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Rough Silk – A New Beginning

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Rough Silk – A New Beginning

Band: Rough Silk
Titel: A New Beginning
Label: Dockyard1
VÖ: 2009
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Rough Silk – A New BeginningMein erster Kontakt mit der Truppe Rough Silk war anno 98 durch ein Wacken Video wo man mich ordentlich überzeugen konnte. Nach dem zulegen ihres Samplers „Wheels of Time“ wurde ich immer mehr in den Bann der Truppe und ihrem Material gezogen. Leider vermeldete man nach erscheinen von „Symphony of Life“ das aussteigen von Sänger Thomas Ludolphy und ich konnte mir eine Weiterführung kaum vorstellen. Dennoch hat sich Bandbegründer Ferdy Dörnberg (voc, keys & guit) noch mal aufgerafft und zusammen mit Mike Mandel (guit), Andre Hort (bass) und Alex Wenn (drums) „A New Beginning“ eingespielt. Treffender könnte man ein Album nicht beschreiben wie es Rough Silk mit dem neuesten Output getan haben. Deutlich Power Metal lastiger gibt sich die Truppe Anno 2009 und einige parallelen zu alten Squealer Alben sind auszumachen, was vor allem am Gesang von Ferdy liegt, der hier reinröhrt wie ein kleiner Zögling von Udo Dirkschneider.

Sehr orientalisch läutet man das Machwerk zu Beginn von „Temple Of Evil“ ein. Im Anschluss bekommt der geneigte Zuhörer eine recht stampfende Nummer mit vielen Chorlasigten Feinheiten. Vor allem der Gesang von Herrn Dörnberg ist nicht schlecht, wusste gar nicht das er ein so ausgezeichnetes Multitalent ist. Zwar erinnert hier nicht wirklich etwas an die alten Gassenhauer dieser Truppe, doch der Titel der Scheibe sagt ja aus das es sich hier um einen Neuanfang handelt und der ist ausgezeichnet gelungen. Sicher einige alte Element sind schon vorhanden doch muss man schon genauer nachforschen um diese zu entdecken. Eine richtige röhrende Weiterführung findet nun mit „Home Is Where The Pain Is“ statt. Eine sehr raue und räudige Nummer mit viel Pfiff. Dreckiger Gitarrensound, der aber eher im rockenden Bereich angesiedelt ist wird von einer sehr rauen Gesangslinie begleitet. „Reborn To Wait“ knallt nun wieder deutlich flotter und mehr im Power Metal Soundgewand daher. Zwar steigert man das Tempo nur nach und nach, dennoch wirkt der Track sehr düster was auch am röhrenden Gesang und einigen Growls liegt. Passt dem Neuanfang von Rough Silk gar nicht schlecht. Im Mittelteil gibt es einen etwas längeren Zwischenstopp, wo man sich ordentlich austobt und alles von Solobeiträgen an der Gitarre und Keyboard bis hin zu einigen progressiven Soundelementen vom Stapel lässt. Wie ein Donnerschlag und sehr doomig wird nun „The Roll Of The Dice“ eingeläutet. Diese stampfende, doomige Ausrichtung wird auch weiterhin verfolgt. Hier bläst einem eine gehörige eisige Brise um die Ohren und nach etwa einer Minute zieht man die Notbremse und steuert sehr sanftmütige Gefilde an. Dennoch hier wird immer wieder von den beiden beschriebenen Richtungen gleichermaßen Anwendung gefunden und zeigt sich hier sehr farbenbunt. Eine richtige Hymne ist der deutschen Truppe hier gelungen die nichts übrig lässt. Mit einem bretternden Gitarrenriff und dem anschließenden rockigen Soundgewand wird nun „When The Circus Is Coming To Town“ eröffnet. Deutlich flotter geht man hier zu Werke und hat eine recht witzige Rocknummer auf den Rundling gestanzt. Ordentlich wird das Haus bei diesem Track gerockt und die Nummer verleitet zum Abtanzen, deshalb entwickelt sich dieser Song immer mehr zum Partyrockhit beim mehrmaligen durchhören. Mit Glockenschlägen und Wolfsgeheul, als auch viel Western Flair wartet man nun „Sierra Madre“. Beim durchlesen der Trackliste hatte ich zwar einen Schock weil ich schon dachte die Jungs würden doch nicht den Frevel begangen haben und diesen dämlichen Bierzeltblödsinn metallisch vertont haben. Doch wurden meine Ängste nicht bestätigt, eher handelt es sich hier um ein recht langwieriges Power Metal Stück, denn erst nach etwa 2 Minuten ballert man wieder flott daher. Dafür liefert man ab diesem Zeitpunkt ein Power Metal Duell par Excellence. Selbiger Fan wird hier seine Rübe schütteln und ordentlich abgehen soviel bin ich mir sicher. Doch ganz auf die Western Element haben die Burschen nicht verzichten und lassen diese auch an und ab wieder als kurzen Zwischenstopp erklingen. Sehr interessante Nummer mit vielen Soundspielereien die man bestens zusammengepasst hat. Das gleichnamige Titelstück „A New Beginning“ ist nun eine etwas modernere Variante des Power Metal mit etlichen dunklen Soundelementen und auch viele groovige Rhythmen blicken hier verstärkt durch. Vor allem der öfters einsetzende, anklagende Brüllgesang von Ferdy wühlt ordentlich auf und klingt sehr streitsüchtig. Als etwas längeren Break hat man einen sehr doomige Mittelpart eingebaut der das Ganze etwas aufwertet. Sehr doomig ist nun auch der Beginn von „Warpaint“ ausgefallen. Ein recht erdiges Gitarrenriffgewitter hagelt hier auf den Zuhörer hernieder. Doch das Tempo wird deutlich gesteigert auch wenn man eher im Midtempobereich weiterhin verharrt. Die Midtempogefilde steuert man auch bei „Black Leather“ an. Dennoch wirkt der Track etwas knackiger und freudiger, was auch an vielen Chorarrangements und melodischen Solis liegt. Einen gewissen Hymnencharakter hat man dieser Nummer drauf gedrückt. Irgendwie erinnert mich das Stück an eine Weiterführung des Running Wild Gassenhauers „Chains and Leather“. Recht witzig und wie eine Sauf und Raufboldnummer ist nun „We’ve Got A File On You“. Etliche punkige Soundfetzen wurden hier mit Rock und Metal vermengt und hier kann man kurzzeitige ordentlich abtanzen und seine Haare wild durch die Luft wirbeln lassen. Eine Überleitung in den traditionelleren Bereich findet nun mit „Deadline“ statt wo man wieder auf gewohntem Weg zurück kehrt. Nach dem flotteren Vorgängerstück gibt es nun wieder etwas mehr für die rockige Seele. Die Nummer nennt sich „We All Need Something To Hold On In This Life“ und driftet unvermindert in die sanfte Ecke. Auch im balladesken Bereich kann man gut überzeugen und vor allem auch die Stimme von Herrn Dörnberg macht zu den Klängen eine gute Figur auch wenn sie dadurch dem Stück einen Blues Rock Anstrich verpasst. Abschließend gibt es noch „A Song For Hilmer“, welches mit einem tollen klassischen Klavierintermezzo eröffnet wird. Zum Ende hin hat man noch einen sehr monumentalen Song gepackt, der ein weiteres Mal mit weniger Geschwindigkeit auskommt. Zwar wäre mir eine flotte Beendigung lieber gewesen, doch auch diese verträumte Nummer hat einiges in sich und verlangt nach einer Fortsetzung.

Fazit: Sicher einen Thomas Ludolphy bzw. einen Jarn Barnett wird man vermissen, doch auch die Stimme von Ferdy Dörnberg hat einen gewissen Anreiz. Doch alte Rough Silk Fans werden nicht enttäuscht sein, auch wenn man sich deutlicher vom alten Material entfernt hat. Dennoch wer auf eine gute Power Metal Mischung mit Melodic, Symphonic als auch einigen progressiven Elementen steht, der sollte sich mal dieses Album zu Gemüte führen.

