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Aeon Zen – A Mind’s Portrait

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Band: Aeon Zen
Titel: A Mind’s Portrait
Label: Time Divide Records Ltd.
VÖ: 2010
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Es ist noch gar nicht so lange her dass, das Duo von Aeon Zen in Form von Richard Hinks und Lloyd Musto bei uns zu Gast waren und wir sie ein wenig über Album und Band ausgequetscht haben. Eines war trotz ihres noch recht jungen Alters vom ersten Wort an klar, diese Burschen wissen was sie wollen und weiters haben sie soviel Potential in sich das es für mehrere Bands reichen würde. Am 01. Mai erscheint via Time Divide Records ihr erster Output und dieser kann sich mehr als nur sehen lassen. Ganz schön Crossover geht auf diesem Machwerk die musikalische Reise und auch einige Musiker geben sich auf diesem Album ihr stell dich ein bei den Briten. Elyes Bouchoucha (Myrath), Andreas Novak (Mind’s Eye), Nils K. Rue (Pagan’s Mind) oder z.B. Matt Shephered (Timefall) um hier nur einige zu nennen. Etliche Songs bzw. Grundstrukturen von „A Mind’s Portrait“ entstanden schon im zarten Alter von 16 Jahren. Jahrelang haben Wayne und Garth wie das Duo Infernal auch scherzhaft genannt werden an dem Material zum Album getüftelt und was als Endprodukt entstanden ist kann sich mehr als nur sehen bzw. hören lassen. Auch für die Live Auftritte hat man, wie man uns nun informiert hat ein festes Line Up beisammen, um etliche Auftritt in Zukunft bestreiten zu können.

„Existence“ ist als Eröffnung eine recht flotte Melodic Power Metal Nummer mit etlichen, kleineren progressiven Ausbrüchen. Doch im Großen und Ganzen bewegt man sich stet auf dem roten Faden irgendwo zwischen gefühlvoller Melodie und einem raueren, bretternden Power Metal. Recht eingängig wurden die Strukturen ausgerichtet und man klingt sehr kompakt, trotz der kürzeren progressiven, sanften Ausflüge. Etwas kantiger und auch flotter findet die Weiterführung durch „Time Divine“ statt, einem recht rauen Power Metal Stück mit vielen Chorrefrains die sich ordentlich im Gehörgang fest brennen. Auf die Melodien hat man aber nicht vollends vergessen und vor allem im Refrainteil bzw. durch etliche Solieinschübe bekommt man dadurch eine volle Wand präsentiert. „Blind Rain“ beginnt als ruhiges Prog Rock Stück, welches bei der Einleitung als sanfter Soundklang einem warmherzig um die Ohren weht. Die balladeske Schiene wird aber nach etwa 2 Minuten verlassen und der Trupp geht es nun wieder etwas flotter rockend an. Etliche Spielereien im Soundbereich konnte man auf einen Nenner bringen. Somit hat man trotz der Experimente ein sehr ausgewogenes Auslangen gefunden. Mit der klassischen Klavieruntermalung serviert man uns nun in Form von „Hope’s Echo Pt. I – The Wake“ eine schöne, liebliche Ballade. Besänftigende Klänge lassen viel Spielraum für vollendeten, verträumten Genuss zu. Die Nummer erinnert mich vor allem durch den sehr Opern- haften Schub bzw. durch den Gesang an gewisse Songs des Transibirian Orchestras. Nach dieser ruhigen Vorgängernummer hält man sich kurzzeitig bei „Hope’s Echo Pt. II – The Aftermath“ in diesen Gewässern auf, doch nach etlichen Sekunden rockt man deutlich melodischer und auch einige raue Schübe in Form der erdigen Gitarrenfraktion kommen hier zum Einsatz. Man wechselt immer wieder von ruhig, sanft – rockend bis hinüber zu den erdig rockenden Passagen. Vor allem letztere rütteln immer wieder ordentlich auf. Weiter geht es nun wieder in ruhigen Gefilden mit dem sehr klassischen Rockexperiment welches in Form von „A Mind’s Portrait“ an die Landsmänner von Anathema erinnert. Nur ganz so viele Soundverzerrungen werden von Aeon Zen nicht durchgeführt, somit kann man sich deutlich mehr konzentrieren und wird nicht gleich von einer Soundwand im progressiven Stil erschlagen. Die schöne Überleitung aus dem ruhigen Gewässer findet durch das kurze Instrumental „The Circle’s End“ statt, nach und nach wird man hier auf den folgenden Part des Albums vorbereitet. Auch bei der Eröffnung, des nun etwas flotteren Teil des Albums werden mit Beginn von „Heavens Falling“ etliche Eckpfeiler, ob bewusst oder unbewusst in Richtung Anathema gesetzt. Erst nach und nach nimmt das Progschiff aus England eine schnellere Fahrt auf. Immer wieder werden kurzzeitig sanfte Breaks eingelegt, bevor man wieder erdig, rockend ausbricht. Etliche, zusätzlich eingeflochtene Soundexperimente, in Form von elektronischen Spielereien werten den Track ordentlich auf. Ein richtig stampfender Rocker ist den Jungs in Form von „Into Infinite“ gelungen. Mit einem enorm druckvollen Drumspiel und sanften Synthy Klängen wird eröffnet, bevor man in die Presche springt und dadurch sehr schnell daher galoppiert. Gehört für mich persönlich, mit den ersten beiden Tracks zu den absoluten Favoriten auf dem Album. Sehr rau und düster geht es hier quer durchs Gemüsebeet zu. Als vorletzte Nummer serviert man uns ein sanftes Instrumental mit klassischen Allüren in Form von „Goddess“. Viele sanfte Melodien schallen aus den Boxen und lassen einen besonnen, entspannten Hörgenuss zu. Doch das absolute Highlight hat man sich für das Ende aufgespart. Die Mini Metal Oper „The Demis of the Fifth Sun“ bietet einen Querschnitt aus allen Elementen. Somit ist hier alles Crossover Kompakt wenn man es denn so nennen darf in Form von etwa 12:28 Spielminuten zusammengefasst worden. Was dabei unterm Strich raus gekommen ist kann man fast gar nicht beschreiben. Das Duo entführt uns hier auf eine weite Reise im Bereich Power, Progressive Metal mit vielen düsteren Einschlägen die das Ganze immer wieder äußerst dreckig und rau erscheinen lassen. Grenzgenialer Gesangsbeitrag der die Nummer um Ecken aufwertet und ein wundervolles Album abschließt.

Fazit: Ein mehr als beachtlicher Einstand, für eine qualitativ hochwertige Truppe. Da sind wir alle auf eine Weiterführung gespannt. Wer auf einen sehr guten Hörgenuss in allen Facetten steht, der sollte sich dieses Eisen sichern.

