Band: Born Of Fire
Titel: Dead Winter Sun
Label: Pure Steel Records
Genre: Melodic Heavy-Metal
VÖ: 2014
Bewertung: 4/5
Written by: JoKer

Vierzehn lange Jahre ist es her, als Gordon Tittsworth (vocals), Victor Morell (guitars, keyboard) Bobby Chavez (guitars, bass) Steve Dorssom (drums, percussion) und Michael Wolff – bass guitar oder kurz Born Of Fire die letzte Veröffentlichung getätigt hat. Nun ist es Pure Steel Records zu verdanken, dass die Band doch noch ihr zweites Langspielalbum, 13 Jahre nach dem Debüt abliefern kann. Die Scheibe enthält natürlich frisches, neues Songmaterial und ist nach der 2012 erschienen Compilation Anthology wahrlich ein kleiner Meilenstein in der Geschichte von Born Of Fire

Auf Dead Winter Son, wird der Grundstein für diesen Meilenstein genannt. Der Gesang ist der Hammer und auch das Arrangement, die musikalische Umsetzung ist einfach fabelhaft. Langsam wie eine Bestie schleicht sich dieser mystische Titel an und macht sich auf den Angriff bereit, den Born of Fire nach etwas über einer Minute vollziehen. Was hier präsentiert wird ist starker Metal, der irgendwie die Tradition von Iron Maiden, die Zielstrebigkeit von Iced Earth und die power einer modernen, druckvollen Metalproduktion in sich vereint. Die Band hat wirklich Potential und wenn auch der Rest weiter auf dieser Überholspur fährt, dann sind die Jungs auf dem besten Wege den Metal-olymp zu erklimmen. Alle Hoffnung stirbt bei When Hope Dies aber zum Glück nicht, hat. Das alles steigert sich noch mit dem hymnisch, flotten Metaller. Die Band vereint hier spielerische Finesse mit eingängigen Rhythmen und einwandfreien, talentierten Vocals. Akustisch empfängt euch Last Goodbye, das nach einem kurzen Intro explosionsartige Heavy Einlagen per Excellence zu bieten hat. Der Verse ist Seicht, Refrain hingegen stark und heavy. In Sachen Melodien und Riffs, schüttelt die Band wirklich ein Ass nach dem anderen im Ärmel. Und ein Ass ist das Stimmwunder Gordon Tittsworth wahrlich. Auch das anfangs schleichend düstere Cast The Last Stone ist wirklich eine Bombe. Die Lead Gitarre mehr als zufriedenstellend und die Gesamte Umsetzung des Songwerks wie bisher: Heavy, Atemberaubend, Kraftvoll und wirklich empfehlenswert. Mit Cello Sounds überraschen Born Of Fire mit der kurzen Einlage von Speed of Dark auch, die aufgrund ihrer gesamten Palette an Effekten, Streichern, bedrohlichen Effekten jedoch kein Filler oder ein Intro für sich ist, sondern es beweist, dass Born Of Fire es beherrschen mächtig Spannung in dieses Album zu bauen. Das durch diesen Track angekündigte Spiritual Warfare macht ebenfalls eine Top Figur und kann sich aufgrund seiner langsameren Gangart und interessanten, hörenswerten Verwirklichung hervorheben. Die Lyrics sind mal wieder von Fehlerquote = o und Songwriting beherrscht die Band ebenso, wie guten, soliden Metal zu machen. Das Hymnische Hollow Soul, wartet mit einem super treibenden Bass-spiel, groovenden Drums, interessanten Effekten im Background und Maßgeblich guten Gitarren darauf sich in eure Metal-Hearts zu spielen und das gelingt der Band hier zumindest fast. Die Hookline des Songs ist etwas Schwach und auch der Refrain kann leider nicht ganz überzeugen. Dafür hat der Song aber wirklich ein paar Interessante Ansätze, die ihn doch wieder zu etwas ganz besonderem machen. Streicher und tiefe Gitarren in Begleitung eines gut gesungenen, interessanten Textes bilden das Anfangskonstrukt von Echoes Of The Lost. Hohe Gesänge sind im Metal natürlich nicht sehr unüblich aber ein wenig muss ich hier an einen gewollten Rob Halford Klon denken, der es aber nicht schaffen möchte an den Priest-Fronter heranzukommen. Nichts desto trotz ist Born Of Fire’s Frontsau ein wirklich guter Sänger und natürlich gilt auch hier wieder, dass die anderen auch Könner auf ihrem Gebiet sind. In A Cold World wirkt zunächst ein wenig Kontroverse (Die eingebettete Rede am Anfang) doch der Song wird dann doch zum Rocker, der aber irgendwie schwächelt. Es fehlt das gewisse Etwas der Pepp einfach. Dieser wird aber im Refrain wieder aufgefahren. Ganz überzeugen kann dieser Track natürlich aber leider nicht. Tears ist eine schöne Akustikballade aus einer schönen Stimme, die dadurch voll ihr Potential rüber bringen kann und einer wunderbaren Gitarren, die kurz mal von Streichern begleitet wird und somit den Hörer zufrieden zurück lässt.

Fazit: 4 von 5 – Es wäre wirklich Schade gewesen, wenn sich Born Of Fire nicht reformiert hätten, denn dieses Album bietet doch so einiges. Ich empfehle dieses Werk guten Gewissens Fans von Bands wie Iron Maiden, Iced Earth, Fates Warning und Crimson Glory

Tracklist:

01. Dead Winter Sun
02. When Hope Dies
03. Last Goodbye
04. Cast the Last Stone
05. Speed of Dark
06. Spiritual Warfare
07. Hollow Soul
08. Echoes of the Lost
09. In A Cold World
10. Tears

Besetzung:

Gordon Tittsworth – vocals
Victor Morell – guitars, keyboard
Bobby Chavez – guitars, bass
Steve Dorssom – drums, percussion
Michael Wolff – bass guitar

Internet:

Born Of Fire Webseite 

Born Of Fire @ Facebook

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