Tracklist:

01. Temple Of Evil 4:57
02. Home Is Where The Pain Is 3:54
03. Reborn To Wait 4:17
04. The Roll Of The Dice 6:32
05. When The Circus Is Coming To Town 3:25
06. Sierra Madre 6:33
07. A New Beginning 5:15
08. Warpaint 3:50
09. Black Leather 4:05
10. We’ve Got A File On You 2:35
11. Deadline 3:40
12. We All Need Something To Hold On In This Life 5:17
13. A Song For Hilmer 7:15

Besetzung:

Ferdy Doernberg (voc, keys & guit)
Mike Mandel (guit)
Andre Hort (bass)
Alex Wenn (drums)

Internet:

Rough Silk Website

Rough Silk @ MySpace

Chain Reaction – Cutthroat Melodies

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Band: Chain Reaction
Titel: Cutthroat Melodies
Label: Kolony Records
VÖ: 2009
Genre: Thrash/Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written By: Robert

Chain Reaction stammen aus Warschau Polen und durch ihre Art des Modern Metal den man sich verschrieben hat, verdichtet sich die Musiklandschaft aus diesem Land einmal mehr. Es ist zwar nichts Neues das aus dem Polenland bis dato immer qualitativ hochwertige Bands ins restlichte Europa drängen. Doch man fragt sich mittlerweile schon wo all diese Kapellen das Potential herbekommen, den bis dato ist mir keine schlechter Vertreter des Polen Metal bekannt. So ist es wie gesagt auch bei dieser Mannschaft die uns mit „Cutthroat Melodies“ einen satten Modern Metal präsentieren, welcher teils mit viel Groove, Spielereien, als auch thrashig – melodischen Ingredienzien versetzt wurde.

Leichte, experimentelle Verzerrungen, gefolgt von bissigen Gitarrenlinien schleudert man uns sogleich mit „Twinge“ um die Ohren. Messerscharfe Licks paart die Truppe mit vielen groovenden Erweiterungen. Sicher tendiert man in Richtung Amerika und eifert bekannten Bands ganz leicht nach, aber wie gesagt die Mannschaft selbst bringt viel Eigeneinfluss hinein und so basiert ihre Mischung aus den bekannten Vibes des Genre und vielen eigenen Initiativen die man sehr versiert umgesetzt hat.

Tja jeder weiß wie ein Wecker in aller Hergottsfrüh nerven kann. Wie ein Weckruf ist auch hier „Prime Integers“ ausgerichtet worden. Der Stimmung entsprechend schafft es die Mannschaft erst nach und nach in die Spur zu kommen. Selbiges hat man aber sehr interessant ausgerichtet. Auch spielt man sich wesentlich mehr mit vielerlei Beigaben aus dem Bereich Melodic, Groov und so weiter. Zusammengepuzzelt wurde aber unterm Strich eine sehr ansehnliche Nummer zu der man ein weiteres Mal sehr gut abgehen kann. Vor allem die rhythmischen Querverweise hinterlassen einen bemerkenswerten Gesamteindruck.

Sehr schräg ist die Einleitung von „God Lives Too Long“ ausgefallen. Voran schreitet man aber mit einer guten, dreckigen Portion Groove Metal. Schizophrene legt man auch weiterhin ein, das macht aber den Track genau aus und klingt dadurch sehr interessant und spannend. Vor allem dreht man nach diesen Stopps immer wieder einen härten Groove Grad zu und alles in allem bietet man weiterhin Mucke zum Abgehen, wenn auch deutlich experimenteller versetzt.

Ruhig und fast schon in Richtung Ballade geht es zu Beginn von „Elder Thrived“, doch schon wirft man uns wieder Dreckbrocken mit enormen Ausmaß ins Gesicht und greift auf ein erneutes beherzter in die Saiten. Dennoch wagt man es und nimmt das Tempo streckenweise sehr stark zurück. Allerdings hat man noch genügend Wind im Rücken und Kraft intus um lockerst immer wieder härter durchzugreifen. Vermehrt tendiert man auch hier zu einem sehr starken, verspielten Klang den man gekonnt unter Dach und Fach gebracht hat.

Mit leichten rockigen Groove Zügen wurde nun „Insomia Revised/H.B. Woodrose“ verfärbt. Der Fronter zeigt sich hierbei wie von der Tarantel gestochen und brüllt dabei infernal ins Mikro. Doch auch ruhigere Passagen werden von ihm Bedacht wo er ebenfalls einen sehr guten Eindruck zu hinterlassen vermag. Sehr wechselhaftes Stück zwischen wutentbrannter Härte und wieder teils idyllischen Momenten.

Vermehrt im zahnigen, bretternden Bereich wird mit „Class A Prisoner“ weiter gemacht. Wie ein ungeschliffener Rohdimant serviert man uns hier eine satte Mischung aus Modern und Groove Metal Elementen, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Diese Spielkasse in Sachen roher, ungeschliffener Härte muss man schon beherrschen so wie es in diesem Fall die Polenjungs tun.

Vermehrt in eine kommerzielle Ecke drängt man mit „Projecting AM“, welches durch viel Melodie angereichert wurde. Solche Nummern müssen nicht unbedingt im belanglosen Eck verschwinden und das beweist uns die Mannschaft mit diesem Track erneut. Schroffe, harte Passagen prallen hierbei stets und immer wieder auf ein Neues auf idyllischere Breaks. Gut durcheinander und passend platziert kann man weiterhin das Interesse wecken.

Wie eine Demo Aufnahme einer Garagenband läutet nun „No Logo“ ein. Weiterhin wird aber Gott sei Dank diesem Konzept gefrönt, vielmehr baut man auf einen satten, wenn auch sehr dreckigen Soundklag, dem es auch weiterhin nicht an bissiger Härte fehlt, auch wenn der Melodieanteil immer stärker hervorsticht.

Mit dem alternativen Rockbeginn von „When Road ‘n Booze Collide“ kann ich persönlich nicht besonders viel anfangen. Auch die Fortsetzung ist für meinen Geschmack etwas zu kommerziell ausgerichtet worden. Sicherlich mangelt es den Jungs auch hier nicht an gewissen Härteschüben, aber diese kommen nur ganz sachte zum Einsatz und der Rockanteil überwiegt alles andere.

Schon mehr kann man mit „Intra Vires“ wieder begeistern. Zackiger Peitschenhieb im Groove Style wird uns hier immer wieder mit einer brachialen Wucht um den Körper gebrettert.

Beim abschließenden „Even If“ werden noch einmal alle Reserven ins Gefecht geworfen. Auf ein Neues wird hier auf viel Geschwindigkeit und dreckige, groovige Härte geachtet. Mit versierten Wechseln holt man die letzten Reserven ein und feuert diese schlussendlich im ganz großen Stil wieder ab.

Fazit: Modern Metal Happen den man sich durchaus können sollte, Gesetz dem Fall man steht auf dieses Genre. Wer dies tut wird das Album lieben, denn es mangelt den Jungs nicht an Ideen aus diesem Bereich, welche man uns nicht zu simpel, aber auch nicht zu komplex zum Fraße vorwirft.

Tracklist:

01. Twinge 04:07
02. Prime Integers 03:36
03. God Lives Too Long 03:35
04. Elder Thrived 03:57
05. Insomnia Revised / H. B. Woodrose 06:53
06. Class „A“ Prisoner 02:35
07. Projecting. AM 03:16
08. No Logo 03:43
09. When Road ’n Booze Collide 03:40
10. Intra Vires 04:19
11. Even If 03:50

Besetzung:

Barton (voc)
Dani (guit)
Wodzirej (guit)
Komandos (bass)
Konar (drums)

Internet:

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Noctem – Divinity

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Band: Noctem
Titel: Divinity
Label: Noisehead Records
VÖ: 2009
Genre: Black/Death/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Vor kurzem meldete sich Exo der Gitarrist der Spanier Noctem bei uns und lies uns ihr letztes Machwerk zukommen. Unter den Fittichen von Noisehead Records haben die aus Valencia stammenden Herrschaften ihr Machwerk „Divinity“ veröffentlicht. Wenn man sich das Outfit von Beleth (voc), Exo (guit), UI (bass), Darko (drums) und Alasthor (guit) ansieht, könnte man auf eine klassische, astreine Black Metal Kapelle schließen. Doch hier wäre man weit gefehlt. Eher hat man hier guten, Nackenfräsenden Black Metal mit vielen Thrash und Deathcore Metal Anleihen vereint.