Tracklist:

01 Existence 04:10
02 Time Divine 04:18
03 Blind Rain 06:33
04 Hope’s Echo Pt. I – The Wake 03:48
05 Hope’s Echo Pt. II – The Aftermath 04:36
06 A Mind’s Portrait 03:44
07 The Circle’s End 01:52
08 Heavens Falling 06:38
09 Into Infinite 06:51
10 Goddess 04:23
11 The Demis of the Fifth Sun 12:28

Besetzung:

Richard Hinks (guit, bass, keys & voc)
Lloyd Musto (drums)

Internet:

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Rudra – Brahmavidya: Transcendental I

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Band: Rudra
Titel: Brahmavidya: Transcendental I
Label: Vic Records
VÖ: 2009
Genre: Death Metal with Black Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Während Rudra aus Singapore zu den Spitzenreitern in der Metal Szene Asiens zählen sind sie in unseren Breitengraden wohl eher ein Geheimtipp. Jedoch muss man hier gleich anmerken ein sehr imposanter Tipp, der vor allem Black Metal Fans gefallen dürfte die auf Schwarzwurzelmusik stehen, die mit etlichen Soundspielereien verfeinert wurden. Während sich viele Szenekollegen eher auf orientalischen Sound spezialisiert haben, verbinden Kathi (bass & voc), Shiva (drums), Devan (guit) und Vinod (guit) ihre dunklen, hämmernden Beats mit Klangexperimenten aus ihrem Land bzw. dem asiatischen Raum. Die mittlerweile fünfte Langrille ist ein weiteres Mal eine Klangbrücke zwischen dem Osten und dem Westen. Ihre einzigartige Weise mit der traditionellen indischen Musik mit Death / Black Metal zu jonglieren hat sie zu den Pionieren jener Bands aus Asien gemacht die indische, klassische Musik nahtlos mit Melodien und Extreme Metal verbinden bzw. damit experimentieren.

Wie eine Entspannungsmusik zum Meditieren bzw. Autogenes Training schallt der Beginn mit „Bhagavatpada Namaskara“ aus den Lautsprechern. Asiatische angehauchte Klangspielerei die wirklich entspannend wirkt. Wie ein Vulkanausbruch ist nun das folgende „Ravens Of Paradise“, bei dem gleich vollends dahin gebrettert wird was das Zeug hergibt. Ob die Jungs aus Singapore wohl unseren Martin Schirenk und Hollenthon kennen? Zumindest sind etliche parallelen zu erkennen, wohlgemerkt schöpfen die Asiaten nicht von Filmmusik lastiger Musik. Dennoch könnte man vom Grundgedanken von Gesinnungsbrüdern reden, denn auch diese Burschen verbinden dunkle, herbe, als auch raue Rhythmen mit sinnlichen Melodielinien die sich im Gehörgang wie ein Virus festsetzen. Etwas hantiger und ein deutlich, rauer Härtebolzen wird uns mit „Amrtasyaputra“ in die Fresse geknallt. Deutlich ungeschliffener und roher kommt dieser Song daher und ist eine gute Abwechslung nach dem Vorgänger bei dem man mehr auf Melodien geachtet hat. Bei diesem Song wurden diese nach hinten geschoben und dafür stehen diabolische Bretterbeats im Vordergrund und laden zum Haare schütteln ein. Eine erneute Kurskorrektur wurde nun bei „Hymns From The Blazing Chariot“ vollzogen. Erst einmal stehen wieder indische Soundklänge im Vordergrund, die aber beim Zuhören einen Schauer bescheren. Wie ein Blitzschlag ändert man dies nach etwa einer Minute und ballert wieder aus allen Rohren in bester Black Metal Hyper Blast Manier. Speedig zockt sich hier der Trupp den Weg frei und das wieder einmal mit einem dunklen Charme für alle Düsterseelen. Ebenfalls sehr indisch angehaucht ist nun die Einleitung von „Meditations At Dawn“ ausgefallen. Hier wiederum ist das Klangbild etwas galoppierender ausgefallen und die Soundeinleitung behält man hier bei und so könnte man von einem längeren Klangzwischenspiel sprechen. Dieses mündet nahtlos ins folgende „Advaitamrta“, welches mit einer Basssoloeröffnung glänzt und man sehr düstere Pfade von Beginn an beschreitet. Doch die reine Black Metal Schiene wird hier nicht gefahren, sondern eher eine gute Mischung aus Speed Black und Death Metal Rhythmen offeriert, die ständig neu angesetzt werden. Guter Bangerkraftstoff, der einmal mehr, wahrscheinlich aufgrund der Growls an Martin Schirenk und Konsorten erinnert. „Natural Born Ignorance“ beginnt zwar etwas mit gemäßigter Geschwindigkeit, doch nach der Einleitungspassage bläst man uns beste, speedige Black Metal Blast Rhythmen um die Köpfe die ordentlich aufwühlen. Die Melodien wurden hier nur von der Gitarrenfraktion aufgegriffen und man beschreitet wieder herbere Pfade die man mehr fürs Genick zu Recht geschmiedet hat. Mit „Immortality Roars“ wurde eine flotte Klangunterbrechung der besonderen Art auf das Album gestanzt. Eine willkommene Abwechslung nach dem herben Vorgängertrack und dem eisigen Nachbrenner, welcher nun in Form von „Reversing The Currents“ aus den Boxen schallt. Gute eisige Klänge dröhnen hier durch die Speaker, die immer wieder durch etliche Energie-, als auch Melodieschübe verfeinert wurden. Alles in allem haben wir es aber auch hier mit einem fast Lupenreinen Nackenbrecher zu tun. Recht gewöhnungsbedürftig ist nun die Einleitung von „Venerable Opposites“ ausgefallen. Doch lange sollte man sich nicht beirren lassen von der Trommlerei, denn nach etlichen Sekunden steuert die Formation wieder flotte Black Metal Gefilde an, welche man gut und solide mit Death Metal Roots verbindet. Doch das gewisse Etwas sind die indischen Sprachgesänge und Klänge, die man im Refrainteil nachschiebt und diese fügen sich nahtlos in den doch sehr düsteren Gesamtsound ein. Melodische Soloeröffnung von der Gitarrenfraktion gibt es nun an der zehnten Stelle mit „Avidya Nivrtti“. Doch auch hier braucht man nicht lange auf die Schwarzwurzelmusik warten, welche auch nach etlichen Sekunden mit viel Feuer und brachialem, diabolischem Gesang folgt. Guter Kopfschüttler mit etlichen thrashigen Rhythmuswechseln den man hier geschrieben hat. Wie eine Fortsetzung geht es mit „Not The Seen But The Seer“ weiter. Fortsetzung deshalb weil die Nummer vom Rhythmus her und vom Klang des Songs authentische Züge aufweist und wie eine Weiterführung klingt. Macht aber nichts, denn auch dieser versteckte zweite Part macht viel Laune, wenn auch dunkle, raue. Nackenmuskulatur auslockern und schon kann es im besten Bangerstil weiter gehen. Doch man hat kurze Zwischenbreaks als Stopp eingebaut die Erholung versprechen. Doch danach geht es wieder ordentlich ans Eingemachte. An die vorletzte Stelle wurde mit „Adiguru Namastubhyam“ das letzte Mal eine indische Musikspielerei auf das Eisen gepackt. Vor allem beim Sprechgesang muss man als Europäer doch ein wenig schmunzeln. Klingt man doch hier ein wenig wie unser guter alter Freund Apu Nahasapeemapetilon von den Simpsons. Sorry Jungs ist einfach für einen Europäer so!!! Mit „Majestic Ashtavakra“ erfolgt der Abschluss, welcher wieder im besten Black/Death Stil vollzogen wird. Obwohl man sich hier auf einen guten Querschnitt durch die komplette Soundausrichtung bzw. Rhythmusthematik geeinigt hat. Somit gibt es als Abrundung noch einmal die volle Breitseite der Asiaten die uns hier ordentlich die Köpfe nieder säbeln.

