Band: Ankor
Titel: Last Song For Venus
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Metal/Rock/Alternative
Bewertung: 5/5
Written By: Robert

Ah Ankor! Etwas fiebrig habe ich den neuesten Rundlingder Spanier verspätet bekommen. Bereits das 2011 rezensierte Album hat sich in meinen heimischen vier Wänden ordentlich heiß gelaufen. Da muss man meistens Vorsicht walten lassen, denn oftmals ist dies dann eine Enttäuschung. Auch bei den Kollegen von Amaranthe war das so. Der Erstling vollends überzeugt und die Nachfolge einfach nur mehr ein kitschig, pop artiges Abklatschen. „Last Song For Venus“ nennt sich nun der neueste Rundling der Katalanen. Modern Melodic Metal, mit starken Prägungen aus dem Core Bereich sind abermals als Mischung zurecht gemacht worden. Man wagt es aber nicht hier vermehrt den klaren Bereich dominanter einzusetzen. Vorkommen tut er schon, nur überwiegt er nicht und so ist die ausgewogene Mischung erneut brillant, wenn nicht noch besser umgesetzt worden. Die Duettgesänge der beiden Fronter (weiblich/männlich) passen haarscharf zu den Stücken und Vibes die man drauf gepackt hat. Auch die Ohrwurmcharakteristik ist hier nicht von der Hand zu weißen und so gehen die Songs locker in den Gehörgang zwar rein, sind aber nicht von einer zu soliden Art und Weise geprägt. Teils mächtig und voll auf die Fresse und dann wieder etwas lieblicher veranlagt bringt man durch die Bank animierende Tracks zu Protokoll, welche einfach begeistern und sofort mitreißen. Ein ablutschen ist aber hier nicht mal ansatzweise in der Nähe, denn auch nach dem x-ten Durchlauf wissen die Songs immer noch zu reizen. Somit ein sehr langlebiges Langeisen, welches einfach Spaß macht und animiert. Die Fronterin, wie auch ihr männlicher Kollegen besitzen abermals ein kräftiges Organ, selbiges unterstütz die ansonsten schon sehr starken Songs sehr gut und damit passt eigentlich alles. Einziges Manko sind kleinere Ausrutscher der Synthi Partie, welche aber nicht so oft vorkommen. Diese waren schon beim Vorgänger dabei, wurden aber auf dem neuesten Rundling merklich dezimiert, was man so ja eigentlich als positiv vermerken kann. Mixtur und Klasse der Stücke machen es aus und warum man kein Label mehr hat ist mir unverständlich, denn die Truppe ist ein wahrer Megaseller, welcher es geschafft hat in Eigenregie einen Rundling einzustanzen, welcher viele Szenekollegen das Fürchten lehren wird.

Fazit: Die Katalanen haben es auf ein Neues bewiesen, dass sie eine kunterbunte Mischung sind, welche es aber durch und durch schaffen diese auf einen Nenner zu bringen. Grandios was sich die Herrschaften hier ausgedacht und auf einen Silberling gepackt haben. Viele Ohrwürme und amtliche Kracher sind auf dem Silberling. Darf man wohl hoffen, dass hier alsbald ein größeres Label vorstellig wird, denn die Klasse der Songs kann es locker auch mit großen Szenekollegen aufnehmen.

Tracklist:

01. Last Song for Venus 04:45
02. Try to Walk My Shoes 04:20
03. When December Goes 04:05
04. I’ll Fight for You 03:41
05. Last Song for Venus, Pt. 2 03:08
06. The Dark Passenger 04:28
07. Winner Horse 03:21
08. Since You Made Us as One 03:42
09. Moonlight 03:46
10. Tenkuu No Budokai 04:04
11. At Last Rest 09:08
12. The Unreachable Cherry Tree of Dreams 04:23

Besetzung:

Rosa de la Cruz (voc)
David Romeu (guit & voc)
Fito Martínez (guit & back voc)
Rubio (Javier Casanova) (keys)
Julio A. López (bass, screams & back voc)
Jordi Vidal (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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