Eine Bombastische Eröffnung mit viel Black Metal Pathos läutet das Machwerk in Form von „Atlas Death“ ein. Nach dem fiesen Gekreische, tritt man bei „In The Path Of Heleim“ das Gaspedal bis zum Anschlag und die Mischung aus Black und Thrash Metal hat man bestens und äußerst speedig auf einen Konsens gebracht. Wie ein räudiges Tier fällt man hier auf den Hörer her und zerfetzt seine Gehörgänge in bester Manier. Der Fronter ist ein facettenreiches Tier, selbiger kreischt, grunzt und growlt sich die Innereien aus dem Leib. Zu dieser Nummer lässt es sich bestens die Rübe schütteln bis der Notarzt kommt. Wie ein Wirbelsturm geht es nun mit „Realms In Decay“ weiter. Dreckig und räudig gibt man sich auch hier, welcher mit vielen rollenden Rhythmen angefärbt wurden, diese enden immer wieder in einer äußerst schretternden Unterbrechung. Dort gibt man ordentlich Gas und fetzt wie eine wütende Furie um. „The Sanctuary“ ist nun deutlich mehr Deathcore bzw. Brutal Death Metal beeinflusst, zumindest gewisse Shouts und Growls tendieren in diese Richtung. Die Rhythmusfraktion bleibt aber der Linie treu und verbleibt irgendwo zwischen Melodie und wildem Thrash/Black Geschrettere. Superbe Mischung die man hier für uns parat hat und durch alle die ausgewogenen, verarbeiteten Elemente klingt man ganz schön Cross Over. Wenn man vielleicht glaubt, wenn man den Titel „The Call Of Oricalco’s Horn“ liest, hier hat man es mit einer Hymne zu tun, dann ist man weit gefehlt. Die wilde Karussellfahrt nimmt auch hier kein Ende und wie wild werkt der Trupp in bester Manier um. Die zusätzliche Abwechslung wird von einigen Core Shouts geliefert die, die bunte Mischung der Spanier einmal mehr dick unterstreicht. Bestes Moshpitkraftfutter wird dem Fan hier in brutaler Härte, mit viel Speed kredenzt. Wie von der Tarantel gestochen wütet die Formation weiter bei „Across Heracles Towards“ um. Speediges Tempo trifft hier auf einige Elemente aus dem Black/Thrash und Core Bereich und diese drei hat man wunderbar auf einen Konsens gebracht. Die Amigos machen von vorne bis hinten alles platt und jeder der sich nicht fügt, den überrollt man ganz einfach. Mit viel Windgeheul und äußerst verhalten gibt es nun nach dem wilden treiben bei „In The Aeons Of Time“ eine kurze Ruhepause wo man seine letzten Reserven noch einmal aktivieren sollte. Spätestens bei den ersten Tönen von „Necropolis Of Esthar’s Ruins“ wird einem klar wieso, denn hier treten uns die Jungs wieder gehörig ins Hinterteil. Deutlich klarer wurden hier die Strukturen ausgerichtet, obwohl etliche dreckige, modernere Roots auch hier Verwendung gefunden haben, diese sind aber eher spärlich eingesetzt worden. Vielmehr achten Noctem hier auf eine Mischung aus Melodie und bretternder Härte, die des Öfteren mit einer großen Brise an Düsterfeeling unterbrochen werden. Ein kurzer Basslastiger Mittelteil leitet nun zum verspielten Melodieteil über. Bei selbigem zaubert der Seitenhexer extravagante Soli aus seinem Ärmel, bevor es zum bretternden Endteil geht. Recht farbenbunt was man hier auf den Silberling gepackt hat. Donnernde Beats, welche kompakt mit Bombast gemischt wurden bekommt man nun bei „Divinity (orchestral Version)“ vor den Latz geknallt. Recht witzig wie man hier etliche Deathcore und Thrash Elemente mit dem im Hintergrund laufenden Bombastsound vereint hat. Recht monumental hat man dies getan und trotzdem mit einer Düsterhymne haben wir es auch hier nicht zu tun. Die Formation galoppiert auch bei „Religious Plagues“ im besten Blast Beat Rhythmus weiter. Dennoch hier wütet man streckenweise etwas klarer, sprich die Black bzw. auch die Thrash Metal Roots haben weites gehend Oberwasser bekommen und nacheinander rückt man die Core Elemente etwas mehr in den Hintergrund. Der reguläre Abschluss findet mit dem speedigen „Under Seas Of Silence“ sein Ende. Viel Tempo ist auch hier eingeflossen und es brennt der Hut an allen Ecken. Ein gleichberechtigtes Auslangen hat man hier mit den drei Hauptelementen gefunden. Guter Moshpittrack, der so untypisch es auch klingen mag zum Raufen verleitet. Von selbigem wird man nur durch etlichen, ruhigeren Düstertrademarks abgehalten. Als Bonus hat man noch „Divinity“ ohne Bombastsound drauf gepackt. Dadurch wirkt man, wie sollte es auch anders sein deutlich dreckiger. Kantiger, roher und ungeschliffener dröhnt hier das Stück aus den Boxen und macht es unvermindert zu einer Moshpitnummer ohne wenn und aber.

Fazit: Ganz schön Crossover was man hier auf einen Silberling gepackt hat. Reinen Black – Thrash oder gar Core Metal bekommt man nicht geboten, dafür aber eine saubere Mischung die viel rotzigen Charme versprüht. Geiles Album das die oben beschrieben Genrefans gleichermaßen interessieren könnte.

Tracklist:

01. Atlas Death
02. In The Path Of Heleim
03. Realms In Decay
04. The Sanctuary
05. The Call Of Oricalco’s Horn
06. Across Heracles Towards
07. In The Aeons Of Time
08. Necropolis Of Esthar’s Ruins
09. Divinity (orchestral Version)
10. Religious Plagues
11. Under Seas Of Silence
12. Divinity

Besetzung:

Beleth (voc)
Exo (guit)
UI (bass)
Darko (drums)
Alasthor (guit)

Internet:

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Debauchery – Rockers & War

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Band: Debauchery 
Titel: Rockers & War
Label: AFM Records
VÖ: 2009
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die blutverschmierten „Gfrisa“ sind wieder da hieß es in unserer Runde als wir über das erscheinende Album von Debauchery geredet hatten. Mit einem schmunzeln haben wir so manchen Auftritt der Maschinerie Debauchery genossen. Die Jungs haben dabei Live als auch auf Platte einen stetigen Weiterführungsprozess vollzogen und auch kontinuierlich hat man an sich gearbeitet das man Spötter den sprichwörtlichen nackten Arsch gezeigt hat. Sie sind verrückt und brutal gleichermaßen wenn es um Musik und Cover Artwork aus ihrem Hause geht. Doch dieses Mal haben sich Thomas (voc), Jiasheng Wang aka Joshi (guit), Simon Dorn (guit), Marc Jüttner (bass) und Oliver „Oli“ Zellman (drums) etwas ganz besonderes für die Fanschar einfallen lassen. Das Album selbst nennt sich „Rockers and War“ und wird via AFM am 03.04.09 auf die Menschheit losgelassen. Den Output hat man auf zwei Parts aufgeteilt. Als erstes startet der War mit bruatler Härter bis man das Machwerk mit Rockers ausklingen lässt.