Fazit: Wer auf Klangspielereien und gute speedigen Black/Death steht der kann ein antesten allemal riskieren. Für Freunde von orientalischen bzw. asiatischen beeinflussten Soundspielereien die man mit dunklen, hämmernden Beats komplettiert hat ist dieses Machwerk der absolute Pflichtkauf.

Tracklist:

01. Bhagavatpada Namaskara 01:20
02. Ravens Of Paradise 05:46
03. Amrtasyaputra 06:03
04. Hymns From The Blazing Chariot 06:57
05. Meditations At Dawn 04:55
06. Advaitamrta 04:53
07. Natural Born Ignorance 06:09
08. Immortality Roars 02:14
09. Reversing The Currents 05:32
10. Venerable Opposites 05:46
11. Avidya Nivrtti 04:48
12. Not The Seen But The Seer 04:54
13. Adiguru Namastubhyam 02:07
14. Majestic Ashtavakra 06:25

Besetzung:

Kathi (bass & voc)
Shiva (drums)
Devan (guit)
Vinod (guit)

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FAIRYLAND – Score to a new Beginning

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Fairyland - Score to a New Beginning album cover

FAIRYLAND – Score to a new Beginning

Fairyland - Score to a New Beginning album cover

Band: FAIRYLAND
Titel: Score to a New Beginning
Label: Napalm Records
VÖ: 30/04/2009
Genre: Symphonic Power Metal
Bewertung: 5/5

Wie lange habe ich auf ein solches Album gewartet. Als ich zum ersten Mal den Geniestreich von RHAPSODY „Legendary Tales“ hörte, war ich mir sicher, dass diese Art von Musik einmal mein Leben beherrschen wird. Die Symbiose aus Klassik, Metal und, Bombast war zu dieser Zeit einzigartig und es gab keine Band die in den letzten Jahren an diesen Geniestreich annähernd rankam.

Bis Heute, denn was uns Mastermind Philippe Giordana mit FAIRYLAND auf „Score to a new Beginning“ abliefert ist kaum in Worten zu beschreiben.

Mit der neuen Scheibe ist die FAIRYLAND Trilogie über das Fantasiereich Osyhria eindrucksvoll vollendet. Ein monumentales Meisterwerk, das in seiner Schönheit und Theatralik kaum zu toppen ist. Hier werden auf perfekte Weise virtuose Gitarrenleads, bombastische Arrangement mit melodischem Gesang und Mega eingängigen Refrains verschmolzen.

Die Stärken der Franzosen liegen zweifelsfrei im orchestral -angehauchten- Speedigen Metal und das alles wurde mit einer bombastischen Soundtrack-artigen Schlagseite versehen.Vergleiche mit RHAPSODY, NIGHTWISH aber auch SYMPHONY X tun sich da natürlich immer wieder auf, auch wenn eine solche Verbindung den Bands nicht gerecht wird.

Einige hochkarätige Gäste wie: Elise Martin (DREAMMAKER/DARK MOOR), Marco Sandron & Fabio D’amore von PATHOSRAY, Lars Larsen (MANTICORA), Dushan Patrozzi (IRON MASK), Georg Neuhauser (SERENITY), Willdric Lievin (HAMKA) sind auf „Score to a new Beginning“ vertreten und sind auch ein Garant dafür das der dritte Teil dieser Saga so sensationell ausgefallen ist.

FAIRYLAND haben einen Riesenschritt nach vorne gemacht, haben die bandinterne Krise (Auswechslung der gesamten Mannschaft) nicht nur unbeachtet, sondern geläutert überstanden. „Score to a new beginning“ ist ein fulminates Metalepos geworden, das der sympathischen Truppe nun hoffentlich die verdiente Anerkennung beschert.

Die Band fungierte in ihren Anfangstagen unter den Namen FANTASIA und veröffentlichte unter diesem Namen einen Demo Cd, mit dem Titel „Realms of Wonder“. Ich schreibe das deswegen dazu, weil man sich dieses Teil kostenlos und legal auf der Homepage der Band runter saugen kann. Somit schließt sich der Kreis und angesichts dieser geballten Ladung an Dramatik, Bombast, Eingängigkeit, Speedmetal, kann es nur die Höchstnote geben. FAIRYLAND das steht ab sofort für Symphonic Metal auf höchstem Niveau mit Suchtgefahr im positiven Sinn.
!!! Erstklassig !!!

Fazit: Es ist wirklich egal welche der oben genannten Bands ihr nun favorisiert, ich bin mir sicher, FAIRYLAND wird euch gefallen. Fakt ist, ihr müsst euch die Geschichten aus dem Reich Osyhria bildlich vorstellen und im Hintergrund wird euch die Musik berieseln. Und wenn ihr dann noch nicht verzaubert worden seid, dann kann euch keiner mehr helfen.

Anspieltipps: sind aus dieser komplexen Scheibe kaum hervorzuheben, aber als Referenzwerk würde ich den Titeltrack und „Assault on the Shore“ auf dem ein gewisser Herr Georg Neuhauser, von SERENITY mit trällert, hervorheben.

Tracklist

01. Opening Credits
02. Across The Endless Sea Part II
03. Assault On The Shore
04. Master Of The Waves
05. A Soldier’s Letter

06. Godsent
07. At The Gates Of Morken
08. Rise Of The Giants
09. Score To A New Beginning
10. End Credits

Besetzung

Marco Sandron – Vocals (lead)
Phil Giordana – Keyboards, Vocals (backing), Guitars (acoustic)
Fabio D’Amore – Bass, Vocals (additional), Guitars (lead) (track 6)
Willdric Lievin – Drums, Vocals (choirs)
Chris Menta – Guitars (rhythm), Guitars (acoustic), Guitars (lead) (track 5)

Internet

FAIRYLAND – Score to a new Beginning CD Review

Heathen Foray – The Passage

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Band: Heathen Foray
Titel: The Passage
Label: Black Bards / Alive
VÖ: 2009
Genre: Melodic Viking Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Mit großer Freude hält meine Wenigkeit die Scheiblette von den Steirern Heathen Foray in Händen. Die Jungs sind unglaublich, denn sie stechen durch messerscharfen Viking Metal aus der breiten Masse raus und dabei wird hier nicht gedudelt, nein eher frönt man streckenweise, mit einer detailgenauer Liebe den Wikingern von Amon Amarth. Dennoch unbedingt auf eine Stufe sollte man die Herrschaften nicht stellen um etwa vielleicht den Gedanken einer Kopie aufkommen zu lassen. Wohl kaum ist hier daran zu denken nur sind etliche Parallelen erkennbar und trotzdem bleiben Robert Schroll (voc), Jürgen Brüder (guit), Bernd S. Zahn (guit), Markus Wildinger (bass) und C. Michael Hofbauer (drums) ihrer eigenen Linie treu. Dennoch sollten sich alle Freizeitkrieger diese Steierer Krieger zu Gemüte führen, denn wer auf satte melodische Klänge mit viel nordischem Charakter und einer gehörigen Härtespritze steht, derjenige bekommt bei „The Passage“ die Vollbedienung. Unter dem Heimathafen Black Bards Entertainment wird das Teil am 24.04.09 in den Läden stehen. Leute füllt die Methörner und wetzt die Schwerter es geht zur Schlacht.

