Band: Amaranthe
Titel: Massive Addictive
Label: Spinefarm Records
VÖ: 2014
Genre: Modern Metal, Pop
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Das Amaranthe mit ihrem Neuling sicherlich für ein zwiespältiges Aufraunen sorgen würden war mir schon beim ersten Eintrag in der News Sektion klar. Das Debütwerk der schwedischen Combo hatte es mir so angetan und ich war Feuer und Flamme. Mit dem Nachfolger „Nexus“ hat man mich mehr verärgert, denn zu kitschig und verschmalzt wurde das Album eingespielt. Dies auch unter Anleitung von Jacob Hansen, welcher ja für seine superben Produktionen bekannt ist. Hätte man sich wohl einige Tipps vom Mastermind holen sollen und nicht auf die zu arge Popschiene aufzuspringen. Somit war auch die Ankündigung vom nunmehr dritten Longlpayer „Massive Addictive“ für mich ein Grund nicht gleich vollends das Kriegsbeil auszugraben, sondern sich in das Album gemütlich und längerfristig reinzuhören. Gesagt, getan, denn erneut greift man sicherlich auf den Popanteil zurück, für das sie ja schon mehrmals angeprangert wurden. Im Gegensatz zum Vorreiter klingt man aber dieses mal deutlich facettenreicher. Sicherlich kein Geniestreich vor dem Herrn und an das Debüt gelangt man auch nicht mehr ran, allerdings klingt der neueste Rundling deutlich kompakter und eben durchdachter. Hier werden nicht einfach locker vom Hocker die Tracks eingetüdelt, sondern sie haben schon ihren besseren Reiz und obwohl auch wie erwähnt die Breitentauglichkeit mehr als nur gegeben ist. Dennoch und das muss man der schwedischen Truppe hoch anrechnen, hat man sich wohl überlegt hier etwas mehr kernige und schliffigen Attitüden einzusetzen und genau deshalb ist der Sound, wie auch die Tracks bei Langrille Nummer drei wesentlich ertragbarer. Die Entwicklung hat man sicherlich vorangetrieben und aufgrund der Vermischung des Sounds beim Startschus der Karriere musste einfach ein Konsens gefunden werden und den hat man meiner Meinung nach durchaus gefunden. Was ein weiterer durchaus hoch anzurechnender Anteil an der Steigerung von Amaranthe ist, ist die aktuelle verstärkte, dynamische Arbeitsweise mit der man an die Songs herangegangen ist. Zu Meckern aufgrund der Pop Allüren gibt es sicherlich für viele, dennoch muss ich sagen ist die derzeitige Ummünzung knackiger und geht locker ins Gehör, ohne dass man dabei vor dem Ausverkauf steht. Auch bereits erwähnt verstärkt man ein deutlich stärkeres Gesamterscheinungsbild aufgrund der Vielzahl von kantigen Verstrebungen. Auch die Arrangements im Hintergrund bilden eine sehr erfrischende Verstärkung des Sounds und somit geht das Album aus meiner Sicht deutlich besser ins Rennen, als es eben der Vorgänger getan hat. Wer die Vermischung von Pop und Metal bereits vorher schon angeprangert hat, wird auch mit dem neuen Werk keine Überraschung erleben. Wer allerdings mit eben genau dieser Vorstellung der Schweden die Musik geliebt hat, wird hier sicherlich deutlich verstärkte Ambitionen finden die man freudig aufnimmt. Was bleibt? Nun Amaranthe haben sich sicherlich gesteigert und bieten mit den Tracks auf „Massive Addictive“ gute Unterhaltung, welche teilweise an Autofahrermusik erinnert und eben längere Fahrten mit dem Gefährt erträglicher machen. Ein absoluter Reißer ist den Schweden allerdings auch nicht gelungen!!!

Fazit: Steigerung ist da und das war nach dem Vorgänger sicherlich dringend nötig. Das Mischverhältnis aus Pop und Metal ist nach wie vor ein sehr großer Bestandteil der Truppe, wurde aber deutlich kerniger umgesetzt, auch zu meiner persönlichen Freude.

Tracklist:

01. Dynamite
02. Drop Dead Cynical
03. Trinity
04. Massive Addictive
05. Digital World
06. True
07. Unreal
08. Over And Done
09. Danger Zone
10. Skyline
11. An Ordinary Abnormality
12. Exhale

Besetzung:

Elize Ryd (voc)
Jake E Berg (voc)
Henrik Englund (voc)
Olof Mörck (guit & keys)
Johan Andreassen (bass)
Morten Løwe Sørensen (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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