Die Leichenfledderei beginnt mit „There Is Only War“. Gewohnte brutale Härte die uns hier mit etlichen Kriegsgeräuschen versüßt wird. Sägende und bretternde Gitarrenriffs feuern uns die Deutschen Brutal Deather um die Ohren das man wie erschlagen dasteht bzw. sitzt. Dennoch man zeigt sich weitgehend experimentierfreudiger als man es bis dato getan hat. Erst nach und nach werden sämtliche Motoren gestartet und knapp nach zwei Minuten begibt man sich wieder auf eine brutale Reise. Dennoch ganz vom melodischen Konzept kann man nicht lassen und so hat man etliche Keyboardsounds die sehr bombastisch klingen eingebaut. Für meinen Teil muss ich sagen macht das Ganze für deutlich mehr Fans genießbarer, jedoch werden sich alte Fans etwas vor den Kopf gestoßen fühlen. Das volle Brett bekommt man nun weiter mit „Primordial Annihilator“ geboten. Der Beginn klingt wie wenn man sich ein wenig von Slayer und Konsorten hätte beeinflussen lassen. Doch schnell findet man wieder auf eigene Wege zurück. Amtlich wird hier bretternd gewerkelt und das ohne Schnickschnack. Auch die Keyboardarrangements hat man nun vollends über Bord gejagt, oder gar exekutiert? Wie auch immer hier bekommt der alte Fan wieder die volle Bedienung donnernde Riffs gepaart mit viel Gegrunze und Gegurgel. Einen recht lieblichen Anfang hat man nun zu Beginn von „Honour And Courage“ für uns Parat, doch binnen Sekunden macht man sich über diesen her und zerfetzt ihn mit brutaler Härte vom feinsten. Auch die bombastischen Elemente wurden einmal mehr eingebaut, welche aber dezent in den Hintergrund gesetzt wurden. Die dominante Härte hat zwar das Ruder in der Hand, doch etliche ruhige Parts wurden eingebaut, wo man mit klassischem Klavierspiel und sanften Gitarrenmelodien aufwartet. Wie ein Raketenstart geht es nun bei „Savage Mortician“ weiter. Melodien werden hier komplett vernichtet und es regiert wieder der Brutal Death Metal in all seinen rotzigen und rauen Facetten. Durch die ständigen Wechsel von Track zu Track zeigen sich die Jungs äußerst experimentierfreudig, wie man es bis dato von ihnen nicht gewohnt war. Wie eine durchwegs laufende Kettensäge geht es mit „Killing Ground“ weiter. Hier wird alles platt gemacht was sich den Burschen in den Weg stellt. Dennoch kommen als Auflockerung immer wieder die Keyarrangements zum Einsatz, welche das Ganze etwas breit gefächerter wirken lässt. Ob man nun damit klar kommt oder nicht muss jeder für sich entscheiden. Für meinen Teil macht der Wandel viel aus und lässt das Material viel verdaulicher wirken. Sehr ruhig, beschaulich und heroisch startet nun „Wolves Of The North“. Einen sehr theatralischen Beginn mit viel orientalischem Flair hat man zu Beginn eingesetzt, bevor die gewohnte wilde Fahrt mit den Herrschaften aus Deutschland weitergeht. Immer wieder findet man zum bombastischen Gesamtsound zurück, welcher sehr wie schon der Anfang opernhaft in Szene gesetzt wurde, um von dort wieder einen fiesen und brutalen Angriff auf die Zuhörerschaft zu starten. So der War ist vorüber kommen wir zu den Rockers. Sehr rockige Klänge erschallen bei „3 Riff Hit“ welche auf eine härtere AC/DC Version schließen lassen. Dennoch es wird hier nicht nur in bester Manier geraunzt auch die Grunzeinsätze dürfen nicht fehlen. Doch im Großen und Ganzen verneigt man sich hier vor den Australiern in bester Manier. „New Rock“ ist noch um Ecken rockiger in Szene gesetzt worden. Weiterhin schippert die Truppe im Fährwasser der australischen Rocker, wenn man es auch bei diesem Track deutlicher macht als beim Vorgänger. Denke dass es viele nicht gewusst haben, aber auch im klaren, rockigen Bereich wissen die Jungs zu überzeugen. Dass man es nicht vollends übertreibt dafür sorgt das immer wieder eingesetzte Gegurgle des Frontmannes. „Hammer Of The Blood God“ beginnt total untypisch wie eine Melodic Rockscheibe, doch binnen Sekunden begibt man sich hinüber zu anderen Gefilden. Deutlich raueres Kraftfutter serviert man uns hier, welches an und ab mit einigen klassischen Klaviereinlagen aufgewertet wird. Eine schöne Death n Roll Nummer hat man dadurch geschaffen die sich binnen Sekunden als mein klarer Favorit entpuppt. Die raunzenden Rockgesänge wurden komplett weg gelassen und dafür sind die grunzenden Gesänge dominierender eingesetzt worden. „Demon Lady“ startet mit vielen erdigen Rocktrademarks. Weiterhin hat hier wieder der Frontgrunzer alle Zügel im Würgegriff doch auch die typischen AC/DC lastigen Vocaleinsätze kommen wieder zum Zuge. Abschließend kredenzt man uns noch „Rocker“, welches etwas mehr in der Bombastrockecke angesiedelt ist. Die Hard Rock Ecke hat man zwar fast vollends verlassen, doch einige Einflüsse blicken deutlich durch. Auch der begleitende Klaviersound passt sich nahtlos in den Gesamtsound recht gut und als Erweiterung ein.

Fazit: Das wohl experimentierfreudigste Album von Debauchery hat man hier geschaffen. Zwar wird es etliche Wutschreie geben, doch sollte man sich genauer in das Album reinhören, es macht viel Spaß und die Jungs zeigen hier das sie außer brutaler Härte noch vieles mehr drauf haben.

Tracklist:

01. There Is Only War 5:31
02. Primordial Annihilator 3:45
03. Honour And Courage 4:38
04. Savage Mortician 3:32
05. Killing Ground 3:32
06. Wolves Of The North 6:29
07. 3 Riff Hit 3:51
08. New Rock 4:08
09. Hammer Of The Blood God 3:06
10. Demon Lady 3:40
11. Rocker 3:16

Besetzung:

Thomas (voc)
Jiasheng Wang aka Joshi (guit)
Simon Dorn (guit)
Marc Jüttner (bass)
Oliver „Oli“ Zellman (drums)

Internet:

Debauchery Website

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Debauchery @ MySpace

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Flashback of Anger – Splinters of Life

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Band: Flashback Of Anger
Titel: Splinters of Life
Label: Limb Music Products
VÖ: 2009
Genre: Melodic Power/Progressive Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Seit 2001 arbeiten die ehemaligen Schulfreunde Matteo Bonini (guit) und Antonio Sigismondi (drums) an ihren musikalischen Träumen und mit der Truppe Flashback of Anger lebt man diese zusammen mit Emanuele Giorgetti (keys), Giulio Cercato (guit), Alessio Gori (voc) und Francesco Masini (bass) vollends aus. Feiner progressiver Melodic Metal wird von den aus Florenz stammenden Italienern zelebriert. Nach den Demos „Panta Rei“ (2004) und „Off with my Heart“ (2006) war nun der Zeitpunkt gekommen um das erste Full Length Album auf die Metal Welt loszulassen. Dies machen die Jungs mit „Splinters of Life“ am 09.04.09 via Limb Music Products.

