Andras – Reminiszenzen

Band: Andras
Titel: Reminiszenzen
Label: Einheit Produktionen
VÖ: 20.10.2017
Genre: Black/Pagan Metal
Bewertung: 4.5/5
Written by: Lex

Andras-reminiszenzen-album-artworkDie 1994 gegründeten Heiden-Black Metaller mit fester Bindung ans Erzgebirge überzeugen mich mit „Reminiszenzen“ völlig entgegen meiner Erwartung. Manchmal überzeugt man auf die rohe norwegische Art („Blessed In Sin“ lässt beste Darkthrone-Zeiten wieder aufleben), dann wieder mit gelungenem atmosphärischen Tasten-Black Metal (hier vor allem „Zenit“).

Beides bringen die Ostdeutschen mühelos unter einen Hut, ohne ihren eigenen Stil dabei zu opfern.
In den heidnischen Momenten erinnert mich „Andras“ am ehesten an die besseren Passagen von Menhir´s „Hildebrandslied“, während man die bierseligen Niederungen von Spaß-Heiden wie „Black Messiah“ oder „Equilibrium“ zum Glück nicht einmal mit dem Stiefel berührt.

Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Album mit erdiger Produktion, das sowohl als Gesamtpaket als auch anhand einzelner Stücke (- ich nannte oben bereits einige Highlights, möchte aber auch „Der Blinde Mann“ und „Altar der Finsternis“ nicht unerwähnt lassen -) jeden Schwarzwurzler überzeugen sollte. Mehr noch: Die Band macht mir als Langzeit-Black Metal-Überdrüssigem doch tatsächlich wieder etwas Lust auf das Genre.

Tracklist:

01. Im Schatten der Flammen
02. Black Rain
03. Phantasma
04. Zenit
05. Die Tilgung
06. Der blinde Mann
07. Altar der Finsternis
08. Blessed in Sin
09. Anewand
10. Fergunna
11. Der Raubschütz Teil 1
12. Der Raubschütz Teil 2
13. Das Portal

Besetzung:

Nightsky (Guitars)
Khenaz (Grim & Clean Vocals)
Ghwerig (Keyboards)
Black Abyss (Bass)

Internet:

Andras @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.