Coronatus – Secrets Of Nature

Band: Coronatus
Titel: Secrets Of Nature
Label: Massacre Records
Genre: Symphonic Metal
VÖ: 08.12.17
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Coronatus-secrets-of-nature-album-artworkEs gibt Bands welche sich dem typischen Sound von Nightwish im Symphonic Metal komplett entsagen. Somit ein guter Schritt, weil genau diese Bands eine neue Tür in den Katakomben des weitläufigen Genres aufstoßen konnten. Andererseits gibt es Bands, welche auf Gedeih und Verderb dem Sound der Finnen, welche ja wegbereitend waren, verschworen sind. Zur letzten Riege gehören meiner Meinung nach Coronatus. Diese hatten es bis dato beständig schwer ordentlich Fuß in der Szene zu fassen. Zu viele Ähnlichkeiten sind erkennbar und dies obwohl die deutsche Symphonic Metal Formation nicht von schlechten Eltern ist. An was liegt es dann, wenn man solchen Hoffnungsträgern nicht unbedingt das zukommen lässt, was sie wohl daneben verdient hätten.

Bei Coronatus ist es die Innovation und der große Punkt der Eigenständigkeit. Mit diesem Damoklesschwert hatte die Band immer zu kämpfen. Obgleich die Truppe es beharrlich verstanden hatte wie der Bombasteinsatz ausgewogen rüberkommen muss und wie der Genretypische Fan mit erstklassigen Melodien verwöhnt wird. Eines stand der Band beständig im Weg, der Name der großen, finnischen Vorreiter. Alles neu sollte es der neueste und mittlerweile achte Output machen.

Glaubt man dieser Aussage, dementsprechend könnte der geneigte Genrefreak einen neuen Frühling feiern. So schnell sollte selbiger nicht schießen. Braucht ebenfalls der eingeschworenste Die Hard Freak solche Unterfangen, welche klingen wie x-beliebige Nightwish Kamellen? Wohl kaum, denn zu viele starke Nachwuchstruppen kämpfen um die Gunst der Stunde in diesem Stilbereich. Man möge mich nicht falsch verstehen, desgleichen können Coronatus gute Musik bieten, welche einer auf Gedeih und Verderb verschworenen Gruppe von Allessammlern in diesem Klangbereich gewiss höhere Herzschläge bescheren wird.

Arrangements, Stimme und sogar das Songwriting ist nicht von schlechten Eltern und die Band kämpft wacker gegen ihre Genre-Konkurrenz. Ob dies andererseits betrachtet für einen absoluten Durchbruch reichen wird, dies wagt meine Wenigkeit zu bezweifeln. Betrachtet der Rezensent die Tracks im Einzelnen und spielt sich tausendmal ab, erkennt meine Person geradeso betreffend zusehends haarscharfe Parallelen zu den genannten Finnen und selbst Within Temptation lassen hier und da noch stärker grüßen. Somit nicht die bahnbrechende Erfindung, wenngleich die Songs als Hommage an beide Bands in Ordnung gehen.

Die Vertrautheit bei vielen Songs und Passagen ist schon fast eine arge Kopie und ob dies den Fans heutzutage noch die Mütze vom Haupte reißt ist fragwürdig. Der geneigte Rezensent tut sich fürwahr schwer die Herrschaften von Coronatus einzustufen. Da die Band gewiss gute Soundeinsätze und Arrangements durch die Boxen jagt und an anderer Stelle desgleichen die Bombasteinsätze gut beherrscht, ohne wahllos kitschig zu klingen. Im prächtigen Mittelfeld agiert der Bandtross und schafft es dennoch nicht aus dem Schatten ihrer großen Vorbilder hervorzustechen.

Warum nicht? Tja, betrachtet und vergleicht man die Stücke des neuestens Albums, demgemäß findet der Musikfreund etliches was er vorangehend tausendmal gehört hat. Dadurch ist ebenfalls der Frischefaktor merklich schrumpfend. Die Band ist bemüht und versucht sich an allem was ihrer Vorreiter der Szene bereits zum Einsatz gebracht haben. Deshalb erwartet der Zuhörer irgendwie frische Einsätze beziehungsweise Ausreißer. Diese folgen leider Gottes nicht und so agiert der Trupp brav auf Nummer sicher und verneigt sich zu stark in Richtung Norden. Das hätten Coronatus gar nicht nötig, merklich mehr Eigenständigkeit und die Band könnte als starker Konkurrent im schier unübersehbaren Genre agieren.

Fazit: Coronatus werden mit „Secrets Of Nature“ das Symphonic Metal Genre nicht neu erfinden. Zu stark erinnert die Musik auf dem achten Studio Album an eine Fusion aus Nightwish und Within Temptation.

Tracklist:

01. Howling Wind 04:59
02. Mountain Sky 05:19
03. The Hunter 04:47
04. Sleigh Ride to Asgard 04:33
05. Die See 06:38
06. The Little People of Iceland 04:01
07. Dance of the Satyr 03:06
08. Tränen des Himmels 04:39
09. Herr Mannelig 05:24

Besetzung:

Carmen R. Lorch (voc)
Mareike Makosch (voc)
Gaby Koss (voc)
Teddy Möhrke (voc)
Kristina Jülich (violin)
Markus Stock (guit & bass)
Mats Kurth (drums)

Internet:

Coronatus Website

Coronatus @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.