Eine sehr düstere Eröffnung hat man mit dem Intro „By The Gates Of My Dreams“ geschaffen, welches sehr Filmmusik lastig aus den Boxen dröhnt und ein guter Genuss zum Beginn ist. „All I Have“ galoppiert sehr flott und mit einer sehr bretternden Seitenfraktion daher. Schöne Melodien paaren sich hier mit etlichen Power Metal Trademarks die zum Bangen animieren. Der Fronter macht mit seiner warmherzigen Stimme eine sehr gute Figur und nervt nicht durch hohes Gejodel. Der Keyboardeinsatz ist gut und ausgewogen gewählt und dadurch hat man einen sehr guten ausgeglichenen Pol geschaffen. Den gewissen Härtegrad haben die Giatarreros geschaffen, die hier munter eine volles Riffbrett fahren und dabei an und ab mit ihren Beitrag mit etlichen Maiden Hooklines verschönern. Einen sehr stampfenden Track hat man als Nachfolger in Form von „Time Can Answer“ gewählt. Der bombastische Anteil blickt hier etwas mehr durch und auch der Tastenmann spielt sich etwas mehr die Finger wund. Doch die tiefer und erdig getrimmten Gitarren machen das Ganze etwas kompakter und bretternder. Etliche beschauliche Breaks werden eingelegt, bevor die Italiener wieder das Gaspedal ordentlich treten. Zum Ende hin begeben sich die Jungs auf ein sehr klassisch, theatralisches Gewässer, welches einen runden Abschluss für den Track bietet. „Stars“ wird nun sehr ruhig und sanft mit akustischem Gitarren und klassischem Klavierspiel gestartet. Viele sanfte Streicherarrangements werden von der warmherzigen, balladesken Gesangsarbeit begleitet. Eine ruhige Ballade die für einen sehr entspannten Genuss sorgt. Ab der Mitte begibt man sich kurzzeitig in ruhigere Midtempogefilde auf, bevor man es wieder beschaulich ausklingen lässt. Nahtlos und ruhig geht es nun mit „A Void Within Me“ weiter. Auch hier wird einer sehr balladesken Ausrichtung gefrönt. Dennoch der Mittelteil der wiederum sehr Midtempolastig ausgefallen ist verbirgt eine etwas flottere Ausrichtung. Mit „Splinters Of Life“ hat es ein sehr monumentaler Track auf das Album geschafft, welcher mit vielen verspielten Genüssen in flotterem Soundgewand aufwartet. Weiters begibt man sich an und ab auf eine sehr speedige Fahrt, bevor man ordentlich abbremst. Diese Wechsel werden immer wieder durchgezogen und dabei versorgen uns die Gitarristen mit so manchen Riff und Sololeckerbissen. „Strange Illusion“ ist nun etwas mehr für Fans von stampfenden Melodic Metal Songs. Ein erdiges Gitarrenbrett, welches als Grundskelett dient wurde mit vielen Melodielinien verfeinert. Auch der Bombastanteil schnellt des Öfteren steil nach oben. Dennoch hat man alles sehr ausgewogen in Szene gesetzt und jeder Stein ist auf dem anderen geblieben. Mit einem kurzen klassischen Klavierintermezzo als Zwischenintro wird bei „Outer World“ aufgewartet. Dennoch hat auch der Sänger seinen Beitrag geleistet um nicht eine akustische Version daraus zu machen, was dem kurzen Zwischenspiel sehr gut steht. Sehr düster startet nun „Back In The Nightmare“. Im Anschluss wird gleich eines klar hier begibt man sich zwar auf eine bombastische wenn auch sehr speedige Reise auf. Zu dem Stück lässt es sich wieder bestens abbangen was das Zeug hält und die Keyboardarrangements machen das übrige und dadurch hat man einen sehr speedigen/theatralischen Sound geschaffen. „Off With My Heart“ wird nun durch ein weiteres, klassisches Klavierintermezzo eingeläutet. Schöne Streicherarrangments wehen einem wie ein laues Herbstlüftchen um die Ohren. Auch das Tempo hat man auf diese Ausrichtung angepasst und man begibt sich in die balladeske Ecke wo man eine Zeit lang verharrt. Doch nach gut zwei Minuten drückt man wieder den speedigen Stempel drauf und es darf wieder ordentlich der Kopf geschüttelt werden. Als Abschluss gibt es noch eine Draufgabe mit „Flashback Of Anger“. Dieser Rausschmeißer beginnt sehr flott und man bleibt auch in dieser Sparte. Dennoch steuert man immer wieder in eine stampfende Ecke und von dort wird der Angriff gestartet. Vor allem der Refrainteil wurde mit etlichen Chorvocals ausgestattet, welche den Track gehörig aufwerten und ein wunderbares Album abschließt.

Fazit: Tolles erstes, längeres Lebenszeichen der Italiener, welches auf keinen Fall in der Sammlung von Melodic Metal Liebhaber fehlen sollte.

Tracklist:

01. By The Gates Of My Dreams 1:04
02. All I Have 5:00
03. Time Can Answer 5:25
04. Stars 3:50
05. A Void Within Me 4:45
06. Splinters Of Life 7:45
07. Strange Illusion 3:44
08. Outer World 1:58
09. Back In The Nightmare 5:22
10. Off With My Heart 7:42
11. Flashback Of Anger 7:13

Besetzung:

Matteo Bonini (guit)
Emanuele Giorgetti (keys)
Giulio Cercato (guit)
Alessio Gori (voc)
Francesco Masini (bass)
Antonio Sigismondi (drums)

Internet:

Flashback Of Anger Website

Flashback Of Anger @ Facebook

Street Legal – Bite the Bullet

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Band: Street Legal
Titel: Bite the Bullet
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Traditioneller Metal/Rock scheint ja in diesen Tagen eine Hochkonjunktur zu feiern. Was vor allem erfreulich ist, ist die Situation dass auch viele junge Fans sich diesen Klängen immer mehr hingezogen fühlen. Street Legal aus Norwegen dürfte genau das richtige für Fans dieser Richtung sein. Viel 80er Rock Spirit versprühen Bjorn Olav Bol Lauvdal (drums), Ken Ingwersen (guit) und Bjorn Boge (voc & bass) auf ihrem neuesten Machwerk „Bite the Bullet“. Eigentlich arbeitet die Truppe seit 1990 aber erst ein Machwerk hat man 2000 in Form von „Thunderdome“ auf das Metal/Rock Volk losgelassen. Via Frontiers Records will man wohl einen zweiten Frühling feiern.

Eine schöne stampfende Rockhymne mit dem Namen „Loading Up“ erschallt als Track Nummero Uno. Hier bekommt der geneigte Fan bestes, erdiges Rockkraftfutter mit etlichen, fröhlichen Chorlines. Macht richtig Fun und das 80er Feeling wird dabei authentisch rüber gebracht. Eigentlich muss man sagen trotz der Beheimatung klingt alles sehr amerikanisch, was wohl auch beabsichtigt war. Etwas stampfender und mit etlichen sanften Wechseln wartet man nun für uns bei „Somebody Up There Likes Me“ auf. Zwar kommen etliche verträumte Klänge zum Einsatz, diese werden aber im etwas temporeicheren Refrainteil abgelöst. Schön old schoolig erschallt nun „Unconditional Love“, welches viele Eckpfeiler zu Thin Lizzy hinterlässt, was man getrost dem Seitenhexer zuschreiben kann. Doch auch hier gibt es vermehrte Wechsel in ruhigere Gefilde. Doch der flottere Rockanteil hat hier eindeutig die Oberhand gewonnen. Sehr hart und rau galoppiert nun „Warriors Of Genghis Khan“ daher. Schretternde Gitarrenriffs begleiten hier einen sehr rauen Gesang und dadurch hat man eine gute Nummer zum Abhoten geschaffen, auch wenn man die Spielzeit ruhig etwas länger rauszögern hätte können. Nun gibt es nach dem flotten Vorgänger mit „Shadow In My Heart“ etwas für den besonnenen Genuss. Eine sehr balladeske Ausrichtung hat man hier gefunden und selbige wurde noch mit etlichen Streicherarrangmentes verfeinert. „Bite The Bullet“ ist nun wieder von einem anderen Kaliber geschnitzt. Hier röhrt die Truppe wieder ordentlich rau, stampfend daher auch einige Southern Elemente hat man eingearbeitet und dadurch klingt alles sehr farbenbunt. Sehr speedig geht es nun bei „Starship Trooper“ zu. Zwar kommen etliche Breaks zum Einsatz, aber im Großen und Ganze überwiegt der flottere Anteil. Auch „Trapped“ schiebt man mit einem sehr flotten Soundkleid nach. Feinster Riffstahl der hier aus den Boxen dröhnt. Zwar ähnelt das Ganze dem Vorgänger, steht aber als völlig eigene Fortsetzung da. Dafür gibt es feinste und klare Rockklänge für den Gehörgang. Mit einem orientalischen Glockeschlag wird nun „The Battle Of Kringen“ eingeläutet. An diesem Feeling hält man auch weiterhin fest und dadurch hat man einen sehr guten Klangteppich zum Beginn des Tracks geschaffen, bevor es nach etwa einer Minute flotter weiter geht. 80er Rock Stahl wie er im Buche steht und auch einige Gitarrenlinien erinnern nun etwas mehr an etliche NWOBHM Legenden. Schade dass der Fronter hier keinen Beitrag in Form seiner Stimme leisten darf hätte das Ganze sicher noch um Ecken aufgewertet, so hat man ein recht gutes Instrumentalstück geschaffen das an alte Tage im Bereich des Rock/Metal erinnert. „Maniac“ beschert mir ein breites Grinsen, genau vor etwa einem Jahr erschien das Album von Firewind wo ebenfalls dieses Flashdance Cover drauf war haben nun die Norweger ebenfalls den Schritt gewagt. Muss sagen super Version, wenn auch diese Burschen die Keyboardelemente fast komplett außer acht gelassen haben. Leute hier heißt es raus aus dem Sessel und schwingt das Tanzbein. „Silent Tear“ ist nun ein sehr ruhiger Ausklang geworden, der aber äußerst düster beginnt. Nach der etwas längeren Eröffnung hat man ans Ende eine richtige Hymne gestellt, die immer wieder von der ruhigen Ecke aus ausbricht und vor allem bei den Ausreißern gibt es amtliche Riffs und Solis die einem auf der Zunge zergehen. Vor allem erinnert mich hier die Formation an etliche Midtempo Tracks von Ozzy Osbournes Album „The Ultimate Sin“. Auch wenn Bjorn jetzt nicht so raunzt wie der Prince of Darkness

