Milan Polak – Murphy’s Law

Band: Milan Polak
Titel: Murphy’s Law
Label: Lion Music
VÖ: 2015
Genre: AOR/Melodic Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Nach zwei Instrumental Scheiben war es wirklich an der Zeit das Milan Polak das erste Album mit Vocals veröffentlicht. Es ist halt immer so eine Sache mit Instrumental Scheiben, sie sind zwar recht nett anzuhören, doch so richtig vom Hocker reißen einen solche nie, zumindest mich nicht. Mit Fabio Trentini (bass) und Simon Michael (drums) gestärkt serviert uns der in Wien geborene Musiker ein gutes Rockscheibchen. „Murphys Law“ nennt sich das Machwerk und wird am 19.06.09 via Lion Music in den Läden stehen.

Der Weltenbummler und seine Mannen rocken mit dem gleichnamigen Titeltrack „Murphy’s Law“ gleich zu Beginn ordentlich das Haus. Schöner Rocksong, der mit vielen klareren Strukturen glänzt. Einige moderne Einflüsse im Rhythmusbereich lassen den Song von einer breiten Facette erscheinen, diese wird mit etlichen Blickrichtungen in den amerikanischen Rocksektor komplettiert. Gute Mischung die recht groovig rüberkommt und allemal zum Abshaken geeignet ist. Einige kurze, ruhigere Zwischenbreaks komplettieren die Nummer und schaffen so einen sehr farbenbuntes Soundbild. „No God“ wird ebenfalls flotter nachgeschoben und die klareren Strukturen kommen nur mehr vom Gesang. Somit bekommt man hier eine recht groovende Rocknummer, die an und ab viel sanfter aus den Boxen schallt. Selbige werden immer von flotteren Ausbrüchen abgelöst. Sehr facettenreich was uns hier geboten wird und das ganze weis von einer sehr modernen Seite zu überzeugen ohne dabei traditionelle Roots zu verraten. Mit einer orientalischen Soundspielerei serviert man uns nun die nächste Nummer in Form von „Inner Truth“. Oh hier hat man eine sehr moderne Ausrichtung gefunden, diese weis aber mit viel Charme zu überzeugen. Sehr beeindruckend wie man sich hier gibt, denn es gibt hier eine gute Vermischung aus traditionellen und modernen Elementen. Wobei letztere hier weites gehend das Geschehen dominieren. Durch diesen recht spritzigen Charme hebt man sich aber von medientauglicherem Material anderer Kapellen sehr gut ab. Vor allem die orientalischen Einflüsse die man immer wieder kurz eingearbeitet hat sind das ganz besondere Schmankerl der Nummer. Mit einer ruhigen progressiven Einleitung wartet man bei „Losing Me“ auf. Selbige wird erst einmal weiter beibehalten und man zeigt sich deutlich sanfter und klarer. Schöne sanfte, akustische Gitarrenspielereien die von einer guten, sanften Stimme begleitet wird. Erst nach etwa einer Minute bricht man deutlich flotter durch. Somit hat man eine gute Mischung aus sanften Rockklängen und flotteren Midtemporhythmen geschaffen, die noch mit zusätzlichen Southern Rock klingendem Gitarrenspiel angereichert wurde. Schöner Hörgenuss, wenn auch im besonnenen Bereich. „Wannabes“ lässt laut aufhorchen, denn der Beginn klingt wie die Einleitung von einigen Disturbed Songs. Doch diese Schiene hat der gute Milan nicht für sich gepachtet und im Anschluss gibt es wieder gutes Rockkraftfutter mit einer sehr rauen Gitarrenschlagseite. Von der Machart sehr ähnlich, wenn auch deutlich mit dezenter Tempodrosselung ist nun „The Opposite Of Love“ ausgefallen. Dem Groovefaktor behält man trotz der Geschwindigkeitsverminderung bei und zusätzlich gibt es viele Eckpfeiler in die Südstaaten. Diese Vermengung hat man auf eine sehr gute Weise auf einen Nenner gebracht und so bietet man dem Zuhörer eine gute, breite Mischung im Rockbereich, die für jüngere, als auch ältere Generationen geschaffen ist. Zackiger, flotter knallt nun „Sheeple“ daher. Die flotte Einleitung wird von vielen groovigen, als auch funkigen Ausrichtungen unterbrochen, doch stet achtet man auf den gleichberechtigten Einsatz und so bekommt man hier recht Facettenreiche Kost geboten. Ruhig und beschaulich geht es nun mit „Torn“ weiter, bei der sanfte, balladeske Klänge einen verwöhnen. Erinnert an viele Balladen von amerikanischen Rockkapellen und wer mit so etwas anfangen kann, der kann sich hier getrost zurück lehnen und sich von diesem Stück verwöhnen lassen. So genug geträumt, denn mit „Alien Nation“ gibt es nun wieder deutlich flottere Kost, bei der einmal mehr der Groove Faktor ganz oben steht. Kurze, klarere Breaks sind hier die Abwechslung, jedoch bleiben die erdigen Arrangements weiterhin der Hauptbestandteil des Gesamtsounds und bis jetzt macht das sehr viel her. „Fake“ wurde zwar mit einer sehr temporeichen Einleitung versehen, doch kehrt man nach etlichen Sekunden in den ruhigeren Bereich zurück. Immer wieder kommen etliche Kraftausbrüche zum Einsatz, doch im Großen und Ganzen wird man hier von einer besonnenen Seite verwöhnt. Mit „The Mystery Of Life“ steht die letzte Nummer des Albums an und bei dieser hat sich Herr Polak viel einfallen lassen. Einige gut und klar strukturierte Rockelemente hat er mit einigen progressiven und groovenden Ausbrüchen versehen und sich somit sein eigenes Monumentalwerk ans Ende gestellt.

Faizt: Sehr gutes Rockalbum, das mit vielen modernen Einfällen zu gefallen weis. Den Weltenbummler nimmt man ihm sofort ab, denn wo auch der gute Milan seine Zeit seit seiner Geburt in Österreich verbracht hat, aus all diesen Ländern sind einigen Einflüsse ins Material geflossen. Diese hat man sehr beachtlich mit der Thematik von Murphys Gesetz getan und so ein Machwerk geschaffen das viele Fans interessieren könnte, vor allem durch den Facettenreichen Klang.

Tracklist:

01 Murphy’s Law
02 No God
03 Inner Truth
04 Losing Me
05 Wannabes
06 The Opposite Of Love
07 Sheeple
08 Torn
09 Alien Nation
10 Fake
11 The Mystery Of Life

Besetzung:

Milan Polak (voc, guit)
Fabio Trentini (bass)
Simon Michael (drums)

Internet:

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Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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