Diese Beginnt mit „Fading Tree“ welches mit einer sehr heroischen – nordischen Mischung beginnt. Im Anschluss bekommt man satte Bolzrhythmen um die Ohren gepfeffert, die streckenweise mit einigen Melodieparts verfeinert wurden. Die heroischen Trademarks werden im Hause Heathen Foray sehr groß geschrieben und dennoch bleibt man schön ausgeglichen, um nicht das Ganze etwas zu pathetisch klingen zu lassen. „Northstar“ beginnt äußerst doomig und erinnert an alte Tage zu Bathory Zeiten, was sich vor allem beim Gitarrenspiel herauskristallisiert. Doch lange im doomigen Gewässer verbleiben die Jungs aus der grünen Mark nicht und deshalb steuern sie wieder galoppierende Gewässer an und dort verbleibt der Trupp auch. Hier gibt es dafür satte Riffs und Breaks die zum Rübeschütteln und Fäuste recken einladen. Richtig eisern geht es nun mit „Winterking“ weiter, hier treffen dreckige Rhythmen auf verspielte, sanftere Melodien. Der Frontmann wechselt hier recht blitzartig von kreischenden hinüber zu growlenden Parts und dabei macht er keine schlechte Figur, vor allem in den grwolenden Momenten geht er leicht als kleiner Bruder eines gewissen Johan Hegg durch. Von den eisigen Gefilden her entfernt man sich nicht weit, trotzdem begibt man sich bei der Folgenummer „Fortress of Faith“ eher auf eine schretternde Fahrt. Zwar kommt der Wechsel zwischen Messerscharfen Trademarks und einigen Melodien einmal mehr zum Einsatz, doch die bretternden Momente gewinnen immer mehr die Oberhand. Man versprüht quer durchs Gemüsebeet nordisches Feeling und das mit einer Spielfreude die sich gewaschen hat. Bei „Chants“ wird binnen Sekunden das erste Mal die komplette Notbremse gezogen und ruhige, akustische Gitarrenklänge schallen hier aus den Boxen. Vorsicht! Lange und genau sollte man sich hier nicht entspannen, denn binnen Sekunden ruft das Quintett wieder zur Schlacht und dass mit viel Feuer unterm Hintern. Bretternde Trademarks jagen sich hier gegenseitig mit melodischem Spiel und das hat man hier gleichberechtigt eingesetzt. „Dragon’s Eyes“ beginnt äußerst pathetisch und mit viel heroischem Flair, danach galoppiert die Truppe im Fährwasser, welches vielen Amon Amarth Verehrern gefallen dürfte. Wer kann zu soviel Wikinger Pathos nein sagen, niemand vollkommen richtig und genau deshalb gibt es an sechster Stelle genau das richtige Kraftfutter für Kettenhemdträger welche ihre lange Mähne mit großem Genuss zu diesen Klängen wehen lassen können. „Ancient Secrets“ ist nun wieder eine etwas speedigere Nummer im Bunde. Treibende Rhythmen wühlen hier ordentlich auf und rufen zum Kampfe. Auch hier kann man kaum ruhig sitzen, denn die Steirerburschen wissen wie man Tracks schafft zu denen man ordentlich abgehen kann. Ein messerscharfes Riff jagt hier das nächste und eine wilde Schlacht entbrennt bei jeder Nummer, so auch hier, wobei man aber auch hier immer wieder auf die gewisse Portion Melodie achtet. „Wolkenbruch“ kommt nun zwar ebenfalls sehr flott daher, doch hier hat man eine gute Kurskorrektur eingeschlagen, keine Angst man bleibt den Trademarks auch weiterhin treu. Dennoch hier wird etwas eisiger gewerkelt und mit viel mehr Pagan Trademarks. Die deutschen Lyrics erinnern, wie auch der Rhythmus sehr an die bayrischen Kollegen von Equilibrium. „Theatre of Battle“ steigert eindeutig das Adrenaline zum Bangen, denn viele speedige Beats knallen uns hier die Jungs vor den Latz und dabei wirbelt die Truppe viel Staub auf. Man treibt die Gefolgschaft wie auf einer Treibjagd vor sich her und das mit viel Pfiff. Die Herrschaften haben ein wirklich hohes potential um nicht in der breiten Masse der vielen Viking – Pagan Truppe unterzugehen. Einerseits liefert man gewohnte Trademarks und andererseits versüßen die Burschen ihr Material mit tollen Melodien wie ein Horn bis zum Rand hin gefüllten, süßen Met. Wie eine hetzende Meute jagt man alle Feinde bei „Wilderness Lore“ in die Flucht. Zwar wird das Tempo merklich gedrosselt, dafür schlägt man hier die galoppierende Richtung ein, die man nur an und ab mit kurzen, ruhenden Parts unterbricht. Gute Komplettierung für das neueste Zeichen von Heathen Foray. Denke mal mit diesem Machwerk erspielt man sich einen Spitzenplatz in der Szene soviel ist schon sicher.

Fazit: Bestes Pagan/Viking Kraftfutter aus hiesigen Gefilden und das Ganze ohne Gedudel und nervenden Pathos. Dazu kann man nur gratulieren.

Tracklist:

01. Fading Tree
02. Northstar
03. Winterking
04. Fortress of Faith
05. Chants
06. Dragon’s Eyes
07. Ancient Secrets
08. Wolkenbruch
09. Theatre of Battle
10. Wilderness Lore

Besetzung:

Robert Schroll (voc)
Jürgen Brüder (guit)
Bernd S. Zahn (guit)
Markus Wildinger (bass)
C. Michael Hofbauer (drums)

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Sarke – Vorunah

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Band: Sarke
Titel: Vorunah
Label: Indie Recordings
VÖ: 2009
Genre: Black/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

In den Wäldern rund um Oslo geht es hoch her, denke mal dass man dort sehr gut auf neue, musikalische Ideen kommt. Wie erklärt sich denn sonst der Alleingang von Dark Thrones Nocturno Culto (voc), der sich gemeinsam mit Waldmitbewohner Sarke (guit, bass & drums) auf ein Packet zusammen getan hat um eine neue Truppe zu gründen. Was im ersten Augenblick nach Solo bzw. Studioprojekt klingt soll laut Angaben aber keins bleiben. Cyrus (guit), Asgeir Mickelson (drums) und Anders Hunstad (keys) hat man schon als Live Musiker verpflichten können. Na mal sehen was uns da erwartet, doch mit „Vorunah“ hat man ein sehr erstaunliches erstes Lebenszeichen setzen können. Viel Dreck und Rotz hat man hier ins Songwriting einfließen lassen und wer auf eine Mischung aus Dark Throne und Dissection steht, der wird hier sofort alles nieder metzeln um das Teil nach Hause zu schaffen. Black/Thrash Metal nennt das Duo Infernale ihre Mischung und dabei haben sie die einzelnen Songs mit viel nordischer Grimmigkeit gespickt. Es ist halt so die Winter sind einfach länger im hohen Norden und da hat man nicht viel zu Lachen.