Fazit: Old School Rock/Metal allererster Güte, wer auf diese Ausrichtung steht sollte sich schon in die Startlöcher begeben bis das Album erscheint.

Tracklist:

01 Loading Up 4:10
02 Somebody Up There Likes Me 3:57
03 Unconditional Love 4:07
04 Warriors Of Genghis Khan 2:45
05 Shadow In My Heart 5:15
06 Bite The Bullet 3:46
07 Starship Trooper 5:14
08 Trapped 4:45
09 The Battle Of Kringen 5:03
10 Maniac 4:21
11 Silent Tear 6:10

Besetzung:

Bjorn Olav Bol Lauvdal (drums)
Ken Ingwersen (guit)
Bjorn Boge (voc & bass)

Internet:

Street Legal Website

Street Legal @ MySpace

Fatal Smile

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Ein Live Auftrtitt als Support für Lordi wurd von mir genutzt um den Heavy/Hard Rock/Metallern von Fatal Smile zu einem Interview zu bitten.

Obscurity

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Die Pagan Metal Szene wird immer weiter ins rechte Licht gerückt. Nichts und niemand ist vor diesen Leuten mehr sicher. Dennoch trotzt die Freizeitwikingerschaft immer noch diesen Munderverdrehern. Obscurity sind eine davon und beweisen mit ihrem neuesten Album Várar das man wieder für die Anhänge was parat hat. Dies war natürlich eine Mission für mich, mich auf die Versen von Drummer Arganar zu heften, um ihm etwas genauer auf den Zahn zu fühlen

Hallo Jungs würdet ihr euch bzw. eure Band kurz vorstellen

Ja, wir sind Obscurity aus dem schönen „Bergischen Land“…Wir zelebrieren ein Art Pagan/Black/Death Metal und uns gibt es seit 1997, fast in derselben Konstellation. Da wären Agalaz (Git/Vox), Cortez (Git/backings), Ziu (Bass) und Arganar (Drums), mit dem du dieses Interview führst, he, he… Wir haben inzwischen 2 Demos, sowie 4 Alben geschmiedet und es wird lustig weiter gehen, he, he…

Das neue Album „Varar“ steht ja bereits in den Startlöchern. Würdet ihr ein wenig den Inhalt beschreiben und wie waren bis dato die Reaktionen zu dem Album

Várar ist seit dem 6.3.2009 im Handel und die ersten Reaktionen der Fans und der Presse waren mehr als befriedigend! Wir haben viel Energie in „Várar“ gesteckt und es ist schön zu erfahren, dass sich das gelohnt hat und dass wir wissen, ein sehr gutes Stück Musik erschaffen zu haben. „Várar“ ist kein Konzept-Album. Es werden mythologische, historische und Themen die einfach nur „Metal“ sind behandelt. Musikalisch gesehen ist „Várar“ das mit Sicherheit abwechslungsreichste, aber auch kompositorisch das Beste, was wir jemals gemacht haben. Man, die Freude das Material endlich auf Band zu bekommen, wurde mit jeder Probe in der Vorbereitung größer…Ja und nun ist es vollbracht und ihr könnt euch selber ein Bild machen.

Was mir besonders aufgefallen ist sind die geschichtlichen Texte, ist das reines Prestige oder habt ihr einen Fave für Geschichtliche Innhalte

Ziu der zu 90% für die Texte verantwortlich ist, ist geschichtlich sehr interessiert und setzt dasbei Songs wie „Worringen“, oder der „Varusschlacht“ sehr gut um, wie wir finden. Aber auch für die fiktiven, oder mythologischen Sachen hat er ein Händchen. Also, ich würde hier nicht von Prestige reden…

Wie kamt ihr zur Musik? Wer waren bzw. sind eure Einflüsse?

Na, wir waren und sind Fans. Irgendwann haben wir uns halt dazu entschlossen, dass was wir musikalisch mögen, mit unseren eigenen Vorlieben zu mischen und Obscurity war geboren.
Ich z.B. mag Bathory, Slayer, Enslaved, aber diese Bands würde ich nicht als Einflüsse bezeichnen.
Wenn es Einflüsse gibt, dann höchstens unbewusst und nicht nach Plan.

Wie sieht die Entstehung eines Obscurity Songs aus. Setzt ihr euch da alle zusammen oder werkelt jeder für sich im stillen Kämmerlein

Wir werkeln tatsächlich noch wie in den guten alten Zeiten unserer Anfangstage zusammen im Proberaum an unseren Ideen. Diese Arbeitsweise hat sich bis jetzt noch nicht geändert und das ist auch gut so.Obscurity ist eine Gemeinschaft und soll uns als Band ausdrücken und nicht die Ideen eines Einzelnen. Das gilt natürlich nur für den musikalischen Teil, denn die Texte werden dann doch von einem im stillen Kämmerlein verfasst, aber trotzdem mit allen Mitgliedern abgesprochen.

Bei deutschen Texten und Titeln wie „Varusschlacht“ könnte manch einer versucht sein, euch in die musikalische rechte Ecke zu stecken. Wie denkt ihr darüber? Was ist eure Meinung zur Unterwanderung unserer Szene durch den braunen Mob bzw. der Gegenfraktion die alles was irgendwie nordisch Klingt ins rechte Eck zu drängen?

Mhh, also erst mal weiß ich nicht was ein historisches Thema wie die „Varusschlacht“ auch nur im entferntesten mit der rechten Ecke zu tun haben könnte? Aber ich denke ich weiß was du damit sagen möchtest. Wir kommen aus einer Zeit des „Metals“, wo solch politische Gedanken und Unterwanderungen kein Thema waren. Das hat nix im Metal und eigentlich egal in welchem Genre zu suchen!
Obscurity ist eine unpolitische Band und wir sind gegen jede Unterwanderung von rechts! Wenn es möglich wäre einfach einen Hebel umzulegen und damit den ganzen Mist einfach zu verbannen, dann wären wir mit Sicherheit die ersten die ihn betätigen würden!

Wie stellt man sich als unwissender ein Obscurity Konzert vor, gibt es auch die textlichen Innhalte als Show auf der Bühne wieder

He, he…also, falls Du meinst wir würden uns in Hundefelle kleiden und unsere besungenen Schlachten als Theaterstück präsentieren, dann muss ich Dich leider enttäuschen!? Obscurity stehen für energiereiche Metalshows und wollen dich als Gast mit ihrer Wucht und Intensität überzeugen…schade, dass Du noch nicht dabei warst?!

Was sind die bisherigen Highlights bzw. Low Points eurer Karriere

Na, die ersten Aufnahmen, der erste Plattenvertrag, fast alle Live Shows, ob es Clubs oder Festivals waren, unsere 10 Jahres Feier, oder unsere kleine Tour 2003 würde ich mal als kleine Auswahl der Highlights nennen. Besetzungswechsel, von denen wir zum Glück noch nicht allzu viele hatten zähle ich dann mal zu den nicht so tollen Erlebnissen…

Wie sieht es mit Auftritten sprich Tour bzw. Festivals in Naher Zukunft aus?

