Artizan – Demon Rider

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Band: Artizan
Titel: Demon Rider
Label: Pure Steel Records
VÖ: 17. August 2018
Genre: US/Melodic/Heavy Metal
Bewertung: 5/5

Eigentlich war ich ja leider, aufgrund des real existierenden Lebens, bei diesem wunderbaren Magazin schon außen vor. Aber die neue ARTIZAN ist ein ein mehr als willkommener Grund, sich in die altehrwürdigen Netzseiten reinzuhacken und dem geschätzten Kollegen Alex zuvorzukommen, bevor er, der immerhin vierten Vollscheibe in sieben Jahren, nur ein „sehr gut“ bescheinigt und dieses Meisterwerk hier absolut unterschätzt in den Analen des Archives untergeht.

Doch warum ist ausgerechnet die neue Scheibe mit gerade einmal fünf Liedern und deren knappen Spielzeit von rund 33 Minuten es überhaupt wert, dermaßen gelobt zu werden?

Nun ja, zum ersten setzt die wieder einmal phänomenale Produktion (von Jim Morrison) die Klangkunst der Band ins rechte Licht, zum zweiten sorgt gerade die überschaubare Lauflänge der Scheibe für einen intensiven Bezug zum Gehörten.

Der dritte und mit entscheidende Faktor ist Tom Braden, der zu den besten Sängern im Metal zu zählen ist und mit seinen vergoldeten Stimmbändern sicher auch über den Bereich hinaus zu Glanztaten fähig ist.

Natürlich wäre dies alles nichts wert, wenn der Hauptinhalt, die Musik, nicht stimmig wäre.

Und hier erschaffen die aus Florida stammenden Recken, zusammen mit Jim Matheos (u. a. Fates Warning) als Gast an der Bassgitarre, durchweg eine, halt nein!, DIE perfekte Symbiose aus Härte und „Melodey“, aus Anspruch und Eingängigkeit.

Das Eröffnungsstück Demon Rider und das darauffolgende, Judas Priest-lastige, The Hangmen sagen – dem anspruchsvollem Rhythmus zum Trutze – garantiert jedem Headbanger zu, während man folglich dem vertrackten,  im mittleren Tempo angesiedelten Soldiers Of The Light gebannt in die Erleuchtung folgt.

Noch geblendet von diesem Song folgt das eindringliche The Endless Odyssey, welches aufgrund der zwar vertrackten, hier aber trotzdem sehr verträglichen, Rhythmusarbeit, der amtlichen Grundhärte und dem anfänglich unscheinbarem, weil im Hintergrund stattfindenden Melodienfeuerwerk, mit zum Besten gehört, was es in diesem Sektor überhaupt gibt.

Und zwar zusammen mit dem (die Normalausgabe) abschließenden, an Atmosphäre alles übertrumpfenden When Darkness Falls, welches nur (neben der Meisterleistung von Tom Braden) ab Mintute 2:58 einen der grandiosesten Momente der Metalhistorie verbirgt, einen hypnotischen Refrain offenbart.

Als Gesamtwerk, vom melancholischen, neoklassisch geprägten wie leicht orientalisch angehauchten Beginn bis hin zum stampfenden Ende sind alle Zutaten enthalten, die den Heavy Metal dieser Prägung ausmachen.

Und dabei kommt man über die gesamte Laufzeit -zugegebenermaßen im Gegensatz zu meinem Satzaufbau, hehe- ohne unnötige Längen aus.

Bleiben also eine perfekte Produktion, ein Liedgut wie es stimmiger, interessanter und langlebiger nicht sein kann, ein schickes Cover sowie in der zu empfehlenden, mit drei Bonüssen aufgepeppten, Version die stark anders geprägte Demon Rider – Version mit Harry Conklin (Jag Panzer, Satans Host) am Gesang.

Dazu gesellen sich hier noch zwei tonal gut erhaltene Livemittschnitte vom KIT – Auftritt der Band (Hopeful Eyes und I Am The Storm), die weder negativ noch positiv auffallen.

Somit ist die Platte ein Anwärter auf das Album des Jahres!

Tracklist

01. Demon Rider
02. The Hangman
03. Soldiers of Light
04. The Endless Odyssey
05. When Darkness Falls

Besetzung

Tom Braden – Gesang
Shamus McConney – Gitarre
Bill Staley – Gitarre
Ty Tammeus – Schlagzeug
Gast:
Jim Matheos – Bassgitarre

Internet
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