Band: Saidian
Titel: Evercircle
Label: Blistering Records
VÖ: 2009
Genre: Melodic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Feinster Melodic Metal aus deutschen Landen wird von Saidian zelebriert. Wer auf eine gehörige Portion steht wird mit diesen Jungs eine helle Freude haben. Das mittlerweile dritte Machwerk wird am 29.05.09 auf die Metal Welt los gelassen und Markus Engelfried (voc), Rodrigo Blattert (guit), Stephan Lueddemann (bass), Bernd Heining (drums) und Markus Bohr (keys) haben nochmals einen Zahn zulegen können. Gute Mischung aus Edguy meets Sonata Arctica wir von ihnen fürs Gehör geboten.

Mit Kling, Klang und Gloria geht es gleich bei „Out Of The Shadows“ los. Binnen Sekunden entpuppen sich etliche Parallelen zu den Landsmännern aus Fulda. Nicht etwa neueren Datums, nein sondern alten Roots von Edguy wird hier mächtig gefrönt. Auch die Stimme des Fronters ist der von Tobias Sammet sehr ähnlich. Als schlappe Kopie sollte man diese Herrschaften aber nicht abtun, denn man geht mit viel Freude ans Werk und setzt dabei etliche eigene Akzente. Wer auf den modernen Zug pfeift bekommt hier bestes Melodic Metal Kraftfutter mit älteren Trademarks. „Tokyo“ beginnt mit etlichen verträumten Keyboardspielereien und auch im Anschluss geht der Trupp zwar flotter, aber lieblicher zu werke. Stampfenden Rhythmen paart man hier gekonnt mit sanften Gesängen und dezentem Keyboardspiel. „Solomon’s Dance“ beginnt äußerst heroisch, was auch am Synthy Sound liegt. Wobei der Grundrhythmus des Keyboards ein wenig den Hörgenuss schmälert, denn er ist eindeutig zu kitschig ausgefallen. Doch nach etlichen Sekunden ackert der Trupp etwas rauer und nur die Stimme des Fronters holt die Formation in den Melodic Bereich zurück. Die Rhythmusfraktion legt hier nämlich einige Härtegradscheite nach, was im Gesamten sehr gut passt und den Kitschpegel nach unten schiebt. Viele heroische Refrainchöre werten das Ganze um Ecken auf und komplettieren so eine gute Nummer, bei der man das eine oder andere Mal das Tastenspiel etwas dezenter ausfallen hätte lassen sollen. Die ruhige klassische Einleitung läutet nun den Beginn von „Once In My Dreams“ ein. Die nun folgende balladeske Ausrichtung ist für einen vollkommenen, besonnenen Hörgenuss und hier kann man sich getrost zurück lehnen und den warmherzigen Klängen genussvoll lauschen. Sehr elektronisch ist nun die Eröffnung bei „Pale Moon Rider“ ausgefallen. Danach wird aber sehr zackig weiter musiziert und man bekommt dadurch eine recht stampfende Nummer geboten, die mit etlichen ruhigeren, als auch einigen melodischen Ausbrüchen aufwartet. Gut auf den Nenner gebracht entpuppt sich das Stück als regelrechte Saidian Hymne. Weiter geht es auch schon mit „Stroke Of Genius“, welches ebenfalls mit einer dominierenden Keyboardeinleitung aufwartet, nach dieser wird aber im stampfenden Midtempogefilde weiter gewerkelt und auch etliche Rockelemente wurden zum Gesamtsound beigefügt, die sich sehr gut einfügen. Der monumentale Kracher „Moonlight’s Calling“ wird durch ein klassisches Klavierstück eröffnet. Sanfte Streichermelodien werden von einem lieblichen Gesang des Fronters begleitet, der unvermindert zum Zurücklehnen verleitet, doch wie ein Blitzschlag geht es gleich flott weiter. Erinnert mich persönlich durch diese Bandbreite zwischen Oper, Melodie und dem gewissen Grad an bretternder Härte an so manchen Avantasia Track. Kantiger und rauer geht es nun mit „Sign In The Sky“ weiter, dem man einmal mehr etliche rockige und funkige Elemente beigefügt hat. Quer durchs Gemüsebeet geht es hier mit der Formation, etliche Wechsel werden durch große Sprünge recht gut vermischt und unterm Strich ist der Truppe eine sehr gute Mischung aus Melodie, Rock und etlichen klassischen, Opern haften Elementen gelungen. Die heroische Gitarreneröffnung von „The Princess“ ist ein wahrer Genuss für alle Gitarrensoli Liebhaber, doch lange wird hier nicht auf Ego gemacht und es geht in bester Manier temporeich weiter. Etliche Midtempoparts lösen die galoppierenden Parts ab, bevor man in selbige wieder zurückkehrt. Eine pompöse Orgeleröffnung lässt das nahende Ende erahnen. Dieses wird durch den monumentalen Kracher „Halos For Everyone“ geboten. Eine weitere Hymne die uns die Jungs hier am Ende noch mal bescheren.

Fazit: Edguy Fans der ersten Stunde dürften hier viel Freude mit dem Material haben. Ob man es gerne hört oder nicht es lässt sich nicht verschweigen, dass man sehr oft an die ersten Werke der Fuldaraner erinnert wird. Dennoch macht das Material bis auf einige zu kitschige Keyboardpassagen durchaus Laune.

Tracklist:

01. Out Of The Shadows
02. Tokyo
03. Solomon’s Dance
04. Once In My Dreams
05. Pale Moon Rider
06. Stroke Of Genius
07. Moonlight’s Calling
08. Sign In The Sky
09. The Princess
10. Halos For Everyone

Besetzung:

Markus Engelfried (voc)
Rodrigo Blattert (guit)
Stephan Lueddemann (bass)
Bernd Heining (drums)
Markus Bohr (keys)

Internet:

Saidian Website

Saidian @ MySpace

Saidian @ Last FM

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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