Das Booking für dieses Jahr schaut recht gut aus. Es sind einige nette Festivals und Einzel-Gigs bestätigt. Über www.obscurity-online.de oder www.myspace.com/obscuritybergischland kann man sich darüber informieren. Eine Tour ist leider noch nicht geplant, aber auch da wären wir nicht abgeneigt!

Vielen Dank und die letzten Worte gehören euch

Danke dir für das Interview und ich hoffe wir sehen Dich und Euch alle auf dem Northern Lights Festival 2009.

Berge Romerijke!
Arganar / OBSCURITY

Obscurity – Varar

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Band: Obscurity
Titel: Várar
Label: Trollzorn Records

VÖ: 2009
Genre: Pagan/Viking Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Ihr Freizeitwikinger da draußen, ab in die Drachenboote und rafft die Segel, denn mit dem neuesten Streich von Obscurity hat das Label Trollzorn gleich zu Beginn des neuen Jahres genau das richtige für euch. Die Nordreinwestfalener sind genau das richtige für alle jene die das liebliche und lustige Gedudel von Szenekollegen satt haben. Bitterböse Texte als auch klanglich im brachialeren Bereich haben sich diese deutschen Szenefüchse der Mischung aus Pagn/Black Metal verschrieben. Nach drei Full Length Alben hat man sich nun zwei Jahre Zeit gelassen um den neuesten Output „Varar“ aufs hungrige Wikingervolk loszulassen. Leider mussten Obscurity zu Beginn des Jahres vermelden dass die Veröffentlichung des neuen Albums „Varar“ auf den 06. März 2009 verschoben werden musste, selbiges wird in zwei Versionen erhältlich sein. Einmal als Jewel Case CD und als Digi-CD. Für die hart gesottenen Fans, gibt es noch das Varar-Special, welches aus der Digi-CD Version und einem auf 100 Exemplare streng limitierten T-Shirt besteht. Nun denn dann wollen wir mal dem neuesten Streich von Agalaz (guit), Ziu (bass), Cortez (guit) und Arganar (drums) lauschen. Nicht aber vorher zu vergessen das Kettenhemd überzustreifen, Streitaxt, Schild und Schwert bereit zu halten und den Helm aufzusetzen. So fertig, von mir aus kann der Beutezug mit den deutschen Nordmannen losgehen.

Recht nordisch und mit geilen Riffs wird „Nach Asgard wir reiten“ eröffnet, auch das heroische Flair darf nicht fehlen und dieses Feeling versprüht man zu Beginn nach Leibeskräften. Nach einigen Sekunden fährt man aber nun ein eisiges, hartes und raues Programm. Fiese Kreischvocals wühlen einen richtig auf und laden zum infernalen Gebange ein. Die eisige Brise die einem hier Steif um die Ohren bläst dürfte vielen Szenefans wie eine gute Portion Met die Kehle runter laufen. Diese Jungs versuchen erst gar nicht irgendjemand nachzuäffen und bestechen mit ihrer eigenen harten, Pagan Black Metal Ausrichtung. Zwar könnte man hier einige Paralellen zu Equilibrium feststellen, doch diese Burschen fahren ein deutlich härteres Programm als ihre Landsmänner aus Bayern. „Battle Metal“ knallt nun um Ecken zackiger und kompromissloser aus den Boxen. Das Gaspedal wird deutlich mehr gedrückt und man fährt eine deutlich härtere Schiene. Etwas Black Metal lastiger geht man es hier an. Doch einen auf stur reinbolzen haben die Jungs nicht drauf und so mengt man den Blast Beat lastigen Sound noch einige melodische Ausrichtungen bei, welche in Form der Seitenfraktion geliefert werden. Wer hier ruhig rum sitzen kann, der hat entweder hohes Fieber, oder er kann nicht ganz dicht sein. Nach dieser Schlacht des Metal dröhnt nun die „Varusschlacht“ aus den Lautsprechern. Coole Sache die Schlacht vom Teutoburger Wald zu vertonen. Geschichtsfreaks bekommen hier das Ganze aus der Sicht der Barbaren geschildert. Viele aufwühlende Fragmente hat man auch hier beigemischt, doch auch einige treibende, groovigere Soundelemente kommen hier zum Zuge. Diese Nummer entwickelt sich nicht nur wegen der geschichtlichen Thematik zu meinem Favoriten auf dem Album, nein auch die sehr guten Wechsel zwischen Black und Pagan Metal sind nicht von schlechten Eltern. Vor allem machen es die sehr treibenden Parts zu einer Banger – Abtanznummer und das eisige Feeling macht das übrige. Denke nach erschallen des letzten Tones dürfte klar sein, hier macht man keine Gefangene, so wie Anno im Herbst des Jahres 9 n. Chr die Cherusker keine gemacht haben. Gleich weiter knüppeldick geht es mit „Wer Wind säht…“. Die Black Metal Beats kommen hier etwas mehr zum Zuge und dadurch rattert das Ganze etwas brachialer und schretternder aus den Boxen. Auch der Gitarrensound wurde dem Rhythmus angeglichen und dadurch sägen die beiden Seitenhexer ordentlich jeden Wald nieder. Doch diese Jungs machen hier zu keinem Zeitpunkt einen auf einfallslos und so serviert man als Abwechslung einige, klarere und dennoch flotte Gitarrenriffs. Deutlich heroischer mit Glockenschlag geht es nun bei „Várar“ weiter. Das gleichnamige Titelstück kommt nun etwas klarer daher. Dennoch der eisigen Ausrichtung wird auch weiterhin munter gefrönt. Der Frontmann brüllt weiterhin infernal ins Mikro und das heroische Feeling wurde nun durch einen eher Black Metal lastigen Sound ersetzt. Die melodische Abwechslung kommt ein weiteres mal von Seiten der Äxteschwinger und diese liefern sich vor allem bei den Solis einige Gefechte, bei denen mich ihre Arbeit ein wenig an gewisse Iron Maiden Trademarks erinnern. Knackiger und zackiger geht es nun bei „Im Herzen des Eises“ weiter. Ein infernales Gebrüll und geschrettere wird hier zum Besten gegeben, welches zum Rübeschütteln einlädt bis die restlichen Haare ausfallen. Der sehr raue Track wartet eher mit wilden Rhythmen auf und die melodischen Ausbrecher wurden nun gänzlich vom Drachenschiff geworfen. So true wie man nun „Nordmänner“ einläutet kann man es nicht machen. Nach der Meeresrauscheneröffnung begibt man sich nun wieder etwas mehr in die Pagan Richtung. Durch die sehr heroischen Mitgrölrhythmen hat man, so denke ich eine gute Nummer für die Meute geschaffen, die live die Jungs aus Deutschland unterstützen werden. Meine liebe Freizeitwikingergemeinde bei dieser Nummer fehlen nur noch die Hörner und die könnt ihr Live dazu anstimmen. Alles in allem ein weiteres, absolutes Highlight auf diesem Album. „Worringen“ ist eine weitere Geschichtliche Abhandlung, diesmal aber aus dem Mittelalter. Hier wird ordentlich und amtlich ein weiteres Mal über blutige Schlachten gesungen. Für jene die sich geschichtlich interessieren hier handelt es sich um die Schlacht von Worringen im Jahre 1288 wo der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg besiegt wurde. Soll dies ein kleiner Wink sein das man mit der Kirche nicht viel am Hut hat. Wie auch immer man hat ein weiteres Mal eine geschichtlich bedeutsame Schlacht bestens vertont und das Schlachtenfeeling kommt dabei bestens rüber. Etwas stampfender und deutlich melodischer ertönt nun „Schutt und Asche“. Nun ja nach solchen Vorgängern denke ich das nicht mehr viel übrig bleib. Dieser Track besticht etwas mehr mit Todesverachtenden Klängen. Genau diesen Spirit hat man kompakt mit sehr groovigen Rhythmen kompakt auf den Silberling gestanzt. Der Abschluss „Blut und Feuer“ beginnt sehr besonnen, doch lange sollte man sich hier nicht ausrasten. Spätestens bei der geilen Arbeit des Tieftöners sollte man sich bereit machen. Genau danach nimmt das Quartett wieder ihre flotte Fahrt auf, auch wenn man es zum Ende etwas heroischer und stampfender angeht.

