Dead Means Nothing – Dead Means Nothing

Band: Dead Means Nothing
Titel: Dead Means Nothing
Label: Saol
VÖ: 2009
Genre: Rock´n´Roll
Bewertung: 2,5/5
Written by: Robert

Der Motorrad Unfall von Mickey Rude war der Auslöser das Dead Means Nothing entstanden sind. Er musste von den Drums zur Gitarre wechseln und lernte 1997 den Drummer Django kennen. Zu zweit arrangierten sie die ersten Songs und trafen dann 1998 auf den Basser Marc O´Caine, mit dem sie dann auch gleich den ersten Silberling „Make It Evil“ aufnahmen. Leider war auch im Jahre 1999 wieder Schicht im Schacht und erst 2006 hat sich das Trio wieder aufgerafft um gemeinsame Sache zu machen. Gut Ding braucht weile und so wurde 2009 das neustes Machwerk mit dem Namen „Nothing of Devintiy“ veröffentlicht. Nicht nur das sie aus England stammen, nein klingen sie doch auch auf ihrem neuesten Werk wie die Söhne eines gewissen Lemmy mit Motörhead.

„Missing Honey“ rotiert mit viel Rock n‘ Roll Feeling und einer gewaltigen Brise an räudigem Rotz daher. Wie ein ungeschliffener Diamant wurde der Sound sehr rau ausgerichtet und das verleiht dem Stück das gewisse Etwas. Recht rockig geht es nun im besten Motörhead Stil weiter. „Thy Will Be Done“ klingt wie eine flotte Version von „Scatch Scratch Fever“ und da March Ör Die zu meinen Favoriten in der Discographie von Warzennase und Co gehört weis mich auch die moderne Version vom Fleck weg zu begeistern. Ob die Welt Kinder von Motörhead braucht sei dahingestellt, wenn man sich das Material dieser englischen Truppe anhört wird man zwar auch ein weiters mal die Geister spalten, doch sollte man sich hüten sie als schlappe Kopie abzutun. „Teenage Punkrock“ rotzt weiter im Milieu von Lemmy und Co und dabei rocken seine Söhne ordentlich das Haus und zusätzlich versprüht man noch einige, kleine Punkspritzer. Superber Shakesong den man geschaffen hat und auch einige hymnische Charakterzüge werten das Stück ordentlich auf. Den Fuß hat man zu Beginn von „Nothing Of Devinity“ ganz klar vom Pedal genommen und hier bekommen wir eine gute Mischung aus rauen Funk und Groove Elementen geboten. Sehr witzige Gefühlsmischung die uns hier unterbreitet wird. Einerseits will man fröhliche Momente durchblicken lassen, doch schlussendlich wirkt das Stück sehr leidend und melancholisch. Nach dieser doch eher ruhigen Nummer geht es mit „Back In Town“ etwas flotter dahin. Flotter Rotzrocker mit vielen scharen Ecken und Kanten zudem wieder ordentlich ins Mikro geröhrt wird. Immer wieder fungiert der Bandboss mit seinen Riffs als kurze Melodieattacke, doch im Großen und Ganzen galoppiert das Trio recht flott und herb dahin und das im besten Rotzrockstil. Etwas klarer wurde nun der Sound von „Becoming“ ausgestattet. Ein rabiater Tempowechsel von 100 auf Schrittgeschwindigkeit wurde hier vollzogen und somit verbleibt man eher im gemäßigten Galoppstil. Dadurch kommen immer wieder gute Shake und Grooveparts zum Vorschein. Mit „Fuck Yourself“ legt man wieder einige Scheit nach und dadurch wechselt man immer wieder vom Groove Bereich hinüber in den etwas flotteren Rotzrockbereich und selbiger wurde einmal mehr mit einigen Punkanleihen ausgestattet. Eine gute Brise des Rock n‘ Roll wird nun mit „Paroled“ groß geschrieben. Flotter, klarer Rocker mit einigen raueren Ecken, doch der klare ausgerichtete Sound überwiegt die größte Strecke des Songs. Der Frontmann zeigt sich hier von einer sehr wütenden Seite und brüllt des Öfteren härter und wutentbrannt ins Mikro. Rundet den Gesamteindruck gar nicht mal so schlecht ab. Deutlich mit viel Punk wurde nun „Wishlist“ angereichert. Dennoch man verbleibt in der Motörhead Ecke und wagt öfters kurze Ausrutscher in Punkige Gefilde. Klingt wie eine räudige, modern verzerrte Nummer von Mr. Warzennase und seinen Kumpels. Deutlich klarer zu seinen Vorbildern tendiert man mit dem regulären Abschluss „Ya Mama Don’t Like Me“ welches ohne wenn und aber sehr viele Eckpfeiler zu ihren Helden aufweist. Shakender Track mit ordentlichem Tempo und viel Rotzfeeling darf dabei auch nicht fehlen und selbiges schlotzen uns die Engländer ordentlich ins Gesicht. Abgerundet wird der Silberling noch mit dem Motörhead Cover „Going To Brasil“. Ähm was soll man sagen Motörhead in fast Reinkultur. Lediglich einige Verzerrungen wurden als Eigendynamik eingesetzt. Nette Nummer, doch wird sie halt nicht an das Original ran kommen und geht dadurch eher unter.

Fazit: Man kann jetzt laut schreien wer braucht denn noch eine Motörhead Kopie. Ja wie soll man Sagen, Dead Means Nothing machen für meinen Eindruck gute Kost, die zwar durch die sehr starken Parallelen zu ihren Vorbildern etwas einfallslos wirken. Dennoch weis aber das Machwerk zu gefallen und dürfte vor allem kompletten Motörhead Verweigerern gefallen, da es doch etwas moderner klingt und auch leichter verdaulicher. Fans von Lemmy werden wahrscheinlich einen großen Bogen um das Album machen. Ein reinhören sollte man dennoch riskieren und sich vielleicht etwas Zeit mit der Scheibe vertreiben bis die Helden dieser Truppe mit dem nächsten Langeisen kommen.

Tracklist:

01. Missing Honey
02. Thy Will Be Done
03. Teenage Punkrock
04. Nothing Of Devinity
05. Back In Town
06. Becoming
07. Fuck Yourself
08. Paroled
09. Wishlist
10. Ya Mama Don’t Like Me
11. Going To Brasil (Motörhead cover)

Besetzung:

Mickey Rude (voc & guit)
Mark O’Cain (bass & voc)
Django (drums)

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Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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