Band: Axemaster
Titel: Overture To Madness
Label: Pure Steel Records
VÖ: 06.03.2015
Genre: US Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Daniel

Also ganz ehrlich, Axemaster sagen mir nur was vom Namen, mit deren Musik habe ich mich (bis auf einen Song vom THAT’S METAL Sampler) bis dato nie beschäftigt.
Beliest man sich über die Band aus Ohio wird schnell klar, das sie ein typisches „Love It Or Hate It“ – Ding sind. Entweder wird man in die dritte oder gar vierte US Metal Liga abgeschoben oder man erntet vorsichtiges Lob bis frenetischen Jubel. Mmh, erinnert mich an eine Power Metal Band aus Helmstedt, und die verehre ich für ihre puristische Ader und ihrer Liebe zur Musik. Insofern darf auch hier Entwarnung gegeben werden, denn die Atmosphäre auf Overture To Madness ist eines Underground Metal Albums würdig.

Das dies allein nicht ausreicht um zu überzeugen, dürfte allerdings auch klar sein. Doch das erste Axemaster Album seit 25 Jahren (und insgesamt erst das dritte!) überzeugt größtenteils mit solidem US Metal, der in die gleiche Ecke wie  Metal Church und Metallica abzustellen ist. Thrash infiltrierter, direkter Heavy Metal ist also Programm. Das man da nicht ganz so glänzend wie die beiden Referenzbands wegkommt, finde ich nicht schlimm. Denn man muss nicht immer überragend oder revolutionär klingen, um zu überzeugen.

Und überzeugen tun hier fast alle Songs. Der For Whom The Bells Tolls – Kniefall Sanity’s Requiem ist ein amtliche Huldigung an die ehemalige Metalband, das Sahnestück Forsaken besticht mit dem omnipresenten, eigensinnigen Gitarrensound, glänzt durch das straighte Riff und begeistert mit dem Refrain vollends. Dream or Nightmare ist ein epischer US Metal Vorzeigetrack, der einfach nicht besser geht während sich das leicht kauzige und voll auf die Zwölf gehende Thirty Pieces of Silver durch höchste Bangerqualität auszeichnet.
Etwas schleppender sind auch Crimson Haze und das dynamische Peeling Skin gutklassige Tracks, die kein Gourmet für schlecht befinden wird.
Das sich mit Sinister, Dark Souls und Ashes dann doch kleine Stinker einschleichen, ist zwar nicht so toll. aber in Anbetracht des an Steel Prophet erinnernden Statute of Liberty, der melodischen Dampfwalze Chylde und dem abschließenden (namentlich passend betitelten) Epic, dann doch verzeihlich.

Axemaster zeichnet der raue, teilweise facettenreiche Gesang, der Trademark Gitarrensound und vor allem purer Spirit aus. Grund genug für echte Metalheads, die Band anzutesten. Von Unterklassigkeit will ich nichts mehr hören, denn wenn eine Truppe wie diese ihre „Schwächen“ (die sicher in der Originalität und in manch schwachem Song zu finden sind) mit einer solchen Hingabe wie hier locker wett macht, ist mir das millionenfach lieber als glattgebügelter Mist von der Stange. Overture To Madness ein toller Soundtrack zum einzig wahren Lifestyle!

Trackliste:

01. Entering Madness
02. Sanity’s Requiem
03. Forsaken
04. Dream or Nightmare
05. Thirty Pieces of Silver
06. Crimson Haze
07. Peeling Skin
08. Sinister
09. Statute of Liberty
10. Ashes
11. Chylde
12. Dark Souls
13. Epic

Besetzung:

Geoff McGraw – vocal, rhythm guitars
Joe Sims – lead guitars
Jim Curtis – bass
Brian Henderson – drums

Axemaster im Internet:

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