Bei erschallen des ersten Track „Primitive Killing“ kristallisiert sich noch ein weiterer Einfluss ganz klar heraus, nämlich Venom. Wie eine alte Perle ohne viel Schnick – Schnack rattert der Opener durch die Boxen und dabei rotzen die Jungs ordentlich dahin. Der Spagat zwischen Black und Thrash Metal wird gut und herb – trocken geschlossen. Wer hier etwa auf viele technische Raffinessen wartet, der sollte wieder den Player ausstellen. Diese Jungs legen eher wert drauf den aufgestauten, dunklen Gefühlen freien Lauf zu lassen und dabei brettern sie ordentlich im Thrash Rhythmus dahin. Weit verspielter klingt der Anfang von „Vorunah“ dies wird aber sofort geändert und man schlägt sofort wieder eingängigere, wenn auch dreckigere Wege ein. Etwas verhaltener wie beim Vorgänger wird hier gewerkelt, doch um Grade eisiger soviel ist sicher. „The Drunken Priest“ ist ein weiterer ungeschliffener Diamant und dröhnt herrlich rotzend aus den Boxen. Dennoch hier zeigt man das erste Mal einen Hang zu etwas symphonischeren Klängen. Die werden in Form von Kirchenorgelähnlichen Klängen geliefert. Als weitere Bereicherung werden kürzere, schleppende Parts mit viel Orgelspiel und Glockenschlägen gespielt. Dem kleinen betrunken Priesterchen schlägt wohl mit einem Augenzwinkern die letzte Stunde. Mit einem Drumsolo und viel Windgeheul zur Eröffnung wird nun „Frost Junkie“ nachgeschoben. Das eisige Feeling setzt beim Zuhören die Zimmertemperatur auf Arktische Kälte. Warm anziehen heißt es hier, denn die Jungs haben das Gaspedal vollends gelockert und die Ausrichtung des Rhythmus hat nun man durch eine sehr schleppende ersetzt. Nur an und ab lässt man kurzzeitig flottere Ausreißer zu. Im Großen und Ganzen dominieren aber hier doomige Trademarks und diese ziehen das Gemüt ordentlich nach unten. Sehr schön und merklich flotter geht es nun mit „Old“ weiter. Eine ordentlich rotzende Röhrnummer mit viel Tempo und hammerharten Riffs wurde hier eingestanzt. Als melodische Abwechslung, wenn man es so nennen darf gibt es wieder düstere Kirchenorgelklänge die mich persönlich an alte Horrorklassiker erinnern. Nach einem etwas ruhigeren Mittelteil mit vielen düsteren Gefühlsausbrüchen löst man das Ganze durch einen rockigeren Ausklang ab. „Cult Ritual“ startet mit viel Windgeheul und einem Basssolobeitrag. Danach stampfen die Norweger ordentlich, wenn auch im Zombieschritt daher. Zum ersten Mal zeigen sich die Nordlicher sehr verspielt. Etliche Soundeinfälle haben sie mit einer gehörigen Portion an Grimmigkeit gepaart. Ab der Mitte drückt man wieder den Venom Stempel auf und huldigt den alten Tagen. Sehr lieblich, man glaubt es kaum ist der Beginn von „13 Candles“. Sanfte Gitarrenklänge begleiten hier ein klassisches Klavierintermezzo. Sanft bleibt man aber mit einem gewissen Maß an Boshaftig- und Bitterkeit. Äußerst doomig geht es nun weiter und dabei dröhnen vor die Gitarren schön langatmig dahin, welche auch des Öfteren an gewisse Tracks von Bathory erinnern. Der Muntermacher ist nun auch leider auch schon der Rausschmeißer. Selbiger nennt sich „Dead Universe“ und dieser wird mit viel Black Metal Blast Beat Spiel der ersten Stunde dem Hörer um die Ohren geknallt, dass dieser nach dem versinken in das düsterste seiner selbst ordentlich wachgerüttelt wird.

Fazit: Herbe und beeindruckende Lehrstunde in Sachen Black/Thrash Metal aus den guten Alten Tagen, als noch Venom für Aufsehen erregten. Wer auf eine Mischung aus Dissection und eben den von vielen Black Metal Veteranen hochverehrten englischen Black Speed Metal Legende steht für den ist dieses Album ein absoluter Pflichtkauf.

Tracklist:

01. Primitive Killing 04:21
02. Vorunah 04:02
03. The Drunken Priest 03:24
04. Frost Junkie 06:24
05. Old 03:42
06. Cult Ritual 06:33
07. 13 Candles 06:57
08. Dead Universe 02:06

Besetzung:

Nocturno Culto (voc)
Sarke (guit, bass & drums)

Internet:

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Aeon Zen

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Mit Aeon Zen erschien ein neuer Progressive Metal/Rock Stern am Himmel. Ein Schiurlaub in meinem Heimatort wurde selbstredend genutzt, um den Jungspunden einiges zu entlocken.

Lacuna Coil – Shallow Life

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Band: Lacuna Coil
Titel: Shallow Life
Label: Century Media Records
VÖ: 2009
Genre: Alternative Rock
Bewertung: 4,5/5
Written By: Robert

Auf das neuste Machwerk von den Italienern Lacuna Coil hat die Szene wohl schon sehnsüchtigst gewartet. Die Senkrechtstarter aus dem Land des Stielfels haben in der Vergangenheit für so manchen Klassiker gesorgt. Live als auch auf Cd hat man stets die Linie treu weiter verfolgt und dennoch konnte man immer wieder einen drauf setzen und kleinere, neuere Akzente setzen. Nun ist es endlich soweit am 17.04.09 wird das Album „Shallow Live“ via Century Media in den Regalen stehen und die Fans können sich schon auf einiges gefasst machen. Cristina Scabbia (voc), Andrea Ferro (voc), Marco Coti Zelati (bass), Cristiano Migliore (guit), CriZ (drums) und Maus (guit) haben auch 2009 wieder beachtliches, tanzbares Modern Rockfutter für uns parat, welches keine Makel übrig lässt.

