Band: Aposento
Titel: Aposento
Label: Xtreem Music
VÖ: 2014
Genre: Death Metal
Bewertung: 2,5/5
Written by: Lex

Wieder eine Band, die sich vor 24 Jahren gegründet hat und jetzt plötzlich das Debüt in den verspinnwebten Plattenmarkt schmeißt. Es ist auch wieder eine Band, die so klingt wie Cannibal Corpse in ihren Anfängen. Das gilt wohl auch textlich, soweit ich das mit meinen nicht vorhandenen Spanischkenntnissen aus Titeln wie „Mutiladora Genital“ schließen darf.

Es soll ja Leute geben, die selbst auf die tausendste Nachahmung des alten Kannibalenleichnams abfahren, ich gehöre da nicht (mehr) dazu. Ich bin mir außerdem sicher, dass beispielsweise die frühen Severe Torture zu „Misanthropic Carnage“-Zeiten wesentlich besser durch diesen alten Kadaverschleim gesurft sind (oder ich war damals vielleicht einfach nur jünger).

Ein paar coole Parts sind vorhanden, aber von den angepriesenen „memorable songs“ kann für mich keine Rede sein. Schade, Songs mit Wiedererkennunsgwert würden den Spaßfaktor dieser Band immens erhöhen und die fehlende Eigenidentität weniger ins Gewicht fallen lassen.

Bleibt unterm Strich eine coole Platte für Death Metal-Dauer-Beschaller mit Cannibal-Corpse-Fetisch, die bei jedem anderen allerdings für allgemeines Gähnen sorgt. Sowas bringen andere in 24 Wochen zustande, was hier nach ebenso vielen Jahren geschmiedet wurde. Vielleicht findet der eine oder die andere auch, dass aufgrund der spanischen Lyrics ein Exoten-Bonus angebracht wäre – bei mir jedenfalls mal nicht. Wär ja albern, wenn´s für jeden Rülpser in Esperanto einen Extrapunkt gäbe.

Immerhin cool, dass ich jetzt Genitalverstümmelung endlich auch auf Spanisch schreiben kann.

Tracklist:

01. Aliens – Seres del Más Allá
02. Hijos del Caos
03. Muerte Lenta
04. La Valla
05. Mutiladora Genital
06. Avaricia
07. Sacrilegio Consumado
08. Inquisidor de un Falso Profeta
09.Alma Condenada

Besetzung:

Nacho (Vocals)
Manolo (Guitars)
José Pispas (Guitars)
Manu (Bass)
Diego (Drums)

Internet:

Aposento @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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