Tracklist
01. Burning Daylight
02. Legacy
03. Accidental Synergy
04. The Letter
05. Mr. Misery
06. Hide Behind The Screen
07. Hollow Idol
08. Secret Dream
09. Remember Icarus
10. How Do You Sleep,
11. No One Will Make Me Cry
12. Where The Road Ends
13. Dive Into The Void
Besetzung
Peer Johansson – Gesang
Ricky Marx – Gitarren, Tasteninstrumente
Guillaume Surroca – Bassgitarre
Ranzo – Schlagzeug
Die einst als Pretty Maids – Ableger gestarteten NOW OR NEVER präsentieren mit »The Legacy« nicht nur ihr viertes Album im dreizehnten Jahr ihres Bestehens, sondern mit Guillaume Surroca auch den vierten Tieftöner sowie mit Peer Johannson den dritten Sänger der Bandgeschichte.
Peer Johansson macht den Unterschied auf »The Legacy«.
Im Vergleich zu seinem Vorgänger gibt der Neue am Mikro dem Klangbild einen eigenständigeren Anstrich und sorgt außerdem für einen rauen Grundton. Reiner Melodic Metal ist auf dieser Scheibe kaum noch zu hören. So befinden sich in der Mitte des Albums mit »Hide Behind The Screen« sowie »Hollow Idol« überraschend aggressive Songs, die durch einen harmonischen Mittelteil aufgelockert werden.
Auch »Burning Delight« und »Mr. Misery« überzeugen durch neue Aspekte und integrieren mit harten, aber harmonischen Gitarrenläufen Merkmale der deutschen Power Metal – Schule. Ebenfalls gut ins Ohr gehen mit dem zwischen Mittachziger Accept, MSG und Primal Fear befindlichen »Accidental Synergy«, das Led Zeppelins Kashmir zitierende »Legacy« sowie die ausnahmsweise mal etwas schnelleren »No One Will Make Me Cry« und »Dive Into The World« gegen Ende.
Weniger ist manchmal mehr!
»The Legacy« ist mit dreizehn Liedern zwar opulent bestückt, hat allerdings auch einige Füller. Warum man nach einem überwiegend akustisch vorgetragenen Stück wie »Secret Dream« später mit »Where The Road Ends« nochmal ein ähnliches und zudem viel schwächeres Stück auf die Scheibe packt bleibt ebenso ein Rätsel wie der Umstand, dass man auch mit »Remember Icarus« und »How Do You Sleep« gegen Ende alle verzichtbaren Songs versammelt.
Irgendwo zwischen Primal Fear und Pretty Maids ist eine schmale Lücke, die NOW OR NEVER in den neunundsechzig Minuten zwei Drittel der Laufzeit voll ausfüllen können. Vor allem Peer Johansson macht hierbei in allen (Ton-) Lagen eine exzellente Figur. Insofern lohnt sich ein Check der Zielgruppe auf jeden Fall!