Mit lieblichen Chorvocals, die an einen Kinderchor erinnern startet Track Nummero, welcher sich „Survive“ nennt. Im typischen Lacuna Coil Rocksound dröhnt die Nummer recht dreckig aus den Boxen und man kommt nicht drum herum das Tanzbein zu schwingen und ordentlich abzurocken. Genau für solche Hits sind die Italiener bekannt und auch diesmal bekommen wir wieder genau dass geliefert für das wir die Mannschaft lieben. Vor allem die recht druckvollen Passagen wo man druckvoll aus allen Rohren schießt laden zum Bangen, bevor man wieder etwas zum Abshaken bekommt. Abwechslung pur wird hier wieder geboten und das im modernen Rockstil, der nicht irgendwie abgelutscht klingt. „I Won’t Tell You“ startet zwar ebenfalls verhalten, aber gleich wird unvermindert wieder druckvollen weiter gezockt was die Instrumente her geben. Hier handelt es sich um ein Wechselstück zwischen dreckigen, modernen Elementen und lieblichen Ausreißern. Vor allem bei den druckvollen Passagen galoppiert die Truppe recht hart daher. Zwar versuchen die Herrschaften so manche Spielerei aus, aber im gesamtem bleibt man der Linie die man bis dato seit der Gründung verfolgt hat treu. „Not Enough“ ist nun für mich eher untypisch, zumindest der Anfang tendiert eher in die skandinavische Richtung und zwar zu Bands wo ebenfalls Frauen den Gesang dominieren. Den eingeschlagenen Weg behält die Formation auch bei, auch wenn man die eigenen Elemente immer wieder dominierender durchblicken lässt. Doch im Großen und Ganzen könnte man, wenn man es nicht genauer wüsste auf so manchen anderen Szenekollegen tippen und würde dann erstaunt feststellen dass es sich hier sehr wohl um Lacuna Coil handelt. „I’m Not Afraid“ ist nun wieder gewohntes Kraftfutter aus dem Hause der Herrschaften. Erdiges und rotzfreches Gitarrenspiel dienen hier als Eröffnung. Die Seitenfraktion verfolgt auch weiterhin diesen Weg auch wenn man hier etwas stampfender werkelt. Richtig schön zum Abshaken hat man hier den Rhythmus ausgerichtet, auch wenn der Härtegrad des Öfteren von den Gitarristen ausgereizt wird. Doch das Duo besänftigt die Kollegen wohl immer wieder mit dem Gesang. Recht radiotauglich schiebt man nun „I Like It“. Moderne Rotzrock Elemente bläst uns die Formation hier um die Ohren, welche mit einigen kürzeren Echoparts angereichert wurden wo Christinas Gesang dominierender wirk. Es ist bei dieser Formation immer recht witzig wie die Frontdame ihren männlichen Kollegen immer wieder das Zepter entreißt. Genau diese Wechselparts haben die Herrschaften bekannt und beliebt gemacht. Auch auf dem neuesten Output bekommen wir wieder dieses Spiel geboten und das hat man genauso gemacht das hier zwar altbewährtes zum Einsatz kommt, aber man kann immer wieder bzw. erstaunlicher Weise einige Scheite draufsetzen. Dadurch kann hier wohl niemand sagen „Ach das haben wir doch von dieser Truppe doch schon 1000 mal gehört“. „Underdog“ knüpft hier genau an die Ansage an, denn hier bekommen wir zwar bekannte Rhythmen geboten, diese klingen aber durch so manche neuere Spielerei so herzlich – erfrischend das der Lacuna Coil Maniac Freudensprünge machen wird. Deutlich moderner zeigt man sich hier bei etlichen Passagen, bevor die Rhythmusfraktion dreckig und im besten Metal Stil durch die Boxen dröhnt. Superbes Wechselspiel zwischen Tradition und moderner Härte. „The Pain“ startet mit einer sehr düsteren Bombastschlagseite. Hier dominieren eindeutig mehr die moderneren Elemente und dies wird hier etwas verhaltener durchgeführt. Zwar wurde das Tempo deutlich gedrosselt und dennoch klingt hier nichts lieblich, eher anklagend und traurig, was des Öfteren den Melancholiefaktor nach oben schnellen lässt. Eine Klare Gitarreneröffnung, welche in eine recht rotzige, erdige Punkausrichtung mündet wird uns zu Beginn von „Spellbound“ geboten. Diese wird aber nicht lange weiter verfolgt und nach etwa einer Minute bekommen wir bekannte Rhythmen aus dem Hause Lacuna Coil geboten. Bei „Wide Awake“ man mit einer sehr symphonischen Breitseite für uns auf, welche mit einer klassischen Klavieruntermalung erweitert wird. Sanfte balladeske Soundklänge schallen hier aus den Boxen und das Tüpfelchen auf dem I ist der sanfte Gesang von Mrs. Scabbia. „The Maze“ erschallt mit einem recht orientalischen Gesangchor der hübschen Italienerin und im Anschluss gibt es rotzfreches Modern Rockkraftfutter mit einer erdigen Schlagseite. Man wechselt des Öfteren in kürzere Zwischenhalte, danach dröhnt aber wieder der Hammer mäßige Rotzsound in einer rauen Manier aus den Boxen das einem Hören und Sehen vergeht. „Unchained“ ist nun zwar etwas klarer ausgerichtet und dennoch man bleibt in den rauen Gefilden, auch wenn man diese deutlich mehr in den Hintergrund getan hat. Die Truppe schippert hier im Wechsel zwischen langsameren, längeren Zwischenhalten und flotteren Ausreißern. Recht ausgewogen hat man beiden Ausrichtungen Platz verschafft. Das gleichnamige Titelstück „Shallow Life“ hat man ans Ende gestellt und beginnt sehr ungewohnt. Verzerrte Chorlastige Vocals werden von einem klassischen Klavierstück begleitet. Im Anschluss gibt es was für Liebhaber von symphonischen Rockstücken mit einem modernen Soundgewand. Tolle Streicherarrangements wehen hier durch den Gehörgang und lassen einen nicht unbeeindruckt da sitzen. Somit beschließt man ein weiteres beachtliches Machwerk und eines ist so sicher wie das Amen im Gebet, man wird hier wieder für viel Furore sorgen.

Fazit: Lacuna Coil in Reinkultur. Nun ja bis zu einem gewissen Grad sicher. „Shallow Life“ ist eine natürliche Metamorphose der Band verschiedenste musikalische Bereiche werden berührt und dennoch wird der eigenen Stil bewahrt. Wer die Italiener bis dato verehrt hat wird das auch weiter tun und muss das Teil haben. Dieser Fan kann blind zugreifen und wird nicht enttäuscht werden.

Tracklist:

01. Survive (3:34)
02. I Won’t Tell You (3:47)
03. Not Enough (3:40)
04. I’m Not Afraid (3:22)
05. I Like It (3:42)
06. Underdog (3:40)
07. The Pain (4:00)
08. Spellbound (3:21)
09. Wide Awake (3:51)
10. The Maze (3:38)
11. Unchained (3:22)
12. Shallow Life (4:00)

Besetzung:

Cristina Scabbia (voc)
Andrea Ferro (voc)
Marco Coti Zelati (bass)
Cristiano Migliore (guit)
CriZ (drums)
Maus (guit)

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Mastercastle – The Phoenix

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Band: Mastercastle
Titel: Dangerous Diamonds
Label: Lion Music
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Labyrinth Gitarrist Pier Gonella nutzte seine Freizeit um eine neue Formation aus dem Boden zu stampfen. Die Truppe nennt sich Mastercastle und ist genau für alle Neoclassical Metal Liebhaber das Richtige. Verstärkt hat sich der Gute mit Giorgia Gueglio (voc), Steve Vawamas (bass) und Alessandro Bissa (drums) und zusammen hat man das erste Lebenszeichen „The Poenix“ aus dem Hochofen geholt, welches am 17.04.09 via Lion Music erscheinen wird.

