Band: Blood Red Saints
Titel: Speedway
Label: Frontiers Music SRL
VÖ: 04.12.15
Genre: Melodic Rock/AOR
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Gerade eine Schmunzette aus dem Player raus genommen und schon steht das nächste Melodic Rock/AOR Album zur Rezension an. Diesesmal handelt es sich um die Briten Blood Red Saints. Ja genau auf das habe ich gewartet, nämlich das von mir beim Find Me Projekt angemerkte plätschern wurde hier komplett ausgelassen. Dies heißt jetzt nicht dass die Burschen hier eine herbe Härteseite bieten, ist mir schon klar bei solch einem Genrealbum. Doch und das ist das gute bei Blood Red Saints, sie haben einfach eine steife Rockbrise hinzugegeben und werten ihre Melodiebögen mit kernigen Rockschlägen auf, welche einfach einen frischen Wind ins Geschehen bringen.

Die kernigen Schwünge und das animierende Tempo ist gut ausgeglichen worden und somit kommt eine breite Facette zum Einsatz, welche dem AOR und Melodic Rock Liebhaber gefallen wird. Freilich sind auch hier die altbekannten, idyllischen Querverstrebungen hinzugefügt worden, diese klingen aber nicht übertrieben. Auch in den eher ruhigeren Passagen hat man das gewisse Quantum an raueren Soundfragmenten eingebaut und das macht das Ganze einfach knackiger und durchaus stimmiger. So gibt es auch hier 80er Trademarks, welche aber mit erquickendem Sound und Techniken sehr innovativ umgesetzt worden ist.

Die Tugenden des Genres wurden makellos umgesetzt und sogar noch mehr, sie klingen einfach neuwertiger. Ist nicht die Revolution keine Frage, aber was das Gesamtergebnis betrifft haben die Manchesteraner einfach einen superben Griff getätigt. Viele Ohrwürmer und Kracher sind verstreut auf diesem Output und dies macht einfach Laune.

Mit wem wäre das Material vergleichbar? Nun erinnert sich noch jemand an die brillanten FM Frühwerke, welche ja Perlen des AOR sind? Ja genau wer dies vermisst hat, kommt hier vollends auf seine Kosten. Immer und das finde ich so toll an dem Act, mit einer kernigen Breitseite im Sound. Somit klingt nichts zu auspoliert, sondern in einem gekonnt gediegenen Soundgewand und dies weiß durchaus zu beeindrucken.

Solche Acts verdienen einfach meinen Respekt, denn sie greife die Linien des 80er Spirit super auf, verwenden dabei aber keine Blaupause, sondern zeigen viel Eigenständigkeit. Was ein weitere sehr lobenswerte Sache ist, ist der Fakt, dass man es einfach außen vorlässt die Scheibe einfach weichgespült umzusetzen, sondern steht’s rauen Ecken und Kanten einbaut, sodass es einfach homogener klingt.

Wer auf Bands der Marke Def Leppard, Giant FM (Frühwerke) und Hardline steht, der kommt hier auf seine Kosten und wird das Album wie eine Droge komplett aufsaugen.

Fazit: Toller AOR/Melodic Rock, welcher wahrlich überzeugt. Das Ausmaß an harmonisierenden Melodien und doch kernigeren Rockrhythmen macht den Silberling wirklich sehr lange unterhaltsam und zu keinem Zeitpunkt kommt das Motto abgelutschte Schmunzette zum Vorschein.

Tracklist:

01. Kickin’ up Dust
02. Mercy
03. Best of Me
04. Dangerous
05. Love Set Me Up Again
06. Better Days
07. The Best Thing
08. Unbreakable
09. Wrapped Up in These Arms
10. Cgrnr
11. Feels a Lot Like Love
12. Faith

Besetzung:

Pete Godfrey (voc)
Lee Revill (guit)
Rob Naylor (bass)
Pete Newdeck (drums)

Internet:

Blood Red Saints Website

Blood Red Saints @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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