. Vengeance Is Sworn 04:17
02. Circus Of The Damned 05:58
03. Diabolical Figures 04:54
04. Hell’s Creation 04:04
05. Forlorn Hope 06:27
06. Architects Of Hate 04:06
07. New Disorder 03:09
08. Message In A Bottle 04:16
09. Ignoreance Of Gods 04:56
10. The Reckoning 02:14

Besetzung:

Stefan Fiori (voc)
Eric Righi (guit)
Orgler „Stirz“ Thomas (guit)
Harry Klenk (bass)
Sabine Mair (keys)
Maschtl Innerbichler (drums)

Internet:

Graveworm Website

Graveworm @ Facebook