Recht teutonisch ist der Beginn von „Words are Swords“. Speediges, erdiges Gitarrenspiel im flotten Stil eröffnet hier das Machwerk. Im Anschluss wird druckvoll weiter gewerkelt, für den lieblichen Teil sorgt die hübsche Fronterin die hier im rockigen Gesangstil sehr gut überzeugen kann. Doch auch so einige höhere Töne hat die Dame drauf, welche den Gesang recht kompakt machen. Vergleiche zu anderen Kolleginnen sind zwar des Öfteren auszumachen, doch eher würde ich hier auf die ehemalige Scanner Fronterin tippen vor allem im rockigen Bereich. Der Seitenhexer frönt hier eindeutig dem Egomanen Yngwie Malmsteen und dabei versorgt uns mit geilsten Solis das einem beim Zuhören die Ohren schlackern. Doch der Großteil des Rhythmus ist eher bretternder, rauer Riffstahl in bester Manier. „Princess of Love“ stampft zwar zu Beginn recht kraftvoll aus den Boxen, doch bereits nach einigen Sekunden steuert die Formation in eine recht sanfte Ecke. Hier werden so manche moderne Elemente geliefert, diese verbinden die Herrschaften mit traditionellen Metal Elementen. Im Gesamten macht das Stück im verhaltenen Rhythmus viel Spaß und man tendiert hier keineswegs in die Balladenecke. Irgendwo zwischen balladeskem Spiel und Midtempogefilden, mit modernen Soundspielereien ist man hier angesiedelt. Recht gut verpackt kommt das Stück sehr gut rüber. Nun tritt man bei „Space“ wieder recht stark das Gaspedal. Man galoppiert hier recht speedig im klaren Rhythmus daher. Die rauen Elemente werden nur im Rhythmusteil von Pier geliefert, aber im Großen und Ganzen wird hier etwas klarer gewerkelt und der tolle Gesang der Fronterin macht hier sein übriges. Vor allem durch den Keyboardeinsatz erinnert mich die Formation hier durchwegs durch die Bank an eine klare, liebliche Version von Sinergy. Mit einem Trommelwirbel wird nun „My Screams“ eröffnet, unvermindert steuert die Truppe ihr Schiff in recht speedige, druckvolle Gewässer. Der Gitarrero soliert hier eine Wucht das einem die Spucke weg bleibt. Einziges Manko das man hier beifügen muss, ist der fehlende Gesang. Zwar macht das Instrumentalstück recht viel Fun, aber man misst eindeutig die Vocals die das Ganze noch etwas aufgewertet hätten. Nach dem flotten Instrumental zieht man bei „Lullaby Noir“ nun die Notbremse. Liebliche Klänge erschallen hier und werden von einem warmherzigen Gesang begleitet, der mir eine Gänsehaut verleiht. Die Ballade ist eine verträumte Nummer mit viel Gefühl und hier wirkt nichts kitschig, was man vor allem mit den etwas druckvolleren Ausreißern macht. Viel Speed hat man beim Titelstück „The Phoenix“ einfließen lassen. Die Truppe brettert mit einem Atemberaubenden Tempo daher und nur die Fronterin hält ihre Kameraden zurück. Somit hat man hier einen recht guten Spagat zwischen Frauengesang der besänftigenden Art und einer wild rotierenden Rhythmusfraktion geschaffen. „Greed Blade“ erinnert so stark an Yngwie Malmsteen das es mich ein leichtes Schmunzeln kostet. In bester Manier werkelt man hier und erinnert an so manchen Hit des schwedischen Seitenzauberers. Dennoch trotzdem das man sehr viele Eckpfeiler erkennen kann ist man keine schlappe Kopie, dies ist aber auch vor allem der Verdienst der Sängerin. Wie der Start einer Rennmaschine ist nun der Beginn von „Dawn of Promises“. Mit Vollgas donnert das Quartett dahin und nur der liebliche Gesangsarrangements die an und ab von Georgia geliefert werden steuert den Song in kürzere Breaks, bevor wieder ordentlich Stoff gegeben wird. „Memories“ ist nun nach dem speedigen Vorgänger die komplette Vollbremsung. Beschaulich wird hier im ruhigeren Tempo gewerkelt und die Solis die uns hier der Gitarrist liefert klingen sehr heroisch. Ein weiteres Instrumental hat man hier auf den Rundling gepackt, welche einmal mehr leider einfach die Gesänge der hübschen Frontdame vermissen lassen. Als Rausschmeißer gibt es das rotzfreche speedige Rockstück „Cradle of Stone“ das hier viele Wegweiser Richtung Skandinavien setzt. Für mich persönlich klingt das Stück ein wenig wie einige Midtempo Rocksongs der Herrschaften von Hammerfall. Sehr guter Abschluss für ein sehr gutes Album.

Fazit: Gutes erstes Lebenszeichen, das jedem Power/Melodic Metal Fan gefallen dürfte. Durch die rockigen Passagen dürfte man aber eine breitere Masse ansprechen.

Tracklist:

01. Words are Swords 3:33
02. Princess of Love 4:25
03. Space 4:08
04. My Screams 5:27
05. Lullaby Noir 4:48
06. The Phoenix 5:18
07. Greed Blade 4:04
08. Dawn of Promises 5:44
09. Memories 3:33
10. Cradle of Stone 4:40

Besetzung:

Giorgia Gueglio (voc)
Pier Gonella (guit)
Steve Vawamas (bass)
Alessandro Bissa (drums)

Internet:

Mastercastle Website

Mastercastle @ Facebook

Beyond Helvete – The Path of Lonely Suicide

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Band: Beyond Helvete
Titel: The Path of Lonely Suicide
Label: Mirrors of Life
VÖ: 2009
Genre: Depressive Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Via Mirrors of Life erreichte uns das erste Lebenszeichen von Beyond Helvete. Dieses One Man Black Metal Objekt präsentiert uns mit „The Path of Lonely Suicide“ eine weite, tiefsinnige Klangreise, welche mit depressiven, vereinsamten Gefühlen nur so gespickt ist.

Ein teils bedrohliches, aber auch melancholisches Einstimmungsbild kredenzt uns der Mastermind mit „Introducing the Darkness“. Treffend formulierter Titel, denn genau dementsprechend bereitet er uns auf das kommende vor. Eine Mischung aus dunkler Fantasy und einer bedrohlichen Note bietet hier einen Einklang der sehr gute Stimmung schafft.

Weiterhin auf der etwas wankelmütigeren, tiefgründigen Schiene wird auch mit „The Path of Lonely Suicide“ die Schiene gefahren. Zwar kommt klar die Ambient Technik hervor, allerdings gibt sich diese mit etwas eingängigeren Black Metal Rhythmen die Hand. Obwohl es sich hier um eine längere, durchdachte Nummer handelt überfordert man nicht den Hörer mit sinnlosen Ausschweifungen. Somit auch durchaus geeignet für straighte Schwarzwurzel Metal Liebhaber. Wut und Hass wird hier musikalisch freiem Lauf gelassen. Das Tempo hält man eher im Mitdempo Geschmetter zurück, dennoch wird hier durchaus versucht etwas mehr Stoff zu geben, man verbleibt aber schlussendlich im flotteren Mitteltempo. Auch etliche Doom und melancholische Stopps werden geboten und diese passen wie die Faust aufs Auge zur herkömmlichen Black Metal Kunst. Ab der Mitte lenkt man alles in etwas monumentale Richtung, doch auch hier ist man nicht astrein angesiedelt. Viel wird hier geboten, astrein auf eine Schiene lässt sich hier nichts einstufen. Trotz des unterschiedlichen Klangs kann man locker den Vibes folgen, das wird von Sven sehr gut umgesetzt und das verlangt viel Können.

„My Last Laboured Steps Towards Eternity“ ist nun auch schon wieder das Ende auf dem Album. Ein bedrohlich – dunkler Einstand wird hier zur Einführung serviert. Sehr dunkel und tiefsinnig klingt das und das zieht einen ordentlich runter. Man verbleibt auch in diesem Milieu, deshalb entpuppt sich dieser vertonte Ausklang als weite, dunkle Traumreise. Hier zieht aber der Bursche alle Register und geleitet uns zwar im entspannenden Tempo durch den Track, allerdings nicht ohne gefahrvolle Atmosphäre zu hinterlassen. Genau dieses Konzept hinterlässt eine Gänsehaut.