Fazit: Jene die mit lieblichen bzw. nervenden Gedudel bei Pagan Alben ihre Probleme haben, sollten sich mit dem neuesten Streich dieser Truppe anfreunden können. Wie ein guter Met brennt dieses Material die Kehle runter und dürfte für viele Jubelschreibe sorgen. Doch auch wer auf Equilibrium steht dürfte hier vollends auf seine Kosten kommen. Meiner Meinung nach sind diese Jungs die Hoffnungsträger in der Black/Pagan Metal Szene 2009.

Tracklist:

01. Nach Asgard wir reiten
02. Battle Metal
03. Varusschlacht
04. Wer Wind säht…
05. Várar
06. Im Herzen des Eises
07. Nordmänner
08. Worringen
09. Schutt und Asche
10. Blut und Feuer

Besetzung:

Agalaz (guit & voc)
Ziu (bass)
Cortez (guit
Arganar (drums)

Internet:

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Obscurity @ Reverbnation

Place Vendome – Street of Fire

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Band: Place Vendome
Titel: Streets of Fire
Label: Froniers Records
VÖ: 2009
Genre: Melodic Rock, AOR
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Meine Gebete wurden erhört, nach dem recht langweiligen „Past in Different Ways“, hat sich Mr. Kiske dazu entschlossen eine weitere Place Vendome Scheibe einzuspielen. Mit David Readman (backing voc), Dennis Ward (bass), Kosta Zafiriou (drums), Gunther Werno (keys) und Uwe Reitenauer (guit) zusammen hat man nun „Streets of Fire“ in trockene Tücher geholt und selbiges wird am 20. Februar via Frontiers Records erscheinen. Der Gute Michael schwört ja weiterhin hartnäckig dem Rock/Metal ab, dafür singt er aber stärker als eh und je. Nun denn reingehört in das neueste Machwerk des Ex Kürbiskopf.

Eine sehr bombastische und wenngleich auch düstere Eröffnung erfolgt durch „Streets Of Fire“. Danach wird aber gleich ordentlich das Gaspedal gedrückt, um im Anschluss wieder in ruhigeren Gefilden eine kürzere Rast abzuhalten. Denke mir mal die ewigen Parallelen zu Helloween kann der Gute Kiske schon gar nicht mehr hören und dennoch kann sich der ehemalige Shouter der Hanseaten nicht ganz entledigen. Zu sehr hatte er mit seiner Stimme Alben und Projekte geprägt. Somit ist es auch nicht verwunderlich das man auch hier einige Eckpfeiler erkennen kann, ob es ihm nun passt oder nicht. Vom rhythmischen her bewegt sich auch das neueste Machwerk auf eine große Reise von Melodie, härteren bis hin zu ruhigen, bombastischen, gefühlvollen Ausflügen. Vor allem der Opener ist eine breite Mischung aus den genannten Elementen. Die gelieferten Soli sind einfach nur Gott gleich und die Mitarbeit der Pink Cream 69 Köpfe Kosta, Dennis und David ist auch nicht spurlos an der Ausrichtung vorüber gegangen. „My Guardian Angel“ erschallt nun deutlich fröhlicher, doch auch hier wurden einige ruhigere Wechsel eingebaut. Alles in allem hat man aber auf eine ausgewogene Mischung geachtet um es nicht zu ruhig angehen zu lassen. Somit lädt das Place Vendome Material auch 2009 zu einer gediegenen Kopfschüttel und Abshake Aktion ein. Dennoch wird hier etwas besonnener gewerkelt als bei der Eröffnung des Albums. Weiter geht es auch schon mit „Completely Breathless“. Diese Nummer ist nun etwas mehr fürs Gemüt, als auch für verträumte Momente gedacht. Sanfte Klänge zu Beginn werden immer wieder durch etwas flottere Wachrüttler angereichert und unterm Strich ist zwar eine sehr verträumte Nummer entstanden, die aber mit den flotteren Momenten locker aus der balladesken ausbricht. Nun ist es aber wieder an der Zeit um ordentlich abzurocken? Vollkommen richtig und dies tut man nun auch mit dem Midtempostück „Follow Me“. Eine sehr stampfende Nummer ist den Herrschaften hier geglückt. Viele amerikanische Szenekollegen haben hier wohl beeinflusst, denn dieses Rockstück hat einen sehr großen Amerikafaktor intus. Sehr düster und beschaulich startet nun „Set Me Free“, welches zu Beginn mit einem sehr tollen klassischen Klavierintermezzo aufwartet. Auch der Bobmastanteil ist gehörig nach oben geschnellt. Zwar startet man auch hier etwas verhalten geht es aber im Anschluss deutlich temporeicher an. Vor allem die orchestralen Arrangements sind eine Wucht und komplettieren dieses Stück. „Beliver“ ist nun wieder etwas um ordentliche Abzurocken. Flottes, temporeiches Stück mit viel Pfiff. Wer auf Kracher wie Survivior und Jimi Jamison steht, der kommt hier vollends zum Zuge. Sehr 80er Retro Rock lastigt packt man es auch nun bei „Valerie (The Truth Is In Your Eyes)“ an. Dennoch kommen hier einige besonnenere Klänge zum Zuge, aber alles in allem ist man auch hier auf einer etwas flotteren Fahrt. Eine sehr verträumte Nummer ist nun mit „A Scene In Reply“ entstanden. Sanfte, ruhigere Rockklänge dröhnen hier aus den Boxen und auch der sehr warmherzige Gesang von Mr. Kiske ist mir bis dato eher unbekannt gewesen. Somit sollte man dieses Stück vollends genießen und sich auf eine weite Soundreise entführen lassen. „Changes“ ist nun wieder etwas flotter unterwegs und dennoch den typischen Rockweg behält man auch hier weiterhin bei. So verwundert es mich nicht dass man viele Parallelen zu den oben genannten Bands einmal mehr fest stellen kann. Doch genau diese Ausrichtung scheint dem guten Kiske und seiner Truppe bestens zu liegen und genau dort machen er und seine Formation eine sehr gute Figur. Nun wird aber wieder etwas mehr das Pedal gedrückt und dies macht man nun mit „Surrender Your Soul“. Ein flottes Rockstück mit einigen sanfteren Ausrutschern. Somit wird eine tolle Breite geboten die zum Abtanzen und Abrocken allemal gedacht ist. „Dancer“ wird durch ein sehr starkes, stampfendes Synthy Intro eröffnet. Danach begibt man sich wieder auf flottere Rockgefilde. Europe Fans der ersten Stunde dürften vor allem bei diesem Stück sehr angetan sein. Der Abschluss erfolgt sehr besonnen mit „I’d Die For Your“, einem sehr guten balladesken Stück, wo der gute Michl zeigt, das er zu den Szenesängern gehört und das er nicht unbegründet des Öfteren Himmelhochjauchzend gelobt wird. Selten und das steht hier außer Frage, habe ich einen vergleichbaren Sänger gehört. Der flotte, Chorlastige Mittelteil ist einfach unglaublich und lässt mich mit offener Kinnlade da sitzen.

Fazit: Egal wie viel Unmut und Staub Mr. Kiske in der Szene aufgewirbelt haben mag. Mit dem neuesten Place Vendome Machwerk beweist der Gute, das er das Rocken noch lange nicht verlernt hat und das es ihm schon noch Spaß macht metallischere Tracks zu schreiben.

Tracklist:

01. Letter to My Child Never Born 08:56
02. Violet Loneliness 04:42
03. Fading Shadow 05:20
04. Angels in Disguise 05:16
05. The Killing Speed of Time 04:50
06. The Streets of Laudomia 05:50
07. Fly 04:53
08. Out in Open Space 05:08
09. 9 Degrees West of the Moon 03:56
10. A Touch of Evil (Judas Priest Cover) 05:48
11. Fading Shadow (demo version) (bonus track) 05:17

Besetzung:

Michael Kiske (voc)
David Readman (backing voc)
Dennis Ward (bass)
Kosta Zafiriou (drums)
Gunther Werno (keys)
Uwe Reitenauer (guit)