Fazit: Leider nur ein kurzer Einblick in das Können des Burschen, dafür aber umso gewaltiger und intensiver. Zeit braucht man, obwohl es sich hier nur um einen 3 Tracker handelt. Für Freunde des Ambient genauso geeignet, wie für Black Fans die auf schwarze Musikkunst der eingängigen Art stehen.

Tracklist:

01. Introducing the Darkness 01:35
02. The Path of Lonely Suicide 12:59
03. My Last Laboured Steps Towards Eternity 05:16

Besetzung:

Natrgaard (all instruments & voc)

Internet:

Beyond Helvete @ MySpace

Jungle Rot – What Horrors Await

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Band: Jungle Rot
Titel: What Horrors Await
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die legitimen Brüder von Kataklysm und Konsorten kommen nicht wie vielleicht gedacht aus Kanada. Nein diese Jungs die dem Vibe der Kanadier auf dem Fuße folgen stammen aus Kenosha, Wisconsin Amerika haben aber soviel Blut geleckt, das sie ihren kanadischen Kollegen in nichts nachstehen. Jungle Rot werkeln ebenfalls schon seit geraumer Zeit in der Szene um, dennoch dürften sie für viele leider nur eine Geheimtipp sein. Völlig zu unrecht will ich mal meinen, denn mit ihren Alben haben sie stets genau das Kraftfutter für Fans parat die auf ordentlich hämmernden Death Metal stehen. Dave Matrise (voc & guit), Geoff Bub (guit), James Genenz (bass) und Eric House (drums) werfen der Meute am 30.April via Napalm Records einen sehr leckeren Death Metal Happen in Form von „What Horror Awaits“ zum Fraß vor.

Gleich zu Beginn hat man in Form von „Worst Case Scenerio“ eine ordentliche Röhre mit viel Groove gestellt. Hämmernde Beats, mit schretternden Gitarrenspiel, welches nicht unbegründet an die Kandadischen Deather erinnert. Am Anfang wütet die Truppe ordentlich um und dennoch lässt man zusätzlich zu donnernden Death Metal Trademarks viel Groove Feeling aufkommen. Wie eine Dampfwalze starten diese Herrschaften immer wieder die Motoren, um etliche Sekunden später wieder kurz innezuhalten. Gute Variation muss man neidlos zugeben. Nahtlos knüpft auch der Nachfolger hier mit „The Unstopable“ an. Dennoch bei dieser etwas kürzeren Nummer geht es der Trupp deutlich rauer an und versprüht zusätzlich zu den Groove Elementen etwas mehr Grind Feeling, was vor allem am Gegurgle des Fronters liegt, der sich hier die Seele aus dem Hals grunzt. Nun ist aber bei „Straitjacket Life“ Schluss mit lustig und die Herrschaften aus dem Amiland ballern ordentlich speedig daher. Wie eine wild gewordene Meute fungiert hier das Quartet. Die Groove Elemente wurden hier weites gehend durch eine flottere Tempoausrichtung ersetzt. Etwas ungeschliffener schiebt man gleich „State of War“ nach. Eine weitere flotte Death Metal Nummer, bei der aber nach und nach groovende Breaks immer mehr dominieren. Eine Dampfwalze kredenzt man uns nun in Form von „Two Faced Disgrace“. Flotte Tempowechsel die ordentlich aufwühlen und zum infernalen Abhoten im Pit einladen. Das hämmernde Gitarrenspiel zieht sich wie ein roter Faden durch den kompletten Output und etliche Eckpfeiler in Richtung Kataklysm dürfte Fans dieser Band ordentlich begeistern. Doch die Amis sind keine Schlappe Kopie, sind sie doch schon zu lange im Buisness und wissen wie man eigene Akzente setzt. Weiter geht die wilde Jagd mit „End of an Age“, bei dieser Nummer trifft hier immer wieder Groove auf sehr temporeiches Spiel. Viel Old School Death Metal Feeling wird dabei munter versprüht, welcher aber nicht zu altbacken klingt. Bei „Speak the Truth“ stampfen Jungle Rot ordentlich dreckig daher, dabei bekommen die Groove Parts immer mehr die Oberhand. Eine ordentliche, ausgewogene Old School Death Metal Hymne hat man dadurch geschaffen, die für viele glückliche Gesichter sorgen dürfte. Die zusätzlich eingearbeiteten Duettgesänge zwischen Grunz und klarem Gesang bieten zusätzlich das Gewisse etwas. Der gleichnamige Titeltrack „What Horrors Await“ erinnert mich ein wenig an die schwedischen Vertreter von Unleashed. Der Titel bzw. der Rhythmus von „Before the Creation of Time“ setzt sich dabei immer wieder in meinem Gehirn fest. Auch der Rhythmus wurde nun etwas nordischer in Szene gesetzt und dadurch sind eben diese Parallelen zu den schwedischen Deathern rauszuhören. Mit „Nerve Gas Catastrophe“ verbleibt man im Wasaland und auch dieser Track ist für schwedische Death Metal Liebhaber der ersten Stunde. Temporeicher Song, der mit viel dreckiger Härte zum Umwüten einlädt, dabei sollte man sich nicht aufhalten lassen. Mit „Braindead“ kehrt man zwar wieder über den Ozean zurück und dennoch blickt man immer wieder zurück nach Schweden. Die Nummer geht vor allem durch die röhrende Rhythmik ordentlich in die Magengegend. Eine wirklich sehr flotte Pitnummer schiebt man gleich unvermindert in Form von „Atrocity“ nach. Dreckige Härte lädt hier den wütenden Mob zum Raufen ein und denke mal dieser Kracher wird live wie eine Bombe einschlagen. Mit „Exit Wounds“ geht man es etwas groovender und mehr im Midtempobereich an. Bretternde Rhythmusgitarren treffen auf eine sehr groovende Restrhythmik, die man als Abwechslung nur kurzzeitig verlässt. Ein Destruction Cover in Form von „Invincible Force“ gibt es nun an vorletzter Stelle. Viele eigene Akzente werden hier gesetzt. Zwar kommt etwas mehr Thrash Metal Feeling auf, dabei dominieren aber deutlich mehr etliche Death Metal Trademarks. Dadurch ist ein Wiedererkennungswert, wenn man es nicht genauer wüsste kaum möglich. Zu guter letzt gibt es noch das hämmernde „Black Candle Mass“ als Verabschiedung. Viele groovende Elemente treffen zum Ende hin noch einmal auf Thrash und Death Metal der guten alten Schule.

Fazit: Geiler Deather aus dem Amiland der in keiner Sammlung von Old School Death Metal Fans fehlen sollte. Vor allem durch die Growls und gewisse Rhythmik dürften vor allem Fans von Unleashed und Kataklysm sehr angetan sein von diesen Szenekollegen.

Tracklist:

01. Voice Your Disgust
02. Terror Regime
03. Utter Chaos
04. I Am Hatred
05. Blind Devotion
06. Scorn
07. Rage Through The Wasteland
08. Ruthless Omnipotence
09. I Don’t Need Society
10. Carpet Bombing
11. Pronounced Dead

Besetzung:

Dave Matrise (voc & guit)
Geoff Bub (guit)
James Genenz (bass)
Eric House (drums)

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